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	<title>Wichtel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mirkur: Die letzte Textänderung von ~2025-40689-20 wurde verworfen und die Version 262939193 von Mirkur wiederhergestellt. Beleg fehlt und nicht auffindbar</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-40689-20&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-40689-20&quot;&gt;~2025-40689-20&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/262939193&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/262939193&quot;&gt;262939193&lt;/a&gt; von Mirkur wiederhergestellt. Beleg fehlt und nicht auffindbar&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum deutschen Politiker siehe [[Peter Wichtel]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Elves-shoemaker.gif|mini|&amp;#039;&amp;#039;Die Wichtelmänner&amp;#039;&amp;#039;, Illustration aus Grimms Märchen (1915)]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden in [[Märchen]], [[Sage]]n und [[Erzählung]]en Wesen bezeichnet, die von der Gestalt und Art her menschenähnlich sind, aber deutlich kleiner und in eigenen Gemeinschaften lebend. Sie tauchen meist in Gruppen auf, leben unterirdisch, in Höhlen oder in versteckten Ecken in den Häusern der Menschen. Im Allgemeinen sind sie den Menschen gegenüber freundlich und helfen ihnen, meist unaufgefordert, bei der täglichen Arbeit. Bisweilen bitten sie ihrerseits die Menschen um Hilfe, manchmal tauschen sie ein menschliches Kind gegen ein eigenes aus. Oft kommen sie nicht wieder, wenn sie von den Menschen entdeckt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsbildung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Wichtel&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Wichtelmännchen&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Diminutiv]] von &amp;#039;&amp;#039;Wicht&amp;#039;&amp;#039;, einem Begriff, der im Altdeutschen allgemein für &amp;#039;&amp;#039;lebendes Wesen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Geschöpf&amp;#039;&amp;#039; stand. Er wird nach den [[Brüder Grimm|Brüdern Grimm]] fast ausschließlich in der Bedeutung von &amp;#039;&amp;#039;[[Kobold]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zwerg&amp;#039;&amp;#039; gebraucht. Das grammatische Geschlecht ist sächlich. In den [[Skandinavische Sprachen|skandinavischen Sprachen]] findet sich der Begriff &amp;#039;&amp;#039;vætter/vetter/vättar&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Finn Stefansson und Asger Sørensen: &amp;#039;&amp;#039;Gyldendals Religionsleksikon&amp;#039;&amp;#039;, 2017: &amp;#039;&amp;#039;vætter&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordnet.dk/ddo/ordbog?query=v%C3%A6tte Den danske ordbog: &amp;#039;&amp;#039;vætte&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ne.se/uppslagsverk/encyklopedi/l%C3%A5ng/v%C3%A4ttar NE Nationalencyklopedin: &amp;#039;&amp;#039;vättar&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;, abgeleitet vom [[Altnordische Sprache|altnordischen]] &amp;#039;&amp;#039;vættr, vēttr&amp;#039;&amp;#039; für Wesen, Geist, Ding, als Sammelbezeichnung für [[Nisse]]n, Alfen und [[Troll (Mythologie)|Trolle]]. Der Begriff findet sich auch in altnordischen Quellen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://denstoredanske.lex.dk/v%C3%A6tter Den Store Danske: &amp;#039;&amp;#039;Vætter&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnung findet im Deutschen außerdem eine Wortbedeutung mit anderem grammatischen Geschlecht: &amp;#039;&amp;#039;die&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;der Wichtel&amp;#039;&amp;#039;. Dann bezeichnet es in der [[Waidmann|waidmännischen]] Tradition eine Lockpfeife bei der [[Vogeljagd]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnt wird darüber hinaus der Begriff [[Wichtelzopf]] als Bezeichnung für verfilzte Kopfhaare.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GrimmWö&amp;quot;&amp;gt; „wichtel, n.“ In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm.&amp;#039;&amp;#039; [https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=W18929 Digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/21.] Abgerufen am 2. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeno.org/nid/20011520299 Vollmer: Wörterbuch der Mythologie]. Abgerufen am 2. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begrifflich abgeleitet ist der aus [[Skandinavien]] stammende Brauch des vorweihnachtlichen [[Wichteln]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] und in einigen deutschen [[Pfadfinder]]verbänden werden als &amp;#039;&amp;#039;Wichtel&amp;#039;&amp;#039; auch die jüngsten weiblichen Mitglieder der Pfadfinderbewegung bezeichnet (Mädchen von ca. sechs bis zehn Jahren), während die gleichaltrigen Jungen [[Wölfling]]e oder &amp;#039;&amp;#039;Wölfe&amp;#039;&amp;#039; genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe schriftliche Erwähnungen ==&lt;br /&gt;
In der deutschen Übersetzung der [[Edda]] werden die Wichtel gemeinsam mit den [[Riese]]n und [[Elfen]] mit dem Hinweis auf ihre kleine Gestalt erwähnt: „Grünendes Reich die grimmen Riesen, Wachstumwerkstatt der Wichtel und Alfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.projekt-gutenberg.org/anonymus/edda/chap010.html &amp;#039;&amp;#039;Edda: Mär vom Allwiß&amp;#039;&amp;#039;] Abgerufen am 2. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brüder Grimm referierten im [[Deutsches Wörterbuch|Deutschen Wörterbuch]] Erwähnungen der Wichtel aus dem 15. und 16. Jahrhundert, so etwa bei [[Luther]] als einen kleinen Geist, der in der Küche wohne, bei [[Salomo Franck]] als kleines Bergmännlein oder Schrätlein und bei [[Stephan Agricola]], der sie als Teufelein bezeichne, die den Menschen zur Hand gingen. Aus [[Christliche Kirche|kirchlicher]] Sicht wurden die Wichtel dem [[Aberglaube]]n zugeordnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GrimmWö&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als verwandte Figur gelten die [[Heinzelmännchen]] und die [[Staffelberg#Die Querkel vom Staffelberg|Querkel]] vom Staffelberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Märchen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Otto Ubbelohde - Die Wichtelmänner.jpg|mini|Otto Ubbelohde – Die Wichtelmänner]]&lt;br /&gt;
In den [[Grimms Märchen|Kinder- und Hausmärchen]] der Brüder Grimm finden sich drei Märchen, die unter dem Titel [[Die Wichtelmänner]] zusammengefasst sind. Im [[Aarne-Thompson-Uther-Index]] sind sie unter der Nummer 476 aufgeführt. In diesen Märchen zeigen sich als charakteristischen Eigenschaften und Merkmale die Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit der Wichtel, ihr Reichtum, ihr Auftreten in Gruppen, ihre Scheu davor, entdeckt zu werden und ihre Zuordnung zur &amp;#039;&amp;#039;[[Anderswelt]]&amp;#039;&amp;#039; durch die Zerdehnung der Zeit, die einen Tag in der Sphäre der Wichtel zu einem wesentlich längeren Zeitraum in der menschlichen Welt werden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem ersten Märchen helfen die Wichtel einem schuldlos arm gewordenen [[Schuhmacher|Schuster]], indem sie die am Abend zurechtgeschnittenen Leder in der Nacht sorgfältig zu schönen Schuhen zusammennähen. Da er sich durch diese Arbeitserleichterung stets mehr Leder leisten kann, welches er am Abend zurechtschneidet, kommt er in Zusammenarbeit mit den Wichteln wieder zu [[Wohlstand]]. Eines Nachts beobachten der Schuster und seine Frau die Wichtel bei der Arbeit und sehen, dass sie [[Nacktheit (Motiv)|nackt]] sind. Die Frau möchte ihnen ihre [[Dankbarkeit]] erweisen, näht ihnen passende Kleider und legt sie ihnen hin. Die Wichtel singen und tanzen vor Freude, kommen aber nicht wieder. Die [[Armut]] der beiden bleibt aber überwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Märchen wird ein [[Dienstmädchen]] schriftlich um Assistenz bei der [[Taufe]] eines Wichtelkindes gebeten. Die drei Tage, die sie auf Bitten der Wichtelmännchen bei ihnen verbringt, erweisen sich in der menschlichen Zeitrechnung als drei Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dritte Märchen thematisiert das Motiv das [[Wechselbalg]]s, welches einer Mutter anstelle des eigenen Kindes in die Wiege gelegt wird. Dieser Tausch ist aber dadurch wieder rückgängig zu machen, dass das Wechselbalg durch eine unsinnige Handlung so zum Lachen gebracht wird, dass die Wichtelmännchen zurückkommen und ihr Kind wieder mitnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Wichtel wird in deutschen Übersetzungen [[Skandinavische Literatur|skandinavischer]] Märchen als Übersetzung für die [[Dänische Sprache|dänisch]]/[[Norwegische Sprache|norwegische]] Bezeichnung [[Nisse]] oder die [[Schwedische Sprache|schwedisch]]/[[Finnische Sprache|finnische]] [[Tomte Tummetott|Tomte]] verwendet. Gemeinsam ist ihnen ihr [[Zwerg (Mythologie)|zwergenhafter]] Wuchs, ihre Nähe zu den Menschen und ihre Freundlichkeit den Menschen gegenüber, die sie von den [[Kobold]]en unterscheiden, auch wenn Abgrenzungen hier aufgrund der ehemals [[Mündliche Überlieferung|mündlichen Überlieferung]] ungenau bleiben. Häufig leben sie in den Häusern der Menschen, sind ihnen zu Diensten und sind teilweise mit Jahresbräuchen verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Märchen von Trollen und Wichteln: Zum Erzählen und Vorlesen.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Königsfurt-Urania Verlag, Freiburg im Breizgau 2019. ISBN 978-3-868-26088-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;John Bauers nordische Märchenwelt. Trolle, Wichtel, Königskinder.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Urachhaus, Stuttgart 2018, ISBN 978-3825174606&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem [[Polnische Sprache|polnischen]] Märchen kommt ein Wichtel aus dem [[Kamin]] und fragt den Hausherrn, ob sie bei ihm ein Fest feiern dürften. Als dieser es erlaubt, kommen viele Wichtelmännchen mit roten Hosen und grünen [[Wams|Wämser]] auf kleinen Pferden angeritten, Männer, Frauen und ein junges Paar. Nachdem sie genug gefeiert und getanzt haben, verneigen sie sich und hinterlassen eine Perle als Geschenk. Als die Hausherrin beim nächsten Mal ein Loch in die Wand macht, um die Wichtel zu beobachten, verschwinden sie auf Nimmerwiedersehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Hochzeit der Wichtmännchen.&amp;#039;&amp;#039; In: [http://maerchenbasar.de/klassische-maerchen/mitteleuropa/polen/2263-die-hochzeit-der-wichtelmaennchen.html Märchenbasar]. Abgerufen am 2. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orte und Sagen ==&lt;br /&gt;
Die ortsbezogenen [[Sage]]n zeigen, dass die Gestalt der Wichtel in unterschiedlichen Gegenden anzutreffen ist. Oft spiegelt sich in ihnen die Auseinandersetzung zwischen dem [[Volksglauben]], zu dem die Wichtel gehörten, und dem [[Christentum]]. Die Feindseligkeit der Menschen gegenüber den Wichteln äußere sich darin, dass sie sie gefangen nähmen oder die Eingänge zu ihren Höhlen und Gängen mit Stroh füllten und dies anzündeten. Das führe zum Abzug der &amp;#039;&amp;#039;Wichtlein&amp;#039;&amp;#039;, wie dies beispielsweise in der hessischen Sage „Vom Abzug der Wichtelmännchen“ berichtet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.projekt-gutenberg.org/antholog/s-hessen/chap028.html Vom Abzug der Wichtelmännchen]. Abgerufen am 3. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Sage wird eine Familie, die immer freundlich zu den Wichteln war, von ihnen zum Abschied reichlich belohnt: „Seit tausend Jahren haben wir im Dosenberge gehaust, jetzt ist unsere Zeit um, wir müssen in ein ander Land; im Berg aber bleibt soviel Geld zurück, dass die ganze Gegend genug daran hätte.“ Das Wichtel lud dem Bauern den Wagen voll Geld, so dass dieser und seine Nachkommen in Wohlstand leben konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.projekt-gutenberg.org/wolf/dgoetter/dgoett24.html Johann Wilhelm Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Götterlehre.&amp;#039;&amp;#039; Abschnitt: Wichte und Elben.] Abgerufen am 3. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; (vgl. [[Wichtellöcher (Uttershausen)]])&lt;br /&gt;
[[Datei:Wichtelloch3.jpg|mini|Wichtelloch bei [[Niedergrenzebach]]]]&lt;br /&gt;
In der Sammlung hessischer Sagen von [[Karl Lyncker]] werden die Wichtel als kleine, daumengroße Wesen mit dicken Köpfen beschrieben, die den Menschen helfen, sie aber auch necken und die sich [[Unsichtbarkeit|unsichtbar]] machen können. Neugeborene soll man durch das Brennenlassen von Licht schützen, damit sie nicht durch ein Wechselbalg ausgetauscht würden. Lyncker sammelte gut zwanzig Berichte über das Auftreten von Wichteln in [[Hessen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Lyncker: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Sagen und Sitten in hessischen Gauen.&amp;#039;&amp;#039; In: Jörg Uther: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Märchen und Sagen.&amp;#039;&amp;#039; Digitale Bibliothek.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige wenige Wichtelerzählungen finden sich auch in den Sagen aus [[Sachsen]] und [[Thüringen]] der Sammlung von [[Emil Sommer (Verleger)|Emil Sommer]].&amp;lt;ref&amp;gt;Emil Sommer: &amp;#039;&amp;#039;Sagen, Märchen und Gebräuche aus Sachsen und Thüringen. Deutsche Märchen und Sagen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans-Jörg Uther|Jörg Uther]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Märchen und Sagen.&amp;#039;&amp;#039; Digitale Bibliothek.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Anthologie]] der Zwerge, Wichtel und [[Gnom]]e aus dem gesamten deutschsprachigen Raum legte die [[Volkskundler]]in [[Gisela Schinzel-Penth]] vor.&amp;lt;ref&amp;gt; Gisela Schinzel-Penth, Antonie Schuch: &amp;#039;&amp;#039;Zwerge, Wichtel und Gnome: Sagen aus dem deutschsprachigen Raum. Teil 1 – Süden&amp;#039;&amp;#039;. Ambro Lacus, München 2010. ISBN 978-3-9214-4534-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Gisela Schinzel-Penth, Antonie Schuch: &amp;#039;&amp;#039;Zwerge, Wichtel und Gnome: Sagen aus dem deutschsprachigen Raum. Teil 2 – Mitte und Norden&amp;#039;&amp;#039;. Ambro Lacus, München 2017. ISBN 978-3-9214-4542-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Luxemburgische Sprache|luxemburgische]] [[Philologe]] [[Nikolaus Gredt]] legte 1883 eine Sammlung mit etwa 60 volkstümlichen Erzählungen über das Auftreten und Wirken der &amp;#039;&amp;#039;Wichtelcher&amp;#039;&amp;#039; im [[Luxemburg|Luxemburger Land]] vor. Auch sie erfolgen stets mit der Nennung der konkreten Orte ihres Auftretens. Berichtet wird über sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Wichtellöcher&amp;#039;&amp;#039;, über Gänge durch Felsen, [[Grotte]]n, aber auch [[Ziegelbau|geziegelte]] Bauten oder schön geweißte viereckige Räume, die beim Pflügen unter der Erde gefunden wurden. Durchgängig sind auch hier die Wichtel den Menschen, besonders den einfachen Menschen aus den niederen Ständen, hilfreich bei der Verrichtung der täglichen Arbeit, verschwinden aber, wenn man ihnen zu nahetritt. Oft geschieht dies auch durch wohlmeinende Aufmerksamkeiten wie das Hinstellen von Nahrung. Umgekehrt spendieren die Wichtel einzelnen Menschen Brot oder Kuchen, was sie aber ebenfalls wieder einstellen, wenn dieses Geheimnis verraten wird. Auch in diesen Sagen findet sich das Motiv der Zeitzerdehnung durch einen Aufenthalt eines Menschen in der Welt der Wichtel. Alle Geschichten liegen erzählerisch in der Vergangenheit und dokumentieren so den Übergang einer unbestimmt vorchristlichen Zeit ins Christentum, welches den Wichteln wie anderen Figuren des Volksglaubens feindlich gegenüberstand.&amp;lt;ref&amp;gt;Nikolaus Gredt: &amp;#039;&amp;#039;Sagenschatz des Luxemburger Landes&amp;#039;&amp;#039;, 1883. In: Digitale Bibliothek Band 110: Europäische Märchen und Sagen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Orte weisen konkret auf [[geologisch]]e Gegebenheiten hin, zu denen es Geschichten über Wichtel gibt und die als Eingänge zu Höhlen und Gängen der Wichtel auch zur [[touristisch]]en Tradition der Orte wurden, wie die [[Wichtelhöhlen (Euerdorf)|Wichtelhöhlen]] bei [[Bad Kissingen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rhoenline.de/wichtelhoehlen.html Wichtelhöhlen bei Bad Kissingen.] Abgerufen am 3. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die [[Wichtellöcher (Uttershausen)|Wichtellöcher in Uttershausen]] und in [[Ziegenhain (Schwalmstadt)|Ziegenhain]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schwalm.lima-city.de/wichtelloch.htm Wichtelloch bei Ziegenhain.] Abgerufen am 3. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kinderbücher ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Julbocken 1912.jpg|mini|Julenisse und Julbocken von John Bauer, 1912]]&lt;br /&gt;
Von den Märchen und Sagen aus fand die Figur des Wichtels Eingang in zahlreiche [[Kinderbuch|Kinderbücher]], die meist für kleinere Kinder als [[Bilderbuch|Bilderbücher]] ausgestaltet sind, wie z.&amp;amp;nbsp;B. das Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Wichtelkinder&amp;#039;&amp;#039; der schwedischen [[Kinderbuchautor]]in [[Elsa Beskow]]&amp;lt;ref&amp;gt;Elsa Beskow: &amp;#039;&amp;#039;Die Wichtelkinder.&amp;#039;&amp;#039; Urachhaus, Stuttgart 2017. ISBN 978-3-8251-7435-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;Wichtel Nick&amp;#039;&amp;#039; der niederländischen [[Maler]]in und Kinderbuchautorin [[Admar Kwant]] und der [[Märchenerzähler]]in [[Arnica Esterl]].&amp;lt;ref&amp;gt;Admar Kwant (Illustratorin), Arnica Esterl (Autorin): &amp;#039;&amp;#039;Wichtel Nick.&amp;#039;&amp;#039; Urachhaus, Stuttgart 2010. ISBN 978-3-8251-7739-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Zahlreiche Bilderbücher mit Wichteln und Zwergen gestaltete der deutsche Kinderbuchillustrator [[Fritz Baumgarten (Illustrator)|Fritz Baumgarten]].&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Baumgarten: &amp;#039;&amp;#039;Im Lande der Wichtel.&amp;#039;&amp;#039; Titania, Fränkisch-Crumbach 2013. ISBN 978-3-8647-2608-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lena Hahn (Autorin), Fritz Baumgarten (Illustrator): &amp;#039;&amp;#039;Weihnachten im Wichtelland.&amp;#039;&amp;#039; Titania, Fränkisch-Crumbach 2020. ISBN 978-3-8647-2358-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Besonders häufig findet sich die Figur des Wichtels bei Zeichnern und Autoren aus [[Skandinavien]], bei z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Sven Nordqvist]] mit der Geschichte: &amp;#039;&amp;#039;Das Geheimnis der Weihnachtswichtel.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Sven Nordqvist: &amp;#039;&amp;#039;Das Geheimnis der Weihnachtswichtel.&amp;#039;&amp;#039; Oetinger, Hamburg 2006. ISBN 978-3-7707-5362-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Astrid Lindgren]]s berühmten Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Tomte Tummetott]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Astrid Lindgren: &amp;#039;&amp;#039;Tomte Tummetott&amp;#039;&amp;#039;. Oetinger, Hamburg 1960. ISBN 978-3-7891-6130-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der 1906/07 erschienene Roman der schwedischen Schriftstellerin [[Selma Lagerlöf]]: [[Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen]] handelt von einem Wichtel, der allerdings zunächst ein menschlicher Junge war und für seine Streiche von einem Wichtelmann selbst in ein Wichtel verwandelt wurde. Die beliebte Geschichte fand einige Fortsetzungen, wurde in viele Sprachen übersetzt und [[Nils Holgerssons wunderbare Reise (Film)|verfilmt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bräuche ==&lt;br /&gt;
In Dänemark und anderen skandinavischen Ländern gehört das Weihnachtswichtel (dänisch: &amp;#039;&amp;#039;Julenisse&amp;#039;&amp;#039;) zur vorweihnachtlichen Tradition in Familien, insbesondere im Umgang mit kleineren Kindern. Diese ist inzwischen auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://esmark.de/nissedor-weihnachten/ &amp;#039;&amp;#039;Nissedør – Der Julenisse wohnt zu Weihnachten hinter einer Wichteltür.&amp;#039;&amp;#039;] Abgerufen am 30. November 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Weihnachtswichtel trägt eine rote [[Zipfelmütze]] und rote Schuhe mit einer Spitze und kommt zur Weihnachtszeit auf dem ebenfalls zur Weihnachtstradition gehörenden [[Julbock]] geritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nissedør.jpg|mini|Wichteltür]]&lt;br /&gt;
Zu den Familienbräuchen gehört auch die &amp;#039;&amp;#039;Wichteltür&amp;#039;&amp;#039; (dänisch: &amp;#039;&amp;#039;Nissedør&amp;#039;&amp;#039;), einer kleinen aufgemalten oder gebastelten Tür über der Fußleiste, die als Eingang für die Wichtel ins Haus angebracht wird. Vor die Wichteltür kann das Kind abends kleine Dinge legen, von denen es meint, dass die Wichtel sie gut gebrauchen könnten. Findet es im Zusammenspiel mit den Eltern stattdessen am Morgen einen kleinen Edelstein oder eine Leckerei, so kann die Illusion entstehen, dass die Wichtel in der Nacht da waren und ihm ein Geschenk gebracht haben. Zu sehen bekommt das Kind die scheuen Wichtel nie, was mit zum Spiel gehört. Auf die Weihnachtswichtel und die Wichteltüren beziehen sich auch einige Kinderbücher.&amp;lt;ref&amp;gt;Kristin Franke: &amp;#039;&amp;#039;Das Geheimnis der Wichteltür.&amp;#039;&amp;#039; TinyFoxes, Leipzig 2020. ISBN 978-3-00-052677-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die kommerzielle Seite dieser Bräuche besteht in einem reichhaltigen Angebot an Weihnachtswichtelfiguren und einem umfangreichen Zubehör, aber auch Anleitungen zum Basteln mit oder für Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Brauch ist das [[Wichteln]], bei dem in Gruppen nach zuvor vereinbarten Regeln in der Vorweihnachtszeit kleine Geschenke ausgetauscht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Die Borger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4138283-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarische Figur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fabelwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausgeist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagengestalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brauchtum (Weihnachten)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirkur</name></author>
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