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	<title>Westerholter Kirche - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T15:21:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Westerholter_Kirche&amp;diff=2069082&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pomona: /* Ausstattung */ + Wikilnk Schalldeckel</title>
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		<updated>2024-09-02T19:03:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ausstattung: &lt;/span&gt; + Wikilnk Schalldeckel&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Friedenskirche Westerholt-msu-2021-210-4915.jpg|mini|Westerholter Kirche]]&lt;br /&gt;
Die [[Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelisch-lutherische]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Westerholter Kirche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im Hauptort der Gemeinde [[Westerholt (Landkreis Wittmund)|Westerholt]], einem Teil der [[Samtgemeinde Holtriem]] in [[Ostfriesland]], ist eine [[Saalkirche]] mit separat errichtetem Glockenturm. Sie wurde um 1250/1270 mit einer [[Apsis]] errichtet, die nicht erhalten ist, und im 15. Jahrhundert stark befestigt worden war. Seit 2009 heißt die Kirche in Westerholt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedenskirche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;holtriem&amp;quot;&amp;gt;[https://holtriem.de/tourismus-freizeit/sehenswuerdigkeiten/kirche-westerholt/ &amp;#039;&amp;#039;Die ev.-luth. Kirche in Westerholt&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 26.&amp;amp;nbsp;April&amp;amp;nbsp;2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Kirche wurde zwischen 1250 und 1270 auf einer künstlich aufgeschütteten etwa fünf Meter hohen [[Warft]] am alten Heer- und Postweg von [[Norden]] nach [[Esens]] errichtet. Ursprünglich nannte man sie aufgrund ihrer freien Lage zwischen den Dörfern [[Terheide]] und Westerholt auch &amp;#039;&amp;#039;Elende Kirche&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;holtriem&amp;quot; /&amp;gt; Der ursprüngliche Schutzpatron der Kirche ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 13. Jahrhundert war Westerholt mit seiner Kirche Hauptort des gleichnamigen Kirchspiels. Dieses war der Propstei [[Ochtersum]] im [[Bistum Bremen]] angegliedert. Im späten 15. Jahrhundert wurde sie von [[Hero Ohmken]] zur Wehrkirche ausgebaut und diente, mit Wehranlagen umgeben, der örtlichen Bevölkerung als Schutzburg und als Basis der Harlinger Häuptlinge in ihren Auseinandersetzungen mit den ostfriesischen Grafen. Im späten Mittelalter gehörte das Kirchspiel zum [[Harlingerland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Sächsische Fehde|Sächsischen Fehde]] wurde die Wehrkirche im Jahr 1496 durch ostfriesische Truppen des Grafen [[Edzard I. (Ostfriesland)|Edzard I.]] belagert, nachdem sich in der Kirche Harlingerländer verschanzt hatten. Da die Verteidiger nicht aufgaben, ließ Graf Edzard die Kirche stürmen und die 180 Mann starke Besatzung nach Aurich abführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;holtriem&amp;quot; /&amp;gt; So gelangte das Kirchspiel kurzzeitig in den Herrschaftsbereich des ostfriesischen Grafen, der hier umgehend die [[Reformation]] einführte. Nachdem der katholische Verbündete [[Balthasar von Esens]] das Gebiet zurückerobert hatte, begann die [[Gegenreformation]], die jedoch nach dessen Tod im Jahre 1538 wieder gestoppt wurde. Seither ist die Gemeinde evangelisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1800 war die ursprüngliche [[Apsis]] so baufällig, dass sie abgerissen wurde. Übrig blieben zwei Mauerstümpfe an der Ostwand. Im Laufe der Jahrhunderte wurden auch die ursprünglichen Eingänge der Kirche vermauert, zwei rundbogige Portale mit Rahmungen aus Quadern mit einfachem rechteckigen Rücksprung. Heute erfolgt der Eingang durch ein neues Westportal.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronisten&amp;quot;&amp;gt;Christian R. Salewski: [https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/php/ortschronisten/Ortsartikel/HOO_Westerholt__Salewski_05062008.pdf &amp;#039;&amp;#039;Westerholt, Verwaltungssitz der Samtgemeinde Holtriem, Landkreis Wittmund&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei; 92 kB), abgerufen am 25. März 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baubeschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hagioskop Friedenskirche Westerholt (Süd außen westl.).JPG|mini|hochkant|Hagioskop der Friedenskirche &amp;#039;&amp;#039;(Südseite / außen / westl.)&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die Kirche weist eine Länge von 28,1&amp;amp;nbsp;Metern und eine Höhe von 7&amp;amp;nbsp;Metern auf. Ihre Mauern ruhen auf großen Granitquadern und sind bis 1,25&amp;amp;nbsp;Meter stark. Sie wurde aus Backsteinen auf einem bündigen Quadersockel erbaut. Beim Bau wurden Backsteine im [[Klosterformat]] verwendet, die in einem wilden Verband mit Viertelsteinen verbaut wurden. Die Längsseiten der Kirche sind durch drei Rundbogenfenster gegliedert, die außen einen eingelegten Rundstab, innen einen rechteckigen Rücksprung haben. Auf der Südseite wurden vier neue Fenster in unregelmäßigen Abständen eingebrochen, vorhanden sind auch noch zwei nachträglich geöffnete [[Hagioskop]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingeborg Nöldeke: &amp;#039;&amp;#039;Verborgene Schätze in [[Ostfriesland|ostfriesischen]] Dorfkirchen – Hagioskope, [[Lettner]] und [[Sarkophag]]deckel – Unbeachtete Details aus dem [[Mittelalter]]&amp;#039;&amp;#039;. Isensee Verlag, Oldenburg 2014, ISBN 978-3-7308-1048-4, S. 137 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In halber Mauerhöhe setzten an den Ecken und zwischen den Fenstern Mauerblenden ([[Lisene]]n) an, ein Konsol[[fries]] aus gekehlten Viertelsteinen bildet den oberen Mauerabschluss. Im mit Spitzbogen[[Blende (Architektur)|blenden]] geschmückten Westgiebel ist ein [[Ochsenauge (Architektur)|Ochsenauge (Okulus)]] eingelassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronisten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:4721763 Westerholt Orgel.jpg|mini|Rohlfs-Orgel von 1842]]&lt;br /&gt;
Die Ausstattung der Kirche ist von überregionaler kunsthistorischer Bedeutung. Die hölzerne Kanzel zählt zu den ältesten in Ostfriesland. Sie ist mit einem spätgotischen [[Faltwerk]] aus dem 16. Jahrhundert versehen und wird von einem Wappen geziert, vermutlich dem Wappen eines ostfriesischen Häuptlings- oder Fürstenhauses. Der [[Schalldeckel]] wurde im 18. Jahrhundert zugefügt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;holtriem&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Südwand der Kirche sind Reste mittelalterlicher Malerei sichtbar. Von der weiteren ursprünglichen Ausstattung der Kirche ist nichts erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;holtriem&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orgel ==&lt;br /&gt;
Die [[Orgel|Kirchenorgel]] wurde vom Esenser Orgelbauer [[Arnold Rohlfs]] in den Jahren 1840–1842 errichtet. Beim Einbau der Orgel wurde eine Wand abgerissen, die quer durch die Kirche führte und auf der 12 Apostel-Statuen standen. Über den Verbleib der Statuen ist nichts bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Harm Poppen: [http://kirchenkreis-harlingerland.de/kirchen-und-kapellengemeinden/westerholt/harm-poppen-von-der-elendskirche-zur-friedenskirche.html &amp;#039;&amp;#039;Von der Elendskirche zur Friedenskirche Westerholt&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 25. März 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Standort der Orgel war zunächst eine Empore vor dem Chor im Osten. &amp;#039;&amp;#039;Durch die Orgel sind Chor und Altar verdeckt&amp;#039;&amp;#039; hieß es in der Kirchenbeschreibung von 1860. Um 1900 wurde die Empore mitsamt der Orgel auf die Westseite versetzt. Die einmanualige Orgel mit angehängtem Pedal und acht Registern ist weitgehend erhalten und wurde 1988/89 von [[Martin Haspelmath (Orgelbauer)|Martin Haspelmath]] restauriert. Die Disposition lautet wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Ruge (NOMINE e.V.): [https://www.nomine.net/westerholt-ev-luth-kirche &amp;#039;&amp;#039;Westerholt, Ev.-luth. Kirche – Orgel von Arnold Rohlfs (1840-42)&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 25. März 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.orgelsite.nl/westerholt-ostfriesland-evangelisch-lutherische-kirche/ |titel=Westerholt (Ostfriesland), Evangelisch Lutherische Kirche |werk=de Orgelsite |zugriff=2022-12-12 |sprache=nl}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;10&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=2 | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I Manual&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–d&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gedact || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Flötetraverse || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Principal || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rohrflöte || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nassat || 3′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Octav || 2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mixtur III&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Trompete &amp;#039;&amp;#039;B/D&amp;#039;&amp;#039; || 8′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=2 | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pedal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–d&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;angehängt&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Koppel (Orgel)|Koppeln]]:&amp;#039;&amp;#039; I/P&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der historischen Kirchen in Ostfriesland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hermann Haiduck |Hrsg= |Titel= Die Architektur der mittelalterlichen Kirchen im ostfriesischen Küstenraum |Verlag=Ostfriesische Landschaftliche Verlags- und Vertriebs-GmbH |Ort= Aurich |Datum=2009 |Auflage=2. |ISBN=978-3-940601-05-6 |Seiten=68 f., 136}}&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Kiesow]]: &amp;#039;&amp;#039;Bauschäden durch Windlasten und schlechte Bodenverhältnisse,&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Kulturgeschichte sehen lernen,&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 11. Auflage, Verlag Monumente Publikationen der [[Deutsche Stiftung Denkmalschutz|Deutschen Stiftung Denkmalschutz]], Bonn 2011, ISBN 978-3-936942-03-3, S. 59 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Friedenskirche Westerholt|Westerholter Kirche}}&lt;br /&gt;
* [http://kirche-westerholt.de/ Homepage der Kirchengemeinde]&lt;br /&gt;
* Kirchenkreis Harlingerland: [https://www.kirchenkreis-harlingerland.de/Gemeinden/westerholt &amp;#039;&amp;#039;Friedenskirche&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* Christian R. Salewski: [https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/php/ortschronisten/Ortsartikel/HOO_Westerholt__Salewski_05062008.pdf &amp;#039;&amp;#039;Westerholt, Verwaltungssitz der Samtgemeinde Holtriem, Landkreis Wittmund&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei; 92 kB)&lt;br /&gt;
* Genealogie-Forum: [http://www.genealogie-forum.de/ostfrld/kirchen/westerholt.htm#Kirche &amp;#039;&amp;#039;Westerholt&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* Sehenswürdigkeiten in und um Holtriem: [http://urlaub.holtriem.de/SEHENSW%C3%9CRDIGKEITEN/KircheWesterholt.aspx &amp;#039;&amp;#039;Die ev.-luth. Kirche in Westerholt&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=47NhQ1xvZtA Geläut] der Friedenskirche Westerholt, abgerufen am 7.&amp;amp;nbsp;September&amp;amp;nbsp;2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=53.591097|EW=7.458193|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Wittmund|Westerholt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude des Kirchenkreises Harlingerland|Westerholt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saalkirche in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Backsteinkirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westerholt (Landkreis Wittmund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 13. Jahrhundert|Westerholt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Romanik in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Disposition einer Orgel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal im Landkreis Wittmund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedenskirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pomona</name></author>
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