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	<title>Werte- und Entwicklungsquadrat - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T09:46:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werte-_und_Entwicklungsquadrat&amp;diff=2288964&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: Vorlagen-fix (Datum)</title>
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		<updated>2023-12-20T10:38:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlagen-fix (Datum)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das von [[Nicolai Hartmann]] (1926)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=von Thun |Titel=Von wem stammt das Werte- und Entwicklungsquadrat? |Sammelwerk=„SyStemischer – Die Zeitschrift für systemische Strukturaufstellungen“ |Nummer=7 |Datum=2015 |Seiten=88-98 |Online=https://www.schulz-von-thun.de/die-modelle/das-werte-und-entwicklungsquadrat?file=files/Inhalte/PDF-Dateien/wurzeln_des_werte-_und_entwicklungsquadrates.pdf |Format=PDF |KBytes=430}}&amp;lt;/ref&amp;gt; stammende &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wertequadrat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; hat [[Friedemann Schulz von Thun]] 1989 für die Belange der zwischenmenschlichen [[Kommunikation]] genutzt und mit dem Entwicklungsgedanken verbunden und dann &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werte- und Entwicklungsquadrat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Hilfe des Werte- und Entwicklungsquadrates könne es gelingen, für jede menschliche Qualität (z.&amp;amp;nbsp;B. Ehrlichkeit) die notwendige Gegenqualität &amp;#039;&amp;#039;(„Schwestertugend“)&amp;#039;&amp;#039; zu finden (hier z.&amp;amp;nbsp;B. Takt und Sensibilität); erst beides zusammen lasse &amp;#039;&amp;#039;„den Regenbogen aufgehen“&amp;#039;&amp;#039;. Ehrlichkeit ohne Takt könne zur brutalen Offenheit verkommen, Takt ohne Ehrlichkeit zur höflichen Fassade. Habe man die Balance zweier Gegenwerte vor Augen, könne man auch die anstehende &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungsrichtung&amp;#039;&amp;#039; entdecken: der eine neige zur Verabsolutierung der Ehrlichkeit und müsse entsprechend Takt und Sensibilität erobern; der andere übertreibe genau diese Qualität und solle lernen, ehrlichen Klartext zu sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grundgedanke des Modells ist auf [[Aristoteles]] zurückzuführen (ca. 350 v. Chr.), wurde von Nicolai Hartmann (1926) weiterentwickelt und schließlich für die Psychologie entlehnt von [[Paul Helwig]] (1936).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hartmanns Urbeispiel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Urbeispiel von Helwig.jpg|mini|Urbeispiel von Helwig: Sparsamkeit und Großzügigkeit]]&lt;br /&gt;
Nicolai Hartmann hat den aristotelischen Gedanken in ein Wertequadrat übertragen und Paul Helwig hat es von ihm übernommen. In dem seit Aristoteles immer wieder auftauchenden Beispiel braucht es neben der Sparsamkeit auch Großzügigkeit, um nicht zum Geizhals zu verkommen und umgekehrt bewahrt die Balance mit der Sparsamkeit den Großzügigen vor der Verschwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungsrichtung&amp;#039;&amp;#039; findet sich in den Diagonalen. Wer die Sparsamkeit übertreibe und zum Geizigen werde, dessen Entwicklungspfeil zeige zur Großzügigkeit und komplementär empfehle es sich für den Verschwenderischen, die Sparsamkeit zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schaubild.jpg|mini|Schaubild Werte- und Entwicklungsquadrat nach Schulz von Thun]]&lt;br /&gt;
Die [[Prämisse]] des Werte- und Entwicklungsquadrats von Schulz von Thun lautet: Jeder &amp;#039;&amp;#039;Wert (jede [[Tugend]], jedes Leitprinzip, jede menschliche Qualität)&amp;#039;&amp;#039; könne nur dann seine volle konstruktive Wirkung entfalten, wenn er sich in &amp;#039;&amp;#039;ausgehaltener Spannung&amp;#039;&amp;#039; zu einem &amp;#039;&amp;#039;positiven Gegenwert&amp;#039;&amp;#039;, einer &amp;#039;&amp;#039;“Schwesterntugend”&amp;#039;&amp;#039; befinde. Ohne diese Balance könne der Regenbogen nicht aufgehen, verkomme ein Wert zu seiner &amp;#039;&amp;#039;entwerteten Übertreibung&amp;#039;&amp;#039;. Hier entfernt sich Schulz von Thun von Aristoteles und von Hartmann, da er die Begriffe Wert und Tugend gleich verwendet, während für Aristoteles die Tugend in dem kontinuierlichen Ausbalancieren von Spannungswerten besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
In diesem Sinn und Geist wird das Werte- und Entwicklungsquadrat von Schulz von Thun auch für Beurteilungsgespräche genutzt oder für Rückmeldungen nach einem [[Assessment-Center]]. Ebenso wird es in der modernen Personalarbeit auch als Grundlage für [[360°-Feedback]] genutzt. So wird das Aufzeigen von Verhaltensweisen weniger an Defiziten als an Stärken orientiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SIG&amp;quot;&amp;gt;Jutta Herder, Kirsten Wallmichrath: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.meta-five.com/download/fachartikel/SIG_Wertequadrat_10.pdf Weg vom Schwarz-Weiß-Denken - SIG Combibloc und meta | five entwickeln ein 360° Feedback basierend auf dem Wertequadrat-Ansatz]&amp;#039;&amp;#039;; Artikel in personalmagazin MANAGEMENT, RECHT UND ORGANISATION, November 2010, 12/2010, Seite 38–40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Beispiele ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tugend, Leitprinzip, menschliche Qualität:&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Akzeptanz – Dinge hinnehmen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| - komplementärer Gegensatz -&lt;br /&gt;
| positiver Gegenwert, Schwestertugend:&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gestaltungswille – Dinge ändern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Entwicklung erfolgt diagonal von unten nach oben&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Entwertende Übertreibung:&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fatalist&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| - diametraler Gegensatz -&lt;br /&gt;
| Entwertende Übertreibung:&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fanatiker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; |  Sehnsucht nach wechselseitiger, vollständiger Durchdringung der beiden Pole:&amp;lt;br /&amp;gt; Gott gebe mir die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gelassenheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  Dinge hinzunehmen,  die ich nicht ändern kann,&amp;lt;br /&amp;gt; den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Dinge zu ändern,  die ich ändern kann,&amp;lt;br /&amp;gt; und die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weisheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  das eine vom anderen zu unterscheiden.&amp;lt;br /&amp;gt; Reinhold Niebuhr 1943, Massachusetts&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tugend, Leitprinzip, menschliche Qualität:&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mitgefühl, Nächstenliebe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| - komplementärer Gegensatz -&lt;br /&gt;
| positiver Gegenwert, Schwestertugend:&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Selbstgefühl, Selbstliebe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Entwicklung erfolgt diagonal von unten nach oben&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Entwertende Übertreibung:&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ständig um andere kreisend; Übergriffigkeit: meinen zu wissen, was für andere gut ist&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| - diametraler Gegensatz -&lt;br /&gt;
| Entwertende Übertreibung:&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ständig um sich selbst kreisend; Narzissmus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; |  Sehnsucht nach wechselseitiger, vollständiger Durchdringung der beiden Pole:&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; Altes Testament 3. Mose 19, 18; Neues Testament Markus 12, 31&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nicolai Hartmann: &amp;#039;&amp;#039;Ethik&amp;#039;&amp;#039;. 4. Aufl., de Gruyter, Berlin 1962&lt;br /&gt;
* Paul Helwig: &amp;#039;&amp;#039;Charakterologie&amp;#039;&amp;#039;. Teubner, Leipzig 1936. 3., überarbeitete Ausgabe: Klett, Stuttgart 1965&lt;br /&gt;
* Friedemann Schulz von Thun: &amp;#039;&amp;#039;Miteinander reden 2. Stile, Werte und Persönlichkeitsentwicklung.&amp;#039;&amp;#039; Reinbek bei Hamburg 1989&lt;br /&gt;
* Friedemann Schulz von Thun: &amp;#039;&amp;#039;Miteinander reden: Fragen und Antworten.&amp;#039;&amp;#039; Reinbek bei Hamburg 2007, S.&amp;amp;nbsp;49–76&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunikationswissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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