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	<title>Wettrüsten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T08:48:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wettr%C3%BCsten&amp;diff=74270&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-72851-5: Strategic Arms Reduction Treaty ist seit heute Geschichte</title>
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		<updated>2026-02-05T10:18:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php/Strategic_Arms_Reduction_Treaty&quot; title=&quot;Strategic Arms Reduction Treaty&quot;&gt;Strategic Arms Reduction Treaty&lt;/a&gt; ist seit heute Geschichte&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Exercise Desert Rock I (Buster-Jangle Dog) 001.jpg|mini|US-[[Kernwaffentest]] (im Rahmen der [[Operation Buster-Jangle]]) mit Soldaten, 1951]]&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wettrüsten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Rüstungswettlauf&amp;#039;&amp;#039; versteht man die etappenweise erfolgende [[militär]]ische [[Aufrüstung]] sich [[Gegner|antagonistisch]] gegenüberstehender [[Staat]]en oder [[Militärbündnis|Bündnisse]]. Es handelt sich um einen Teilprozess der [[Rüstungsdynamik]]. Bekannte Rüstungswettläufe fanden zwischen dem [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] und der [[Triple Entente]] (vgl. auch: [[Deutsch-Britisches Flottenwettrüsten]]) vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] und zwischen den beiden westlichen und östlichen Machtblöcken im [[Kalter Krieg|Kalten Krieg]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Internationale Beziehungen|Internationalen Beziehungen]] begreifen ein Wettrüsten als Variante des [[Sicherheitsdilemma]]s und bedienen sich bei dessen Erforschung [[Spieltheorie|spieltheoretischer]] Erkenntnisse. Ein Wettrüsten ähnelt dem [[Gefangenendilemma]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rüstungskontrolle]] soll dazu dienen, ein Wettrüsten zu verhindern oder einzudämmen. Beispiele hierfür waren Vertragswerke wie [[Strategic Arms Reduction Treaty|START]] oder [[Strategic Offensive Reductions Treaty|SORT]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rüstungswettläufe in der Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Deutsch-Britisches Flottenwettrüsten ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Deutsch-Britisches Flottenwettrüsten}}&lt;br /&gt;
[[Datei:HMS Dreadnought (1906).jpg|mini|Die &amp;#039;&amp;#039;Dreadnought&amp;#039;&amp;#039; von 1906 – der erste Dreadnought]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Flottengesetze]] des [[Admiral von Tirpitz]] im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Reich]] unter [[Kaiser]] [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;II.]] führten zu einem Wettrüsten mit Großbritannien und gelten als eine der Ursachen des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Britische Marine-[[Doktrin]] war der so genannte &amp;#039;&amp;#039;[[Two-Power-Standard]]&amp;#039;&amp;#039;, der forderte, dass die Royal Navy immer mindestens so stark sein müsse wie die beiden nachfolgenden Flotten zusammen. Als Start des Wettrüstens wurde das [[Flottengesetze|2. Flottengesetz]] gesehen (verabschiedet im Juni 1900), das eine deutliche Vergrößerung der deutschen Flotte vorsah. In die gleiche Zeit fällt der Bau des britischen Schiffes &amp;#039;&amp;#039;[[Dreadnought (Schiff, 1906)|Dreadnought]]&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1905, das als Typschiff für eine neue Generation von [[Großkampfschiff]]en, der [[Dreadnought]]s, gesehen wird, das allen bisherigen Typen überlegen war und sie entwertete. Somit mussten beide Marinen neu beginnen und dies gab Deutschland die Chance, in der Rüstung mitzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im „Kalten Krieg“ ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kalter Krieg}}&lt;br /&gt;
[[Datei:USAF B-2 Spirit.jpg|mini|[[Northrop B-2|B-2]] Spirit der [[US Air Force]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moskau Roter Platz September 1964.jpg|mini|[[Militärparade]] auf dem [[Roter Platz|Roten Platz]] in [[Moskau]] am 18. September 1990]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] begann im Zeichen des „Kalten Kriegs“, der Systemkonfrontation zwischen [[Westliche Welt|West]] und [[Ostblock|Ost]], ein Wettrüsten zwischen den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] und der 1949 gegründeten [[NATO]] auf der einen und der [[Sowjetunion]] und dem [[Ostblock]] auf der anderen Seite, das bis zur Selbstauflösung des [[Warschauer Pakt]]s Anfang der 1990er Jahre anhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1950er Jahre – der Zeit des [[Koreakrieg]]s – nahm der Rüstungswettlauf zwischen Ost und West an Umfang (Zahl der beteiligten Staaten) und Tempo zu. Beteiligt waren fast alle [[Industriestaat]]en der Welt. Technologische [[Innovation]]en ließen vorhandene Rüstungsgüter – zum Beispiel Flugzeuge – rasch veralten. All das führte zu einer Kostenexplosion und zur bislang größten Aufrüstungswelle der Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den herkömmlichen Streitkräften waren zunächst kennzeichnend Neuerungen wie Vollmotorisierung und Verpanzerung der Truppen, die flächendeckende Einführung von [[Raketenwaffe]]n und [[Strahlflugzeug]]en, bei der Marine die Einführung von [[Kernenergieantrieb|atomgetriebenen]] Schiffen usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Anhäufung riesiger Bestände spektakulär neuartiger Waffenkategorien in den darauffolgenden Jahrzehnten – neben den [[Kernwaffentechnik|Atomwaffen]] auch [[Chemische Waffe|Chemische]] und [[Biologische Waffe]]n – bildeten die konventionellen Armeen nach wie vor den weitaus größten Kostenfaktor der gesamten Rüstungsausgaben. Technologisch behauptete das westliche Bündnis und insbesondere die USA nahezu während des gesamten Rüstungswettlaufs im Kalten Krieg einen Vorsprung vor der Sowjetunion. Die wohl bemerkenswerteste Ausnahme hiervon war die erstmalige Entwicklung einer funktionsfähigen [[Interkontinentalrakete]] durch die Sowjetunion – der sogenannte [[Sputnik-Schock]] von 1957. So wurde 1960 von der Sowjetunion die [[R-7]], eine Weiterentwicklung der [[Trägerrakete]] des [[Sputnik]], als weltweit erste Interkontinentalrakete in Betrieb genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://katapult-magazin.de/de/artikel/artikel/fulltext/mit-dem-sturm-gegen-amerika/ &amp;#039;&amp;#039;Mit dem „Sturm“ gegen Amerika.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Katapult&amp;#039;&amp;#039;, 13. Juli 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Bereich der [[Massenvernichtungswaffe]]n wurde zunächst vor allem die Zahl und die [[Sprengkraft]] der [[Kernwaffe]]n erhöht. Bereits die ersten beiden im August 1945 eingesetzten [[Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki|US-Atombomben]] mit einer Sprengkraft von 20 Kilotonnen [[Trinitrotoluol|TNT]] genügten, um einige hunderttausend Menschen zu töten. Ab Anfang der 1960er Jahre gab es [[Wasserstoffbombe]]n mit etwa 20 Megatonnen Sprengkraft. Eine von ihnen hätte genügt, eine Großstadt einzuäschern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Kubakrise]] [[1962]] standen die USA und die Sowjetunion unter der Führung von [[John F. Kennedy]] und [[Nikita Sergejewitsch Chruschtschow|Nikita Chruschtschow]] am Rande eines Krieges. Erstmals begann sich ein wirkliches Problembewusstsein zu bilden, dass es zu einem [[Atomkrieg]] kommen könnte. Resultat dessen war insbesondere der 1963 geschlossene [[Vertrag über das Verbot von Kernwaffenversuchen in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser|Atomteststoppvertrag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald konzentrierte sich das Wettrüsten auf die Vervollkommnung der [[Trägersystem]]e und deren Zielgenauigkeit. Von der bisher betriebenen, militärisch bald als unsinnig erkannten Steigerung der Sprengkraft, wie sie im Extrem in der sowjetischen sogenannten [[Zar-Bombe]] zum Ausdruck kam, ging man ab. [[Bomber|Langstreckenbomber]], die noch durch die [[Luftverteidigung]] abgefangen werden konnten, wurden durch [[Interkontinentalrakete]]n ergänzt, für die es [[Strategic Defense Initiative|bis heute]] keine Abwehrmöglichkeit gibt. Dieses Wettrüsten beschwor die Möglichkeit herauf, dass beide Seiten theoretisch nicht nur den Gegner &amp;#039;&amp;#039;([[Mutual assured destruction]])&amp;#039;&amp;#039;, sondern die ganze Welt mehrfach vernichten konnten (→ &amp;#039;&amp;#039;[[Overkill]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der Tatsache, dass die noch kurz zuvor bestehende eindeutige nuklearstrategische Überlegenheit der USA/NATO seit Anfang der 1960er Jahre aufgrund einer massiven sowjetischen Aufrüstung dahinschwand und bald nicht mehr gegeben war, wurde vom Grundsatz abgegangen, dass jeder Angriff mit der vollständigen Zerstörung des Angreifers beantwortet werden sollte (sog. &amp;#039;&amp;#039;[[Massive Vergeltung]]&amp;#039;&amp;#039;). In der Folge entwickelte man im westlichen Bündnis das Prinzip der &amp;#039;&amp;#039;[[Flexible Response|flexible response]]&amp;#039;&amp;#039;, das 1967 als offizielle NATO-Doktrin beschlossen wurde. Man strebte an, auf einen Angriff flexibler zu reagieren als bisher (z.&amp;amp;nbsp;B. Rückgriff auf taktische Nuklearwaffen erst dann, wenn die konventionellen Kräfte nicht mehr ausreichen) um so einen umfassenden strategischen &amp;#039;&amp;#039;all-out&amp;#039;&amp;#039;-Schlagabtausch nach Möglichkeit zu vermeiden. Auch wenn die Realitätstauglichkeit dieser Vorstellungen vielfach angezweifelt wurde, maß man der konventionellen Rüstung und traditionellen [[Heer|Landkriegführung]] seit Anfang der 1960er Jahre in West und Ost allgemein wieder eine deutlich erhöhte Bedeutung bei. So wurden vor allem in Osteuropa die maximal vereinbarte Truppenanzahl umgangen, indem außerhalb des regulären Militärs weitere Einheiten, wie beispielsweise den [[Truppen des Innenministeriums]] oder den [[Grenzschutz]]truppen eine große Anzahl an Soldaten zugeordnet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den USA und der NATO nahm die [[Zivilverteidigung]] im Machtbereich der Sowjetunion einen wesentlich höheren Stellenwert ein. Es wurden mehr Schutzräume errichtet und insbesondere für die Führung von Partei und Militär riesige [[Bunker]]systeme angelegt. Auch die Luftverteidigung war im Gegensatz zu den USA (die ihre Abwehrsysteme ab den 1960er Jahren deutlich abbauten) mit tausenden [[Flugabwehrrakete]]nstellungen und [[Abfangjäger]]n sowie den [[Anti-Ballistic Missile|ABM]] sehr viel umfangreicher aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1972 bildeten die [[ABM-Vertrag|ABM-]] und [[Strategic Arms Limitation Talks|SALT]]-Vertragswerke eine erste Grundlage, um zumindest den Ausbau der nuklearen Trägersysteme abzustoppen. Das weitere Anwachsen und die Perfektionierung der strategischen Arsenale konnten [[Strategic Arms Limitation Talks|SALT]] und [[ABM-Vertrag|ABM-Vertrag (Mai 1972)]] allerdings nicht hindern, seit Anfang der 1970er Jahre führten beide Seiten [[Multiple independently targetable reentry vehicle|nukleare Mehrfachsprengköpfe]] ein; insgesamt besaßen beide Seiten in den 1980er Jahren jeweils um die 10.000 strategische Sprengköpfe. Die „rohe Kraft“ wurde zunehmend durch immer ausgeklügeltere Technologien ersetzt. Außerdem umfasste das dazugehörige Spektrum [[Spionagesatellit]]en und [[Tarnung|Tarntechnologien]]. Weiterhin wurden neuartige taktische Nuklearwaffen erdacht und teilweise auch entwickelt, zum Beispiel die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;[[Rucksackbombe]]&amp;#039;&amp;#039; (eine tragbare Atomwaffe mit relativ kleiner Sprengkraft). Ein bald nicht mehr weiterverfolgtes Projekt war die &amp;#039;&amp;#039;[[Neutronenbombe]]&amp;#039;&amp;#039;, die durch freigesetzte [[Neutron]]en&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;strahlung vor allem lebende Ziele (Menschen) töten und die Infrastruktur des Zielgebietes möglichst unversehrt lassen sollte. Die Vernichtungskraft konventioneller Waffensysteme wurde derart erhöht, dass sie der kleiner Atomwaffen nahekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Defense usa.PNG|mini|Index der Rüstungsausgaben der USA vor und in der Amtszeit Reagans]]&lt;br /&gt;
Das Wettrüsten beziehungsweise die Rüstungsspirale wurde üblicherweise damit gerechtfertigt, dass die eigene Seite jeweils weiter [[Aufrüstung|aufrüsten]] müsse, da die andere Seite dies auch tue und eine Überlegenheit anstrebe. [[Ronald Reagan]] betrieb das Wettrüsten mit dem erklärten Ziel, den kommunistischen Block wirtschaftlich in die Knie zu zwingen. Aufsehen erregte besonders seine Ankündigung des [[Strategic Defense Initiative|SDI]]-Projektes im Jahre 1983, hinter der die Zielvorstellung einer strategischen Unverwundbarkeit der USA gegen eventuelle sowjetische Angriffe deutlich erkennbar war. In einer bereits durch [[Sowjetisch-afghanischer Krieg|Afghanistankrieg]] und [[NATO-Doppelbeschluss]] seit 1979 erneut verschärften Blockkonfrontation zeichnete sich damit allmählich die angestrebte Überforderung der östlichen Führungsmacht und ihrer [[Satellitenstaat]]en ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Zerfall der Sowjetunion]] beendete 1991 den Kalten Krieg, damit endete auch das Wettrüsten zwischen NATO und Warschauer Pakt beziehungsweise den USA und der UdSSR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wettrüsten heute ==&lt;br /&gt;
Heute findet lediglich noch [[National Missile Defense|ein hochtechnologisches defensives Wettrüsten]] zwischen den USA und den von ihnen so benannten „[[Schurkenstaat]]en“ statt, ohne dass man den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Wettrüsten&amp;#039;&amp;#039; noch benutzt. Dabei wird postuliert, dass auch ein unterentwickeltes Land mit wenigen interkontinental einsetzbaren Massenvernichtungswaffen ein hoch entwickeltes Land wirksam bedrohen kann. Zum einen wird nun versucht, diese Bedrohung im Ansatz zu unterbinden, indem man diesen Staaten Kontrollen bzgl. der Herstellung von [[Massenvernichtungswaffe|ABC-Waffen]] auferlegt. Zudem versuchen die USA, Abwehrsysteme zu entwickeln, die interkontinental einsetzbare Waffen im Anflug zerstören können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Griechenland und die Türkei ===&lt;br /&gt;
[[Griechenland]] und die [[Türkei]] sind seit Jahrzehnten in einen kostspieligen Rüstungswettlauf verstrickt, in dem sich vor allem Griechenland immer neue Schulden aufbürdet. Die beiden Staaten standen zuletzt 1995 [[Imia#Konflikt von 1995.2F96|am Rande eines Krieges]], was die Rüstungsanstrengungen der militärisch weit unterlegenen Griechen erneut anfachte. 1999 begann ein Dialog, mit dem Griechenland die Hoffnung verband, dieses Wettrüsten beenden zu können. Aus demselben Grund unterstützt Griechenland auch die [[Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der Europäischen Union|EU-Kandidatur der Türkei]]. Eine in Europa integrierte Türkei werde (so das Kalkül) ein friedlicher Nachbar sein. Als sich diese Hoffnungen zerschlugen, begann Griechenland Verhandlungen mit Waffenlieferanten, um u.&amp;amp;nbsp;a. sechs [[Fregatte]]n, 17 [[Hubschrauber]] (geschätzte Kosten einschließlich Bewaffnung: rund 3,7&amp;amp;nbsp;Milliarden Euro) und fünf [[Aufklärungsflugzeug]]e für die [[Griechische Marine|Marine]] (250&amp;amp;nbsp;Millionen Euro) zu kaufen. Zudem verhandelte Athen über die Lieferung von 415 [[Schützenpanzer]]n mit [[Russland]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=&amp;#039;&amp;#039;Griechenland rüstet auf – gegen die Türkei.&amp;#039;&amp;#039; |Datum=2009-01-28 |Sammelwerk=[[Tagesspiegel]] |Online=[https://www.tagesspiegel.de/politik/griechenland-rustet-auf--gegen-die-turkei-4258306.html Online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151218063437/http://rassegnastampa.mef.gov.it/mefinternazionale/PDF/2010/2010-03-08/2010030815154063.pdf &amp;#039;&amp;#039;Stabiler Euro oder teure Eurofighter.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Handelsblatt&amp;#039;&amp;#039;, 8. März 2010, (PDF; 67&amp;amp;nbsp;kB) (aus dem Pressespiegel des italienischen Finanzministeriums)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Griechenland gab jährlich 3 bis 6,4 % seines Bruttosozialprodukts für Rüstung aus,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-03/griechenland-tuerkei-ruestung &amp;#039;&amp;#039;Die Heuchelei des Waffenhändlers.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. März 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; die Türkei über 5 %, zum Vergleich [[Deutschland]] 1,5 %, die [[Schweiz]] 1 %, [[Österreich]] 0,9 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Barzel: [http://www.welt-auf-einen-blick.de/politik/militaer-ausgaben-bsp.php &amp;#039;&amp;#039;Militär-Ausgaben in Prozent vom Bruttosozialprodukt (BSP).&amp;#039;&amp;#039;] SeBaWorld, Berlin, abgerufen am 1. März 2010 (Google Cache)&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die [[Griechische Staatsschuldenkrise ab 2010|griechische Finanzkrise]] führte bis Ende 2011 weder zu einer Verkleinerung der [[Griechische Streitkräfte|Armee]] (bislang etwa 130.000 Mann) noch zu Abrüstungsmaßnahmen bei militärischem Gerät und die „Wunschliste“ blieb bestehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Claas Tatje: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeit.de/2012/02/Ruestung-Griechenland/komplettansicht Schöne Waffen für Athen. – Fregatten, Panzer und U-Boote: An Griechenlands Militär geht jedes Sparpaket vorbei. Und Deutschland profitiert davon.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;zeit.de&amp;#039;&amp;#039;, 7. Januar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pazifik ===&lt;br /&gt;
[[Volksrepublik China|China]] liegt mit mehreren Nachbarn im Streit über Territorialansprüche und Rohstoffvorkommen in Seegebieten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nass&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-08/usa-china-pentagonbericht &amp;#039;&amp;#039;USA sind besorgt über Chinas neue Militärkraft. – Das Pentagon ist beunruhigt: China beschleunige die Modernisierung der Streitkräfte. Die Cyber-Kriegsführung werde ausgeweitet, die Vorherrschaft der USA zurückgedrängt.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;zeit.de&amp;#039;&amp;#039;, 17. August 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
China hat seine Rüstungsausgaben massiv erhöht, speziell in den Jahren 2009 und 2010. Die Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 hat den Machtanspruch der [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] erschüttert; China dagegen ist aus der Krise gestärkt hervorgegangen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--- Auch Russland, Japan, Südkorea, Australien und Indien ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der damalige US-Verteidigungsminister [[Robert Gates]] wies Befürchtungen über einen direkten Kräftevergleich mit den Chinesen zurück. »Wir sollten uns nicht so sehr sorgen, dass sie die USA symmetrisch herausfordern könnten, Flugzeug für Flugzeug, Schiff für Schiff, sondern dass sie die Fähigkeit erlangen, unsere Bewegungsfreiheit und unsere strategischen Optionen einzuschränken.«&amp;lt;ref name=&amp;quot;nass&amp;quot;/&amp;gt; Klar scheint, dass der Ausbau und die Modernisierung von Marine und Luftwaffe ein überragendes strategisches Ziel haben, nämlich &amp;#039;&amp;#039;access denial&amp;#039;&amp;#039;: China will in der Lage sein, den USA den Zugang zu den Seegebieten vor seiner Küste zu verwehren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nass&amp;quot;/&amp;gt; China hat einen flugfähigen Tarnkappenbomber [[J-20]], die [[Ballistische Rakete|ballistische Anti-Schiffs-Rakete]] Dongfeng 21D und den am 25.&amp;amp;nbsp;September 2012 in Dienst gestellten Flugzeugträger &amp;#039;&amp;#039;[[Liaoning (Schiff)|Liaoning]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.spiegel.de/politik/ausland/china-marine-erhaelt-ersten-flugzeugtraeger-a-857850.html | titel=Erster Flugzeugträger verstärkt Chinas Marine | zugriff=2012-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Taiwan-Konflikt]]s 1995/1996 schickten die USA zwei [[Flugzeugträger]]-[[Verband (Militär)|Verbände]] in die [[Straße von Taiwan]], um China von einem Angriff auf [[Republik China (Taiwan)|Taiwan]] abzuhalten; viele Beobachter nehmen an, dass China eines Tages Taiwan erobern will.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nass&amp;quot; /&amp;gt; Inoffiziell macht China im südchinesischen Meer nationale Kerninteressen geltend. Nach Chinas »Jahrhundert der Demütigungen«, das bis zu den Opiumkriegen Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts und der erzwungenen Öffnung des Landes durch den europäischen Imperialismus zurückreicht und in der kollektiven Erinnerung Chinas bis heute bewusst ist, {{&amp;quot;|können sie beim geringsten Anlass die Volksseele hochkochen lassen}}.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nass&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Treffen der Außenminister des [[Asean Regional Forum]] (ARF) im Juli 2010 in Hanoi bot [[Hillary Clinton]] im Territorialstreit amerikanische Vermittlung an. Der chinesische Außenminister warnte die Staaten Südostasiens vor der Zusammenarbeit mit auswärtigen Mächten bei der Lösung der Territorialkonflikte. Die Südostasiaten suchen die Nähe der Vereinigten Staaten. Länder wie [[Thailand]], [[Singapur]], [[Indonesien]] oder die [[Philippinen]] intensivieren heute wieder ihre traditionell engen Beziehungen zu Washington. Auch [[Vietnam]] lehnt sich an Amerika an und macht gemeinsame Manöver mit dem ehemaligen Kriegsgegner. Die Kriegsschiffe der Amerikaner dürfen sogar wieder den Marinestützpunkt [[Cam Ranh Bay]] anlaufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nass&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der [[Korea-Konflikt|Konflikt zwischen Nord- und Südkorea]] (siehe auch [[Nordkorea-Krise 2013]]) heizt das Wettrüsten im Pazifik an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[SIPRI]] veröffentlichte 2013 statistische Daten für den Zeitraum 2008 bis 2012. 74 % von Chinas Waffenlieferungen gingen an Länder in Asien und Ozeanien. 55 % von Chinas Waffenexporten gingen an [[Pakistan]]. China unterstützt Pakistan im Wettrüsten mit dessen Nachbarn [[Indien]]. Zwischen den beiden Ländern gibt es Spannungen (siehe [[Kaschmir-Konflikt]]), seit sie im August 1947 aus [[Britisch-Indien]] hervorgingen ([[Teilung Indiens]]). Neben wirtschaftlichen verfolgen die Chinesen auch handfeste strategische Interessen in Pakistan.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/weltweite-ruestungsexporte-china-rueckt-zu-den-top-waffenhaendlern-auf-a-888903.html China rückt zu den Top-Waffenhändlern auf.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;spiegel.de&amp;#039;&amp;#039;, 18. März 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Abrüstung]]&lt;br /&gt;
* [[Permanente Rüstungswirtschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Militärisch-industrieller Komplex]]&lt;br /&gt;
* [[Angriffskrieg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard J. Barnet: &amp;#039;&amp;#039;Der amerikanische Rüstungswahn.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-11450-X.&lt;br /&gt;
* Jürgen Bruhn: &amp;#039;&amp;#039;Der Kalte Krieg oder: Die Totrüstung der Sowjetunion.&amp;#039;&amp;#039; Focus, Gießen 1995, ISBN 3-88349-434-8.&lt;br /&gt;
* Dieter S. Lutz (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Rüstung der Sowjetunion: Rüstungsdynamik und bürokratische Strukturen.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden 1979, ISBN 3-7890-0482-0.&lt;br /&gt;
* Erwin Müller: &amp;#039;&amp;#039;Rüstungspolitik und Rüstungsdynamik: Fall USA.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden 1985, ISBN 3-7890-1076-6.&lt;br /&gt;
* Ray Perkins: &amp;#039;&amp;#039;The ABCs of the Soviet–American Nuclear Arms Race&amp;#039;&amp;#039;, Brooks/Cole Publishing Company, Pacific Grove California, USA 1991, ISBN 0-534-14526-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4076878-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wettrusten}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verteidigungspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kalter Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte der Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärtheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
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