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	<title>Wicker Frosch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T19:15:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wicker_Frosch&amp;diff=421813&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Silewe: +Normdaten, Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
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		<updated>2024-10-31T10:40:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Normdaten, Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Epitaph Wicker Frosch@Katharinenirche Frankfurt a.M. 20170819 b.jpg|mini|hochkant|[[Epitaph]] für Wicker Frosch in der Frankfurter Katharinenkirche]][[Datei:Frankfurt Katharinenkirche 1628.jpg|mini|Heiligkreuz- und Katharinenkapelle auf dem Merian-Stich von 1628]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wicker Frosch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* vor [[1300]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[10. Oktober]] [[1363]] in [[Mainz]]) war ein Frankfurter [[Patrizier]] und [[Kanoniker]] in Frankfurt und Mainz. Er stiftete eine Reihe noch heute bestehender Einrichtungen, darunter das [[St. Katharinen- und Weißfrauenstift|Katharinenkloster]], eine Versorgungseinrichtung für alte, bedürftige christliche Frankfurter Frauen, und die [[Katharinenkirche (Frankfurt am Main)|Katharinenkirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Menschen seiner Zeit ist von Wicker Frosch weder sein Geburtsdatum bekannt, noch liegen Zeugnisse aus seiner Jugend vor. Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1324 als Kantor von  [[St. Stephan (Mainz)|St. Stephan]] in Mainz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater war der Schöffe und [[Ratsherr]] &amp;#039;&amp;#039;Heilmann Frosch&amp;#039;&amp;#039; († 1340). Seine Mutter war Elisabeth von [[Geisenheim]]. Die Familie Frosch war sehr begütert und besaß zahlreiche Höfe und Güter in und um Frankfurt. Die ältesten in Frankfurt nachweisbaren Namensträger waren &amp;#039;&amp;#039;Heinrich zu Frosch&amp;#039;&amp;#039; (1295 erwähnt, † 1302) und &amp;#039;&amp;#039;Wigel zu Frosch&amp;#039;&amp;#039; († zwischen 1296 und 1300).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wicker hatte [[Kirchenrecht|beide]] [[Rechtswissenschaft|Rechte]] und [[Theologie]] studiert und den Grad eines [[Magister]]s erworben, doch ist nicht bekannt wo. Sein Bruder &amp;#039;&amp;#039;Heilmann&amp;#039;&amp;#039; († [[6. April]] [[1365]]) ist 1311 an der [[Universität Bologna|Universität]] von [[Bologna]] nachweisbar. Er war von 1323 bis zu seinem Tode [[Pleban]] des [[Kaiserdom St. Bartholomäus|Bartholomäusstift]]s und damit Stadtpfarrer von Frankfurt.&amp;lt;ref&amp;gt;Roman Fischer: {{Frankfurter Personenlexikon|2610|Frosch, Heilmann}} (Stand des Artikels: 3. Februar 2017). Abgerufen am 12. Juni 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein anderer Bruder &amp;#039;&amp;#039;Siegfried&amp;#039;&amp;#039; († 1350 oder 1351) wurde siebenmal [[Liste der Stadtoberhäupter von Frankfurt am Main|Bürgermeister von Frankfurt]] (1324, 1328, 1333, 1338, 1343, 1344 und 1350).&amp;lt;ref&amp;gt;Roman Fischer: {{Frankfurter Personenlexikon|2612|Frosch, Siegfried}} (Stand des Artikels: 3. Februar 2017). Abgerufen am 12. Juni 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch andere Mitglieder der Familie Frosch hatten seinerzeit wichtige politische und geistliche Ämter inne, so sein Onkel Siegfried als Bürgermeister und Schöffe und dessen Sohn Wigel als [[Kanoniker|Kanonikus]] am [[Liebfrauenkirche (Frankfurt am Main)|Liebfrauenstift]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1329 wurde Wicker Frosch als Kantor in das [[Kollegiatstift|Kapitel]] des Bartholomäusstiftes aufgenommen. 1343 wird er als [[Scholaster]] (Leiter der Stiftsschule) an St. Stephan in Mainz erwähnt. Wicker Frosch gehörte zu einem kaisertreuen Kreis um den [[Liste der Bischöfe von Mainz|Mainzer Erzbischof]] [[Heinrich III. von Virneburg|Heinrich von Virneburg]], der sich 1338 im Streit zwischen Kaiser [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig dem Bayern]] und dem [[Papst]] gegen dessen Einmischung in die deutschen Angelegenheiten gestellt hatte. Auch die Stadt Frankfurt hielt trotz eines [[Interdikt (Kirchenrecht)|Interdikts]] zu Ludwig, der ihr zahlreiche Privilegien bewilligt hatte, unter anderem die Abhaltung einer zweiten [[Messe Frankfurt|Messe]] im Frühjahr (1330) und die [[Frankfurter Stadtbefestigung#Die spätmittelalterliche Stadterweiterung|Erweiterung des Stadtgebiets]] um das Dreifache (1333).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Zeit stürmischen Wachstums wurde Frankfurt kurz nacheinander von zwei schweren Katastrophen betroffen: Im Juli 1342 stieg das [[Magdalenenhochwasser 1342|Magdalenenhochwasser]] des [[Main]]s auf den höchsten jemals erreichten Stand, wobei unter anderem die [[Alte Brücke (Frankfurt am Main)|Mainbrücke]] samt ihrer wenige Jahre zuvor von Wicker Frosch gestifteten [[Brückenkapelle]] zerstört wurde. 1349 wütete der [[Schwarzer Tod|Schwarze Tod]] auch in Frankfurt, dabei starben innerhalb von 192 Tagen über 2000 Menschen (rund 20 % der Bevölkerung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diese Zeit fallen die bedeutendsten Stiftungen Wicker Froschs: Am 23. Oktober 1343 schenkte ihm der Rat der Stadt Frankfurt ein Grundstück in der damals noch im Aufbau befindlichen [[Frankfurt-Innenstadt|Neustadt]] außerhalb der [[Staufenmauer]]. Auf diesem Grundstück errichtete er 1344 mit Erlaubnis des zuständigen Erzbischofs von Mainz ein [[Hospital|Spital]] zu Ehren des [[Heiliges Kreuz|Heiligen Kreuzes]], das er 1346 mit einer großzügigen [[Stiftung]] ausstattete. 1353 stiftete er ein [[Kloster]] zu Ehren der heiligen Jungfrauen [[Katharina von Alexandrien|Katharina]] und [[Barbara von Nikomedien|Barbara]]. Spital und Kloster erhielten zwei nebeneinanderliegende kleine gotische Kapellen. Aus dem Spital ging später das noch heute bestehende [[St. Katharinen- und Weißfrauenstift]] hervor, das Kloster wurde nach der [[Reformation]] zur [[evangelisch]]en Katharinenkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Stiftungen fanden überregionale Beachtung und Anerkennung, unter anderem durch einen [[Ablass]], den 24 Kardinäle und Bischöfe in Avignon 1361 allen erteilten, die Spital und Kloster besuchten und für das Wohl des Stifters beteten oder einen finanziellen Beitrag leisteten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Horst Enzensberger]], &amp;#039;&amp;#039;Kirche und Kloster im späten Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. In: St. Katharinen zu Frankfurt am Main, hg. von Joachim Proescholdt, Frankfurt am Main 1981, S. 29–36, hier S.&amp;amp;nbsp;30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur politischen Absicherung ließ er sich seine Stiftungen 1354 vom Mainzer Erzbischof, 1358 vom Papst und 1361 vom Kaiser bestätigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] [[Karl IV. (HRR)|Karl IV.]] verband ihn ein enges Verhältnis. 1350 ernannte Karl ihn zum [[Hofkaplan]].  Am 30. September 1360 erhob Karl ihn in den [[Adel]]. Dieser [[Adelsbrief]] ist der älteste bekannte Fall einer [[Nobilitierung]] in Deutschland. 1359 reiste er im Auftrag der Stadt Frankfurt nach Rom, um von der [[Römische Kurie|päpstlichen Kurie]] die Befreiung der Stadt von der geistlichen Gerichtsbarkeit des Mainzer Erzbischofs zu erwirken. Für die erfolgreiche Mission zur Erlangung dieses Privilegs verlieh ihm der Rat der Stadt eine Prämie von 200 [[Gulden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb am 10. Oktober 1363 in Mainz. In seinem Testament vom 6. August 1363 hatte er verfügt, dass er in Frankfurt beigesetzt werden wollte, doch wurde diese Bestimmung in einer zweiten Fassung des Testaments vom 28. September wieder gestrichen. Da er bis zuletzt &amp;#039;&amp;#039;Schulmeister&amp;#039;&amp;#039; an St. Stephan war, wurde er deshalb vermutlich dort begraben. Doch erhielt er kurz darauf auch einen Gedenkstein im Katharinenkloster in Frankfurt, der 1509 als &amp;#039;&amp;#039;Grabstein&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde. Dieser Gedenkstein ist noch erhalten, er befindet sich in der heutigen Katharinenkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bemerkenswertes ==&lt;br /&gt;
* Wicker Frosch wird in dem Roman &amp;#039;&amp;#039;Der Jude&amp;#039;&amp;#039; von [[Karl Spindler (Schriftsteller)|Karl Spindler]] (erschienen 1827) als „Hauskaplan und rechte Hand“ Kaiser Karls IV. erwähnt.&lt;br /&gt;
* Nach Wicker Frosch ist eine Straße in der [[Kuhwaldsiedlung]] im Frankfurter Stadtteil [[Frankfurt-Bockenheim|Bockenheim]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Roman Fischer: {{Frankfurter Personenlexikon|2613|Frosch, Wicker}} (Stand des Artikels: 30. September 1994), auch in: {{BibISBN|3782904443|Seiten=228–229}}&lt;br /&gt;
* [[Hans-Otto Schembs|Otto Schembs]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Stiftung des Wicker Frosch&amp;#039;&amp;#039;. In: J. Proescholdt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;St. Katharinen zu Frankfurt am Main&amp;#039;&amp;#039;. Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1981, S. 15–28, ISBN 3-7829-0240-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.st-katharinen-und-weissfrauenstift.de/die-stiftung/erfolgsgeschichte/ Geschichte des St. Katharinen- und Weißfrauenstifts]&lt;br /&gt;
* {{PGDW|spindler/jude/jude|Der Jude|Karl Spindler}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1305856465|VIAF=8053169757885708010008}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Frosch, Wicker}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (HRR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mainz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (14. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankfurt am Main im Mittelalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 13. oder 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1363]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Frosch, Wicker&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Frankfurter Patrizier und Geistlicher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1300&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Oktober 1363&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mainz]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silewe</name></author>
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