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	<title>Wesersandstein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T10:41:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wesersandstein&amp;diff=887666&amp;oldid=prev</id>
		<title>80.228.52.30: /* Wesersandstein i. w. S. */ + 1</title>
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		<updated>2024-08-07T06:41:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wesersandstein i. w. S.: &lt;/span&gt; + 1&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Karte Wesersandstein.png|miniatur|Kartenskizze mit stark vereinfachter Darstellung der Wesersandstein-Vorkommen (im engeren Sinne).]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wesersandstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet [[Naturstein|Natursandsteine]], die in der Solling-Folge (oberster Mittlerer [[Buntsandstein]]) im Gebiet der [[Weser#Oberweser|Oberweser]] und der unteren [[Diemel]] (östliches [[Weserbergland]]) im Süden Niedersachsens und im Norden Hessens vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Wesersandstein &amp;#039;&amp;#039;im engeren Sinn&amp;#039;&amp;#039; wird unterschieden zwischen dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karlshafener Sandstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Karlshafen-Schichten) oder &amp;#039;&amp;#039;Roten Wesersandstein&amp;#039;&amp;#039;, und dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trendelburger Sandstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Trendelburg-Schichten) oder &amp;#039;&amp;#039;Grauen Wesersandstein&amp;#039;&amp;#039;. In dem Gebiet zwischen [[Holzminden]], [[Eschershausen]], [[Stadtoldendorf]] und [[Bad Karlshafen]] steht Wesersandstein &amp;#039;&amp;#039;im weiteren Sinne&amp;#039;&amp;#039; (d.&amp;amp;nbsp;h. unter Einschluss von Solling-Sandstein-Vorkommen, die nicht klar in Karlshafen- und Trendelburg-Schichten gliederbar sind) im Abbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entstehung des Wesersandsteins reicht rund 245 Millionen Jahre ins frühe [[Erdmittelalter]], oder genauer: in die frühe [[Trias (Geologie)|Trias]], zurück. Weiträumige Flusssysteme schafften aus südlichen Richtungen lockere [[Sand]]e heran, die unter anderem im Gebiet des heutigen Weserberglandes im sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Reinhardswald-Trog&amp;#039;&amp;#039;, einem Teilbecken im Norden der &amp;#039;&amp;#039;Hessischen Senke&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Anmerkung: „Hessische Senke“ meint hier ein annähernd Nord-Süd-verlaufendes Sedimentationsgebiet im Germanischen Becken, das im Osten vom Rheinischen Massiv und im Westen von der sogenannten Eichsfeld-Altmark-Schwelle begrenzt wurde, also ein paläogeographisches Gebilde. Dieses alte Sedimentbecken ist nicht zu verwechseln mit dem, was regionalgeologisch unter „[[Hessisches Bergland|Hessische Senke]]“ verstanden wird, ein Gebiet im südlichen Niedersachsen und im östlichen Hessen, das durch annähernd Nord-Süd-streichende Störungen gekennzeichnet ist und als überwiegendes Erosionsgebiet im [[Tertiär]] weniger stark herausgehoben wurde als mehrere angrenzende Schollen (Rheinisches Schiefergebirge, Harz, Thüringer Wald)&amp;lt;/ref&amp;gt; und damit einem kleinen Teilbecken des [[Germanisches Becken|Germanischen Beckens]], abgelagert wurden. Das Klima im Germanischen Becken zu dieser Zeit war vorwiegend heiß und relativ trocken. Saisonale, heftige Niederschläge versorgten die Region zumindest periodisch mit Wasser, sodass sich eine artenarme [[Flora]] und [[Fauna]] halten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der folgenden Jahrmillionen wurden unter vielfältigen Umweltbedingungen verschiedene weitere Sedimente abgelagert, die schließlich eine Gesamtmächtigkeit von mehr als tausend Metern erreichten. Unter der Auflast dieser Deckschichten verfestigten sich die lockeren Flusssande der frühen Trias nach und nach zu [[Sandstein]]. Infolge der Hebung weiter Gebiete Mitteleuropas während des [[Tertiär]] und speziell der Hebung des sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Solling-Gewölbes&amp;#039;&amp;#039; im heutigen Südniedersachsen und Nordhessen&amp;lt;ref name=&amp;quot;müller09&amp;quot;&amp;gt;Christian Müller: &amp;#039;&amp;#039;Charakterisierung des hydromechanischen Verhaltens der Gesteine des Mittleren Buntsandsteins im Hinblick auf eine geothermische Nutzung: Strukturgeologische Geländeaufnahmen, gesteinsmechanische Untersuchungen und numerische Modellierungen.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultäten der Georg-August-Universität zu Göttingen. 2009, S. 15 ff. (Regionale Geologie, [http://ediss.uni-goettingen.de/bitstream/handle/11858/00-1735-0000-0006-B2E2-B/mueller_christian.pdf?sequence=1 PDF] 11&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden die Deckschichten wieder weitgehend [[Erosion (Geologie)|abgetragen]] und die Weser schnitt sich im Verlauf der letzten Millionen Jahre in die Buntsandsteinschichten zwischen [[Solling]] und [[Reinhardswald]] mit einer mittleren Rate von 20 Zentimetern pro Jahrtausend ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stratigraphische und räumliche Verbreitung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Wesersandstein&amp;#039;&amp;#039; ist keine [[Lithostratigraphie|lithostratigraphische]] Bezeichnung, sondern der Handelsname von Sandsteinen der &amp;#039;&amp;#039;Solling-Folge&amp;#039;&amp;#039; von Nordhessen und Südniedersachsen, die als Natursteine abgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Solling-Folge oder Solling-Formation (lithostratigraphisches Kürzel: smS) bildet überregional den obersten Teil des &amp;#039;&amp;#039;Mittleren Buntsandsteins&amp;#039;&amp;#039; (sm). Die Schichtglieder der Solling-Formation, welche die Wesersandsteine enthalten, werden offiziell als &amp;#039;&amp;#039;Trendelburger Schichten&amp;#039;&amp;#039; (smS2, enthalten den Grauen Wesersandstein) und &amp;#039;&amp;#039;Karlshafener Schichten&amp;#039;&amp;#039; (smS3, enthalten den Roten Wesersandstein) bezeichnet. Diese Nomenklatur geht auf eine regionale Gliederung der Solling-Formation in insgesamt vier Untereinheiten zurück:&lt;br /&gt;
* Stammener Schichten (smS4),&lt;br /&gt;
* Karlshafener Schichten (smS3),&lt;br /&gt;
* Trendelburger Schichten (smS2) und&lt;br /&gt;
* Wilhelmshausener Schichten (smS1) (=&amp;amp;nbsp;Solling-Basisandstein)&lt;br /&gt;
Eine solche Unterscheidung kann jedoch offenbar nur im zentralen Teil des in etwa nord-süd-streichenden Reinhardswald-Troges getroffen werden, was einem heutigen Verbreitungsgebiet im Reinhardswald (Nordhessen) und im südlichen Solling (Südniedersachsen) entspricht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;müller09&amp;quot; /&amp;gt; Zu den Beckenrändern hin (u.&amp;amp;nbsp;a. im nördlichen Solling) wird lediglich der Solling-Bausandstein (smSS) ausgehalten. Außerhalb des Reinhardswald-Troges wird die Solling-Folge wieder anders gegliedert, im [[Thüringer Becken (mit Randplatten)|Thüringer Becken]] beispielsweise in den Solling-Basissandstein (smSB), das Solling-Zwischenmittel und den Thüringer Chirotheriensandstein (smST).&amp;lt;ref&amp;gt;siehe z.&amp;amp;nbsp;B. Peter Puff, Hendrik Klein: &amp;#039;&amp;#039;Die Solling-Formation des Buntsandstein bei Jena&amp;amp;nbsp;/ Ostthüringen.&amp;#039;&amp;#039; Beiträge zur Geologie von Thüringen, Neue Folge. Bd.&amp;amp;nbsp;18, 2011, S.&amp;amp;nbsp;5–24 ([http://www.researchgate.net/profile/Hendrik_Klein/publication/257426487 PDF] 665&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gesamtmächtigkeit der Solling-Formation im zentralen Teil des Reinhardswald-Troges beträgt etwa 120 Meter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;müller09&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trendelburger Schichten treten vorwiegend im Diemeltal, am Westrand des Reinhardswaldes (Nordhessen), zutage. Die Bad Karlshafener Schichten sind vorwiegend rechts und links der Weser, im südlichen Solling, weit verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Verwendung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Die Wesersandsteine führen gut gerundete, fein- bis mittelsandige Quarzkörner und zeichnen sich durch ein verhältnismäßig geringes Porenvolumen aus. Der Quarzanteil liegt bei 85 bis 99 Prozent. Ihre rötliche Färbung stammt von den [[Eisenerz]]mineralen [[Limonit]] (Brauneisen) und [[Hämatit]] (Roteisen). Sie sind relativ verwitterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Roter Wesersandstein (Karlshafener Sandstein) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wesersandstein 2.jpg|miniatur|Roter Wesersandstein ([[Hannoversche Klippen]])]]&lt;br /&gt;
[[Glimmer]], ein durchaus häufiger Bestandteil klastischer [[Sedimentgestein]]e, tritt in den Wesersandsteinen der Karlshafen-Schichten in außergewöhnlich hohem Maße und gleichmäßig geschichtet auf.&amp;lt;!-- Hier wäre mal zu recherchieren, ob das nicht eine sekundäre Bildung ist. Normal ist das jedenfalls nicht--&amp;gt; Dies bewirkt eine leichte Spaltbarkeit des Gesteins in bis zu ein Zentimeter starke Platten, die mit Keileisen und Fäusteln voneinander getrennt werden können. Die Nutzung dieser Sandsteinplatten ab dem 17. Jahrhundert zur Dacheindeckung und in Form von Behangplatten als Witterungsschutz zur [[Schindel|Verschindelung]] von Hausfassaden ist eine absolute Besonderheit und typisch für den Baustil in der Region. Die Verlegung solcher Dach- und Fassadenplatten wird noch heute, überwiegend bei der Wiedereindeckung von denkmalgeschützten Gebäuden, durchgeführt. Dickere Platten, so genannte &amp;#039;&amp;#039;Lege-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Dehlsteine&amp;#039;&amp;#039;, dienten als Fußbodenbelag in Wohnhäusern, Ställen, Kirchen und Schlachthöfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Daten:&lt;br /&gt;
*[[Rohdichte]] 2,42 g/cm³&lt;br /&gt;
*[[Wasseraufnahme]] (Atm.) 2,04 Gew.-%&lt;br /&gt;
*[[Druckfestigkeit]] 135 N/mm²&lt;br /&gt;
*[[Biegefestigkeit]] 21,30 N/mm²&lt;br /&gt;
*[[Abriebfestigkeit]] 12,3 cm³/50 cm²&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fossilien ====&lt;br /&gt;
Im Roten Wesersandstein fanden sich [[Fährtensandstein|Fährtenplatten]], die Fußabdrücke von verschiedenen Reptilien aufweisen, die vor etwa 245 Millionen Jahren in der damaligen Flusslandschaft heimisch waren: räuberische frühe [[Archosauria|Archosaurier]] sowie frühe [[Lepidosauria|Lepidosaurier]] und „höhere“ [[Therapsiden|Nicht-Säuger-Therapsiden]]. Die entsprechenden Fußspuren werden als &amp;#039;&amp;#039;[[Chirotherium|Chirotherium sickleri]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Rhynchosauroides bornemanni&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;R. schochardti&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Dicynodontipus geinitzi&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet&amp;lt;ref&amp;gt;Georges Demathieu, Jürgen Fichter: &amp;#039;&amp;#039;Die Karlshafener Fährten im Naturkundemuseum der Stadt Kassel.&amp;#039;&amp;#039; Philippia. Abhandlungen und Berichte aus dem Naturkundemuseum im Ottoneum zu Kassel. Bd. 6, Nr. 2, 1989, S. 111–154, ([http://www.naturkundemuseum-kassel.de/wissenschaft/publikationen/pdf/Philippia_06_2_1989_111-154.pdf PDF] 7,9&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; und sind im Naturkundemuseum [[Kassel]] und im Geologisch-Paläontologischen Institut der [[Universität Göttingen]] ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grauer Wesersandstein (Trendelburger Sandstein) ===&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Graue Wesersandstein&amp;#039;&amp;#039; schwankt in der Farbgebung zwischen hellgrau, violett, gelblich und bräunlich, enthält kaum Glimmer und ist daher weit weniger gut spaltpar als der Rote Wesersandstein. Aus ihm wurden vorwiegend [[Mauer]]steine, [[Kopfsteinpflaster]], [[Treppe]]nstufen, Kreuz- und [[Grabstein]]e sowie [[Trog (Behälter)|Schweinetröge]] und figürliche [[Kunstwerk]]e hergestellt. Meist wurde er aber zu [[Bruchstein]]en verarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fossilien ====&lt;br /&gt;
[[Fossil]]funde im &amp;#039;&amp;#039;Grauen Wesersandstein&amp;#039;&amp;#039; sind hauptsächlich pflanzlicher Art, vorwiegend [[Schachtelhalm]]e (&amp;#039;&amp;#039;Equisetites mougeoti&amp;#039;&amp;#039;), deren [[Marksteinkerne]] gut erhalten sind. Sie bestanden vermutlich die Uferbereiche der Buntsandstein-Flüsse, eventuell auch über längere Zeit stabile Sandbänke, von denen sie bei Verlagerung der Rinnen abgerissen und weggeschwemmt wurden, um schließlich an einer anderen Stelle des Flusslaufes im Sediment eingebettet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Buntsandsteinbruch Solling.jpg|miniatur|Steinbruch des Roten Wesersandsteins oberhalb der Hannoverschen Klippen]] &lt;br /&gt;
[[Datei:Wesersandstein 1.jpg|miniatur|Besucher-Steinbruch bei Bad Karlshafen]]&lt;br /&gt;
[[Steinbruch|Steinbrüche]], in denen zielgerichtet bestimmte Steinqualitäten abgebaut werden, gibt es im Bereich des Wesersandsteins erst seit dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Dennoch wurden zum Bau von Gebäuden wie dem Kloster in [[Kloster Helmarshausen|Helmarshausen]] oder der [[Krukenburg]] bereits im [[Hochmittelalter]] Sandsteine als Material verwendet. Ihr Abbau erfolgte in Steingruben, die in unmittelbarer Nähe zum Gebäude lagen, ohne Rücksicht auf die Steinqualität. Der nicht verwertbare Abraum wurde auf nahe gelegene &amp;#039;&amp;#039;Kummerhalden&amp;#039;&amp;#039; verschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur Gruben mit hochwertigen Steinen wurden Ausgangspunkte für spätere Steinbrüche, deren Lage dicht an Weser und Diemelmündung es ermöglichte, die behauenen Steine über Rutschen auf Lastkähne zu verladen und stromauf und -ab zu den Schloss-Baustellen der [[Weserrenaissance]] zu transportieren. Diemelaufwärts übernahm dies ab 1848 die [[Carlsbahn]], die erste Eisenbahn im [[Kurfürstentum Hessen]], und entlang der Weser ab 1873 auch die [[Sollingbahn]]. Steinbrüche, die diese Transportwege nicht nutzen konnten, wurden aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So entstanden im Laufe der letzten drei Jahrhunderte unzählige aufgelassene Gruben und Abraumhalden, die sich mittlerweile teilweise unter einer dichten [[Vegetation]]sdecke verstecken. Im Raum Bad Karlshafen befinden sich heute noch fünf produzierende Wesersandsteinbrüche oberhalb der Juliushöhe links der Weser und oberhalb der [[Hannoversche Klippen|Hannoverschen Klippen]] rechts der Weser. Die hier mit modernen Maschinen gebrochenen &amp;#039;&amp;#039;Roten Wesersandsteine&amp;#039;&amp;#039; sind von hoher Qualität und werden vorwiegend zu [[Restaurierung]]szwecken verwendet. Aber auch weiter nördlich wird Solling-Sandstein unter der Bezeichnung „Roter Wesersandstein“ gebrochen und verarbeitet, u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Arholzen]] östlich von [[Holzminden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dachdeckung Sollinger Platten Wülmersen.JPG|miniatur|Dacheindeckung mit Wesersandstein auf dem [[Wasserschloss Wülmersen]]]]&lt;br /&gt;
Wesersandstein wurde im Mauerwerksbau mindestens seit dem 11. Jahrhundert verarbeitet als [[Bruchstein (Baumaterial)|Bruchstein]] und [[Werkstein]] (Haustein), z.&amp;amp;nbsp;B. beim Bau der [[St. Kiliani (Höxter)|Kilianikirche]] in [[Höxter]]. Entstanden ist Bruchsteinmauerwerk und Werksteinmauerwerk/Quadermauerwerk meist als regelmäßiges oder unregelmäßiges Schichtmauerwerk. Seit dem 15. Jahrhundert wurde spaltfähiges Material mit Keilen oder durch Bewitterung (Frostsprengung) gespalten und als Spaltplatten (Spaltstein) zur Herstellung von Dachplatten und Fassadenplatten (Fassadenbehang) verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Trendelburger Sandstein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klosterkirche [[Kloster Lippoldsberg|Lippoldsberg]]&lt;br /&gt;
* Weltkulturerbe [[Corvey|Schloss Corvey]] in Höxter&lt;br /&gt;
* Hotel Menzhausen in [[Uslar]]&lt;br /&gt;
* Löwendenkmal des Landgrafen [[Karl (Hessen-Kassel)|Karl]] von Hessen in [[Bad Karlshafen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wesersandstein im weiteren Sinne ===&lt;br /&gt;
*Arensburg, Brücke A&amp;amp;nbsp;2 Kreis Bückeburg (Verblendmauerwerk)&lt;br /&gt;
*[[Werratalbrücke Hedemünden]] (Verblendmauerwerk)&lt;br /&gt;
*[[Marine-Ehrenmal Laboe]] Freifläche (Pflaster)&lt;br /&gt;
*[[Wasserschloss Hehlen]] (Dacheindeckung)&lt;br /&gt;
*[[Schloss Corvey]], Höxter (Dacheindeckung)&lt;br /&gt;
*[[Klosterkirche Amelungsborn]] (Dacheindeckung)&lt;br /&gt;
*[[Erlöserkirche (Hannover)|Erlöserkirche Hannover]] (Altar)&lt;br /&gt;
*[[St. Kiliani (Höxter)|Kilianikirche Höxter]] (Dacheindeckung und Mauerwerk)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karlshafener Sandstein ===&lt;br /&gt;
*Historische Hafenanlage in Bad Karlshafen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Liste von Sandsteinsorten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jochen Lepper: &amp;#039;&amp;#039;Die Niedersächsischen Naturwerksteine mit besonderer Berücksichtigung des Wesersandsteins.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neues Archiv für Niedersachsen.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 43.1994,2, {{ISSN|0342-1511}}, S. 35–41.&lt;br /&gt;
* Jochen Lepper: &amp;#039;&amp;#039;Naturwerksteine in Niedersachsen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Angewandte Geologie]].&amp;#039;&amp;#039; (Z. angew. Geol.). Hannover 43.1997,1, {{ISSN|0044-2259}}, S. 3–10.&lt;br /&gt;
* Jochen Lepper: &amp;#039;&amp;#039;Naturstein.&amp;#039;&amp;#039; 2/98, S. 73f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
*[http://www.geodienst.de/roterwesersandstein.htm geodienst.de über Roter Wesersandstein]&lt;br /&gt;
*[http://www.lbeg.niedersachsen.de/download/964/Trias_Buntsandstein.pdf Gliederung des Buntsandsteins in Niedersachsen] (PDF, 402&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klastisches Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sandstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinbruch in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Solling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit der Trias]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturwerkstein der Trias]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sedimentärer Naturwerkstein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>80.228.52.30</name></author>
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