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	<title>Westpaket - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T21:13:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Westpaket&amp;diff=288646&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: +Kategorie:Deutsche Post (DDR); ±Kategorie:Postgeschichte (Deutschland)→Kategorie:Deutsche Bundespost</title>
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		<updated>2026-01-14T08:26:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: +&lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Deutsche_Post_(DDR)&quot; title=&quot;Kategorie:Deutsche Post (DDR)&quot;&gt;Kategorie:Deutsche Post (DDR)&lt;/a&gt;; ±&lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Postgeschichte_(Deutschland)&quot; title=&quot;Kategorie:Postgeschichte (Deutschland)&quot;&gt;Kategorie:Postgeschichte (Deutschland)&lt;/a&gt;→&lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Deutsche_Bundespost&quot; title=&quot;Kategorie:Deutsche Bundespost&quot;&gt;Kategorie:Deutsche Bundespost&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-15142-0005, Leipzig, Postamt N 18, Paketentladung.jpg|mini| Die Belegschaft des [[Postbahnhof Leipzig|Postbahnhofs Leipzig]], des größten Umschlagpostamtes in der DDR, entlädt einen [[Eisenbahnwagen]] mit Westpaketen aus [[Köln]] (18.&amp;amp;nbsp;Juni 1952).]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamburg-zollmuseum13.JPG|mini|Eine Westsendung per &amp;#039;Einschreiben&amp;#039;, das wegen des [[Postkrieg]]s zurückgeschickt wurde. Die West-Briefmarke zu 1&amp;amp;nbsp;DM zeigt das [[Melanchthonhaus Wittenberg|Melanchthonhaus in Wittenberg]] in der DDR.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2019-09-14 Stadt- und Waagenmuseum Oschatz 005.jpg|mini|Musikkassetten wurden von der Stasi aus den Westpaketen entnommen und für die Aufzeichnung von Abhörungen benutzt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paeckchennachdrueben.jpg|mini|Westdeutsche Zusatzmarke „Dein Päckchen nach drüben“]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Westpaket&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war die in der [[Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] übliche Bezeichnung für Pakete, die [[Westdeutschland|Westdeutsche]] an Familienangehörige und Freunde in der DDR sandten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Ostdeutsche konnten westdeutsche Familienangehörige nach dem [[Berliner Mauer|Bau der Mauer 1961]] überhaupt nicht oder nur schwer besuchen. So nahmen persönliche Kontakte ab. Viele Westdeutsche schickten, wie vom &amp;#039;&amp;#039;Büro für gesamtdeutsche Hilfe&amp;#039;&amp;#039; in Bonn angeregt, ostdeutschen Verwandten mehr oder weniger regelmäßig&amp;amp;nbsp;– zum Beispiel [[Weihnachtsgeschenk|zu Weihnachten]] oder zum Geburtstag&amp;amp;nbsp;– &amp;#039;&amp;#039;Westpakete&amp;#039;&amp;#039;. Im Gegenzug gab es das &amp;#039;&amp;#039;[[Ostpaket]]&amp;#039;&amp;#039;, das oft den –  ggf. auch mit Zutaten aus dem Westpaket (Zitronat, Sultaninen) – gebackenen Dresdener [[Christstollen]] enthielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=mdr.de |url=https://www.mdr.de/geschichte/weihnachten-ddr-improvisieren-fuer-das-fest100.html |titel=Weihnachten in der DDR: Improvisieren für das Fest {{!}} MDR.DE |sprache=de |abruf=2021-12-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mangels ausreichender Möglichkeiten zum Telefonieren war das neben Briefen oft der einzige Kontakt, der vielen Familien blieb. Westpakete waren angenehme Ergänzungen für den täglichen und längerfristigen Bedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Inhalt der Westpakete musste mit der Aufschrift &amp;#039;&amp;#039;Geschenksendung, keine Handelsware&amp;#039;&amp;#039; gekennzeichnet sein und ein Inhaltsverzeichnis enthalten. Verschickt wurden neben [[Kleidung]] und [[Bettwäsche]] vor allem [[Süßigkeiten]], [[Kaffee]] und [[Kuchen|Backzutaten]]&amp;lt;!-- auch Heimwerkerartikel (Bohrmaschinen usw.), Autozubehör, Spielzeug --&amp;gt;. Der Versand von Geld war verboten, mitunter wurde aber versucht, es z. B. in Kaffeeverpackungen zu verstecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Verpackung der Pakete wurden oft bewusst „schöne“ Materialien wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Geschenkpapier]] benutzt, die in der DDR in dieser Qualität nicht erhältlich waren und daher vom Empfänger gerne aufbewahrt und weiterverwendet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verboten war der Versand von „nicht visuell lesbaren Medien“ wie beispielsweise Tonträgern. So wurden [[Tonbandkassette]]n regelmäßig von den DDR-Behörden beschlagnahmt und für die Telefonüberwachung verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.runde-ecke-leipzig.de/sammlung/index.php?inv=00946 |titel=Museum: Detailanzeige |abruf=2024-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso war das Schicken von [[Kriegsspielzeug]] verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rolf Roßmann |url=https://www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/mecklenburg-magazin/vom-duft-der-westpakete-id13804706.html |titel=Historie: Vom Duft der Westpakete {{!}} svz.de |abruf=2019-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durchschnittlich etwa 25&amp;amp;nbsp;Millionen Pakete, deren Versand die westdeutschen Absender [[Einkommensteuer (Deutschland)|steuermindernd]] geltend machen konnten, enthielten pro Jahr etwa 1000&amp;amp;nbsp;Tonnen Kaffee und fünf Millionen Kleidungsstücke. Beide waren auch als [[Tauschhandel|Tauschware]] von privat an privat begehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die DDR zunächst versuchte, den Versand und die Auslieferung dieser Pakete zu behindern, etwa durch die Forderung eines Desinfektionsnachweises für gebrauchte Kleidungsstücke, waren die Pakete später fester Bestandteil in den Planungen zur Versorgung der Bevölkerung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=mdr.de |url=https://www.mdr.de/geschichte/weihnachten-ddr-improvisieren-fuer-das-fest100.html |titel=Weihnachten in der DDR: Improvisieren für das Fest {{!}} MDR.DE |sprache=de |abruf=2021-12-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1975/76 erhöhte eine extrem schlechte Kaffeeernte beim weltgrößten Kaffeeexporteur Brasilien die von der DDR in Devisen zu zahlenden Einkaufspreise für Kaffee auf das Dreifache. Die politische Führung der DDR wies deshalb den Zoll an, großzügig darüber hinwegzusehen, wenn in Westpaketen oder im Gepäck von DDR-Besuchern aus dem Westen mehr Kaffee als erlaubt gefunden wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Maritta Adam-Tkalec |url=https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/als-der-kaffee-in-der-ddr-ploetzlich-eine-teure-mangelware-wurde-li.250176 |titel=Als der Kaffee in der DDR plötzlich eine teure Mangelware wurde |datum=2022-07-28 |sprache=de |abruf=2024-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin entschied das [[Politbüro]] der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] am 28.&amp;amp;nbsp;Juni 1977 über eine erste Vorlage „zur Produktion und der Versorgung mit Kaffee- und Kakaoerzeugnissen“ zwecks Verringerung des Devisenverbrauchs für den Import während der [[Kaffeekrise in der DDR]]: „Weiterhin ist damit zu rechnen, daß […] eine Zunahme der Versorgung […] durch andere Quellen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. durch grenzüberschreitenden Päckchen- und Paketverkehr und beim Abkauf im [[Intershop (Handel)|Intershop]] erfolgen wird.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuere Forschungen zum Geschenkpaketverkehr zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik während der Zeit der Deutschen Teilung haben ergeben, dass der Versand von Westpaketen nur bedingt zur Aufrechterhaltung persönlicher oder verwandtschaftlicher Beziehungen beitrug und dass er nach der Wiedervereinigung oft aufgegeben wurde, als durch die Durchlässigkeit der Grenze die Notwendigkeit dazu wegfiel.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Konstanze Soch, &amp;#039;&amp;#039;Eine große Freude?&amp;#039;&amp;#039;, S. 226ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die westdeutschen Geheimdienste [[Militärischer Abschirmdienst|MAD]] und [[Bundesnachrichtendienst|BND]] kontrollierten jährlich tausende der zwischen Ost und West in beiden Richtungen geschickten Pakete, indem sie diese mit getarnten LKW von den vier „Aussonderungsstellen für Postsendungen aus der DDR“ Hamburg, Hannover, Bad Hersfeld und Hof abholten und an anderen Orten durchsuchten. Ziel dieser Aktionen soll die Enttarnung fremder Agenten und Spione gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=mdr.de |url=https://www.mdr.de/geschichte/brd-kontrollierte-massenhaft-westpakete-100.html |titel=BRD-Geheimdienste kontrollierten Westpakete {{!}} MDR.DE |sprache=de |abruf=2021-12-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
* Der Dokumentarfilm „Der Duft des Westpakets“ befasst sich mit dem Phänomen dieses spezifischen Geruchs.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.der-duft-des-westpakets.de/ |titel=Der Duft des Westpakets |hrsg=Maja Stieghorst, Brit-J. Grundel |sprache=de |abruf=2021-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Es gibt Kosmetika, die den Duft des Westpakets tragen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://lange-und-lange.de/westpaketduft/ |titel=Westpaketduft |hrsg=Lange &amp;amp; Lange |sprache=de |abruf=2021-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Fresspäckli]]&lt;br /&gt;
* [[Liebesgaben]]&lt;br /&gt;
* [[CARE-Paket]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christian Adam (Germanist)|Christian Härtel]], [[Petra Kabus]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Westpaket. Geschenksendung, keine Handelsware.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Links, Berlin 2000, ISBN 3-86153-221-2.&lt;br /&gt;
* Volker Ilgen: &amp;#039;&amp;#039;CARE-Paket&amp;amp;nbsp;&amp;amp; Co. Von der Liebesgabe zum Westpaket.&amp;#039;&amp;#039; Primus, Darmstadt 2008, ISBN 3-89678-344-0.&lt;br /&gt;
* [[Eckart Roloff]]: &amp;#039;&amp;#039;‚Lasst sie nicht allein!‘ Paketkampagnen zwischen menschlicher Hilfe und politischen Zielen.&amp;#039;&amp;#039; In: Das Archiv. Magazin für Kommunikationsgeschichte. Heft 3/2009, ISSN 1611-0838, S. 6–13.&lt;br /&gt;
* Konstanze Soch: &amp;#039;&amp;#039;Eine große Freude? Der innerdeutsche Paketverkehr im Kalten Krieg (1949–1989).&amp;#039;&amp;#039; Campus, Frankfurt am Main/New York 2018, ISBN 3-593-50844-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Teilung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humanitäre Hilfsaktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transportbehälter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Bundespost]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Post (DDR)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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