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	<title>Westrum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T06:48:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Westrum&amp;diff=1215787&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bötsy: /* Einzelnachweise */ + &quot;Weblinks&quot; (Commons)</title>
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		<updated>2022-11-11T06:04:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; + &amp;quot;Weblinks&amp;quot; (Commons)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum gleichnamigen Ort in der Gemeinde Herzlake siehe [[Herzlake]]. Zu Personen dieses Namens siehe [[Westrum (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Westrum (Wangerland).JPG|miniatur|Westrumer Dorfmitte: Ehemaliges Pfarrhaus und Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Westrumer Kirche (Südseite).JPG|miniatur|Westrumer Kirche (Südseite)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Westrumer Kirche (Nordseite).JPG|miniatur|Westrumer Kirche (Nordseite)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Westrum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Warft|Warfendorf]] in [[Wangerland]], [[Landkreis Friesland]]. Seine Anfänge reichen in das 7. Jahrhundert zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Folgende ehemals selbständige Gemeinden grenzen an die frühere Gemeinde Westrum: im Westen [[Wiefels]], im Norden [[Tettens]] und [[Oldorf (Wangerland)|Oldorf]] und im Osten [[Waddewarden]]. In südlicher Richtung stößt Westrum an die Grenze der Kreisstadt [[Jever]]. Diese Gemeindegrenzen orientieren sich weitgehend an den natürlichen Gegebenheiten, die die friesischen Siedler im 7. Jahrhundert vorfanden. Im Osten und Norden befand sich ein Arm der [[Crildumer Bucht]], die infolge von Meereseinbrüchen in der Zeit um Christi Geburt entstanden war&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.nihk.de/index.php?id=125 |wayback=20070813143720 |text=&amp;#039;&amp;#039;Historisch-geographische Untersuchungen zur frühen Deichgeschichte im Wangerland, Ldkr. Friesland&amp;#039;&amp;#039; }}; eingesehen am 22. Mai 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;. An diese Bucht erinnert heute noch das [[Crildumer Tief]], ein Wasserlauf, der bei [[Crildumersiel]] in die [[Nordsee]] floss. Ein weiterer alter Wasserlauf, das &amp;#039;&amp;#039;Nenndorfer Tief&amp;#039;&amp;#039;, befindet sich an der Ostgrenze der ehemaligen Gemeinde Westrum. Im Süden war der [[Geest]]vorsprung, auf dem die Stadt Jever liegt, natürliche Grenzlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Westrumer Dorfwarf erhebt sich zirka 4,30 m über den Meeresspiegel. Sie wurde durch einen Kirchhügel nochmals um einen Meter erhöht. Die Warf umfasst insgesamt eine Fläche von drei Hektar bei einem Durchmesser von knapp 200 Metern&amp;lt;ref&amp;gt;Chronikgemeinschaft Westrum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Westrum – einst die kleinste Gemeinde im Jeverland&amp;#039;&amp;#039;, Jever 2008, S. 5 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An das wangerländische Straßennetz ist Westrum über die niedersächsische Landesstraße [[L 812|812]] angebunden. Sie führt von Jever über Waddewarden nach Schmidtshörn. In Höhe des Westrumer Siedlungsplatzes &amp;#039;&amp;#039;Brakerei&amp;#039;&amp;#039; zweigt eine Gemeindestraße ab, die zur Dorfwarf führt, diese südwestlich umrundet, weitere, westlich von Westrum gelegene Siedlungsplätze miteinander verbindet und zwischen Wiefels und Wichtens in die [[L 808]] einmündet. In Höhe des Landesstraße befindet sich auch die Haltestelle eines öffentlichen Nahverkehrsbusses, der mehrmals täglich die Strecke Jever – Hohenkirchen und Jever – [[Hooksiel]] in beide Richtungen bedient. In Jever befindet sich auch der nächstgelegene Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1990 wurden östlich der Kirchenwarf zwei geologische Bohrungen durchgeführt, deren Ergebnisse durch eine kleinere archäologische Grabung im Bereich des Kerndorfes 1999 ergänzt wurden. Anhand dieser und anderer Untersuchungen in der Nachbarschaft lassen sich die Anfänge des Westrumer Warfenbaus auf das 7. Jahrhundert schätzen&amp;lt;ref&amp;gt;Chronikgemeinschaft Westrum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Westrum – einst die kleinste Gemeinde im Jeverland&amp;#039;&amp;#039;, Jever 2008, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Funde von importierten und einheimischen Keramikgefäßen verweisen auf das 11. und 12. Jahrhundert. Einige der archäologischen Funde lassen auf Handelsbeziehungen zum [[Rheinland]] sowie zum [[Ostsee]]raum schließen und sind Indizien für den Wohlstand der damaligen Westrumer Bauernschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 11. Jahrhundert begann auch der Deichbau, der die bis dahin permanent erfolgte Erhöhung der Dorfwarf überflüssig machte. Der Deich wurde zunächst als Ringdeich angelegt und umschloss das [[Marsch (Schwemmland)|Marschenland]] zwischen den Warfensiedlungen [[Reiseburg]], Herzhausen, Strakens, Schreiersort, [[Rickelhausen]] und Westrum. Eine geschlossene Bedeichung des Küstenraumes zwischen [[Harle (Fluss)|Harle]] und [[Jade (Fluss)|Jade]] erfolgte im 13. Jahrhundert. Bei der [[Weihnachtsflut 1717]], bei der an vielen Stellen die Deiche brachen und allein im [[Jeverland]] über 1300 Menschen den Tod fanden, blieb Westrum verschont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Älteste Zeugnisse christlichen Lebens in Westrum lassen sich auf die Wende vom ersten zum zweiten Jahrtausend datieren. Ein [[Sarkophag|Steinsarkophag]], der in jüngerer Zeit bei Ausschachtungsarbeiten in Kirchennähe entdeckt worden und heute in der Kirche zu besichtigen ist, lässt sich auf das 11. Jahrhundert datieren. Ein ebenfalls gefundene steinerner Sargdeckel, der nicht zum Sarkophag gehört, ist älter und trägt christliche Insignien, unter anderem ein [[Vortragskreuz]] und [[Hirtenstab|Hirtenstäbe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirche ==&lt;br /&gt;
[[Datei:4722469 Westrum Orgel.jpg|miniatur|Prospekt der Führer-Orgel]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|St.-Elisabeth-Kirche (Westrum)}}&lt;br /&gt;
Im Zentrum des Ortes steht die [[Evangelisch-lutherische Kirche|evangelisch-lutherische]] [[St.-Elisabeth-Kirche (Westrum)|St.-Elisabeth-Kirche]]. Sie stammt aus der Mitte des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts und ist eine einschiffige [[Romanik|romanischer]] [[Saalkirche]] mit einer nach Osten ausgerichteten [[Apsis]]. Das Äußere der Kirche wurde bei der Renovierung 1912 stark verändert und zeigt sich als modern verblendeter Backsteinbau. Bei archäologischen Grabungen im Zusammenhang der letzten Restaurierung, die in den Jahren von 1986 bis 1988 stattfand, wurden in den Heizungsschächten [[Hochmittelalter|hoch-]] und [[spätmittelalter]]liche Gräber gefunden. Auch kamen alte Fundamentreste zum Vorschein. Diese Funde geben zu der Vermutung Anlass, dass auf der Kirchenwurt mindestens zwei Vorgängerbauten gestanden haben, eine Holzkirche aus dem 11. Jahrhundert und eine mit Granitquadern und Backsteinen errichtete Steinkirche aus dem 12. Jahrhundert. Das ursprüngliche [[Patrozinium]] der Kirche ist unbekannt. Der jetzige Name &amp;#039;&amp;#039;Elisabeth-Kirche&amp;#039;&amp;#039;, der an [[Elisabeth von Thüringen]] erinnert, wurde dem Gotteshaus im Jahr 1999 zugeeignet. Die beiden Glocken, die in einem sich an die Westwand anlehnenden Glockenturm befinden, wurden 1761 und 1798 gegossen. Sie stammen aus der Werkstatt der ursprünglich aus [[Lothringen]] stammenden Glockengießerfamilie [[Fremy]]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zu dieser Familie {{NDB|5|401||Fremy|Redaktion|1080262458}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, die als [[Hugenotten|hugenottische]] Flüchtlinge über die Niederlande nach [[Ostfriesland]] gekommen waren und im 18. und 19. Jahrhundert bei [[Burhafe]] lebten.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Glockengießerei Fremy siehe [http://fulkum.de/wb1/pages/kirchengemeinde/die-glocke.php &amp;#039;&amp;#039;Die Glocke (der Fulkumer Kirche)&amp;#039;&amp;#039;], Fulkum.de, abgerufen am 8. Januar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls an der Westwand der Kirche befindet sich ein mittelalterliches [[Weihwasserbecken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten im Inneren der Kirche gehört der [[Altar]], dessen [[Retabel|Aufbau]] den gekreuzigten Christus sowie rechts und links vom Gekreuzigten jeweils zwei der [[Evangelist (Neues Testament)|neutestamentlichen Evangelisten]] zeigt. Er wurde 1910 von [[Wilhelm Larsen]] im [[Jugendstil]] erbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Schäfer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wegweiser durch die Kirchen von Waddewarden und Westrum&amp;#039;&amp;#039;, Oldenburg o.&amp;amp;nbsp;J., S. 21 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein früherer Altaufsatz, auf dem die Einsetzungsworte des Abendmahls zu lesen sind, befindet sich an der nördlichen Längsseite des Kirchenraumes. Die rechteckige Taufe entstand 1648. Er ist aus Eichenholz gefertigt und steht auf der Bodenplatte eines romanischen [[Taufbecken]]s. Die Kanzel, bestehend aus Kanzelkorb und einem achteckigen Schalldeckel, ist mit [[Neogotik|neugotischem]] Stabfüllwerk verziert. Das Gestühl mit durch Schnitzereien verzierten Wangen und Türen stammt aus dem 17.&amp;amp;nbsp;und 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Die Kirchenorgel wurde 1938 in der [[Wilhelmshaven]]er &amp;#039;&amp;#039;Orgelwerkstatt Führer&amp;#039;&amp;#039; gebaut. Sie ist das [[Meisterstück]] [[Alfred Führer]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungsplätze rund um Westrum ==&lt;br /&gt;
Zum Ort gehören die Wohnplätze beziehungsweise Höfe Bohneterei, Brakerei, Domäne (Westrum/Rickelhausen), [[Herzhausen (Westrum)|Herzhausen]], Kattens, Neuenkrug, [[Reiseburg]], [[Rickelhausen]], Sorgenfrei und Strakens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://friesland-jever.de/Westrum-1.html | archive-is=20120710035650 | text=Archive.is: &amp;#039;&amp;#039;Westrum&amp;#039;&amp;#039;}}; eingesehen am 27. Januar 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Holländisch-deutsches Wörterbuch von 1810.jpg|mini|Titelblatt des holländisch-deutschen Wörterbuchs aus Westrum „bey Jever“ (1810)]]&lt;br /&gt;
* [[Cornelius Falconissa]] war zwischen 1540 und 1548 Pastor in Westrum. Er gehört zu den 21 jeverländischen Pastoren, die auf Verlangen [[Fräulein Maria|Fräulein Marias von Jever]] eine schriftliche Stellungnahme zum [[Augsburger Interim]] abgaben.&lt;br /&gt;
* 1810, als die [[Herrschaft Jever]] zum Königreich Holland gehörte, schrieben Prediger Johann Georg Anton Kirchhoff und Schullehrer Johann Anton Wilhelm Schröder, beide Westrum, ein „Holländisch-deutsches Handwörterbuch besonders für Unstudirte“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/ob/content/structure/6545526 Münster: Univ.- und Landesbibliothek, 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Chronikgemeinschaft Westrum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Westrum – einst die kleinste Gemeinde im Jeverland&amp;#039;&amp;#039;, Jever 2008.&lt;br /&gt;
* [[Rolf Schäfer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wegweiser durch die Kirchen von Waddewarden und Westrum&amp;#039;&amp;#039;, Oldenburg o.&amp;amp;nbsp;J. (hrsg. in Verbindung mit der Arbeitsgemeinschaft &amp;#039;&amp;#039;Kunst&amp;#039;&amp;#039; der [[Oldenburgische Landschaft|Oldenburgischen Landschaft]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=53/36/15.3774/N|EW=7/55/8.274/E|type=city|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Friesland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Friesland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Wangerland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bötsy</name></author>
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