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	<title>Wesensschau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T02:08:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wesensschau&amp;diff=1541412&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-03-18T08:11:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wesensschau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Begriff der [[Philosophie]] der Moderne, insbesondere der [[Phänomenologie]]. Er bezeichnet eine für evident gehaltene [[Erkenntnis]], die erreicht werden soll, indem ein im Bewusstsein gegebenes allgemeines Erkenntnisobjekt direkt erfasst wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Ausgangspunkt bildet die [[Ideenlehre|Ideenschau]] in der Lehre [[Platon]]s. Diese unterscheidet sich allerdings von der Wesensschau im modernen Sinne grundlegend dadurch, dass Platon die Schau der [[Idee]]n als Wahrnehmung einer objektiv existierenden [[Metaphysik|metaphysischen]] Realität auffasst, während die moderne phänomenologische Wesensschau ohne metaphysische Interpretationen auskommt. Nach [[Max Scheler]] bezieht sich die Wesensschau allerdings auf Werte, die [[Objektivität|objektiv]] und [[a priori]] vorhanden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Scheler]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Formalismus in der Ethik und die materiale Wertethik.&amp;#039;&amp;#039; Sonderdruck aus: &amp;quot;Jahrbuch für Philosophie und phänomenologische Forschung&amp;quot;, Band I und II, herausgegeben von EDMUND HUSSERL, Freiburg i. Br., Halle a. d. Saale, 1916, S. 1–19. [https://archive.org/details/DerFormalismusInDerEthikUndDieMaterialeWertethik archive.org, aufgerufen am 19. August 2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Jean-Paul Sartre hält eine [[transzendent]]e Betrachtung angesichts der grundsätzlich unbegrenzten [[Abschattung (Phänomenologie)|Abschattungen]] der [[Erscheinung]]sweisen eines Objekts für angezeigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SartreE&amp;amp;N&amp;quot;&amp;gt;[[Jean-Paul Sartre]]: &amp;#039;&amp;#039;L’Être et le Néant.&amp;#039;&amp;#039; Essai d’ontologie phénonménologique. [1943] tel Gallimard, 2007, ISBN 978-2-07-029388-9, S. 13 f. zu Stw. „Abschattung“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Phänomenologie [[Edmund Husserl]]s ist die Wesensschau ein zentraler Begriff. Husserl umschreibt sie auch als Ideation, [[Eidos|eidetische]] Deskription oder eidetische Variation. Danach kann man durch intensive, systematische Analyse bei einem einzelnen [[Gegenstand]] die individuellen [[Eigenschaft]]en, die ihm zufällig ([[Kontingenz (Philosophie)|kontingent]]) zukommen, von den typspezifischen Eigenschaften, die sein [[Wesen (Philosophie)|Wesen]] (eidos) ausmachen, unterscheiden. Dies geschieht, indem man sich den Gegenstand in Gedanken vorstellt und seine Eigenschaften dabei verändert. Die Eigenschaften, die dabei unverändert bleiben müssen, damit der Gegenstand durch seine Bezeichnung noch erfasst wird, sind dem Wesen des Gegenstandes zuzurechnen. Sie machen seine [[Identität]] aus. Ziel der phänomenologischen Wesensschau ist es, die [[Evidenz (Philosophie)|Evidenz]] der Dinge zu erfassen, indem sie ohne bestehende Vorurteile betrachtet werden. In diesem Sinne wird die eidetische Variation auch als deskriptive wissenschaftliche Methode verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig bei der &amp;#039;&amp;#039;Wesensschau&amp;#039;&amp;#039; im Husserlschen Sinn ist die &amp;quot;Einklammerung des Wirklichkeitscharakters&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Thiel]]: &amp;#039;&amp;#039;Wesensschau.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Jürgen Mittelstraß]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Band 8: Th – Z. Stuttgart, Metzler 2018, ISBN 978-3-476-02107-6, S. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
([[eidetische Reduktion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Husserl gründen sich auf die Wesensschau die &amp;#039;&amp;#039;eidetischen Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Wesenswissenschaften&amp;#039;&amp;#039;. Darunter versteht er unter anderem die Logik, die Mathematik und die [[Phänomenologie|phänomenologische Philosophie]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Thiel]]: &amp;#039;&amp;#039;Wesensschau.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Jürgen Mittelstraß]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Band 8: Th – Z. Stuttgart, Metzler 2018, ISBN 978-3-476-02107-6, S. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Wesensschau als Methode wird kritisiert, dass die Gefahr bestehe, durch sie nur die eigenen Vorurteile zu variieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anton Hügli]], Poul Lübcke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophielexikon. Personen und Begriffe der abendländischen Philosophie von der Antike bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Erw. Auflage. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2013 (rororo; 55689; Rowohlts Enzyklopädie), ISBN 978-3-499-55689-0: &amp;#039;&amp;#039;Wesensschau&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Fellmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Phänomenologie zur Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Junius, Hamburg 2006, ISBN 3-88506-616-5.&lt;br /&gt;
* [[Karl-Heinz Lembeck]]: &amp;#039;&amp;#039;Wesensschau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 12, Schwabe, Basel 2004, Sp. 655–659.&lt;br /&gt;
* [[Christian Thiel]]: &amp;#039;&amp;#039;Wesensschau.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Jürgen Mittelstraß]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Band 8: Th – Z. Stuttgart, Metzler 2018, ISBN 978-3-476-02107-6, S. 477 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phänomenologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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