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	<title>Wertung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T16:07:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wertung&amp;diff=2804034&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Chrisandres: Link auf Beurteilung</title>
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		<updated>2024-12-30T21:42:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf &lt;a href=&quot;/index.php/Beurteilung&quot; title=&quot;Beurteilung&quot;&gt;Beurteilung&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gute Energie.jpg|mini|hochkant=1.5|„Gute Energie“ ist eine typisch subjektive Wertung, die sich auf die weniger umweltschädlichen [[Erneuerbare Energien|erneuerbare Energieformen]] bezieht (Gemälde auf einem Stromverteilerkasten in Erkrath)]]&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wertung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bewerten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man Überlegungen und Feststellungen, wieweit ein [[Geschehen|Vorgang]] oder [[Sachverhalt]], eine [[Eigenschaft]] von Objekten bzw. Personen oder eine [[Idee]] mit damit verknüpfbaren [[Wertvorstellung]]en übereinstimmt. Wertungen können je nach Situation, gesellschaftlichem Umfeld und beteiligten Personen stark voneinander abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Alternative zur Wertung ist die wertfreie Beschreibung. Z.&amp;amp;nbsp;B. gibt es in der Wissenschaft neben [[normativ]]en auch deskriptive Ansätze / Theorien; siehe [[Phänomenologie (Methodik)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wertungen können basieren&lt;br /&gt;
* auf bindenden [[Vereinbarung]]en (etwa im [[Rechtswesen]])  und/oder&lt;br /&gt;
* auf mehrheitlich akzeptierten Vorstellungen, z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Naturrecht]]&lt;br /&gt;
* auf eigenen (praktischen) Erfahrungen oder auf Gelerntem (Erziehung, Überlieferung / Tradition)&lt;br /&gt;
* auf individuellen oder gesellschaftlichen [[Ideal (Philosophie)|Idealen]]&lt;br /&gt;
* auf elementaren biologisch fundierten [[Einstellung (Psychologie)|Einstellungen]].&lt;br /&gt;
[[Religionsgemeinschaft]]en haben einen Wertekanon; er basiert u.&amp;amp;nbsp;a. auf Schriften wie [[Bibel]] oder [[Koran]] bzw. auf deren Auslegung ([[Exegese]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche [[Beurteilung]]en  basieren auf [[Messung]]en, beispielsweise in vielen Bereichen der [[Technik]] oder im [[Sport]]. Hier können [[subjektiv]]e Werturteile und [[Interpretation]]en in ein annähernd [[Objektivität|objektives]] Bild des Geschehens münden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik und Sport ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewertungen im [[technisch]]en Bereich ([[Werkstoff|Materialien]], Geräte, Methoden) erfolgen überwiegend auf Basis von Messungen oder auf einer Beurteilung nach [[Normung|Normen]] bzw. mit speziellen [[Prüfmittel]]n. Zu allgemeinen [[Qualität]]s-Kriterien treten Eigenschaften wie [[Zuverlässigkeit (Technik)|Zuverlässigkeit]] und [[Genauigkeit]], bei Materialien und Bauten die Bruchfestigkeit, [[Gefahrlosigkeit]] und verschiedene Aspekte der [[Lebensdauer (Technik)|Haltbarkeit]], bei Geräten vielfach die gute Benützbarkeit und ansprechendes [[Design]], bei [[Messgerät]]en neben der Präzision auch Eigenschaften wie Verlässlichkeit, Temperaturbeständigkeit und [[Eichung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Leistungssport]] basieren Wertungen überwiegend auf&lt;br /&gt;
* exakter [[Zeitmessung]] -- z.&amp;amp;nbsp;B. bei Laufdisziplinen, Radrennen oder Schwimmen&lt;br /&gt;
* auf [[Distanzmessung]]en -- z.&amp;amp;nbsp;B. Sprungbewerbe oder Kugelstoße&lt;br /&gt;
* oder auf [[Zählung]]en (Tore/Netzwürfe im Fußball/Basketball, Fehler im Tennis usw.)&lt;br /&gt;
Weniger objektiv sind Bewertungen in Disziplinen, wo Stil, [[Schönheit]] oder Fairness eine große Rolle spielen -- etwa bei Tanzbewerben, Kunsteislauf oder im Boxen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturgeschichte und Wissenschaften ==&lt;br /&gt;
Im Laufe der [[Kulturgeschichte]] sind Wertentscheidungen oft zu einem [[konstitutiv]]en Element der Kultur geworden, insbesondere wenn sie innerhalb eines größeren [[Sozialsystem]]s Sinnzuschreibungen festlegen. Umgekehrt besteht eine gesellschaftliche Kultur auch darin, Bewertungsmaßstäbe weiterzugeben oder der Zeit anzupassen, wie es etwa im Bereich der [[Menschenrecht]]e, der Verhaltensweisen im Alltag oder der [[Brauch|Bräuche]] erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Wissenschaften, welche die Grundlagen von Bewertungen erarbeiten oder erforschen, gehören u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
* [[Philosophie]] und [[Metaethik]] (siehe auch &amp;#039;&amp;#039;[[Das Gute]], [[Das Schöne]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Moraltheologie]] und [[Pädagogik]],&lt;br /&gt;
* [[Sozialwissenschaften]] und [[Differentielle Psychologie]]&lt;br /&gt;
* [[technische Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
* [[Rechtswesen]] und [[Politikwissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Normung]] und [[Standardisierung]] hängen von vielen Faktoren ab; bei ihnen können z.&amp;amp;nbsp;B. ökonomische Interessen und Patentfragen eine Rolle spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Definitionen nach Eisler}} Philosophie und Psychologie ==&lt;br /&gt;
Nach R.Eisler (Wörterbuch der philosophischen Begriffe) besteht &amp;#039;&amp;#039;die Setzung des Wertens (Schätzens) [...] in der gefühlsmäßig-unmittelbaren oder urteilenden (beurteilenden) Beziehung eines Objects auf ein (wirkliches oder mögliches, einzelnes oder allgemeines) Wollen, Bedürfen, Zwecksetzen.&amp;#039;&amp;#039; Die Definition bezieht auch die &amp;#039;&amp;#039;[[Brauchbarkeit]] für einen zwecksetzenden Willen&amp;#039;&amp;#039; und das [[Bedürfnis]] des Beurteilers nach dem zu bewertenden Gegenstand ein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neben diesen subjektiven Bewertungsmaßstäben nennt Eisler auch &amp;#039;&amp;#039;allgemein-objective (allgemeingültige, anerkannte) Werte, die es für jedes gleichorganisierte Wesen sind oder sein sollen&amp;#039;&amp;#039;. Er unterscheidet ferner &amp;#039;&amp;#039;eingebildete und echte, wahre Werte&amp;#039;&amp;#039; sowie Eigen- und Fremdwert. Als &amp;#039;&amp;#039;Wertfundament&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet er &amp;#039;&amp;#039;dasjenige, um dessentwillen etwas gewertet wird&amp;#039;&amp;#039;. Hinter dem Werturteil können wirtschaftliche, ethische, ästhetische und andere Werte stehen. Art und Intensität des Wertens unterlägen einem geschichtlichen Wandel und seien &amp;#039;&amp;#039;causale Factoren der Culturentwicklung&amp;#039;&amp;#039;. Etwas als [[unwert]] Erkanntes habe negativen Wert, nicht bloß einen Wertmangel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Forschungsbeiträge ===&lt;br /&gt;
Gefühlsmäßige Wertungen wurden von [[Wilhelm Wundt]] (1832–1920) als unterschiedliche [[Zustandsgefühle]], nämlich als angenehme oder unangenehme [[Fühlen (Psychologie)|Gefühle]] beschrieben, eben als [[Lust]]- oder Unlustghefühle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WundtGDP&amp;quot; /&amp;gt; Diese [[Ambivalenz]]en werden auch heute weiterhin als gegensätzlich wertende, elementare und [[Archaismus (Psychologie)|archaische]] Grundgefühle im Sinne des Annehmens oder Zurückweisens bestätigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JungJGW6.12&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HuthPDG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HuthPDG&amp;quot;&amp;gt;Albert Huth: &amp;#039;&amp;#039;Persönlichkeits-Diagnose&amp;#039;&amp;#039;. Francke, Bern 1956, Dalp-Taschenbücher, Band 322, S. 52 ff. zu Kap. „Das Fühlen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;JungJGW6.12&amp;quot;&amp;gt;[[Carl Gustav Jung]]: &amp;#039;&amp;#039;Definitionen&amp;#039;&amp;#039;. In: Gesammelte Werke. Walter-Verlag, Düsseldorf 1995, Paperback, Sonderausgabe, Band 6, „Psychologische Typen“. ISBN 3-530-40081-5:&amp;lt;br /&amp;gt;S. 460, § 721 zu Stw. „Gefühl“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WundtGDP&amp;quot;&amp;gt;[[Wilhelm Wundt]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundriß der Psychologie&amp;#039;&amp;#039;. 12. Aufl., Leipzig 1914; zitiert nach [[Albrecht Langelüddeke]]: &amp;#039;&amp;#039;Gerichtliche Psychiatrie&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin 1959, S. 292 f. zu Stw. „Lust- und Unlustgefühle“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wertschätzung]], [[Werturteil]]&lt;br /&gt;
* [[Werttheorie]]n&lt;br /&gt;
* [[Rechtsgefühl]]&lt;br /&gt;
* [[Gebrauchswert]], [[Tauschwert]]&lt;br /&gt;
* [[guter Geschmack]]&lt;br /&gt;
* [[Evaluierung]], [[Gutachten]]&lt;br /&gt;
* [[Bewertung (Qualitätsmanagement)]]&lt;br /&gt;
* [[Bewertung (Logik)]] in der Aussagenlogik&lt;br /&gt;
* [[Bewertung (Rechnungswesen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Quellen ==&lt;br /&gt;
* Der neue Brockhaus, 3. Auflage (v.&amp;amp;nbsp;a. Band V, Stichworte Wert...), Wiesbaden 1960&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Eisler (Philosoph)|Rudolf Eisler]], &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der philosophischen Begriffe&amp;#039;&amp;#039;, siehe Stichwörter [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Wert Wert], Wertschätzung etc.&lt;br /&gt;
* H.P. Dürr, W. Pannenberg et al.: &amp;#039;&amp;#039;Weltauffassungen&amp;#039;&amp;#039;. Teil III (p.157-212) von &amp;#039;&amp;#039;Gott, der Mensch und die Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Pattloch 1997&lt;br /&gt;
* C. S. Graumann, R. Willig: &amp;#039;&amp;#039;Wert, Wertung, Werthaltung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans Thomae]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Theorien und Formen der Motivation.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Motivation uznd Emotion.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1983, S. 312–396.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertvorstellung| Wertung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leistung (Pädagogik)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Chrisandres</name></author>
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