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	<title>Wiarden - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;GregorHelms: /* Geschichte */ kleinkram</title>
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		<updated>2025-12-22T17:58:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Wiarden&lt;br /&gt;
| Alternativname         = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = &lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Wangerland&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = &lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 53/40/04/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 7/57/09/E&lt;br /&gt;
| Nebenbox               = &lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-NI&lt;br /&gt;
| Höhe-Präfix            = &lt;br /&gt;
| Höhe                   = 3 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = &lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 236&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2011-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wilhelmshaven.de/PDF/Statistik/S/s-r-3-2012.pdf?m=1502439856&amp;amp; |titel=Gemeinde Wangerland – Statistik Report 3-2012 |seiten=6 |format=PDF; 5.4 MB |abruf=2023-05-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = &lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 26434&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 04463&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Niedersachsen&lt;br /&gt;
| Bild                   = Wiarden church.JPG&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Kirche St. Cosmas und Damian Wiarden von Osten&lt;br /&gt;
| Bilderwunsch           = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Warfendorf]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wiarden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Wangerland]] im [[Niedersachsen|niedersächsischen]] [[Landkreis Friesland]]. Neben einigen Einzelgehöften umfasste das ehemalige Wiarder Kirchspiel das eigentliche Dorf sowie den &amp;#039;&amp;#039;Wiarder Binnendistrikt&amp;#039;&amp;#039; und den &amp;#039;&amp;#039;Wiarder Grodendistrikt&amp;#039;&amp;#039;. 1933 wurde die ehemals selbständige Gemeinde Wiarden aufgelöst und in die wangerländische Gemeinde Minsen eingegliedert; seit 1971 gehört Minsen (und damit auch Wiarden) zur neugebildeten Gemeinde Wangerland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Wiarden wurde laut der &amp;#039;&amp;#039;Chronica Jeverensis&amp;#039;&amp;#039; (1592) zum ersten Mal 1155 urkundlich erwähnt. Im Jahr 1324 lautet der Ortsname &amp;#039;&amp;#039;Wyarthe&amp;#039;&amp;#039;, 1449 &amp;#039;&amp;#039;Wyrden&amp;#039;&amp;#039;, ein Jahr später &amp;#039;&amp;#039;Wygerden&amp;#039;&amp;#039;, dann 1684 &amp;#039;&amp;#039;Weyern&amp;#039;&amp;#039; und schließlich ab 1800 Wiarden. Nach [[Arend Remmers]] unterstützen die Varianten die Annahme, dass der Name eine Ableitung vom altfriesischen &amp;#039;&amp;#039;werth&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;werd&amp;#039;&amp;#039; ist und damit &amp;#039;&amp;#039;Insel&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Anhöhe im Feuchtgebiet&amp;#039;&amp;#039; bedeutet. Er vermutet, dass der Ortsname bereits früh an den Personennamen &amp;#039;&amp;#039;Wiard&amp;#039;&amp;#039; angeglichen worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Arend Remmers: &amp;#039;&amp;#039;Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade&amp;#039;&amp;#039;. Schuster Verlag: Leer, 2004, ISBN 3-7963-0359-5. S. 240; Sp I (Artikel &amp;#039;&amp;#039;Wiarden&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Anfänge Wiardens liegen im Dunkeln. [[Carl Woebcken (Pastor)|Carl Woebcken]] vermutete, dass eine erste Besiedlung des Wiardener Raumes um Christi Geburt erfolgte. Er berief sich dabei auf geologische Befunde. Danach ist die Wiardener Dorfwarf Teil einer sogenannten Warfenkette, zu der auch der Wohnplatz &amp;#039;&amp;#039;Aukens&amp;#039;&amp;#039; gehört. Eine Aneinanderreihung von Warfen bedeutet zweierlei: Zum einen, dass in der Nähe solcher Warfen ursprünglich ein Flussufer oder eine Meeresküste nicht weit entfernt gewesen ist; zum anderen zeigen solche Warfenketten, dass es sich hier um frühe Marschsiedlungen handelt. Dabei sind die heutigen Warften erst im Laufe der Jahrhunderte entstanden. Zuerst standen die Häuser auf flacher Ebene. In Wiarden erkennt man noch heute, dass sie ursprünglich einen Ring gebildet haben. Damit gehört Wiarden mit dem wangerländischen [[Ziallerns]], dem [[Krummhörn]]er [[Rysum]] und anderen Siedlungen zu den sogenannten [[Rundling]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Woebcken: Artikelserie &amp;#039;&amp;#039;Wiarden&amp;#039;&amp;#039; (I). In: [[Jeversches Wochenblatt]]. Jever 1937. Ausgabe 26. Juni 1937, S. 9; Sp. I ([https://digital.lb-oldenburg.de/lbolrz/periodical/pageview/1045496 Landesbibliothek Oldenburg digital])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Lithografische Ansichtskarte Wiarden 1912.JPG|mini|links|Ansichtskarte von Wiarden (vor 1912)]]&lt;br /&gt;
Eine legendarische Erzählungen berichtet, der [[Bremen|Bremer]] [[Erzbischof]] [[Adaldag]] (ca. 900–988) habe zu seinen Lebzeiten eine Kapelle in Wiarden errichten lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Eckhardt, J. Tautz: Artikel &amp;#039;&amp;#039;Wiarden&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Oldenburgisches Ortslexikon. Archäologie, Geografie und Geschichte des Oldenburger Landes&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg. Albrecht Eckhardt). Band 2 (L–Z). Isensee Verlag: Oldenburg, 2011. S. 1114; Sp II.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ältestes noch erhaltenes Bauwerk des Ortes ist die Kirche &amp;#039;&amp;#039;St. Cosmas und Damian&amp;#039;&amp;#039;. Sie soll bereits um 1164 bestanden haben. Für das Kirchenschiff, das mit Granitquadersteinen erbaut worden ist, könnte die Zeitangabe durchaus richtig sein. Die aus [[Klosterformat]]steinen gefertigte [[Chorapsis]] stammt allerdings erst aus dem 15. Jahrhundert. Bei archäologischen Grabungsarbeiten in der Nähe der Granitquaderkirche stieß man auf mögliche Reste einer Rund 300 Jahre älteren Vorgängerkirche aus Holz.&amp;lt;ref&amp;gt;Axel Bürgener, Klaus Siewert: &amp;#039;&amp;#039;Saalkirchen im Wangerland&amp;#039;&amp;#039;. Verlag auf der Warft: Wiarden–Hamburg–Münster, 2015. S. 116&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|St. Cosmas und Damian (Wiarden)}}&lt;br /&gt;
Auf das Jahr 1164 verweist auch auf eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen den [[Östringen (Gau)|Östringern]] und den Wangerländern und deren letzte Schlacht,  die bei Wiarden stattfand. Die Letztgenannten gingen aus diesem Kampf siegreich hervor; „sie vertheidigten sich den ganzen Tag so tapfer, daß jene ihnen nichts anhaben konnten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 1457 meldet die Dorfchronik eine weitere Auseinandersetzung. Der [[Jever|jeversche]] Häuptling [[Tanno Duren]]&amp;lt;ref&amp;gt;auch Tammo Düren geschrieben&amp;lt;/ref&amp;gt; schlug bei [[Nenndorf (Wangerland)|„Nendorpf“]] den [[Esens]]er Adelsmann Sido. Das dabei erbeutete [[Feldzeichen]] wurde – so die damalige Redeweise – „in die Kirche zu Wyerden geopfert“.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Christian Bruschius: &amp;#039;&amp;#039;Gesamlete Nachrichten von [[Jeverland]] von den ältesten Zeiten an bis auf das Jahr 1468&amp;#039;&amp;#039;. Jever, 1787. S. 15; Bruschius beruft sich hier auf [[Hermann Hamelmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Oldenburgisch Chronicon (…)&amp;#039;&amp;#039;. Oldenburg, 1599. S. 256f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Mittelalter ist eine [[Burg Wiarden]] dokumentiert, die nordwestlich des Warfendorfes stand und am heutigen &amp;#039;&amp;#039;Mahnweg&amp;#039;&amp;#039; nach [[Stumpens]] lag. Der Wehrgraben ist noch gut zu erkennen. Die Burganlage gehörte Anfang des 16. Jahrhunderts dem begüterten Richter Hillert Popken († vor 1550). Seine Witwe heiratete in zweiter Ehe den aus dem Osnabrücker Land stammenden Adeligen Jasper Sparenborg. Dadurch fiel die Burg an dessen Familie, die es zu einem Gutshaus umbaute, das den Namen [[Sparenburg (Wiarden)|Sparenburg]] erhielt. Später übernahm [[Anton Günther (Oldenburg)|Graf Anton Günter von Oldenburg]] (1583–1667) das adlig-freie Gut und verschenkte es 1649 an den [[Deichgraf]]en [[Joachim von Böselager]] als Anerkennung für dessen treue Dienste.&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Eckhardt, J. Tautz: Artikel &amp;#039;&amp;#039;Wiarden&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Oldenburgisches Ortslexikon. Archäologie, Geografie und Geschichte des Oldenburger Landes&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg. Albrecht Eckhardt). Band 2 (L–Z). Isensee Verlag: Oldenburg, 2011. S. 1115, Sp I+II.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute befindet sich auf dem ehemaligen Burggelände ein Reiterhof.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.prettyhorse.de/ueber-uns/ PrettyHorse.de: &amp;#039;&amp;#039;Über uns&amp;#039;&amp;#039;]; eingesehen am 20. April 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum 15. Jahrhundert gehörte Wiarden zum [[Erzbistum Bremen]]. Zuständige [[Sendkirche]] war in dieser Zeit die Gaukirche [[Hohenkirchen (Wangerland)|Hohenkirchen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Axel Bürgener, Klaus Siewert: &amp;#039;&amp;#039;Saalkirchen im Wangerland&amp;#039;&amp;#039;. Verlag auf der Warft: Wiarden–Hamburg–Münster, 2015. S. 119&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor der Reformation zählte das [[Kirchspiel]] Wiarden gut 460 Einwohner, die von drei Geistlichen seelsorgerlich betreut wurden. Nach der Reformation, die für Wiarden eng mit dem Namen des Pastors [[Abel Sybrandi]]&amp;lt;ref&amp;gt;Zu Sybrandi siehe Rolf Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Die Jeverschen Pastorenbekenntnisse 1548 anlässlich des [[Augsburger Interim]]s&amp;#039;&amp;#039;. Band 168 in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur historischen Theologie&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck: Tübingen, 2012. S. 61–67&amp;lt;/ref&amp;gt; verbunden ist, reduzierte sich die Zahl der Seelsorger auf zwei Pastoren.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Tabelle bei Rolf Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Die Jeverschen Pastorenbekenntnisse 1548 anlässlich des [[Augsburger Interim]]s&amp;#039;&amp;#039;. Band 168 in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur historischen Theologie&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck: Tübingen, 2012. S. 24&amp;lt;/ref&amp;gt; Wiarden wurde im Laufe seiner Geschichte immer wieder von Sturmfluten heimgesucht, die sowohl von Norden als auch von Osten her das Land überschwemmten. Besonders tragisch waren die Folgen der [[Weihnachtsflut 1717]], bei der 65 Dorfbewohner ertranken. Auch wurden große Viehbestände vernichtet und zahlreiche Häuser des Dorfes zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;Axel Bürgener, Klaus Siewert: &amp;#039;&amp;#039;Saalkirchen im Wangerland&amp;#039;&amp;#039;. Verlag auf der Warft: Wiarden–Hamburg–Münster, 2015. S. 116&amp;lt;/ref&amp;gt; In den beiden Jahren zuvor hatte eine in Nordwestdeutschland grassierende Viehseuche bereits im &amp;#039;&amp;#039;Kirchspiel Wiarden&amp;#039;&amp;#039; 409 Rinder dahingerafft.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Jakubowski-Tiessen: &amp;#039;&amp;#039;Sturmflut 1717. Die Bewältigung einer Naturkatastrophe in der Frühen Neuzeit&amp;#039;&amp;#039; (Habilitationsschrift). R. Oldenbourg Verlag: München 1992, ISBN 3-486-55939-7. S. 150&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Kirchspiel Wiarden&amp;#039;&amp;#039; gehörte bis 1806 zum wangerländischen Teil der [[Herrschaft Jever]]&amp;lt;ref&amp;gt;Die Herrschaft Jever war in drei Teile untergliedert: Rüstringen, Östringen und Wangerland.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie war Sitz einer [[Vogt]]ei. Von 1806 bis 1810/11 war sie Teil des [[Arrondissement Jever]] im [[Département Ems-Oriental]] des (französischen) [[Königreich Holland|Königreichs Holland]]. Zwei Jahre, von 1811 bis 1813, bildete Minsen gemeinsam mit [[St. Joost]] eine &amp;#039;&amp;#039;Mairie&amp;#039;&amp;#039; (= Bürgermeisterei) im damaligen &amp;#039;&amp;#039;Kanton Hooksiel&amp;#039;&amp;#039;. Im Anschluss daran war das Kirchspiel Teil des &amp;#039;&amp;#039;Amtes Minsen&amp;#039;&amp;#039;. 1855 wurde [[Großherzogtum Oldenburg|staatlicherseits]] eine neue Gemeindeordnung erlassen, die am 1. Mai 1856 inkrafttrat. Mit ihr wurde aus dem bisherigen &amp;#039;&amp;#039;Kirchspiel Wiarden&amp;#039;&amp;#039; die &amp;#039;&amp;#039;Gemeinde Wiarden&amp;#039;&amp;#039; mit insgesamt 172 Haushaltungen und 732 Einwohner. Die Gemeinde gliederte sich in die beiden Bezirke &amp;#039;&amp;#039;Binnendistrict&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Grodendistrict&amp;#039;&amp;#039;. Der &amp;#039;&amp;#039;Binnendistrict&amp;#039;&amp;#039; bestand aus den Ortschaften und Wohnplätzen &amp;#039;&amp;#039;Kirchdorf Wiarden&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Stumpens&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wiarder Altendeich&amp;#039;&amp;#039;. Der &amp;#039;&amp;#039;Grodenstrict&amp;#039;&amp;#039; umfasste die Siedlungen &amp;#039;&amp;#039;Wiardergroden&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Horumersiel]]&amp;#039;&amp;#039;. Nachdem das &amp;#039;&amp;#039;Amt Minsen&amp;#039;&amp;#039; 1858 aufgelöst worden war, gehörte Wiarden zum &amp;#039;&amp;#039;[[Amt Jever]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Eckhardt, J. Tautz: Artikel &amp;#039;&amp;#039;Wiarden&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Oldenburgisches Ortslexikon. Archäologie, Geografie und Geschichte des Oldenburger Landes&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg. Albrecht Eckhardt). Band 2 (L–Z). Isensee Verlag: Oldenburg, 2011. S. 1114; Sp I und  II.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der oldenburgischen Verwaltungsreform von 1933 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Gemeinde Wiarden&amp;#039;&amp;#039; aufgelöst und Teil der neuen &amp;#039;&amp;#039;[[Minsen|Gemeinde Minsen]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Abschnitt I, Kapitel 1, §§&amp;amp;nbsp;1, 2. Nr. 6 Vereinfachungsgesetz vom 27. April 1933 (Gesetzblatt für den Freistaat Oldenburg [https://digital.lb-oldenburg.de/ihd/periodical/pageview/1385563 – Oldb.Ges.Bl. – S. 176 f.])&amp;lt;/ref&amp;gt; Das &amp;#039;&amp;#039;Gesetz über die Bildung der Gemeinde Wangerland, Landkreis Friesland&amp;#039;&amp;#039; vom 25.&amp;amp;nbsp;Januar 1971 regelte dann, dass Minsen und damit auch Wiarden zum 1.&amp;amp;nbsp;Februar 1971 in die neugebildete &amp;#039;&amp;#039;[[Wangerland|Gemeinde Wangerland]]&amp;#039;&amp;#039; eingegliedert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schulgeschichte ===&lt;br /&gt;
Eine erste Schule ist für Wiarden schon vor 1647 bezeugt. Sie stand im Kirchdorf. 1857 wurden die Kinder der &amp;#039;&amp;#039;Gemeinde Wiarden&amp;#039;&amp;#039; in zwei Schulen unterrichtet; eine befand sich in Wiarden, die andere in [[Horumersiel]]. Zwei landeskirchliche Schulachten führten die Aufsicht, wobei eine der Schulen, die unter der Obhut der Wiarder Schulachten stand, ihren Sitz in der &amp;#039;&amp;#039;Gemeinde Minsen&amp;#039;&amp;#039; hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Eckhardt, J. Tautz: Artikel &amp;#039;&amp;#039;Wiarden&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Oldenburgisches Ortslexikon. Archäologie, Geografie und Geschichte des Oldenburger Landes&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg. Albrecht Eckhardt). Band 2 (L–Z). Isensee Verlag: Oldenburg, 2011. S. 1115; Sp I.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
{{BS-header|Marinebahn Hohenkirchen–Schillig}}&lt;br /&gt;
{{BS-daten&lt;br /&gt;
| LÄNGE = 12&lt;br /&gt;
| SPURWEITE = 1435&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{BS-table}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xSTR||||[[Bahnstrecke Jever–Harle]] von (Sande–) Jever}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xBHF|0,0|[[Hohenkirchen (Wangerland)|Hohenkirchen]]}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xABZgl|||[[Bahnstrecke Jever–Harle|nach Harle]]}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xHST|4,3|Wiarden}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xHST|6,8|Kaiserhof}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xBHF|8,3|[[Horumersiel]]}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xABZgl|||zur Wiesenbatterie}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xBHF|10,7|[[Schillig]]}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xSTR|||zu den Stellungen (Batterien)}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
=== Ehemalige Marinebahn (1915–1949) ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1915 fand die Einweihung der [[Deutsche Marinebahnen#Marinebahn Hohenkirchen–Schillig|Marinebahn Hohenkirchen-Schillig]] statt. Ihre Aufgabe war es, die [[Artillerie|Geschützstellungen]] der [[Kriegsmarine]] im Eingangsbereich des [[Jadebusen]]s an das Eisenbahnverkehrsnetz anzubinden. Da die [[Großherzoglich Oldenburgische Staatseisenbahnen|Großherzoglich Oldenburgischen Staatseisenbahnen]] (GOE) den Bahnbetrieb auf dieser Nebenstrecke nicht übernehmen wollten, wurde die Bahn als Privatanschluss der Marine betrieben. Außer Wiarden hatten auch die Anliegergemeinden es abgelehnt, die Strecke in gemeinsamer Regie zu betreiben. 1935 übernahm die [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Deutsche Reichsbahn]] die Bahnverbindung Hohenkirchen–Schillig und gab sie für den öffentlichen Verkehr frei. Aus verschiedenen Gründen gelang es jedoch nicht, sie planmäßig zu nutzen. Allerdings gab es hin und wieder Urlauber-Sonderzüge mit den Zielen [[Horumersiel]] und [[Schillig]]. Mit Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] diente die Nebenlinie bis zum Kriegsende 1945 wieder ausschließlich militärischen Zwecken. Anschließend verkehrten auf ihr für wenige Jahre Personen- und Güterzüge. Am 28. April 1949 wurde die Strecke stillgelegt. Das ehemalige Gleisbett ist noch in der Nähe der Wiarder Höfe &amp;#039;&amp;#039;Immerwarfen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kronenburg&amp;#039;&amp;#039; zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2024-06-20 |url=http://mariengymnasium-jever.de/mgjever_alt/michalik2/start1.htm |text= &amp;#039;&amp;#039;Die vergessene Militärbahn Hohenkirchen – Batterie Schillig&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;br /&amp;gt;Im Internet Archive sind nur die Abschnitte 5. bis 9. zu finden, die Abschnitte 1. bis 4. sind nicht archiviert: {{Webarchiv |url=http://mariengymnasium-jever.de/mgjever_alt/michalik2/start2.htm |wayback=20180727175824 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die vergessene Militärbahn Hohenkirchen – Batterie Schillig,&amp;#039;&amp;#039; 5. Bildergalerie |format= |()= |original= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Wiarden liegt im [[Jeverland]]. Die [[Nordsee]]küste ist 6&amp;amp;nbsp;Kilometer in nördlicher Richtung entfernt. Die [[Außenjade|Jade]] mit Zugang zur Nordsee fließt 5&amp;amp;nbsp;Kilometer entfernt östlich. Der Ort liegt 14&amp;amp;nbsp;Kilometer nördlich von [[Wilhelmshaven]], 2&amp;amp;nbsp;Kilometer westlich der Straße, die von Wilhelmshaven über [[Hooksiel]] nach [[Horumersiel]] und [[Schillig]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Die evangelisch-lutherische Kirche St. [[St. Cosmas und Damian (Wiarden)|Cosmas und Damian]] soll bereits 1164 bestanden haben. Es ist ein [[Romanik|romanischer]] [[Granit]]quaderbau, unter anderem mit Resten von [[Wandmalerei]]en aus dem 13. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinsleben ==&lt;br /&gt;
* [[Freiwillige Feuerwehr]] &amp;#039;&amp;#039;(FF)&amp;#039;&amp;#039; Wiarden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.feuerwehr-wiarden.de/ &amp;#039;&amp;#039;FF&amp;#039;&amp;#039; Wiarden], abgerufen am 10. April 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Boßeln|Boßelverein]] „Hier mutt he henn“ Wiarden e. V.&lt;br /&gt;
* Wiarder Karnevalsfreunde (WKF).&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Agnes Willms-Wildermuth]] (1844–1931), Schriftstellerin, lebte mit ihrem Ehemann, dem Pastor Eduard Willms, zeitweise in Wiarden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Carl Woebcken (Pastor)|Carl Woebcken]]: Artikelserie &amp;#039;&amp;#039;Wiarden&amp;#039;&amp;#039; (I-IV). In: [[Jeversches Wochenblatt]]. Jever 1937. Ausgaben [https://digital.lb-oldenburg.de/lbolrz/periodical/pageview/1045496 26. Juni 1937 (I)]; [https://digital.lb-oldenburg.de/lbolrz/periodical/pageview/1045529 1. Juli 1937 (II)]; [https://digital.lb-oldenburg.de/lbolrz/periodical/pageview/1045545 3. Juli 1937 (III)]; [https://digital.lb-oldenburg.de/lbolrz/periodical/pageview/1045590 9. Juli 1937 (IV)].&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Geschichtswerkstatt Wangerland unter Beteiligung der Dorfgemeinschaft | Titel=Wiarden, Chronik eines alten Kirchspiels | Ort=Hohenkirchen | Jahr=2002}}&lt;br /&gt;
* Arend Remmers: &amp;#039;&amp;#039;Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade&amp;#039;&amp;#039;. Schuster Verlag: Leer, 2004, ISBN 3-7963-0359-5. S. 240; Sp I (Artikel &amp;#039;&amp;#039;Wiarden&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Albrecht Eckhardt, J. Tautz: Artikel &amp;#039;&amp;#039;Wiarden&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Oldenburgisches Ortslexikon. Archäologie, Geografie und Geschichte des Oldenburger Landes&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg. Albrecht Eckhardt). Band 2 (L–Z). Isensee Verlag: Oldenburg, 2011, ISBN 978-3-89995-757-0. S. 1114–1115&lt;br /&gt;
* [[Rolf Schäfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Jeverschen Pastorenbekenntnisse 1548 anlässlich des [[Augsburger Interim]]s&amp;#039;&amp;#039;. Band 168 in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur historischen Theologie&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck: Tübingen, 2012, ISBN 978-3-16-151910-9. S. 18. 24.38. 61. 95. 126. 326. 377.&lt;br /&gt;
* Axel Bürgener, Klaus Siewert: &amp;#039;&amp;#039;Saalkirchen im Wangerland&amp;#039;&amp;#039;. Verlag auf der Warft: Wiarden–Hamburg–Münster, 2015, ISBN 978-3-939211-97-6. S. 115–121.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Hahn (Geograph)|Friedrich Gustav Hahn]]: &amp;#039;&amp;#039;Topographischer Führer durch das nordwestliche Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Veit &amp;amp; Company, Leipzig 1895 (Nachdruck der Originalausgabe: Verlag Hansebooks, Norderstedt 2017, ISBN 978-3-7434-3701-2), [https://archive.org/details/bub_gb_f7E9AAAAYAAJ/page/n269/mode/2up S. 243 f.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/wiarden_wangerland_wk1u2_ns.htm  Gefallenendenkmal]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Wangerland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Friesland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Wangerland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Friesland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GregorHelms</name></author>
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