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	<title>Westliche Welt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Westliche_Welt&amp;diff=537221&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: bibliographische Angaben vervollständigt</title>
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		<updated>2026-04-06T10:40:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;bibliographische Angaben vervollständigt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Cold War Map 1980.svg|mini|hochkant=1.6|[[Bipolare Welt|Bipolare Staatenwelt]] in der Phase des Kalten Krieges mit der westlichen Welt (blau) und dem Ostblock (rot und orange)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Westliche Welt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Erste Welt&amp;#039;&amp;#039;; {{enS|western world, first world}}) ist in der [[Geopolitik]] und [[Entwicklungstheorie]] ein [[politisches Schlagwort]], das [[Staat]]en mit einem weitgehend homogenen [[Kulturraum]], hoher [[Industrialisierung]] und [[marktwirtschaft]]lichen [[Wirtschaftsstruktur]]en umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines {{Anker|Kultur}} ==&lt;br /&gt;
Historisch gewachsen ist die Einteilung der Welt in [[Morgenland]] und [[Abendland]]. Die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;westliche Welt&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;(der) Westen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;westliche Hochkultur&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;Abendland&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Okzident&amp;#039;&amp;#039;) können je nach Kontext verschiedene Bedeutungen haben. Der Begriff des „Westens“ bzw. des „Abendlandes“ entstand als Pendant zum „Morgenland“, das [[Martin Luther]] in seiner Bibelübersetzung zuerst gebrauchte, und wurde von [[Kaspar Hedio]] 1529 in die deutsche Sprache eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Kreiner |Titel=Kreuzzug der Worte – Das Abendland ist eine Fiktion |Sammelwerk=Der Tagesspiegel Online |Datum=2015-01-11 |ISSN=1865-2263 |Online=https://www.tagesspiegel.de/kultur/kulturgeschichte-von-orient-und-okzident-kreuzzug-der-worte-das-abendland-ist-eine-fiktion/11209464.html |Abruf=2021-11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politische Teilung der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg hat zur Bildung von konfrontierenden und konkurrierenden [[Staatenbündnis]]sen [[militär]]ischer und [[wirtschaft]]licher Art beigetragen, die zu den Sammelbegriffen [[Ostblock]] und in der [[Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung|OECD]] zusammengeschlossenen „westlichen“ [[Industriestaat]]en geführt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhold Sellien, Helmut Sellien |Titel=Gablers Wirtschafts Lexikon |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2013-10-05 |ISBN=978-3-322-87453-5 |Online=https://books.google.com/books?id=ue3MBgAAQBAJ&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;pg=PA2148&amp;amp;dq=%22westliche+Welt%22+lexikon&amp;amp;hl=de |Abruf=2024-05-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Staaten des Ostblocks verbündeten sich im [[Warschauer Pakt]] (militärisch) und im [[Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe]] (wirtschaftlich), sie waren oder sind [[Diktatur]]en, und ihr [[Wirtschaftssystem]] war oder ist auf [[Zentralverwaltungswirtschaft]] ausgerichtet. Von den westlichen Staaten der OECD gehörte ein Teil der [[NATO]] (militärisch) und der [[Europäische Union|Europäischen Union]] (politisch-wirtschaftlich) an, ihre [[Demokratie]]n wählten die Marktwirtschaft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsinhalt ==&lt;br /&gt;
Die Staaten der westlichen Welt haben gemeinsam, dass sie die [[Bürgerrecht|Bürger-]] und [[Menschenrechte]] garantieren, nach [[Wertvorstellung|Werten]] wie [[Freiheit]], [[Rechtsstaat]]lichkeit, [[Gleichheitssatz|Gleichheit]], [[Gewaltenteilung]], [[Individualismus]] und [[Toleranz]] streben und die [[liberale Demokratie]] praktizieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrike Ackermann |Titel=Freiheitsindex Deutschland 2015: Schwerpunkt Westliche Werte |Verlag=BoD – Books on Demand |Datum=2015-08-30 |ISBN=978-3-941743-57-1 |Online=https://books.google.com/books?id=bOt1CgAAQBAJ&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;pg=PA67&amp;amp;dq=%22westliche+Welt%22+begriff&amp;amp;hl=de |Abruf=2024-05-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Staaten, für die „Westliche Welt“ verwendet wird, befinden sich auf mehreren [[Kontinent]]en. Dazu zählen unter anderem die meisten Länder [[Europa]]s, [[Nordamerika]]s, [[Australien]] und [[Neuseeland]] oder auch [[Israel]] und [[Japan]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Menschenrechte_und_Geschlecht_im_20_Jahr/7Ex3DwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22westliche+Welt%22+begriff&amp;amp;pg=PA207&amp;amp;printsec=frontcover Carola Sachse/Roman Birke, &amp;#039;&amp;#039;Menschenrechte und Geschlecht im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, 2020, S. 207 FN 2]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Konrad-Adenauer-Stiftung |url=https://www.kas.de/documents/252038/253252/7_dokument_dok_pdf_36362_1.pdf/4a7dd1ef-596c-e28d-c7a4-f3186afc9004?t=1539654819296 |titel=Kosmopolitisch und eigensinnig |abruf=2022-08-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie alle sind Demokratien mit Marktwirtschaft und in [[internationale Organisation|internationalen Organisationen]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Einteilungen ==&lt;br /&gt;
Um zu definieren, was typisch für die westliche Gesellschaft und Kultur ist, muss man den Kontext verstehen. Die Definitionen von &amp;#039;&amp;#039;Westen&amp;#039;&amp;#039; unterscheiden sich je nach Zeit und Kontext. Es ist nicht immer klar, welche Definition benutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hellenisch ===&lt;br /&gt;
Die [[Antikes Griechenland|antiken Griechen]] übernahmen von den Alten Ägyptern die Unterscheidung in Ordnung und Chaos, machten dies jedoch nicht innerhalb von Reichsgrenzen fest, sondern anhand der Sprache als Gegensatz zwischen Sprecher des Griechischen und den Barbaren. [[Herodot]] unterschied die griechischen [[Polis|Poleis]] und ihre Kolonien von Kreta und besonders dem Alten Ägypten im Süden, den entfernt griechischen Stämmen der Thraker und Makedonen im Norden, unter anderem den Phöniziern im Osten sowie im Westen zahlreiche Völkerschaften, besonders Kelten, jedoch blieb er in seiner Schilderung der Völker im Westen vage.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhold Bichler, &amp;#039;&amp;#039;Herodots Welt. Der Aufbau der Historie am Bild der fremden Länder und Völker, ihrer Zivilisation und ihrer Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Gruyter, Berlin, 2014, S. 73&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Konflikt an der Westgrenze des [[Perserreich]]es führte zu einer Frontstellung zwischen der Polis Athen und dem Achämenidenreich. Die Athener betrachteten die [[Perserkriege]] des frühen [[5. Jahrhundert v. Chr.|5. Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr.]] nicht als Konflikt zwischen Ost und West, sondern als Konflikt zwischen Demokratie und Despotie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römisches Reich ===&lt;br /&gt;
Der [[Mittelmeer]]raum wurde von den Römern vereint, aber es blieben Unterschiede zwischen der westlichen Hälfte des Reiches, in der hauptsächlich [[Latein]] gesprochen wurde, und der [[Urbanisierung|urbanisierten]] östlichen Hälfte, wo Griechisch die [[Lingua franca]] war. Im Jahre 286 teilte der [[Liste der römischen Kaiser der Antike|römische Kaiser]] [[Diokletian]] das [[Römisches Reich|römische Reich]] in zwei Regionen auf, von denen jede von einem &amp;#039;&amp;#039;Augustus&amp;#039;&amp;#039; und einem &amp;#039;&amp;#039;Caesar&amp;#039;&amp;#039; (der [[Römische Tetrarchie|Tetrarchie]]) verwaltet wurden. Die westliche Reichshälfte transformierte sich am [[Ende der Antike|Ende des 5. Jahrhunderts]] zu mehreren [[Völkerwanderung#Die germanisch-romanischen Regna|germanisch-romanisch Reichen]], die die Grundlage für die weitere staatliche Entwicklung Westeuropas wurden. Das heute [[Byzantinisches Reich|byzantinisch]] bezeichnete Kaisertum im Osten hielt sich bis zum Ende des [[Mittelalter]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christentum ===&lt;br /&gt;
Im 4. Jahrhundert war das Christentum zur Staatsreligion im Römischen Reich geworden. Im Westen überdauerte die kirchliche Organisation vielerorts den Verfall der staatlichen Organisation in der ausgehenden [[Spätantike]] und blieb über die Grenzen der [[frühmittelalter]]lichen germanischen Nachfolgestaaten hinweg bestehen. Die Führung dieser Westkirche fiel an den [[Papst]] (den [[Patriarch]]en von [[Rom]]), der sich mit der Kaiserkrönung des [[Franken (Volk)|fränkischen]] Königs [[Karl der Große|Karl des Großen]] endgültig der Kontrolle des Kaisers in [[Konstantinopel]] entzog. Die Führung der Ostkirche fiel faktisch an den Patriarchen von Konstantinopel, nachdem die anderen Patriarchate wegen der islamischen Expansion an Bedeutung verloren hatten. Beide Kirchen entwickelten sich im Mittelalter getrennt und missionierten den vorher nicht zum römischen Reich gehörenden Norden Europas, und zwar die Westkirche den Nordwesten und die Ostkirche den Nordosten Europas. 1054 kam es mit dem [[Morgenländisches Schisma|Großen Schisma]] zum offiziellen Bruch von West- und Ostkirche, und 1204 eroberten fränkische [[Kreuzzug|Kreuzritter]] Konstantinopel während des [[Vierter Kreuzzug|Vierten Kreuzzugs]] und vertieften dadurch diesen Gegensatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Atlantische Revolutionen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Atlantische Revolutionen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalter Krieg ===&lt;br /&gt;
Während des [[Kalter Krieg|Kalten Krieges]] wurde die Erde im Zuge der bipolaren Blockbildung in drei „Welten“ aufgeteilt. Die westliche Welt wurde bis auf wenige Ausnahmen zum [[Synonym]] für die kapitalistische „Erste Welt“ oder „Freie Welt“. Ihr gehörten die [[NATO]]-Mitglieder und andere Verbündete der [[Vereinigte Staaten|USA]] an. Zur „Zweiten Welt“, auch [[Ostblock]] genannt, gehörten die Länder des [[Warschauer Pakt]]s unter dem Einfluss der [[Sowjetunion]]. Die [[Dritte Welt]] bestand aus den [[Bewegung der Blockfreien Staaten|blockfreien Staaten]], die die bipolare Dynamik des Ost-West-Konfliktes ablehnten und sich unter anderem für friedliche Koexistenz und Abrüstung aussprachen. Zu den Gründungsstaaten gehörten sowohl ehemalige afrikanische und asiatische Kolonien der westlichen Welt wie [[Ägypten]], [[Indien]] und [[Indonesien]], als auch europäische Staaten wie [[Republik Zypern|Zypern]], [[Malta]], sowie das antistalinistische [[Jugoslawien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab einige Staaten, die nicht in dieses Schema passten, darunter die [[Schweiz]], [[Schweden]] und [[Irland]], die sich für die [[Neutralität (internationale Politik)|Neutralität]] entschieden. [[Finnland]] stand unter dem Einfluss der UdSSR, blieb aber politisch neutral und war weder kommunistisch noch Mitglied des Warschauer Paktes oder des [[Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe|RGW]]. Als [[Österreich]] 1955 eine unabhängige Republik wurde, geschah dies unter der Bedingung, [[Österreichische Neutralität|neutral zu bleiben]], aber als ein Staat westlich des [[Eiserner Vorhang|Eisernen Vorhangs]] stand es unter dem Einfluss der USA. Die [[Türkei]] war Mitglied der NATO, wurde aber nicht als Teil der Ersten oder westlichen Welt angesehen. [[Spanien]] trat erst 1982, kurz vor dem Ende des Kalten Krieges und nach dem Tod des [[Autorität|autoritären]] [[Diktatur|Diktators]] [[Francisco Franco|Franco]], der NATO bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Griechenland und [[Portugal]] waren wie die Türkei NATO-Mitglieder, wurden aber erst als Teil des Westens anerkannt, nachdem sie die [[Demokratie]] eingeführt und während der 1970er Jahre ihre Wirtschaft an die Standards der Ersten Welt angeglichen hatten. [[Australien]] und [[Neuseeland]] sowie später [[Israel]] wurden keine NATO-Mitglieder, aber wegen ihrer Demokratie, des hohen Lebensstandards und der europäischen Kultur Teile der Ersten Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Kalten Krieg ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde der Begriff „Zweite Welt“ nicht mehr gebraucht und „Erste Welt“ bezog sich nun auf die demokratisch, finanziell und industriell [[Industriestaat|entwickelten Länder]], die zum größten Teil mit den USA verbündet waren. Als „Dritte Welt“ bezeichnete man nun die armen, nicht industrialisierten [[Entwicklungsland|Entwicklungsländer]]. Der Begriff „westlich“ verlangt demnach also weniger eine geographische als eine kulturelle und ökonomische Definition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Afrikanische Historiker können von westlichen Einflüssen durch europäische Staaten, die im Norden liegen, und dem westlichen Staat [[Südafrika]] im äußersten Süden sprechen.&lt;br /&gt;
* Australien und Neuseeland sind englischsprachige, westliche Staaten, die südlich von Ostasien liegen.&lt;br /&gt;
* Internationale Firmen aus den USA können als fremde Einflüsse in Europa betrachtet werden, aber als westlich bezeichnet werden, wenn ihre Präsenz in [[Asien]] gesehen (und manchmal kritisiert) wird.&lt;br /&gt;
* Ökonomisch können die in Ostasien gelegenen Staaten [[Japan]], [[Südkorea]], [[Republik China (Taiwan)]] und [[Singapur]] sowie das Gebiet [[Hongkong]] als westlich oder Erste Welt angesehen werden, obwohl sie kulturell nicht-westlich bleiben.&lt;br /&gt;
* Die ehemaligen [[Ostblock]]- und [[Bewegung der Blockfreien Staaten|blockfreien Staaten]] in Europa (Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Slowenien und Kroatien) haben sich durch ihre kulturellen und geschichtlichen Wurzeln sowie durch ihre heutige Außenpolitik den westlichen Ländern durch Beitritte zur [[NATO]] und/oder der [[Europäische Union|EU]] angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute unterscheiden sich die Menschen in ihren Definitionen der westlichen Welt und die verschiedenen Definitionen überlappen sich nur teilweise. Es gibt nicht-westliche Industrieländer, nicht alle westlichen Länder sind NATO-Mitglieder usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne Einteilungen ==&lt;br /&gt;
Eine weitere Klassifizierung, die mit der Westlichen Welt identisch ist, wird als „Erste Welt“ ({{enS|first world}}) bezeichnet. Hierzu gehören die global als „Norden“ bezeichneten Industriestaaten und OECD-Mitgliedstaaten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=United States Department of State Library |Titel=International Relations Dictionary |Verlag=Department of State, Library |Datum=1978 |Online=https://books.google.com/books?id=WCZIAQAAMAAJ&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;pg=PA15&amp;amp;dq=world+bank+1975+fourth+world&amp;amp;hl=de |Abruf=2024-05-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schafft eine [[Rangordnung|Rangfolge]], denn sie teilt weiter ein in „[[Schwellenland|Zweite Welt]]“, „[[Dritte Welt]]“ und „[[Vierte Welt]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Ost-West-Konflikt]] war Kerninhalt des [[Kalter Krieg|Kalten Krieges]], einer nicht-militärischen dogmatischen [[Konfrontation]] von „[[Kapitalismus]] und [[Kommunismus]]“. Der [[Nord-Süd-Konflikt]] wiederum segregierte die Industriestaaten der [[Nordhalbkugel]] und Australien von den [[Entwicklungsland|Entwicklungs-]] und [[Schwellenland|Schwellenländern]] der [[Südhalbkugel]]. Eine gleiche geografische Einteilung ist der [[Globaler Norden|Globale Norden]] und [[Globaler Süden|Globale Süden]]; beide Klassifizierungen stammen von der [[Weltbank]], ebenso wie die Einteilung in erste, zweite Welt usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Kategorie ist die „islamisch-arabische Welt“, mit der nicht politisch-wirtschaftliche, sondern religiöse Gemeinsamkeiten des [[Islam]] im [[Naher Osten|Nahen]] und [[Mittlerer Osten|Mittleren Osten]] umschrieben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Maja Bächler |Titel=Inszenierte Bedrohung: Folter im US-amerikanischen Kriegsfilm 1979–2009 |Verlag=Campus Verlag |Datum=2013-04 |ISBN=978-3-593-39846-4 |Online=https://books.google.com/books?id=_Fk7Sm8UEBAC&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;pg=PA169&amp;amp;dq=%22westliche+Welt%22+begriff&amp;amp;hl=de |Abruf=2024-05-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich um sehr heterogene Staaten, in denen der Islam inzwischen mehr als 73 Erscheinungsformen aufweist, „die einander nicht unbedingt anerkennen bzw. die zum Teil miteinander in [[Konflikt]] stehen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Hamid Reza Yousefi/Ina Braun, &amp;#039;&amp;#039;Interkulturelles Denken oder Achse des Bösen&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 37 ff.; ISBN 978-3-88309-140-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr historische Bedeutung kommen der „[[Neue Welt|Neuen Welt]]“ und ihrem Pendant „[[Alte Welt]]“ zu. Zur ersteren gehörten nach seiner Entdeckung Amerika, zur letzteren die übrigen Kontinente. Die ehemaligen [[Kronland (Österreich)|Kronländer]] [[Österreich-Ungarn]]s ([[Tschechien]], [[Slowakei]], [[Slowenien]], [[Kroatien]] und [[Ungarn]]) werden ebenfalls zur westlichen Welt gezählt. Diese Staaten wurden sehr stark durch die mitteleuropäische Kultur geprägt. Dies spiegelt sich heute noch im alltäglichen Leben der Gesellschaft und Geschichte dieser Länder wider, obwohl Ungarn, Tschechien und die Slowakei von 1945 bis 1990 Teil des Ostblocks, sowie Slowenien und Kroatien Bestandteil von Jugoslawien und damit Teil der [[Bewegung der Blockfreien Staaten|blockfreien Bewegung]] waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Konnotation aus chinesischer Sicht besaß die von [[Mao Zedong]] im Februar 1974 vorgestellte „[[Theorie der drei Welten]]“. Zur „ersten Welt“ gehörten die ehemaligen [[Supermacht|Supermächte]] [[Vereinigte Staaten|USA]] und [[Sowjetunion]], „Zweite Welt“ waren die übrigen Industrieländer in West und Ost, unter der „Dritten Welt“ wurden die Länder [[Asien]]s, [[Afrika]]s und [[Lateinamerika]]s unter Führung [[China]]s subsumiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Stockmann, Ulrich Menzel, Franz Nuscheler |Titel=Entwicklungspolitik: Theorien – Probleme – Strategien |Verlag=Oldenbourg Verlag |Datum=2010-07-01 |ISBN=978-3-486-71007-6 |Online=https://books.google.com/books?id=SaV7CejbPJwC&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;pg=PA26&amp;amp;dq=%E2%80%9Eerste+Welt%E2%80%9C+status&amp;amp;hl=de |Abruf=2024-05-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere geopolitische Zusammenschlüsse wie [[G20]] bilden [[Makrodaten|Makroebenen]], welche die „Erste Welt“ ([[G7]]) mit Angehörigen der anderen Welten inkorporieren. Die 38 Staaten in der [[Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung|OECD]], zu denen 22 der 27 Mitgliedsstaaten der [[Europäische Union|EU]], [[Norwegen]], [[Island]], die [[Schweiz]], das [[Vereinigtes Königreich|Vereinigte Königreich]], [[Kanada]], die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]], [[Mexiko]], [[Australien]], [[Neuseeland]], die [[Türkei]], [[Südkorea]], [[Japan]], [[Israel]], [[Chile]], [[Kolumbien]] und [[Costa Rica]] gehören, sind in etwa mit der „Ersten Welt“ identisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Kritik an der traditionellen Geopolitik hat [[John A. Agnew]] 1998 die Welt in die Weltteile „fortgeschritten“ oder „primitiv“ und „modern“ oder „rückständig“ aufgeteilt. Danach steht die europäisch-amerikanische Welt als „Erste Welt“ zuoberst und setzt die Maßstäbe und [[Standard]]s, an denen sich der Rest zu orientieren hat und messen lassen muss.&amp;lt;ref&amp;gt;John A. Agnew, &amp;#039;&amp;#039;Geo-Politics: Re-visioning World Politics&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 8/33&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit seiner statischen Perspektive zementierte er die bisherigen geostrategischen Auffassungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Für [[Dieter Senghaas]] ist die Welt – trotz aller [[Globalisierung]]stendenzen – in vier Teilwelten mit unterschiedlichen Integrations- und Kompetenzniveaus gespalten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Weltbilder_und_Weltordnung/0E7sDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=vierte+welt+weltbank+1975&amp;amp;pg=PA460&amp;amp;printsec=frontcover Gert Krell/Peter Schlotter, &amp;#039;&amp;#039;Weltbilder und Weltordnung&amp;#039;&amp;#039;, 2018, S. 44]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Klassifizierung]]&lt;br /&gt;
! [[Staat]]&lt;br /&gt;
! [[Bruttonationaleinkommen]] &amp;lt;br /&amp;gt; pro Kopf jährlich in [[US-Dollar]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| „Erste Welt“ || [[Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung#Mitgliedstaaten|OECD-Mitgliedstaaten]] || &amp;gt; 13.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| „[[Schwellenland|Neue Zweite Welt]]“ || [[Ostasien]]: {{CHN}}, {{TWN|# }} [[Republik China (Taiwan)|Republik China]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Osteuropa|Ost-]] und [[Mitteleuropa]]: {{EST}}, {{LVA}}, {{LTU}}, {{POL}}, &amp;lt;br /&amp;gt; {{SVK}}, {{SVN}}, {{HUN}} &amp;lt;br /&amp;gt; [[Nordamerika]]: {{MEX}} &amp;lt;br /&amp;gt; [[Südamerika]]: {{BRA}}, {{COL}}  || 4466 bis 13845&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| „[[Dritte Welt]]“ || {{BGD}}, {{BOL}}, {{IND}}, {{IDN}} || 1136 bis 4465&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| „[[Vierte Welt]]“ || {{AFG}}, {{BFA}}, {{BDI}}, &amp;lt;br /&amp;gt; {{COD}}, {{RWA}}, {{SOM}}, &amp;lt;br /&amp;gt; {{TCD}}, {{CAF}}, {{SDN}} || ≤ 1135&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitaus größte Teil aller Staaten weltweit (193) gehört zur zweiten bis vierten Welt (155 oder 80 %), nur 20 % gehören der „Ersten Welt“ an. Der Übergang von der Dritten zur Vierten Welt ist fließend, zumal schon innerhalb der Dritten Welt, die sich noch durch eine leidlich konsolidierte [[Staatlichkeit]] auszeichnet, Länder mit Merkmalen der Vierten Welt anzutreffen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Weltordnung_in_einer_zerkl%C3%BCfteten_Welt/Ozw8CgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=vierte+welt&amp;amp;pg=PT30&amp;amp;printsec=frontcover Dieter Senghaas, &amp;#039;&amp;#039;Weltordnung in einer zerklüfteten Welt: Hat Frieden Zukunft?&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 30]&amp;lt;/ref&amp;gt; Je nach wirtschaftlicher Entwicklung kann es hier zu Verschiebungen kommen etwa von der vierten zur dritten Welt oder umgekehrt. Die Dynamik innerhalb der ersten Welt dagegen ist – wegen des enormen [[Wohlstand]]sgefälles – sehr gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
China kann die Globalisierung nutzen, um nicht nur die „Dritte Welt“, sondern auch die gesamte „Erste Welt“ – insbesondere in seiner Region – an sich zu binden.&amp;lt;ref&amp;gt;Phillip C. Saunders, &amp;#039;&amp;#039;China’s Global Activism: Strategy, Drivers, and Tools&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 1 ff.; ISBN 978-1-4781-3053-6&amp;lt;/ref&amp;gt; Als [[Mexiko]] 1993 Gründungsmitglied der [[Nordamerikanisches Freihandelsabkommen|NAFTA]] wurde, erlangte es für einige Beobachter temporär den Status eines „Erste Welt“-Landes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Die_Krisen_des_Kapitalismus/LUzbCgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%E2%80%9Eerste+Welt%E2%80%9C+status&amp;amp;pg=PA178&amp;amp;printsec=frontcover Saral Sarkar, &amp;#039;&amp;#039;Die Krisen des Kapitalismus&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 178]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Leistungsbilanz]]defizite stiegen, innerpolitische Krisen nahmen zu, und Mexiko fiel 1994 wieder in die „Zweite Welt“ zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo überproportionales [[Wirtschaftswachstum]] zu verzeichnen ist, gibt es [[Wachstumsmarkt|Wachstums-]] und [[Zukunftsmarkt|Zukunftsmärkte]], die oft der „zweiten Welt“ zugeschrieben werden, während [[Stagnation (Wirtschaft)|Stagnation]] zu [[Schrumpfmarkt|Schrumpfmärkten]] führt, die mit den Industriestaaten assoziiert werden. Dessen ungeachtet ist die „erste Welt“ durch hohes [[Pro-Kopf-Einkommen]] und hohe [[Arbeitsproduktivität]] gekennzeichnet. Die Einwohner besitzen einen hohen [[Bildungsstand]] und sind [[Qualifikation (Personalwesen)|qualifizierte]] [[Arbeitskraft|Arbeitskräfte]] bei hohem [[Lohnniveau]]. Es gibt ein geringes [[Bevölkerungsentwicklung|Bevölkerungswachstum]] sowie geringe Defizite bei [[Grundbedürfnis]]sen (Bildung, Ernährung, Gesundheit), die [[Sozialstandard]]s und [[Umweltstandard]]s sind hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Klassifizierungen wie „westliche Welt“ oder „erste Welt“ sind unscharf und sollen klarstellen, welchen sozioökonomischen Status ein Land hat. Da eine [[Quantifizierung]] am ehesten durch [[volkswirtschaftliche Kennzahl]]en (wie [[Bruttoinlandsprodukt]] oder Pro-Kopf-Einkommen) gelingt, werden andere Kriterien wie Sozialstandards und Umweltstandards vernachlässigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „vier Welten“ sind jede für sich kein [[Closed Shop]], sondern ein Auf- und Abstieg ist möglich. Einige Staaten der Vierten Welt allerdings sind chancenlos. Länder ohne [[Rohstoffvorkommen]] besitzen kaum [[Export]]- und [[Marktpotenzial]] und gehören meist zu den [[Agrarstaat]]en mit [[Subsistenzwirtschaft]]. Zur Linderung – nicht aber Überwindung – ihrer Staatskrise erhalten sie [[finanzielle Fördermittel]] des [[Internationaler Währungsfonds|Internationalen Währungsfonds]] und der [[Weltbank]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sammelbegriff „Entwicklungsländer“ hat eine semantische Differenzierung erfahren. Statt der [[Dichotomie]] zwischen Entwicklungs- und Industriestaaten werden differenziertere Begriffe wie Schwellenländer, junge Industrieländer (&amp;#039;&amp;#039;New Industrializing Countries&amp;#039;&amp;#039;, NICs) auf der einen Seite und am wenigsten entwickelte Länder (&amp;#039;&amp;#039;Least Developed Countries&amp;#039;&amp;#039;, LLDCs) verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Stockmann, Ulrich Menzel, Franz Nuscheler |Titel=Entwicklungspolitik: Theorien – Probleme – Strategien |Verlag=Oldenbourg Verlag |Datum=2010-07-01 |ISBN=978-3-486-71007-6 |Online=https://books.google.com/books?id=SaV7CejbPJwC&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;pg=PA26&amp;amp;dq=%E2%80%9Eerste+Welt%E2%80%9C+status&amp;amp;hl=de |Abruf=2024-05-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Inzwischen sind weitere Begriffe wie „fragile Staaten“ ({{enS|fragile states}}) oder „gescheiterte Staaten“ ({{enS|failed states}}) hinzugekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Ethnologie|Ethnologische]] Definitionen beziehen sich auf die westliche Kultur. Der britische Schriftsteller [[Rudyard Kipling]] schrieb über diesen Kontrast: „Osten ist Osten und Westen ist Westen, und die beiden werden sich niemals treffen.“ ({{&amp;quot; |Text=East is East and West is West and never the twain shall meet. |Sprache=en}}).&amp;lt;ref&amp;gt;Rudyard Kipling, &amp;#039;&amp;#039;The Ballad of East and West&amp;#039;&amp;#039;, 1889, [[passim]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit deutete er an, dass jemand aus dem Westen die asiatische Kultur nicht verstehen kann, weil die Unterschiede zu groß sind. Tatsächlich sind zum Beispiel „Freiheit“&amp;lt;ref name=&amp;quot;AsianFreedoms&amp;quot;&amp;gt;David KellySAnthony Reid (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Asian Freedoms – The Idea of Freedom in East and Southeast Asia&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge Univ. Press, Cambridge 1998, ISBN 0-521-62035-X, ISBN 0-521-63757-0&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Achtung auch individueller [[Menschenrechte]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;ChinMenschenrechte&amp;quot;&amp;gt;Gregor Paul/Caroline Y. Robertson-Wensauer (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Traditionelle chinesische Kultur und Menschenrechtsfrage&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Nomos, Baden-Baden 1998, ISBN 3-7890-5482-8 (&amp;#039;&amp;#039;Schriften des Instituts für Angewandte Kulturwissenschaft der Universität Karlsruhe (TH)&amp;#039;&amp;#039;, 3, &amp;#039;&amp;#039;Nomos-Universitätsschriften:&amp;#039;&amp;#039; Kulturwissenschaft).&amp;lt;/ref&amp;gt; jedoch keine Ideale, die nur im Westen angestrebt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Vorderasien|Vorder-]] und [[Südasien]] (beide relativ zum westlich gelegenen Europa) ist die Unterscheidung zwischen West- und Osteuropa weniger bedeutend; Länder, die Westeuropäer als Teil von Osteuropa ansehen (zum Beispiel [[Russland]]), zählen dort als westlich in dem Sinne, dass sie sowohl europäisch als auch christlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ralph Bollmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Lob des Imperiums: Der Untergang Roms und die Zukunft des Westens.&amp;#039;&amp;#039; Wjs, Berlin 2006, ISBN 3-937989-21-8.&lt;br /&gt;
* [[Stuart Hall (Soziologe)|Stuart Hall]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Westen und der Rest: Diskurs und Macht.&amp;#039;&amp;#039; In: Rassismus und kulturelle Identität. Ausgewählte Schriften 2. Argument Verlag, 1994, S. 137–179.&lt;br /&gt;
* [[Josephine Crawley Quinn|Josephine Quinn]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Westen. Eine Erfindung der globalen Welt. 4000 Jahre Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Klett-Cotta, Stuttgart 2025, ISBN 978-3-608-96470-7. &lt;br /&gt;
* Alfred Schlicht: &amp;#039;&amp;#039;Die Araber und Europa: 2000 Jahre gemeinsamer Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-17-019906-4.&lt;br /&gt;
* Jasper M. Trautsch: [https://dx.crossref.org/10.31267/Grundbegriffe_52409580 &amp;#039;&amp;#039;Abendland/Westen&amp;#039;&amp;#039;]. In: Ernst Müller, Barbara Picht, Falko Schmieder (Hrsg.): [https://dx.crossref.org/10.31267/Grundbegriffe &amp;#039;&amp;#039;Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen. Lexikon zur historischen Semantik in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;]. Schwabe Verlag, Basel/Berlin 2024ff. (Artikel werden fortlaufend online publiziert)&lt;br /&gt;
* Georgios Varouxakis: &amp;#039;&amp;#039;The West: The History of an Idea. A comprehensive intellectual history of the idea of the West.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, Princeton 2025, ISBN 978-0-691-27236-8.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich August Winkler]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Westens.&amp;#039;&amp;#039; 4 Bände. Beck, München 2009–2015:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Von den Anfängen in der Antike bis zum 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; 2009 (3. Auflage 2012), ISBN 978-3-406-59235-5.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit der Weltkriege 1914–1945.&amp;#039;&amp;#039; 2011, ISBN 978-3-406-59236-2.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Vom Kalten Krieg zum Mauerfall.&amp;#039;&amp;#039; 2014, ISBN 978-3-406-66984-2.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit der Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; 2015, ISBN 978-3-406-66986-6.&lt;br /&gt;
* Heinrich August Winkler: &amp;#039;&amp;#039;Werte und Mächte. Eine Geschichte der westlichen Welt.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4079237-7|NDL=00570464|VIAF=315142241}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westliche Welt| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entwicklungsgeographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entwicklungsökonomik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entwicklungspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entwicklungstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Globalisierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Geographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Terminologie des Kalten Krieges]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politisches Schlagwort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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