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	<title>Widnau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Widnau&amp;diff=142908&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Van.ike: /* Persönlichkeiten */ Alexander Bartl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Widnau&amp;diff=142908&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-24T06:57:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Persönlichkeiten: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Alexander_Bartl&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Alexander Bartl (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Alexander Bartl&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Widnau 2007.png&lt;br /&gt;
| NAME_ORT = &lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = Widnau-blazon.svg&lt;br /&gt;
| BILD = Flug über Widnau.jpg&lt;br /&gt;
| BESCHREIBUNG = Widnau aus der Vogelperspektive&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-SG&lt;br /&gt;
| BEZIRK = [[Wahlkreis Rheintal|Rheintal]]&lt;br /&gt;
| GEMEINDE = &lt;br /&gt;
| IMAGEMAP = Wahlkreis Rheintal&lt;br /&gt;
| KREIS = &lt;br /&gt;
| BFS = 3238&lt;br /&gt;
| QUELLE = &lt;br /&gt;
| PLZ = 9443 Widnau&amp;lt;br /&amp;gt;9435 Heerbrugg&lt;br /&gt;
| UN/LOCODE = CH WNU (Widnau)&amp;lt;br /&amp;gt;CH HEE (Heerbrugg)&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 47.39983&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 9.63804&lt;br /&gt;
| HÖHE = 405&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 4.22&lt;br /&gt;
| QUELLE-FLÄCHE = &lt;br /&gt;
| EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AUSLÄNDER = &lt;br /&gt;
| ARBEITSLOSE = &lt;br /&gt;
| STADTPRÄSIDENT = &lt;br /&gt;
| STADTPRÄSIDENTIN = &lt;br /&gt;
| STADTAMMANN = &lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GEMEINDEPRÄSIDENT = Bruno Seelos (FDP)&lt;br /&gt;
| GEMEINDEPRÄSIDENTIN =&lt;br /&gt;
| GEMEINDEAMMANN = &lt;br /&gt;
| WEBSITE = www.widnau.ch&lt;br /&gt;
| GALERIE = 1&lt;br /&gt;
| GALERIEKARTE1 = Stadt Widnau 2022.png&lt;br /&gt;
| GALERIEBEZ1 = Stadt Widnau&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Widnau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (im ostschweizerdeutschen Ortsdialekt &amp;#039;&amp;#039;Witnou&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|[ˈʋitːnoːʊ]}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;lsg&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen]].&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S.&amp;amp;nbsp;963.&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine [[politische Gemeinde]] und eine [[Ortschaft]] in der [[Region Rheintal|Region]] und im [[Wahlkreis Rheintal]] im [[Ostschweiz]]er Kanton [[Kanton St. Gallen|St.&amp;amp;nbsp;Gallen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die politische Gemeinde Widnau verfügt über eine Gesamtfläche von 4,22&amp;amp;nbsp;km², davon dienen 59,4 % als Siedlungsfläche. Für landwirtschaftliche Zwecke werden 34,2 % der Gesamtfläche verwendet. Die restlichen 6,4 % sind bestockte Flächen (Wald und Gehölze) und unproduktive Flächen, darunter fallen unter anderem Flüsse und Seen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bfs-admin-1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/regionen/02/key.html |titel=Regionalportraits der gemeinden |hrsg=Schweizerische Eidgenossenschaft |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120730095546/http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/regionen/02/key.html |archiv-datum=2012-07-30 |abruf=2013-11-21 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Einwohnerzahl betrachtet das Bundesamt für Statistik die Gemeinde Widnau als Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.srf.ch/news/schweiz/siedlungsentwicklung-die-verstaedterung-der-schweiz-geht-weiter |titel=Schweizer Agglomerationen und Städte wachsen stetig |datum=2024-03-21 |sprache=de |abruf=2024-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Widnau liegt im Vierländereck am westlichen Ufer des [[Rhein]]s, der die Grenze zwischen dem [[österreich]]ischen Bundesland [[Vorarlberg]] und dem [[schweiz]]erischen Kanton St. Gallen bildet. Ein Teil der stadtähnlichen Siedlung [[Heerbrugg]] gehört ebenfalls zur Gemeinde Widnau. Die schweizerischen Nachbargemeinden von Widnau sind [[Au SG]] im Norden, [[Balgach]] im Westen, [[Diepoldsau]] im Osten und Süden; die österreichische Nachbargemeinde [[Lustenau]] im Nordosten ist über die [[Wiesenrainbrücke|Rheinbrücke]] beim Zollamt Wiesenrain erreichbar. Mitten durch die Gemeinde fliesst der [[Rheintaler Binnenkanal]], ein Kanal, der auf der Schweizer Seite parallel zum Rhein verläuft. Hochwasser ist denn auch der geografische Hauptrisikofaktor, wie die Ereignisse vom Jahr 1999 und 2013 zeigten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZVRB-1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.binnenkanal.ch/einst-heute/hochwasser-1999.html |titel=Rheintaler Binnenkanal, Hochwasser |hrsg=Zweckverband Rheintaler Binnenkanal |abruf=2013-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flächenbilanz ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Widnau weist 2009 gesamthaft 421 ha Gemeindefläche aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BFS-Arealstatistik&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pxweb.bfs.admin.ch/pxweb/de/px-x-0202020000_202/-/px-x-0202020000_202.px/table/tableViewLayout2/?rxid=2efa817f-f151-42c4-a4c0-551c64409c2c |titel=Arealstatistik: Bodenbedeckung (NOLC04) nach Bezirk und Gemeinde, in Hektaren |hrsg=Bundesamt für Statistik (BFS) |abruf=2020-01-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anmerkungen&amp;quot;&amp;gt;Die Flächen werden vom Bundesamt für Statistik jeweils in Hektaren (ha) angegeben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Künstlich angelegte Flächen belaufen sich auf 263 ha. Davon sind:&lt;br /&gt;
** 100 ha befestigte Flächen&lt;br /&gt;
** 51 ha Gebäude&lt;br /&gt;
** 6 ha Beetstrukturen&lt;br /&gt;
** 68 ha Rasen&lt;br /&gt;
** 16 ha Bäume auf künstlich angelegten Flächen&lt;br /&gt;
** 22 ha gemischte Kleinstrukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Gras- und Krautvegetation nimmt 116 ha in Anspruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Fläche der Gebüschvegetation ist 11 ha gross. Davon sind:&lt;br /&gt;
** 2 ha Gebüsch&lt;br /&gt;
** 7 ha verbuschte Flächen&lt;br /&gt;
** 2 ha gärtnerische Dauerkulturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Baumvegetation erstreckt sich über 15 ha. Davon sind:&lt;br /&gt;
** 2 ha geschlossene Baumbestände&lt;br /&gt;
** 6 ha lineare Baumbestände&lt;br /&gt;
** 7 ha Baumgruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wasser- und Feuchtflächen erstrecken sich über 13 ha. Davon sind:&lt;br /&gt;
** 11 ha Wasser&lt;br /&gt;
** 1 ha Nassstandorte&lt;br /&gt;
** 1 ha Schilfbestände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die vegetationslose Fläche beträgt 3 ha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Das Klima in Widnau ist mild, auch dank dem [[Alpenföhn]]. Es gedeihen dadurch [[Palme]]n und verschiedene Südfrüchte wie zum Beispiel [[Kiwifrucht|Kiwi]], [[Feige]]n sowie [[Süßkartoffel|Süsskartoffeln]]. Das Jahresmittel liegt bei rund 10,5 °Celsius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{{Zeitleiste Bevölkerungsentwicklung Gemeinde Widnau}}&lt;br /&gt;
Die Einwohner von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Widnau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden &amp;#039;&amp;#039;Widnouer&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Demografie ===&lt;br /&gt;
Widnau verzeichnete am 1. Januar 2020 eine Bevölkerung von 9686 Einwohnerinnen und Einwohnern, davon waren 4912 männlich und 4774 weiblich. 2616 Personen waren Ortsbürger von Widnau und 2689 ausländische Staatsangehörige.&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresbericht der Gemeinde Widnau [http://www.widnau.ch/de/ueberwidnau/portraitkennzahlen/ widnau.ch]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss dem Gemeindeporträt 2012 wird von den vier schweizerischen Landessprachen Deutsch mit 88 % am häufigsten gesprochen. Hingegen sprechen lediglich 1,6 % Italienisch, 0,3 % Französisch und 0,1 % Rätoromanisch. Die restlichen 10 % verteilen sich auf ausländische Sprachen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bfs-admin-1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altersstruktur der Wohnbevölkerung verteilte sich am 1. Januar 2020 wie folgt: 20 % waren jünger als 20 Jahre, 25 % zwischen 21 und 40 Jahren, 28 % zwischen 41 und 60 Jahren, und die restlichen 19 % waren über 61 Jahre alt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.widnau.ch/de/ueberwidnau/portraitkennzahlen/ widnau.ch].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Per 1. Januar 2020 waren 4848 Einwohner von Widnau römisch-katholisch. Am zweithäufigsten ist die evangelische Konfession mit 1286 Mitgliedern. Die restlichen 3552 Bewohner sind einer anderen oder keiner Religion zuzuordnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.widnau.ch/de/ueberwidnau/portraitkennzahlen/ Widnau in Zahlen, Statistik der Wohnbevölkerung per 1. Januar 2020] abgerufen am 17. Februar 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im [[Bistum St.&amp;amp;nbsp;Gallen]] liegende katholische Pfarrei Widnau gehört seit dem 29. Oktober 2005 zusammen mit den katholischen Pfarreien Balgach und Diepoldsau-Schmitter zur Seelsorgeeinheit Widnau-Balgach-Diepoldsau-Schmitter. Die evangelisch-reformierte Bevölkerung gehört zur Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Kriessern der [[Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen|Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.&amp;amp;nbsp;Gallen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:LogoWidnau RGB.jpg|mini|Das Logo der Gemeinde Widnau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeindehaus Widnau.jpg|mini|Das Gemeindehaus von Widnau an der Neugasse]]&lt;br /&gt;
Widnau ist seit dem 1. Januar 2001 als [[Einheitsgemeinde]] organisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.widnau.ch/schule/de/portraitmain/ widnau.ch].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Der Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen (Stand 2024)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeinderat&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.widnau.ch/de/politik/behoerden/?amt_id=1472 |titel=Gemeinderat |hrsg=Gemeinde Widnau |abruf=2024-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bruno Seelos (Präsident)&lt;br /&gt;
| Alexander Bartl&lt;br /&gt;
| Jeannine Gasperina &lt;br /&gt;
| Peter Grüninger&lt;br /&gt;
| Gabriel Köppel &lt;br /&gt;
| Matthias Sieber (Schulpräsident)&lt;br /&gt;
| Yvette Werner (Vize-Präsidentin)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindepräsidenten ===&lt;br /&gt;
1999 wurde Christa Köppel Gemeindepräsidentin. Sie war damit die erste Gemeindepräsidentin im Kanton St. Gallen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagblatt.ch/altdaten/tagblatt-alt/tagblattheute/rt/unterrheintal/rt-ur/art783,2353329 &amp;#039;&amp;#039;Amtsübergabe: Gemeindamman Hans Fehr an Gemeindepräsidentin Christa Köppel&amp;#039;&amp;#039;] Artikel auf tagblatt.ch vom 1. Mai 1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.beobachter.ch/burger-verwaltung/widnau-eine-etwas-andere-gemeindeprasidentin-0 &amp;#039;&amp;#039;Widnau: Eine etwas andere Gemeindepräsidentin&amp;#039;&amp;#039;] Artikel auf beobachter.ch vom 5. Juli 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit ihrer erneuten Wiederwahl für die Amtsdauer 2021/24 wurde sie zum 6. Mal für weitere 4 Amtsjahre bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rheintaler.ch/artikel/yvette-werner-hengartner-neu-im-gemeinderat/33074 &amp;#039;&amp;#039;Yvette Werner Hengartner neu im Gemeinderat&amp;#039;&amp;#039;] Artikel auf rheintaler.ch vom 25. September 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Am 31. März 2023 übergab Christa Köppel nach ihrem Altersrücktritt dem neuen Präsidenten Bruno Seelos das Amt, in welches er am 22. September 2024 für die neue Amtsdauer 2025/28 wiedergewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Gemeindegründung im Jahr 1883 standen der Gemeinde Widnau vor:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Otto Frei, Dr. Benedikt Fehr, Hans Fehr |Titel=Widnau – Geschichte und Gegenwart |Hrsg=Politische Gemeinde Widnau, Ortsgemeinde Widnau |Verlag=Rheintaler Druckerei und Verlag AG |Ort=Heerbrugg |Datum=1982 |Seiten=56}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Jakob Spirig (1883 bis 1885)&lt;br /&gt;
* Ferdinand Wider (1885 bis 1899)&lt;br /&gt;
* Clemens Köppel (1899 bis 1900)&lt;br /&gt;
* Franz Frei (1900 bis 1906)&lt;br /&gt;
* Clemens Köppel (1906 bis 1912)&lt;br /&gt;
* Raimund Frei (1912 bis 1919)&lt;br /&gt;
* Emilian Frei (1919 bis 1927)&lt;br /&gt;
* Reimund Frei (1927 bis 1936)&lt;br /&gt;
* Paul Wider (1936 bis 1959)&lt;br /&gt;
* Hans Spirig (1959 bis 1989)&lt;br /&gt;
* Hans Fehr (1989 bis 1999)&lt;br /&gt;
* Christa Köppel (1999 bis 31. März 2023)&lt;br /&gt;
* Bruno Seelos (seit 1. April 2023)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiverteilung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ colspan=&amp;quot;9&amp;quot;| Wähleranteile Nationalratswahlen 2023&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wahlen.admin.ch/de/ch/ |titel=Nationalratswahlen 2023 |hrsg=Bundesamt für Statistik, Neuchâtel |datum=2023 |abruf=2024-12-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Partei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || [[Schweizerische Volkspartei|SVP]]|| [[Die Mitte|Mitte]]|| [[FDP.Die Liberalen|FDP]]&lt;br /&gt;
|[[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]]|| [[Grüne Partei der Schweiz|GPS]] || [[Grünliberale Partei|GLP]] &lt;br /&gt;
|[[Evangelische Volkspartei|EVP]]|| [[Eidgenössisch-Demokratische Union|EDU]] || [[Schweizer Demokraten|SD]] &lt;br /&gt;
|Übrige&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wähleranteil in Prozent&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 40,7 || 20,9 || 13,2 &lt;br /&gt;
|8,6|| 6,9 || 5,1 &lt;br /&gt;
|1,0|| 0,4 || 0,2 &lt;br /&gt;
|3,0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Polizeiposten Widnau Ansicht West.jpg|mini|Der Polizeiposten von Widnau an der Neugasse]]&lt;br /&gt;
Der Polizeiposten für das Mittelrheintal befindet sich in Widnau beim Metropolkreisel an der Neugasse.&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Widnau ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort im St. Galler Rheintal. 2017 zählte Widnau 696 Betriebe und 5009 Beschäftigte (davon 4124 Vollzeitäquivalente). 66 % der Beschäftigten waren im tertiären Wirtschaftssektor (Dienstleistungssektor) tätig. Im sekundären Wirtschaftssektor (Industrie) waren 33 % der Arbeitnehmenden angestellt. Im Zuge der Veräusserung von Industrie-/Gewerbeland durch die Patronale Stiftung Viscosuisse&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.viscosuisse.ch/index.php?id=9 viscosuisse.ch]&amp;lt;/ref&amp;gt; konnten zahlreiche Unternehmen die Möglichkeit ergreifen, sich in Widnau niederzulassen bzw. zusätzliche Gewerbefläche zu erstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Industrieareal Viscose.JPG|320px|mini|Industriepark Unterletten, das ehemalige «Viscose-Areal»]]&lt;br /&gt;
Der Beginn der Industrialisierung geht auf das Aufkommen der [[Handstickmaschine]] um 1850 zurück. 1879 waren in Widnau bereits 115 davon im Einsatz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Das Dorf der Sticker&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Otto Frei, Dr. Benedikt Fehr, Hans Fehr | Herausgeber=Politische Gemeinde Widnau, Ortsgemeinde Widnau | Titel=Widnau – Geschichte und Gegenwart |Kapitel=Das Dorf der Sticker| Verlag=Rheintaler Druckerei und Verlag AG | Ort=Heerbrugg | Jahr=1982 | Seiten=148-163}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1897 erbaute der Stickereifabrikant [[Jacob Rohner]] eine Fabrik in Widnau, 1905 kam die Stickerei Julius Bunke hinzu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Das Dorf der Sticker&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Ostschweizer Textilindustrie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit der Arbeitslosigkeit 1924 war die Ansiedlung der Kunstseidefabrik &amp;#039;&amp;#039;Société de la Viscose Suisse&amp;#039;&amp;#039; aus [[Emmen LU]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.viscosuisse.ch/fileadmin/viscosuisse/redakteure/dokumente/100jahr_jubi_rueckblick2006.pdf |titel=100 Jahre Fadenzauber |hrsg=Rodia Industrial Yarns AG |abruf=2013-11-30 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt; – im Volksmund &amp;#039;&amp;#039;Viscose&amp;#039;&amp;#039; genannt – nicht nur für Widnau, sondern für das ganze Tal ein Lichtblick. Die Fabrik gab Arbeit und schaffte neue Verdienstmöglichkeiten – für die jungen Männer und auch für viele junge Frauen. Die Fabrik war der Motor für eine rasante wirtschaftliche, demografische und soziale Entwicklung der jungen Gemeinde. In den 1970er-Jahren beschäftigte die Viscose gut 1500 Mitarbeitende.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gmd-wid-2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.widnau.ch/de/ueberwidnau/portrait/ |titel=Portrait der Gemeinde Widnau |hrsg=Gemeinde Widnau |abruf=2013-11-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die für die Viscose gebaute Eisenbahnanbindung vom Bahnhof Heerbrugg in die Industriegebiete Nöllen und Unterletten (früher &amp;#039;&amp;#039;Viscose-Areal&amp;#039;&amp;#039;) gilt als Standortvorteil. Ihretwegen siedeln sich heute noch namhafte Grossbetriebe auf dem 350&amp;#039;000 m² grossen Industriepark in Widnau an, einer grössten Industrieparks der Ostschweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gmd-wid-3&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.widnau.ch/de/informationen/politikinformationen/?action=showinfo&amp;amp;info_id=185992 |titel=Widnau kauft Industrieland im Viscose-Areal |hrsg=Gemeinde Widnau |abruf=2013-11-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Metropolkreisel.jpg|mini|Verkehrsknoten «Metropolkreisel»]]&lt;br /&gt;
Widnau wird durch die Autobuslinien 303 und 351 der [[RTB Rheintal Bus]] (RTB) ab dem SBB-Bahnhof Heerbrugg bedient. Die Linie 303 führt grenzüberschreitend bis ins österreichische [[Hohenems]]. Die Linie 351 führt von Heerbrugg nach Widnau, zum Teil ebenfalls grenzüberschreitend nach Lustenau und Dornbirn. Die RTB ist die Nachfolgerin der früheren [[Strassenbahn Altstätten–Berneck|Strassenbahn Altstätten-Berneck]] (ABB). Als 1915 die Zweiglinie Heerbrugg–Widnau–Diepoldsau eröffnet wurde, änderte die ABB ihren Namen in &amp;#039;&amp;#039;Rheintalische Strassenbahnen,&amp;#039;&amp;#039; die von 1915 bis 1956 verkehrte. Die Gemeinde bietet auch E-Bikes zur Miete an. Der motorisierte Individualverkehr und das Fahrrad sind die beliebtesten Fortbewegungsmöglichkeiten. Widnau verfügt über ein sehr dichtes, modernes Strassen- und Fusswegnetz. Der [[Bahnhof Heerbrugg|Bahnhof]] liegt unweit der Gemeindegrenze in Heerbrugg. Ein [[Umschlagterminal]] für den [[Kombinierter Verkehr|kombinierten Verkehr]] mit 1 Gleis (160 m Länge) wird von [[SBB Cargo]] betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Widnau ist über den Autobahnanschluss der [[Autobahn 13 (Schweiz)|A13]] erreichbar und ist etwa 19 km vom [[Flugplatz St. Gallen-Altenrhein|Flughafen Altenrhein]] entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Namensfindung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Widnau, Rheintal-LBS H1-017439.tif|mini|280px|Historisches Luftbild von Werner Friedli von 1954]]&lt;br /&gt;
Der erstbezeugte Name des Ortes – oder der einer benachbarten, später untergegangenen Ortschaft? – war &amp;#039;&amp;#039;Ibirinesouva&amp;#039;&amp;#039;. Dieser findet sich in einer Urkunde von 891 belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-wid&amp;quot;&amp;gt;{{HLS|1339|Widnau|Autor=Markus Kaiser}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name bedeutet «[[Flussaue|Au]] des Eburin oder Iburin».&amp;lt;ref name=&amp;quot;lsg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Name Widnau wurde erstmals 1303 in einer Urkunde des Klosters St.&amp;amp;nbsp;Gallen als &amp;#039;&amp;#039;Widenouwe&amp;#039;&amp;#039; erwähnt, was ursprünglich «bei der mit Weiden bestandenen Au» bedeutete.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Arnold Hammer: &amp;#039;&amp;#039;Die Orts- und Flurnamen des St.-Galler Rheintals. Namenstruktur und Siedlungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studia Linguistica Alemannica.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Diss. Univ. Zürich. Huber, Frauenfeld/Stuttgart 1973, S.&amp;amp;nbsp;97 und 101; darnach &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen]].&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S.&amp;amp;nbsp;963.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter und Frühneuzeit ===&lt;br /&gt;
Das Rheintal wurde ab dem 7. und 8. Jahrhundert von [[Alamannen|Alemannen]] besiedelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|7648|Rheintal|Autor=Lorenz Hollenstein}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Rheinebene war überwiegend Sumpfland, die Dörfer an den Ausläufern der Voralpen und das Appenzellerland waren hingegen dicht bewaldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Widnau gehörte über Jahrhunderte zum Reichshof [[Lustenau]]. Zwar kam das ganze Talgebiet links des Rheins 1490 als Vogtei unter die Oberhoheit der eidgenössischen Orte, doch blieb die Gerichtsbarkeit im Rheintal diffus, da die Grafen von Hohenems nach wie vor Anspruch auf die niedrige Gerichtsbarkeit erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Januar 1593 wurde das linksrheinische Widnau-Haslach (das Gebiet der heutigen Gemeinden Widnau, [[Diepoldsau]] und [[Au SG|Au]]) von Lustenau abgeteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ludwig Welti |Hrsg=Marktgemeinde Lustenau |Titel=Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde |Sammelwerk=Lustenauer Heimatbuch |Band=I. Band |Ort=Lustenau |Datum=1965 |Seiten=86f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 5. Juni 1593 wurde die erste Gemeindeversammlung abgehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Otto Frei, Dr. Benedikt Fehr, Hans Fehr | Herausgeber=Politische Gemeinde Widnau, Ortsgemeinde Widnau | Titel=Widnau – Geschichte und Gegenwart |Kapitel=Erste Hofteilung 1593| Verlag=Rheintaler Druckerei und Verlag AG | Ort=Heerbrugg | Jahr=1982 | Seiten=26 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1775 folgte die Aufteilung in die drei eigenständigen Rhoden Widnau, Schmitter und Au-Haslach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Otto Frei, Dr. Benedikt Fehr, Hans Fehr | Herausgeber=Politische Gemeinde Widnau, Ortsgemeinde Widnau | Titel=Widnau – Geschichte und Gegenwart |Kapitel=Zweite Hofteilung 1775| Verlag=Rheintaler Druckerei und Verlag AG | Ort=Heerbrugg | Jahr=1982 | Seiten=38}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766–1776 kamen die Grafen von Harrach als Gerichtsherren. 1782–1798 besass die Familie von Salis-Soglio die niedere Gerichtsbarkeit und daneben bis 1856 das Kirchenpatronat von Widnau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-wid&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Verhältnisse schaffte 1798 [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]]: Er überführte die zerschlagene Eidgenossenschaft in die [[Helvetische Republik]], und Widnau wurde als Teil der Munizipalgemeinde [[Diepoldsau]] in den neu geschaffenen [[Kanton Säntis]] integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Das Projekt der Helvetik war geprägt von bürgerkriegsähnlichen Wirren. Ein zweites Mal nötigte Napoleon – wiederum mit militärischem Nachdruck – der Eidgenossenschaft eine neue Verfassung auf: die Mediationsakte. Zu den 13 Kantonen kamen sechs neue dazu, darunter der Kanton St. Gallen in seiner heutigen Gebietszusammensetzung. Im Zuge der gesetzgeberischen Arbeit des neu eingesetzten Grossen Rates wurden 1803 die politischen Gemeinden in ihrer modernen Form geschaffen und ihre Aufgaben in der Verfassung verankert. Damit wurde Widnau Teil der politischen Gemeinde Diepoldsau. Das 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert war geprägt von (theoretischen, staatsphilosophischen und ganz handfesten) Auseinandersetzungen um die politische Institutionenbildung im Zuge der Entstehung des modernen Staates. Auch die Einwohnerschaft von Widnau schien sich dieser Thematik nicht zu verschliessen: Sie gründete 1879 eine sogenannte Trennungskommission, die sich mittels einer Petition bei der Regierung für die Loslösung von Diepoldsau und für die politische Selbstverwaltung starkmachen sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;das letzte wegstück&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Otto Frei, Dr. Benedikt Fehr, Hans Fehr | Herausgeber=Politische Gemeinde Widnau, Ortsgemeinde Widnau | Titel=Widnau – Geschichte und Gegenwart |Kapitel=Das letzte Wegstück| Verlag=Rheintaler Druckerei und Verlag AG | Ort=Heerbrugg | Jahr=1982 | Seiten=48-51}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 32 Sitzungen, unzählige heftige Debatten, knappe Abstimmungen und ebenso knappe Wiedererwägungen später – sogar die Presse wurde eingespannt – beschloss der Regierungsrat am 1.&amp;amp;nbsp;Mai 1882 dem Begehren der Widnauer nach einem eigenen politischen Gemeinwesen zu entsprechen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;das letzte wegstück&amp;quot;/&amp;gt; Nach etlichen Vorbereitungen, wie der Begehung, Festlegung und Markierung der Grenzen wurde der Beschluss am 1.&amp;amp;nbsp;Juli 1883 rechtswirksam. Seither ist im Kanton St.&amp;amp;nbsp;Gallen keine neue Gemeinde mehr durch territoriale Abspaltung geschaffen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die meisten Gemeinden im Rheintal war Widnau eine arme Kleinbauerngemeinde. Die Bevölkerung litt unter den sich jährlich wiederholenden Überschwemmungen. Der Rhein raubte den «Armenhäuslern» regelmässig das wenige Vieh und die spärliche Ernte. So wurde bei der Gründung der Gemeinde 1883 nicht nur gezweifelt, ob in Widnau genügend Intelligenz nachwachse, um die eigene Gemeinde erfolgreich zu verwalten, sondern es wurde auch vermutet, das Geld dazu reiche bei weitem nicht. Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts begannen einzelne Kleinbauern mit Seidenwinderei in Heimarbeit, dann mit Kettenstickerei. Die Handstickmaschine brachte Verdienstmöglichkeiten in grösserem Masse. Mit der Schifflistickmaschine und der technischen Weiterentwicklung zum Automaten wurde aus dem Nebenerwerb die Haupteinnahmequelle. Widnau wurde zum Dorf der Sticker. Die florierende, exportorientierte Stickereiindustrie brach während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] völlig zusammen. Damit kamen für viele kinderreiche Familien die Not und die Armut zurück. Das führte in den 1920er-Jahren zu einer Auswanderungswelle nach Amerika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Neues Schulhaus Schlatt.jpg|mini|Neues Schulhaus Schlatt]]&lt;br /&gt;
Die Zeit nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] brachte einen ungeahnten Aufschwung. Neue Gewerbe- und Industriebetriebe siedelten sich an. Widnau wandelte sich vom armseligen Bauerndorf zur neuzeitlich gestalteten fortschrittlichen Industriegemeinde. Die ansässige Bevölkerung war wirtschaftlich sehr initiativ und innovativ. In Scheunen, Anbauten und Garagen wurden zahlreiche kleine „Büdeli“ (Kleinstbetriebe) gegründet, in denen die ganze Familie mitarbeitete. In der anhaltenden Wachstumsphase und der Hochkonjunktur der 1950er- bis 1970er-Jahren entwickelten sich aus diesen Betrieben renommierte Firmen, heute mit Weltruf und vielfach nach wie vor noch im Besitz der Gründerfamilien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gmd-wid-1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.widnau.ch/de/ueberwidnau/geschichte/welcome.php?action=showinfo&amp;amp;info_id=1128 |titel=Gemeinde Widnau, Geschichte-Wachstumsphase |hrsg=Gemeinde Widnau |abruf=2013-11-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 wurden erstmals 1930 formulierte Pläne für eine Fusion der Gemeinden Au, Balgach, Berneck, Diepoldsau und Widnau zur &amp;#039;&amp;#039;Stadt Heerbrugg&amp;#039;&amp;#039; wieder aufgegriffen. Die neue Gemeinde hätte ca. 27&amp;#039;000 Einwohner gezählt. Die Vorlage wurde jedoch am 17.&amp;amp;nbsp;Juni 2007 von den Stimmbürgern aller Gemeinden abgelehnt. Als Hauptgrund wurde in einer Studie Angst vor Heimatverlust ermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.widnau.ch/dl.php/de/20080214161604/ |titel=Projekt Vision &amp;quot;Gemeinde Heerbrugg&amp;quot;, Schlussbericht |hrsg=Verwaltungen der Gemeinden Au, Balgach, Berneck, Diepoldsau und Widnau |abruf=2013-11-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunst, Kultur ==&lt;br /&gt;
=== Schulen ===&lt;br /&gt;
Seit dem Bezug des neuen Schulhauses Schlatt 2016 sind alle Primarschulhäuser (Schlatt, Rüti und Wyden) sowie das Oberstufenzentrum Gässeli im Dorfzentrum angesiedelt. Die Kindergärten befinden sich mit einer Ausnahme (Girlen) ebenfalls im Zentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
In Widnau finden jährlich die Kilbi, das Binnenfest sowie das Stangenfest statt.&lt;br /&gt;
=== Sehenswürdigkeiten ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Widnau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;160&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Widnau-peghejo 028.jpg|Katholische Kirche St.&amp;amp;nbsp;Josef, erbaut 1904&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Otto Frei, Dr. Benedikt Fehr, Hans Fehr |Titel=Widnau – Geschichte und Gegenwart |Hrsg=Politische Gemeinde Widnau, Ortsgemeinde Widnau |Verlag=Rheintaler Druckerei und Verlag AG |Ort=Heerbrugg |Datum=1982 |Seiten=62}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kapelle Widnau.jpg|Evangelische Kapelle Widnau, erbaut 1911&lt;br /&gt;
Katholische Kirche Pfarrkirche St.Jakobus Widnau Kruzifix.jpg|Kruzifix der katholischen Pfarrkirche St.&amp;amp;nbsp;Jakobus, geweiht 1504&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Otto Frei, Dr. Benedikt Fehr, Hans Fehr |Titel=Widnau – Geschichte und Gegenwart |Hrsg=Politische Gemeinde Widnau, Ortsgemeinde Widnau |Verlag=Rheintaler Druckerei und Verlag AG |Ort=Heerbrugg |Datum=1982 |Seiten=58}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Albert Wider Fresco Gemeindehaus 01.jpg|[[Albert Wider]]s Sgraffito am alten Gemeindehaus&lt;br /&gt;
Albert Wider Junger Rhein 01.jpg|«Junger Rhein» von A. Wider&lt;br /&gt;
Albert Wider Engel Grab 02.jpg|Engel am leeren Grab, Friedhof&lt;br /&gt;
Widnau Freirau ehemals Resataurant Löwen.jpg|Freiraum ehemals Restaurant Löwen&lt;br /&gt;
Feuerwehrdepo widnau garage.jpg|Feuerwehrdepot in Widnau&lt;br /&gt;
Herbst Sonnenuntergang über dem Binnenkanal.jpg|Mitten im Dorf der [[Rheintaler Binnenkanal]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freizeit und Sport ==&lt;br /&gt;
Die Sportanlage Aegeten in Widnau bietet folgende Einrichtungen:&lt;br /&gt;
* Freibad&lt;br /&gt;
* 3 Fussballplätze&lt;br /&gt;
* Leichtathletikanlage&lt;br /&gt;
* Kunsteishalle Rheintal (betrieben vom Zweckverband bestehend aus den Gemeinden Au, Berneck, Diepoldsau und Widnau)&lt;br /&gt;
* Mehrzweckhalle&lt;br /&gt;
* Tennishalle und Aussenplätze&lt;br /&gt;
In der Mehrzweckhalle findet mit dem [[Rheintalcup]] jährlich ein internationaler [[Gerätturnen|Kunstturnwettkampf]] im Junioren- und Seniorenbereich statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Aegeten findet mit dem Grenzlandturnier jährlich das grösste Faustballturnier der Welt mit weit über 100 Mannschaften aus mehreren Kontinenten statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Rand von Widnau verläuft die [[Rhein-Route]], ein bekannter Fahrradfernweg (Veloweg) entlang des Rheins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Süden von Widnau befindet sich im Riet das [[Schutzgebiete in Natur- und Landschaftsschutz|Naturschutzgebiet]] Moosanger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Widnau-blazon.svg|mini|85x85px|links|Widnauer Wappen]]&lt;br /&gt;
Das Wappen von Widnau zeigt im Zentrum eine stattliche Kopfweide mit sieben grün belaubten Ästen. Den gelben Hintergrund teilt ein wellenförmiges, blaues Band horizontal. Im unteren Teil sind 14 grüne Grasbüschel regelmässig verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kopfweide stellt den Zusammenhang zum Ortsnamen (&amp;#039;&amp;#039;weidenbewachsene Aue&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Feuchtwiese&amp;#039;&amp;#039;) her. Das blaue Band symbolisiert den Rhein. Die vierzehn Grasbüschel sollen für die alteingesessenen Familien von Widnau stehen (in alphabetischer Reihenfolge): Alge, Bösch, Brunner, Fehr, Frei, Hensel, Heule, Köppel, Schawalder, Schmitter, Sieber, Spirig, Thurnherr, Wider.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.widnau.ch/de/ueberwidnau/geschichte/welcome.php?action=showinfo&amp;amp;info_id=1124 |titel=Widnauer Wappen |werk=Gemeinde Widnau |abruf=2021-07-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--ALPHABETISCHE Sortierung--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Widnau Friedhof Denkmal Albert Wider hochkannt.jpg|mini|hochkant=0.6|Gedenkstätte von Albert Wider auf dem Friedhof von Widnau]]&lt;br /&gt;
* [[Gebhard Ammann]] (1901–1969), Pfarrer, Domherr im [[Bistum St. Gallen]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bistum-stgallen.ch/fileadmin/kundendaten/Bistum/Domkapitel/Das_Domkapitel_seit_1830_01.pdf |titel=Das Domkapitel seit 1830 |hrsg=Bistum St. Gallen |abruf=2024-12-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Alexander Bartl]] (* 1977), Rechtsanwalt und Politiker &lt;br /&gt;
* [[Martin Bickel]] (1938–2003), Künstler&lt;br /&gt;
* [[Leo Broder]] (1903–1983), Kunsthistoriker, Lehrer&lt;br /&gt;
* [[Brigitte Fuchs]] (* 1951), Schriftstellerin und Lyrikerin&lt;br /&gt;
* Anton Grüninger (* 1947), alt Regierungsrat&lt;br /&gt;
* [[Ernst Menzi]] (1897–1984), Unternehmer, Erfinder des [[Schreitbagger]]s (Menzi Muck)&lt;br /&gt;
* [[Ivo Rüthemann]] (* 1976 in Mosnang), Eishockeyspieler&lt;br /&gt;
* [[Lukas Sieber]] (* 1994), Eishockeyspieler&lt;br /&gt;
* [[Albert Wider]] (1910–1985), Künstler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste von Persönlichkeiten des St. Galler Rheintals}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|1339|Widnau|Autor=Markus Kaiser}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Otto Frei, Benedikt Fehr, Hans Fehr |Titel=Widnau – Geschichte und Gegenwart |Hrsg=Politische Gemeinde Widnau, Ortsgemeinde Widnau |Verlag=Rheintaler Druckerei und Verlag AG |Ort=Heerbrugg |Datum=1982 |Seiten=288}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Konrad Sonderegger |Titel=Das Rheintal um 1900 |Band=Band 2: &amp;#039;&amp;#039;180 alte Ansichtskarten von Widnau, Diepoldsau-Schmitter, Rebstein, Marbach, Altstätten, Eichberg, Oberriet (mit Kriessern, Montlingen und Kobelwald) und Rüthi&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=Appenzeller Verlag |Ort=Herisau |Datum=1990 |Seiten=184}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Widnau|Widnau}}&lt;br /&gt;
* [http://www.widnau.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Widnau]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anmerkungen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
 | Navigationsleiste Wahlkreis Rheintal&lt;br /&gt;
 |Navigationsleiste St. Galler Rheintal&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4697142-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton St. Gallen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widnau| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Alpenrhein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im St. Galler Rheintal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Van.ike</name></author>
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