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	<title>Wessobrunner Schule - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T06:05:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wessobrunner_Schule&amp;diff=170902&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-42734-01: Rechtschreibfehler korrigiert</title>
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		<updated>2025-12-24T12:23:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rechtschreibfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Steinhausen Kapitell-1.jpg|mini|Wessobrunner Stuck in der Wallfahrtskirche [[Bad Schussenried|Steinhausen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Memmingen kreuzherrnkirche innen.jpg|mini|Spätbarocker Wessobrunner Stuck mit Rokoko-Elementen an der Kirchendecke des ehemaligen [[Kreuzherrenkloster Memmingen|Kreuzherrenklosters]] in [[Memmingen]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wessobrunner Schule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine Vielzahl von Kunsthandwerkern und Künstlern (großteils [[Stuckateur]]e), die ab Ende des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts in den Werkstätten der [[Kloster Wessobrunn|Benediktinerabtei Wessobrunn]] in [[Oberbayern]] ausgebildet wurden. Dort waren zeitweise bis zu 300&amp;amp;nbsp;Mitarbeiter beschäftigt. Mehr als 600 dieser Stuckateure, Baumeister und Kupferstecher sind namentlich bekannt. Die Wessobrunner beeinflussten im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert maßgeblich die Stuckkunst in Süddeutschland, Tirol und der Schweiz und dominierten sie zeitweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Wessobrunner Schule&amp;#039;&amp;#039; wurde erst 1888 von den Kunsthistorikern [[Gustav von Bezold (Kunsthistoriker)|Gustav von Bezold]] und [[Georg Hager]] geprägt. Als Begründer werden die Baumeister und Stuckateure [[Caspar Feichtmayr]] und [[Johann Schmuzer]] angesehen. Maurer, Zimmerer und Stuckateure waren als Handwerker in [[Zunft|Zünften]] vereinigt, wie etwa die [[Auer Zunft]]. Nur als Meister war (wie heute noch durch den Zunftzwang) dem Handwerker als &amp;#039;&amp;#039;Künstler&amp;#039;&amp;#039; eine selbständige Berufsausübung erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertreter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wichtigste Vertreter gelten die Gebrüder [[Johann Baptist Zimmermann|Johann Baptist]] und [[Dominikus Zimmermann]], die über mehrere Generationen tätigen [[Schmuzer]] und die Familie [[Feuchtmayer|Feichtmayr/Feuchtmayer]]. Einige Wessobrunner arbeiteten auch als Baumeister, wie etwa [[Johann Schmuzer|Johann]] und [[Joseph Schmuzer]] oder Dominikus Zimmermann. Andere wichtige Familien waren die [[Bader (Künstlerfamilie)|Bader]] mit [[Abraham Baader]], Finsterwalder mit [[Ignaz Finsterwalder]], [[Gigl (Künstlerfamilie)|Gigl]], Merck, Rauch, Schaidauf oder Schaidthauf ([[Johann Peter Schaidthauf]] und [[Thomas Schaidthauf]]), Übelher mit [[Johann Georg Üblhör]] und Zöpf mit [[Thassilo Zöpf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung des Stuckateurshandwerks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Stuck]]-Technik wurde bereits um 7000 v. Chr. angewendet und erlebte im Renaissance-Italien eine Blüte. In Deutschland trat sie erstmals in der [[Stadtresidenz Landshut|Residenz Landshut]] um 1545 auf. Wenn Michael Wening in seinem Werk „Historico-Topographica Descriptio“ (1. Teil) anno 1701 erwähnte, die Bewohner der zum Kloster Wessobrunn gehörenden Dörfer Gaispoint und Haid wirkten überwiegend als Stuckatoren und Maurer, so impliziert das eine länger zurückreichende Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bayern gingen Ende des 16. Jahrhunderts einheimische Maurer und Steinmetze mit italienischen Stuckateuren eine Allianz ein. Im 17. Jahrhundert entwickelte sich in Wessobrunn das bedeutendste Stuckatorenzentrum des damaligen Europas, an das im 18. Jahrhundert die wichtigsten Aufgaben nicht nur in Süddeutschland, sondern auch in Frankreich, Polen, Ungarn und Russland vergeben wurden. Die italienische Konkurrenz konnte nicht mithalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höhepunkt dieser Dekorationskunst war die von Domenikus Zimmermann erbaute und stuckierte sowie von seinem Bruder Johann Baptist freskierte Wallfahrtskirche [[Wieskirche|Wies]] (1744 ff.). In diesem Bau wurden sogar Architekturelemente gleichsam zum Ornament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arkadenbögen im Chor etwa sind nichts anderes als monumentale, durchbrochene [[Rocaille]]-Kartuschen. Den Schritt zu dieser kompromisslosen Übertragung der Rocaille auf die Architektur vollzog allerdings nur Dominikus Zimmermann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab etwa 1750 ließ die Bautätigkeit allgemein nach; die meisten großen Rokoko- und Wallfahrtskirchen waren vollendet. Als man in [[Bayern]] 1770 vom plastischen Stuck abkam und eine Verordnung mehr Nüchternheit und Sachlichkeit forderte, war den Wessobrunnern gewissermaßen die Existenzberechtigung entzogen. Auch wenn es nochmals eine frühklassizistische Bauwelle zwischen 1775 und 1790 gab, sank die Zahl der Stuck-Künstler. Die 1783 gegründete „Gesellschaft der Stuccatoren“ hatte noch 68 Mitglieder, 1798 waren es 27 und 1864 nur noch neun Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausstrahlung der Wessobrunner Stuckateure ist in zahlreichen europäischen Ländern zu beobachten, vor allem auch im benachbarten westlichen [[Österreich]]. Selbst im weit entfernten [[Kloster Neuzelle]] im protestantisch dominierten Brandenburg arbeiteten Wessobrunner Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Werke ==&lt;br /&gt;
* [[Innsbruck]]: [[Helblinghaus (Innsbruck)|Helblinghaus]]&lt;br /&gt;
* [[Luzern]]: [[Jesuitenkirche (Luzern)|Jesuitenkirche]]&lt;br /&gt;
* [[Obermarchtal]]: [[St. Peter und Paul (Obermarchtal)|St. Peter und Paul]]&lt;br /&gt;
* [[St. Peter (Hochschwarzwald)|St. Peter im Schwarzwald]]: [[Kloster St. Peter auf dem Schwarzwald|Kloster]]&lt;br /&gt;
* [[St. Gallen]]: [[Fürstabtei St. Gallen|Kloster]]&lt;br /&gt;
* Wies bei [[Steingaden]]: [[Wieskirche]]&lt;br /&gt;
* [[Zwiefalten]]: [[Münster Unserer Lieben Frau (Zwiefalten)|Münster Unserer Lieben Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hugo Schnell]], [[Uta Schedler]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Wessobrunner Künstler und Handwerker&amp;#039;&amp;#039;. Schnell und Steiner, München und Zürich 1988, ISBN 3-7954-0222-0.&lt;br /&gt;
* Johannes Goldner u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Wessobrunner Stukkatorenschule&amp;#039;&amp;#039;. Pannonia, Freilassing 1992, ISBN 3-7897-0209-9.&lt;br /&gt;
* Hans Rohrmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Wessobrunner des 17. Jahrhunderts. Die Künstler und Handwerker unter besonderer Berücksichtigung der Familie Schmuzer&amp;#039;&amp;#039;. EOS, St. Ottilien 1999, ISBN 3-8306-7015-X.&lt;br /&gt;
* [[Peter Dörfler]]. &amp;#039;&amp;#039;Die Wessobrunner. Roman um ein deutsches Künstlerdorf.&amp;#039;&amp;#039; Kösel-Verlag, München 1957 (1. Auflage: 1941).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL||autor=Harriet Brinkmöller-Gandlau|artikel=Zimmermann, Baumeister- und Stukkatorenfamilie in Wessobrunn|band=14|spalten=486-489}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{archINFORM|stich|2396}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4189731-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wessobrunner Schule| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstlervereinigung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stuckatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Organisation (Bauwesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfaffenwinkel]]&lt;/div&gt;</summary>
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