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	<title>Wettin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wettin&amp;diff=369543&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: Unicode-Steuerzeichen</title>
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		<updated>2026-02-19T05:44:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unicode-Steuerzeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Wettin (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil                = Wettin&lt;br /&gt;
| Alternativname          = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart             = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename            = Wettin-Löbejün&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen              = Wappen Wettin.svg&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Breitengrad             = 51/35/9&lt;br /&gt;
| Längengrad              = 11/48/27&lt;br /&gt;
| Bundesland              = DE-ST&lt;br /&gt;
| Höhe                    = 91 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                  = 16.98&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle           = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner               = 2021&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum   = 2011&lt;br /&gt;
| Einwohner-ca            = 1&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle        = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/152208 |titel=Gemarkung Wettin, Stadt Wettin-Löbejün |werk=GEOindex |abruf=2025-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum     = 2011-01-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach       = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1           = 06193&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2           = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1                = 034607&lt;br /&gt;
| Vorwahl2                = &lt;br /&gt;
| Lagekarte               = Wettin in Löbejün-Wettin.svg&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung  = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:WettinCastleSaale.jpg|mini|Blick auf Wettin von der Saale aus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wettin Aerial Panorama.jpg|mini|Luftbildpanorama von Wettin]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wettin,Rathaus,townhall.jpg|mini|Rathaus am Marktplatz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wettin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Stadt [[Wettin-Löbejün]] im [[Saalekreis]] in [[Sachsen-Anhalt]]. Bekannt ist die Kleinstadt vor allem durch das Herrschergeschlecht der [[Haus Wettin|Wettiner]], das Markgrafen, Kurfürsten und Könige in Sachsen, Großbritannien, Belgien, Bulgarien sowie in Polen stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Wettin liegt auf einem Steilhang am rechten Ufer der [[Saale]] beim Saalekilometer 71, etwa 20 Kilometer nördlich von [[Halle (Saale)]] im [[Naturpark Unteres Saaletal]]. Das Ortschaftsgebiet erstreckt sich auf die Täler und Hügel rund um die [[Burg Wettin]]. Durch den Ort fließt der Luisengraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsgliederung ===&lt;br /&gt;
Zu Wettin gehören die Ortsteile [[Dobis]], [[Dößel]], [[Mücheln (Wettin-Löbejün)|Mücheln]], Schachtberg und [[Zaschwitz (Wettin-Löbejün)|Zaschwitz]], welches auf der anderen Seite der Saale liegt. Der vor 1815 erwähnte Ort Löbnitzmark&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=s8tcAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA467&amp;amp;dq=kreis+schraplau+grafschaft+mansfeld&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0CDYQ6AEwBGoVChMIy_Lx0P2wxwIVx28UCh1IkQI1#v=onepage&amp;amp;q=kreis%20schraplau%20grafschaft%20mansfeld&amp;amp;f=false Löbnitzermark] in der Topographischen Beschreibung des Herzogtums Magdeburg, S. 400&amp;lt;/ref&amp;gt; ist heute lediglich eine Straße im Osten von Wettin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Namensherkunft ===&lt;br /&gt;
Die Stadt Wettin lag im [[Frühmittelalter]] östlich der Saale, die über längere Zeit als Grenzlinie zwischen dem sächsisch-ostfränkischen Herrschaftsraum und slawisch besiedelten Gebieten galt und im Zusammenhang mit dem sogenannten [[Limes Sorabicus]] genannt wird. Der Ortsname wird in der Forschung häufig als slawischer Herkunft gedeutet und mit der Namenssilbe Vit (altslawisch Vitъ) sowie der Ortsendung -in in Verbindung gebracht, die Zugehörigkeit oder Besitz ausdrückt („Ort des Vit“). Der Personenname Vit wird verschiedentlich als Kurzform von Namen wie Vitold oder als Entsprechung zum lateinischen Vitalis („der Lebenskräftige“, vgl. Saint Vitus) interpretiert, wobei die genaue Herleitung nicht eindeutig gesichert ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Slawen · Deutsche · Namen (Baar-Verlag, 2009, 368 Seiten, ISBN 978-3-935536-80-6). Beiträge zur westslawischen Ortsnamenforschung, inklusive sorbischer Etymologien wie vitin.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleichbare Namensbildungen finden sich auch in [[Böhmen]], etwa in [[Vitín]], in Vitín bei Počepice sowie in Vitín bei [[Malé Březno]], deren Namen ebenfalls aus dem Personennamen Vít und der Possessivendung -ín gebildet sind. Diese Parallelen werden als Hinweise auf vergleichbare slawische Namensbildungsprozesse im ostmitteldeutschen und böhmischen Raum gewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;Die slawische Besiedlung des Landes zwischen Elbe und Saale (Baar-Verlag, 2019, 333 Seiten, ISBN 978-3-935536-29-5). Dieses Buch analysiert Namen wie Vitin im Kontext sorbischer Siedlungen mit stratigraphischen Belegen&amp;lt;/ref&amp;gt; Frühslawische Keramik (Prag-Korčák-Kultur, 6.–7. Jh.) ist im Elbe-Saale-Raum (Saaletal, Sorben-Siedlungen) und in Böhmen archäologisch nachweisbar und markiert die slawische Besiedlung ab ca. 550/600 n. Chr. Ähnliche Funde (z. B. lineare Keramik mit Kammstrich) verbinden beide Regionen.&amp;lt;ref&amp;gt;Slawische Stämme an Elbe und Saale: Zu ihrer Geschichte und Archäologie im 7. bis 10. Jahrhundert von Hansjürgen Brachmann (De Gruyter, 1979, ca. 200 Seiten). Dieses Standardwerk beschreibt detailliert die Keramikgruppen (z. B. Ützer und Rüssener Gruppe) im Mittelelb-Saale-Gebiet mit stratigraphischen Analysen, Vergleichen zur Prager Typenkeramik in Böhmen und migrationsgeschichtlichen Verbindungen; siehe Kapitel zu frühen Horizonten (7./8. Jh.) mit Abbildungen und Fundkatalogen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei gleichlautenden slawischen Ortsnamen wie Vitin in Böhmen und Vitin (Wettin) im Elbe-Saale-Gebiet ist es onomastisch naheliegend, von einer identischen Namensbildung auszugehen.&lt;br /&gt;
=== Siedlungsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Im 6. Jahrhundert siedelten die [[Sorben]] an der Saale. Sie errichteten hier eine [[Fluchtburg]], die in der Folge zur dauerhaften Befestigung gegen die [[Franken (Volk)|Franken]] erweitert wurde. 961 erfolgte die erstmalige urkundliche Erwähnung der [[Civitas]] &amp;#039;&amp;#039;Vitin&amp;#039;&amp;#039; am Fuße der Burg. Diese kam 985 samt Ort in den Besitz von [[Dedo I. von Wettin|Dedo]], dessen Enkel [[Thimo von Wettin]] erweiterte im 11. Jahrhundert die Burg und den Machtbereich der Grafen von Wettin. Anschließend wurden die Wettiner, die die Markgrafen, Kurfürsten und Könige in Sachsen, Großbritannien, Belgien, Bulgarien sowie in Polen stellten, zu einem der bedeutendsten Herrschergeschlechter in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Stammsitz ging aber schon 1288 an das [[Erzbistum Magdeburg]] über. Unweit der Stadt wurden 1382 [[Steinkohle]]vorkommen entdeckt, die zunächst hauptsächlich für die [[Halloren]] gefördert wurden. Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurde die Burg und Stadt mehrfach von den Schweden geplündert, zudem zerstörten 1660 zwei Brände fast die gesamte Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Angliederung des [[Erzstift Magdeburg|Erzstifts Magdeburg]] an Preußen gehörte die Stadt ab 1680 zum [[Brandenburg-Preußen|brandenburg-preußischen]] [[Herzogtum Magdeburg]] und lag im damaligen [[Saalkreis]]. Sie wurde als [[Mediat]]stadt bezeichnet. Umgeben war sie vom königlich-preußischen [[Amt Wettin]].&amp;lt;ref&amp;gt;Beschreibung der Stadt Wettin und des Amts Wettin. In: &amp;#039;&amp;#039;Geographie für alle Stände&amp;#039;&amp;#039;, [https://books.google.de/books?id=y-9CAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA128&amp;amp;lpg=PA128&amp;amp;dq=Geographie+f%C3%BCr+alles+St%C3%A4nde+Amt+Petersberg&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=sKoBw2logE&amp;amp;sig=b07FEKTmEYQJGRfPkDgTBk_9m5A&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Q_CEVfjMCYvlUqzBm4gG&amp;amp;ved=0CCEQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Geographie%20f%C3%BCr%20alles%20St%C3%A4nde%20Amt%20Petersberg&amp;amp;f=false S. 123 und 128]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1806 erfolgte die Besetzung des Saalkreises durch französische Truppen. Unter [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] wurde das Amt Wettin 1806 aufgelöst und das Gebiet im [[Frieden von Tilsit]] 1807 dem [[Königreich Westphalen]] angegliedert. Als Teil des Saalkreises wurde Wettin und sein Umland dem [[Distrikt Halle]] im [[Departement der Saale]] zugeordnet. Dabei entstand aus Wettin und weiteren neun Kommunen der [[Kanton Wettin]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.willmanns.ch/pdf/koenigreich%20westphalen/k%20westphalen/8_Das_Saale-Departement.pdf Beschreibung des Saale-Departements] (PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Niederlage Napoleons und dem Ende des Königreichs Westphalen befreiten die verbündeten Gegner Napoleons Anfang Oktober 1813 den Saalkreis. Bei der politischen Neuordnung nach dem [[Wiener Kongress]] 1815 wurde Wettin 1816 dem [[Regierungsbezirk Merseburg]] der preußischen [[Provinz Sachsen]] angeschlossen und dem Saalkreis zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/saalkreis.htm |titel=Der Saalkreis im Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20241109163909if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/saalkreis.htm |archiv-datum=2024-11-09 |abruf=2025-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende des 17. Jahrhunderts erlebte Wettin durch die Kohlevorkommen eine wirtschaftliche Blütezeit, sodass hier ein preußisches Bergamt eingerichtet wurde. Im 19. Jahrhundert kam der Aufschwung zum Erliegen, da die Steingewinnung immer teurer wurde. Zudem gingen die Vorräte langsam zu Ende, das letzte Bergwerk schloss 1893. Schon zuvor war es zu einem großen Bevölkerungsrückgang gekommen, die Industrialisierung erfasste Wettin kaum. Insbesondere die schlechten Verkehrsverhältnisse wirkten sich negativ aus, diese verbesserten sich erst 1903 mit Eröffnung der [[Bahnstrecke Wallwitz–Wettin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 2008 wurde die Gemeinde [[Dößel]] mit den Ortsteilen Dobis und Schachtberg in die Stadt Wettin eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Namens-Grenz-Aenderung/2008.html Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands] StBA&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2011 wurden die Städte [[Löbejün]] und Wettin sowie die Gemeinden [[Brachwitz (Wettin-Löbejün)|Brachwitz]], [[Döblitz (Wettin-Löbejün)|Döblitz]], [[Domnitz]], [[Gimritz]], [[Nauendorf (Saalekreis)|Nauendorf]], [[Neutz-Lettewitz]], [[Plötz]] und [[Rothenburg (Saale)|Rothenburg]], die zuvor bereits in der [[Verwaltungsgemeinschaft Saalkreis Nord]] zusammengeschlossen waren, zur neuen Stadt Löbejün-Wettin, die bereits am 7. April 2011 ihren jetzigen Namen Wettin-Löbejün erhielt, zusammengefasst.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Namens-Grenz-Aenderung/2011.html StBA: Gebietsänderungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eingemeindungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Datum&lt;br /&gt;
! Ehemalige Gemeinde&lt;br /&gt;
! Eingemeindung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 30. September 1928 || Mücheln || Eingemeindung nach Wettin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 1. Juli 1950 || Dobis || Eingemeindung nach Dößel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 1. Juli 1950 || Zaschwitz || Eingemeindung nach Wettin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 1. Juli 2008 || Dößel mit Schachtberg|| Eingemeindung nach Wettin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 1. Januar 2011 || Wettin || Eingemeindung nach Wettin-Löbejün&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion und Kirchen ==&lt;br /&gt;
Die [[Evangelische Kirche|evangelische]] &amp;#039;&amp;#039;St.-Nikolai-Kirche&amp;#039;&amp;#039; ist die größte und älteste Kirche Wettins. Sie wurde im 12. Jahrhundert im [[Romanik|romanischen]] Stil als Bürgerkirche erbaut und im 16. und 17. Jahrhundert im [[Gotik|gotischen]] Stil umgebaut und erweitert. Die Kirche konnte seit 1958 wegen [[Echter Hausschwamm|Schwammbefalls]] nicht mehr genutzt werden und verfiel in den folgenden Jahren. Seit 1990 erfolgte eine schrittweise Sanierung. Diese sind mittlerweile abgeschlossen worden, sodass das Gebäude wieder im vollen Umfang nutzbar ist. Die Kirche gehört heute zum Pfarrsprengel Wettin im [[Kirchenkreis Halle-Saalkreis]] der [[Evangelische Kirche in Mitteldeutschland|Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Wettin Petrus.jpg|mini|Zugang zur St.-Petrus-Kirche]]&lt;br /&gt;
Die [[Römisch-katholische Kirche|katholische]] &amp;#039;&amp;#039;St.-Petrus-Kirche&amp;#039;&amp;#039; entstand 1955 aus einer ehemaligen Seifenfabrik. Obwohl im Zentrum der Stadt liegend, fügt sie sich entsprechend unauffällig in das Stadtbild Wettins ein. Ihre Kirchengemeinde bildete sich ab 1945, nachdem infolge der [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa]] auch im seit der [[Reformation]] evangelisch-lutherisch geprägten Wettin wieder Katholiken in größerer Zahl zugezogen waren. 1946 bekam die Kirchengemeinde einen eigenen Seelsorger, ihre Gottesdienste fanden anfangs in der evangelisch-lutherischen St.-Nikolai-Kirche statt. 1950, die zur [[Pfarrei]] [[St. Elisabeth (Zappendorf)|St. Elisabeth]] gehörende Wettiner Kirchengemeinde war inzwischen zu einer [[Kuratie]] geworden, wurde ein Gebäude angekauft, das unter [[Kuratus]] Adolf Pachl nach Plänen des Architekten Gustav Hauser aus Halle (Saale) zu [[Pfarrhaus]] und Kirche umgebaut wurde. Die Kirche übernahm das [[Patrozinium]] des [[Heiliger|heiligen]] [[Apostel]]s [[Simon Petrus]] von der 1840 abgetragenen Kirche der Burg Wettin, der Petrikirche. Die heutige St.-Petrus-Kirche wurde am 16. Oktober 1955 durch [[Friedrich Maria Rintelen]], den in [[Magdeburg]] ansässigen [[Weihbischof]] des [[Erzbistum Paderborn|Erzbistums Paderborn]], zu dem Wettin damals gehörte, [[Konsekration|konsekriert]]. Am 1. Oktober 1966 wurde die Kuratie Wettin zur Filialkirchengemeinde ([[Pfarrvikarie]]) erhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Joppen: &amp;#039;&amp;#039;Das Erzbischöfliche Kommissariat Magdeburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 31, Teil 11, &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit von der Potsdamer Konferenz bis zur Gründung der Deutschen Demokratischen Republik 1945–1949.&amp;#039;&amp;#039; [[St. Benno Verlag]], Leipzig 1989, S. 157–161.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2004 musste die Kirche wegen Holzwurmbefalls umfassend saniert werden, dabei wurde der Kirchenraum verkleinert und mit neuen Bänken und einer Orgel versehen. Das ehemalige angrenzende Pfarrhaus dient heute als Herberge für kirchliche und andere Gruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gemeindehaus-wettin.de/index.html &amp;#039;&amp;#039;Willkommen auf der Homepage des Gemeindehauses Wettin.&amp;#039;&amp;#039;] Abgerufen am 17. März 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2009 gehört die St.-Petrus-Kirche zur Pfarrei &amp;#039;&amp;#039;Halle-Nord&amp;#039;&amp;#039;, die seit 2014 ihren heutigen Namen &amp;#039;&amp;#039;Carl Lampert&amp;#039;&amp;#039; trägt und ihren Sitz an der [[Heilig-Kreuz-Kirche (Halle)]] hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pfarrei-carl-lampert.de/?page_id=8520#1461786271299-bc8c035c-5d20 &amp;#039;&amp;#039;Gemeinde Wettin.&amp;#039;&amp;#039;] Katholische Pfarrei Carl Lampert, abgerufen am 17. März 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wettiner Ortsteil Mücheln befindet sich die in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts im gotischen Stil errichtete [[Templerkapelle (Mücheln)|Templerkapelle]]. Sie ist die einzige noch erhaltene Kapelle des [[Templerorden]]s in Deutschland und steht unter [[Denkmalschutz]]. Nach umfassender Sanierung wird die Kapelle mittlerweile als Raum für Konzerte und Ausstellungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „In Rot eine silberne [[Burg (Heraldik)|Burg]] mit Zinnenmauer und geöffnetem goldenen Tor, mit einem niederen [[Zinne (Heraldik)|gezinnten]] Mittelturm zwischen zwei spitzbedachten gezinnten Seitentürmen mit drei (1:2) Fensteröffnungen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farben des Ortsteils Wettin sind Weiß-Grün.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Wettin besitzt neben einem Chor aus der Stadtbevölkerung auch einen im [[Burg-Gymnasium Wettin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wettin, Nikolaikirche.jpg|mini|Nikolaikirche]]&lt;br /&gt;
Nach der [[Burg Wettin]] stellen die [[Templerkapelle (Mücheln)|Templerkapelle]] in Mücheln, die St.-Nikolai-Kirche, das [[Rathaus Wettin|Rathaus]] und der [[Bismarckturm (Wettin)|Bismarckturm]] neben den Fachwerkbauten der Innenstadt die wichtigsten architektonischen Punkte dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bismarckturm ({{Coordinate|text=⊙|NS=51/35/23.2/N|EW=11/47/40.5/E|type=landmark|region=DE-ST|name=Lage:}}) ist ein 1905 fertiggestellter 21,5&amp;amp;nbsp;m hoher [[Aussichtsturm]] auf dem westlich des Ortszentrums gelegenen &amp;#039;&amp;#039;Großen Schweizerling&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bismarcktuerme.de/ebene4/sachsan/wettin.html Bismarckturm Wettin] auf bismarcktuerme.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Wettin besitzt einen Fußballverein, der in der Sportanlage am Burg-Gymnasium trainiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museum ===&lt;br /&gt;
Im Bismarckturm befindet sich seit dem 4. April 2015 ein Bogenmuseum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wettin Hochseilfähre.jpg|mini|Hochseilfähre Wettin über die Saale]]&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Linienbusse OBS.JPG|mini|Linienbusse der OBS nahe der Fähre]]&lt;br /&gt;
Wettin liegt in der Nähe der [[Bundesautobahn 14]] und hat eine eigene Abfahrt. Die nächsten Bahnhöfe liegen seit der Stilllegung der [[Bahnstrecke Wallwitz–Wettin]] in [[Wallwitz (Petersberg)|Wallwitz]], [[Nauendorf (Wettin-Löbejün)|Nauendorf]] und [[Domnitz]]. Derzeit läuft ein neues Planfeststellungsverfahren für die [[Bundesautobahn 143]], die das Saaletal ca. 6 km südlich von Wettin schneiden würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Öffentlicher Personennahverkehr|öffentliche Personennahverkehr]] wird unter anderem durch den [[Landesbedeutsame Buslinie|PlusBus]] des [[Landesnetz Sachsen-Anhalt|Landesnetzes Sachsen-Anhalt]] erbracht. Folgende Verbindung, betrieben von dem [[Omnibusbetrieb Saalekreis]], führt durch Wettin:&lt;br /&gt;
* Linie 330: Halle ↔ [[Morl]] ↔ Wettin ↔ [[Nauendorf (Wettin-Löbejün)|Nauendorf]] ↔ Löbejün&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortschaft und deren Burg liegt im Zentrum des Routennetzes der „[[Fürstenstraße der Wettiner]]“, einer im Aufbau befindlichen [[Themenstraße]] durch das ehemalige Regierungsgebiet des Fürstenhauses der Wettiner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Von 1955 bis 1991 bestand in Wettin die europaweit einzige [[Schäferschule Wettin|Berufsschule für Schäferei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Burg-Gymnasium besitzt Wettin heute einen Kindergarten und eine Grundschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Ortschaft ===&lt;br /&gt;
* [[Ernst Glück]] (* 18. Mai 1654 in Wettin; † 5. Mai 1705 in [[Moskau]]), deutscher Theologe und Bibelübersetzer&lt;br /&gt;
* [[Ambrosius Stegmann]] (* 24. Februar 1663 in Wettin; † 21. Januar 1700), deutscher Mediziner und Mitglied der [[Leopoldina]]&lt;br /&gt;
* [[Christoph Friedrich aus dem Winckel]] (* 21. Juni 1735 in Wettin; † 13. April 1812 in [[Nenkersdorf (Frohburg)|Nenkersdorf bei Frohburg]]), preußischer Kammerpräsident und Erb- und Gerichtsherr auf der Burg Wettin un in Nenkersdorf&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Heinrich von Jakob]] (* 26. Februar 1759 in Wettin; † 22. Juli 1827 in [[Bad Lauchstädt]]), Staatswissenschaftler, Philosoph und Ökonom&lt;br /&gt;
* [[Maria Neide]] (* 2. Oktober 1780 in Wettin; † 24. Oktober 1831 in [[Magdeburg]]), Krankenschwester&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Guericke]] (* 25. Februar 1803 in Wettin; † 4. Februar 1878 in [[Halle (Saale)]]), deutscher [[Evangelisch-lutherische (altlutherische) Kirche|alt-lutherischer]] [[Theologe]] und Professor an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]]&lt;br /&gt;
* [[Ludwig von Bredow]] (* 11. April 1825 in Wettin; † 9. Mai 1877 in [[Rathenow]]), Landrat und Mitglied des Reichstags des Norddeutschen Bundes&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Herzog (Ingenieur)|Rudolf Herzog]] (* 8. Februar 1837 in Wettin; † 6. November 1903 in [[Sayn]]), deutscher Ingenieur&lt;br /&gt;
* [[Gustav Wilhelm Richard Sorge]] (* 6. April 1852 in Wettin; † 1. Dezember 1907 in [[Berlin-Lankwitz]]), deutscher Technologe&lt;br /&gt;
* [[Maria Hopf]] (* 23. September 1914 in Wettin; † 24. August 2008 in [[Mainz]]), Archäo- und Ethnobotanikerin&lt;br /&gt;
* [[Ernst Haak]] (* 22. April 1924 in Wettin; † 3. Oktober 2021), Hochschullehrer und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Axel Straube]] (* 29. September 1942 in Wettin; † 15. Mai 2017), Basketballspieler und -trainer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mit Wettin verbunden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Auguste Sievert]] (1824–1897), Malerin und Schriftstellerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gustav Schönermark]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmale der Stadt Halle und des Saalkreises&amp;#039;&amp;#039;. Fliegenkopf Verlag Halle, 1997. ISBN 3-910147-81-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wettin}}&lt;br /&gt;
* [http://www.wettin.de/ Offizielle Internetseite der ehemaligen Stadt Wettin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4436618-8|VIAF=148557252}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Saalekreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Wettin-Löbejün)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Saalekreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Saale]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Kreisstadt in Sachsen-Anhalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 961]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2011]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ro:Wettin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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