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	<title>Weyerer Bögen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T04:29:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-27T02:07:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Skizze der Weyerer Boegen.png|mini|hochkant=1.4|Skizze der Weyerer Bögen]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weyerer Bögen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind die bedeutendste [[Tektonik|tektonische]] Querstruktur in den [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]], im Grenzgebiet zwischen [[Oberösterreich]], [[Niederösterreich]] und der [[Steiermark]]. Die ost-west-verlaufenden Ketten der nördlichen Kalkalpen sind in diesem Bereich in eine südliche Richtung umgebogen und auf die westlich davon gelegenen Einheiten aufgeschoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die nach dem Ort [[Weyer (Oberösterreich)|Weyer]] benannten Weyerer Bögen setzen südlich von [[Waidhofen an der Ybbs]] an und beschreiben einen etwa 40 km langen Bogen über [[Großraming]] und laufen in südsüdöstlicher Richtung bei [[Sankt Gallen (Steiermark)|St. Gallen]] in der Steiermark aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Tollmann: &amp;#039;&amp;#039;Tektonische Karte der Nördlichen Kalkalpen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Geologischen Gesellschaft in Wien.&amp;#039;&amp;#039; Band 59, Nr. 2, 1966, {{ISSN|0072-1123}}, S. 231–253 ({{ZOBODAT|pfad=pdf/MittGeolGes_59_0231-0253.pdf}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die von Westen kommenden Decken und Faltenzüge tauchen dabei unter den östlichen, gegen den Uhrzeigersinn eingedrehten und gegen Süden immer mehr ausgedünnten Bogen ab. Die am Ostrand der &amp;#039;&amp;#039;[[Reichraminger Decke]]&amp;#039;&amp;#039; auflagernden Sedimente der [[Gosau-Gruppe]] tauchen damit ebenfalls unter den östlichen Flügel ab. Die Bogenbildung ist derart markant, dass sie auch auf Satellitenbildern deutlich zu erkennen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tektonischen Decken und Störungen westlich und östlich der Weyerer Bögen können weitgehend parallelisiert werden, auch wenn sie großteils nicht die gleichen Namen tragen. So entspricht die Aufschiebung der Mollner Linie westlich der Bögen der Weyerer Linie östlich davon. Die &amp;#039;&amp;#039;[[Ternberger Decke]]&amp;#039;&amp;#039; westlich der Weyerer Bögen entspricht der &amp;#039;&amp;#039;[[Frankenfelser Decke]]&amp;#039;&amp;#039; in den Bögen und östlich davon. Die &amp;#039;&amp;#039;[[Reichraminger Decke]]&amp;#039;&amp;#039; hat ihr Pendant in den Bögen und östlich davon in der &amp;#039;&amp;#039;[[Lunzer Decke]]&amp;#039;&amp;#039;. Lediglich die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Cenoman-Randschuppe]]&amp;#039;&amp;#039; ist diesseits und jenseits der Bögen gleich. [[Lithologie|Lithologisch]] gibt es hingegen Differenzen. Nach [[Alexander Tollmann]] könnte dieser Übergang in der Lithologie vom starren [[Wettersteinkalk]]-Block der [[Nordtiroler Fazies]] im Westen zur plastischeren [[Lunzer Fazies]] unter anderem mit [[Reifling-Formation|Reiflinger Kalken]], [[Lunzer Schichten]] und [[Opponitz-Formation|Opponitzer Schichten]] der mittleren und oberen [[Trias (Geologie)|Trias]] im Osten auch den Einriss bei der Entstehung der Bögen verursacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im östlichen Teil der nördlichen Kalkalpen erwähnt Tollmann noch zwei weitere, ähnliche, aber wesentlich kleinere Bogenbildungen: Die Reinsberger Bogenbildung südöstlich von [[Gresten]] im südwestlichen Niederösterreich und in der [[Micheldorf in Oberösterreich|Micheldorfer]] Bucht im südöstlichen Oberösterreich.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Janda: &amp;#039;&amp;#039;Geologisch-fazielle Untersuchungen in der Lunzer Decke südwestlich von Weyer (Oberösterreich).&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit, Universität Wien, 2000, S. 10 ff.([https://othes.univie.ac.at/91/2/Janda_Christoph_Diplomarbeit_2000_inkl-Kartenbeilage_A0.pdf Digitalisat (PDF; 4,96 MB)]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Benno Plöchinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Nördlichen Kalkalpen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Rudolf Oberhauser (Geologe)|Rudolf Oberhauser]] (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Der Geologische Aufbau Österreichs.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Wien u. a. 1980, ISBN 3-211-81556-2, S. 218–264, hier S. 254 ({{Google Buch|BuchID=0yFIZHFpL4QC |Seite=252}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Benno Plöchinger: &amp;#039;&amp;#039;Zur Klärung der geologischen Situation am Südende der Weyerer Bögen (Steiermark).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 130, Nr. 1, 1987, {{ISSN|0016-7800}}, S. 93–108 ([http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&amp;amp;server=images&amp;amp;value=JB1301_093_A.pdf Digitalisat (PDF; 5,1 MB)]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tollmann352ff&amp;quot;&amp;gt;Alexander Tollmann: &amp;#039;&amp;#039;Grundprinzipien der alpinen Deckentektonik. Eine Systemanalyse am Beispiel der Nördlichen Kalkalpen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Monographie der Nördlichen Kalkalpen.&amp;#039;&amp;#039; 1). Franz Deuticke, Wien 1973, ISBN 3-7005-4398-0, S. 352 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alter der Bogenbildung ==&lt;br /&gt;
Da der eingedrehte Flügel [[Gosausediment]]e überfahren hat, die hier bis in das Paläozän hinaufreichen, muss die Bogenbildung jüngeren Datums sein. Auf Grund strukturgeologischer Analysen kann das Alter auf den Bereich [[Eozän]] bis [[Miozän]] eingegrenzt werden, das heißt auf den Zeitbereich zwischen 55,8 und 5,3&amp;amp;nbsp;Millionen Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Janda: &amp;#039;&amp;#039;Geologisch-fazielle Untersuchungen in der Lunzer Decke südwestlich von Weyer (Oberösterreich).&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit, Universität Wien, 2000, S. 85, ([https://othes.univie.ac.at/91/2/Janda_Christoph_Diplomarbeit_2000_inkl-Kartenbeilage_A0.pdf Digitalisat (PDF; 4,96 MB)]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Bis heute gibt es über die Entstehung der Weyerer Bögen keine eindeutige Klarheit. Viele Geologen haben sich aber mit der auffallenden Bogenstruktur und mit ihrer Entstehung beschäftigt. Der Geologe [[Georg Geyer (Geologe)|Georg Geyer]], von dem die erste geologische Karte des Gebiets um Weyer stammt, nahm zu Beginn des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts eine autochthone Entstehung der Weyerer Bögen an. Zuerst nahm er entsprechend geformte Sedimenttröge im kristallinen Untergrund an, später vermutete er eine fjordartige Einbuchtung als Ursache der Bogenstruktur. [[Otto Ampferer]] sah als Ursache der Bögen eine Zerrung in Ost-West-Richtung und anschließende Stauchung. Andere Geologen wiederum vermuteten einen unterirdischen Sporn der [[Böhmische Masse|Böhmischen Masse]], an dem sich die Kalkalpen stauten, als Argument für diese These diente der Granit des Denkmals für [[Leopold von Buch (Geologe)|Leopold von Buch]] im Pechgraben bei Großraming. Diese Granitfelsen entpuppten sich jedoch als wurzellose Schürflinge. Der Wiener Geologe Alexander Tollmann sah die Weyerer Bögen als Ergebnis eines Platzproblems beim Nordschub der Nördlichen Kalkalpen am Übergang des konvexen Alpenbogens zum konkaven Bogen der [[Karpaten]]. Die Gesteine wurden aus dem größeren inneren konkaven Segment in das kleinere äußere Segment geschoben und mussten dadurch zwangsweise ausweichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tollmann352ff&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Janda: &amp;#039;&amp;#039;Geologisch-fazielle Untersuchungen in der Lunzer Decke südwestlich von Weyer (Oberösterreich).&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit, Universität Wien, 2000, S. 10 ff. ([https://othes.univie.ac.at/91/2/Janda_Christoph_Diplomarbeit_2000_inkl-Kartenbeilage_A0.pdf Digitalisat (PDF; 4,96 MB)]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Kurt Poll (Geologe)|Kurt Poll]], J. Franke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zur Geologie der Weyerer Bögen; Nördliche Kalkalpen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Erlanger geologische Abhandlungen.&amp;#039;&amp;#039; Heft 88). 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=47.818688|EW=14.571991|type=landmark|region=AT-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Weyerer Boegen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tektonik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie der Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nördliche Kalkalpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ybbstaler Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ennstaler Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichraminger Hintergebirge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Weyer, Oberösterreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Niederösterreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Steiermark)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orographie des Einzugsgebiets Enns]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie Oberösterreichs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie Niederösterreichs]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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