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	<title>Wert (Wirtschaft) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wert_(Wirtschaft)&amp;diff=1082750&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, typografische Anführungszeichen, Kleinkram</title>
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		<updated>2024-08-06T15:57:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, typografische Anführungszeichen, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;ökonomischer Wert&amp;#039;&amp;#039;, {{enS|value}}) ist in der [[Wirtschaftswissenschaft]] die sich aus [[Preis (Wirtschaft)|Preisen]] ergebende, quantitativ messbare Bedeutung von [[Wirtschaftsobjekt]]en ([[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]], [[Forderung]]en und [[Dienstleistung]]en), die dem [[Tausch]]verhältnis eines Wirtschaftsobjekts zu einem anderen oder einem maximal akzeptablen [[Grenzpreis (Wirtschaft)|Grenzpreis]] (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Entscheidungswert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Manfred Jürgen Matschke/Gerrit Brösl |Titel=Unternehmensbewertung |Datum=2005 |Seiten=7–12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Das Wort Wert stammt aus dem {{gohS}}en „werd“ des 8. Jahrhunderts, was so viel bedeutet wie „wertvoll“, „kostbar“ oder „wert“.&amp;lt;ref&amp;gt;Christine Baumbach, Peter Kunzmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dignité.&amp;#039;&amp;#039; 2010, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Wertbegriff zeichnet sich seitdem durch eine breite, interdisziplinäre Bedeutung aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Erich Heyde: &amp;#039;&amp;#039;Wert: eine philosophische Grundlegung.&amp;#039;&amp;#039; 1926, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aber selbst in den Wirtschaftswissenschaften ist der Wertbegriff umstritten. Ein ökonomischer Wert erfordert jedenfalls eine Beziehung zwischen Wirtschaftsobjekt und [[Wirtschaftssubjekt]]en, also beispielsweise zwischen Gütern und ihren Eigentümern. Ein Gut bekommt demnach erst für jemand, der es besitzt oder besitzen möchte, überhaupt einen Wert. Für den Wirtschaftswissenschaftler [[Bruno Hildebrand]] existierte 1865 der Wert einer Sache nur für und nur durch die Menschen, es stehen sich Person und Sache gegenüber.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Hildebrand (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik.&amp;#039;&amp;#039; Band 4, 1865, S. 171 ([https://books.google.de/books?id=e0omAQAAIAAJ&amp;amp;pg=PA166&amp;amp;dq=baptiste+say+wert&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=baptiste%20say%20wert&amp;amp;f=false books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wert und Preis werden in der Umgangssprache oft als Synonyme verwendet, die Wirtschaftswissenschaften unterscheiden sie jedoch. Während der Preis der in [[Geldeinheit]]en gemessene [[Tauschwert]] einer spezifischen Tauschaktion zwischen [[Marktteilnehmer]]n darstellt, versteht man unter dem Wert die [[Aggregation (Wirtschaft)|aggregierte]] Preisvorstellung einer Gruppe von Marktteilnehmern&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Thomas, Karl Werner Schulte: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Immobilien-Portfoliomanagement.&amp;#039;&amp;#039; 2007, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder eine modellbasiert berechnete Kennzahl die von erwarteter Höhe, Risiko und Zeitpunkt der Zahlungen eines Bewertungsobjekts abhängt („subjektiver Entscheidungswert“). Der Preis beinhaltet deshalb stets die individuellen und [[Subjektivität|subjektiven]] Vorstellungen über einen [[Vermögensgegenstand]], während der Wert in der neoklassischen Bewertungstheorie als [[Intersubjektivität|intersubjektiv]] gilt und deshalb als objektivierter Preis („Marktwert“) angesehen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp Senff: &amp;#039;&amp;#039;Compliance Management in China.&amp;#039;&amp;#039; 2015, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere, z.&amp;amp;nbsp;B. die investitionstheoretischen Bewertungsansätze gehen grundsätzlich von einem subjektiven, also vom individuellen Bewertungssubjekt abhängigen Wert, dem subjektiven Entscheidungswert, aus (siehe nachfolgend weitere Erläuterungen zu Bewertungstheorien).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Entstehung eines Werts ist die Beziehung zwischen dem Individuum und seinem Eigentum im Sinne einer Subjekt-Objekt-Beziehung von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;Benedikt Herles: &amp;#039;&amp;#039;Wert im Spiegel ökonomischer Rationalität.&amp;#039;&amp;#039; 2011, S. 1 ([https://books.google.de/books?id=68U8EDTNUdoC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Wert+%C3%B6konomische&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Wert%20%20&amp;amp;f=false books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Um die Beziehung zum Wirtschaftsobjekt aufzubauen oder zu beenden, sind [[Kaufvertrag|Erwerb]] oder [[Veräußerung]] von Gütern erforderlich, die eine [[Bewertung (Rechnungswesen)|Bewertung]] notwendig machen, um die Art oder Höhe der [[Gegenleistung]] quantifizieren zu können. Den Wirtschaftswissenschaften kommt dabei auch die Aufgabe zu, die Güter zu bewerten, um dadurch die Realität rechenbar und vergleichbar zu machen. Denn wirtschaftliches Handeln erzwingt die Einführung einer Maß- und Rechengröße, die durch Bewertung ermittelt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Ranker: &amp;#039;&amp;#039;Immobilienbewertung nach HGB und IFRS.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S. 9 ([https://books.google.de/books?id=WdyxS9fKXGQC&amp;amp;pg=PA9&amp;amp;dq=k%C3%B6bler+Wert&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=k%C3%B6bler%20Wert&amp;amp;f=false books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht nur Güter, sondern auch Dienstleistungen weisen einen (Gebrauchs-)Wert auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Ritsert: &amp;#039;&amp;#039;Wert: Warum uns etwas lieb und teuer ist.&amp;#039;&amp;#039; 2013, S. 1 ([https://books.google.de/books?id=TZguBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA35&amp;amp;dq=john+stuart+Mill+wert&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=wert&amp;amp;f=false books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wert ist Wortbestandteil zahlreicher Begriffe wie [[Anschaffungskosten|Anschaffungswert]], [[Barwert]], [[Beleihungswert]], [[Buchwert]], Entscheidungswert, [[Ertragswert]], [[Geldwert]], [[innerer Wert]], [[Marktwert]], [[Sachwert]], [[Substanzwert]], [[Unternehmenswert]], [[Marktwert (Immobilie)|Verkehrswert]], [[Versicherungswert]], [[Wertminderung]] oder Zukunftserfolgswert. Es handelt sich um substanzielle Wertbegriffe und [[Wertkonvention]]en, die einem Vorgang (Anschaffungswert) oder einem Wirtschaftsobjekt (Beleihungswert) einen Wert beimessen. Ein substanzieller Wert liegt vor, wenn ein Wirtschaftsobjekt der Bedürfnisbefriedigung dient.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Bartsch: &amp;#039;&amp;#039;Ein Referenzmodell zum Wertbeitrag der IT.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 89&amp;amp;nbsp;ff. ([https://books.google.de/books?id=rFf2BgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA89&amp;amp;dq=wert+begriff+%C3%B6konomisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=wert%20begriff%20%C3%B6konomisch&amp;amp;f=false books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Nach dem Verwendungszweck unterscheidet man zwischen Tausch- und Gebrauchswert sowie Entscheidungswert. Der [[Tauschwert]] spielt eine Rolle bei dem [[Tausch]] von Waren, insbesondere beim [[Kaufvertrag (Deutschland)|Kaufvertrag]], [[Mietvertrag (Deutschland)|Mietvertrag]] oder sonstigen [[Geschäft (Wirtschaft)|Geschäften]] und auch bei der einseitigen [[Schenkung]]. Der [[Gebrauchswert]] indes erfordert keine [[Transaktion (Wirtschaft)|Transaktionen]], sondern erschöpft sich im individuellen [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] eines Gutes bei seiner Verwendung durch ein Wirtschaftssubjekt. Während der Tauschwert eher ein objektiver Wert ist, handelt es sich beim Gebrauchswert eher um einen subjektiven Wert. Der modellbasiert berechnete Entscheidungswert dient als Grundlage einer Entscheidung, z.&amp;amp;nbsp;B. über Kauf und Verkauf eines Bewertungsobjekts. Er kann so z.&amp;amp;nbsp;B. als maximal akzeptierbarer Kaufpreis interpretiert werden (Grenzpreis). Er ist abhängig von erwarteter Höhe, Risiko (Ertragsrisiko / Ertragsvolatilität) und Zeitpunkt der vom Bewertungsobjekt für das Bewertungssubjekt (z.&amp;amp;nbsp;B. Käufer) generierten Zahlungen (Erträge, Cashflows).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=W. Gleißner |url=http://www.werner-gleissner.de/site/publikationen/WernerGleissner_offiziell-Nr-945-Unsicherheit-Risiko-und-Unternehmenswert.pdf |titel=Unsicherheit, Risiko und Unternehmenswert |hrsg=K. Petersen, C. Zwirner, G. Brösel (Hrsg.) |werk=Handbuch Unternehmensbewertung |kommentar=Bundesanzeiger Verlag |seiten=691–721 |datum=2013 |zugriff=2018-06-08 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort „Wert“ ist Bestandteil vieler Komposita, insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Begriff]] &lt;br /&gt;
! [[Begriffsinhalt]] &lt;br /&gt;
! [[Fachgebiet]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Beleihungswert]] || Wert einer [[Kreditsicherheit]] || [[Bankwesen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bodenwert]] || Wert eines [[Grundstück]]s || [[Immobilienwirtschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Buchwert]] || Wert, mit dem ein [[Wirtschaftsgut (Steuerlehre)|Wirtschaftsgut]] zum [[Bilanzstichtag]] in der [[Bilanz]] erscheint || [[Rechnungswesen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ertragswert]] || [[Zinskapitalisierung|Kapitalisierung]] des erwirtschafteten oder zukünftigen [[Ertrag]]s als [[Gegenwartswert]] || [[Wertermittlung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[gemeiner Wert]] || der unter [[markt]]üblichen Umständen erzielbare [[Marktpreis]] eines [[Wirtschaftsgut (Steuerlehre)|Wirtschaftsgutes]] || [[Steuerrecht]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geschäfts- oder Firmenwert]] || Differenz zwischen dem [[Unternehmenswert]] und der Summe der [[Zeitwert]]e aller [[Aktiva]] und [[Passiva]] || [[Rechnungswesen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Liebhaberwert]] || subjektive [[Wertvorstellung]] einer [[Person]], die sie einem [[Gegenstand]] durch ihr [[Affektionsinteresse]] beimisst || [[Sammeln]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Liquidationswert]] || [[Erlös]], der bei der [[Auflösung (Gesellschaftsrecht)|Auflösung]] oder [[Liquidation]] von [[Unternehmen]] durch die [[Veräußerung]] aller [[Vermögensgegenstand|Vermögensgegenstände]] erzielt werden kann || [[Wirtschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Marktwert]] || Wert, der einem [[Wirtschaftsobjekt]] auf einem [[Markt]] durch den [[Marktpreis]] von den [[Marktteilnehmer]]n beigemessen wird || [[Rechnungswesen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Minderwert]] || Wert, den der [[Markt]] einer [[Schaden|beschädigten]] [[Sache (Recht)|Sache]] nach ihrer [[Reparatur]] über den wegen nicht behebbarer [[Mangel (Recht)|Mängel]] verbliebenen technischen Minderwert hinaus bereits wegen des [[Risiko]]s verborgener Mängel gegenüber einer vergleichbaren unbeschädigten Sache beimisst || [[Versicherungswesen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Neuwert (Versicherungsrecht)|Neuwert]] || Betrag, der zur Wiederbeschaffung aufgebracht werden muss, um eine neue Sache gleicher Art, Güte und Funktion zu erhalten || [[Versicherungswesen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nominalwert]] || der auf [[Geld]] und [[Finanzinstrument]]en aufgedruckte Wert || [[Bankwesen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Realwert]] || Wert als Ergebnis einer [[Preisbereinigung]] ([[Inflation]] oder [[Deflation]]) des Nominalwertst || [[Bankwesen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Restwert]] || Wert eines [[Vermögensgegenstand]]s nach Ablauf der [[Nutzungsdauer]] || [[Rechnungswesen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sachwert]] || Wert von [[Mobilie]]n und [[Immobilie]]n || [[Wertermittlung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Schrottwert]] || geschätzter Wert eines [[Fahrzeug]]s oder einer [[Anlage (Technik)|Anlage]], die voraussichtlich nicht mehr durch [[Instandsetzung]] funktionstüchtig gemacht werden &amp;lt;br /&amp;gt; kann und [[Verschrottung|verschrottet]] werden muss || [[Rechnungswesen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Versicherungswert]] || Betrag, den der [[Versicherungsnehmer]] zur Zeit des Eintrittes des [[Versicherungsfall]]es für die [[Wiederbeschaffungskosten|Wiederbeschaffung]] oder [[Reparatur]] der versicherten [[Sache (Recht)|Sache]] &amp;lt;br /&amp;gt; aufzuwenden hat || [[Versicherungswesen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wiederbeschaffungswert]] || [[Kosten]], die aufzuwenden sind, um ein bestimmtes [[Wirtschaftsobjekt]] zu [[Ersatzbeschaffung|ersetzen]] || [[Versicherungswesen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Zeitwert]] || Wert eines [[Wirtschaftsobjekt]]es zu einem festgelegten [[Zeitpunkt]] || [[Rechnungswesen]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Manfred Jürgen Matschke]] versteht beim [[Unternehmenswert]] unter dem &amp;#039;&amp;#039;Entscheidungswert&amp;#039;&amp;#039; den [[Grenzpreis (Wirtschaft)|Grenzpreis]]. „Der Entscheidungswert ist ein Komplex von Bedingungen, die sich auf die konfliktlösungsrelevanten [[Sachverhalt]]e beziehen und die im Falle einer Einigung eingehalten sein müssen, damit der nach Realisation der vorgesehenen Handlung erreichbare [[Zielerreichungsgrad|Grad an Zielerfüllung]] nicht geringer ist als die ohne die Handlung vom Entscheidungssubjekt erreichbare Zielrealisation“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=rw3cDwAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Matschke+Entscheidungswert+1975&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjjqvDTjIXtAhXNyaQKHUdTD1wQuwUwAHoECAYQBg#v=snippet&amp;amp;q=Entscheidungswert%20%20&amp;amp;f=false Manfred Jürgen Matschke, &amp;#039;&amp;#039;Der Entscheidungswert der Unternehmung&amp;#039;&amp;#039;, 1975, S. 27]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bereits [[Aristoteles]] (384–322 v. Chr.) unterschied in seiner „[[Politik (Aristoteles)|Politik]]“ zwischen Gebrauchswert und Tauschwert. „Man kann einen Schuh gebrauchen, um ihn zu tragen, aber auch, um ihn zu tauschen, beides sind Gebrauchsmöglichkeiten ein und desselben Schuhs“.&amp;lt;ref&amp;gt;Aristoteles: &amp;#039;&amp;#039;Politik.&amp;#039;&amp;#039; 1257 a 5-10, wobei es weder im Text noch im Kontext um Wert geht - vielmehr darum, dass ein Gegenstand eine instrinsiche Funktion hat (angezogen werden) und eine ihm externe Funktion (getauscht werden) hat.&amp;lt;/ref&amp;gt; Güter können jedoch einen Gebrauchswert haben, ohne einen Tauschwert zu besitzen wie bei allen [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)#Freie Güter|freien Gütern]] (etwa Luft) und bei allen zur eigenen Bedürfnisbefriedigung selbst hergestellten Gütern (etwa das Getreide des Landwirts für den Eigenverbrauch). Aristoteles untersuchte nicht, woher der Güterwert kommt, sondern stellte fest, dass jedes Gut einen Gebrauchs- und Tauschwert besitzt. Maßstab des Tauschwerts ist für Aristoteles das Bedürfnis. Die [[Scholastiker]] [[Thomas von Aquin]] und [[Albertus Magnus]] entwickelten im Mittelalter die aristotelische Ökonomik weiter und sahen im Arbeitsaufwand und den Herstellungskosten ({{laS|labor et expensae}}) einen objektiven Wertmaßstab.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas von Aquin: &amp;#039;&amp;#039;Recht und Gerechtigkeit: Theologische Summe II-II.&amp;#039;&amp;#039; Fragen 77–78, ca. 1270&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Gewinn]] durfte sich nach der kirchlichen Wertlehre nur auf diese verausgabten Kosten beziehen, nicht jedoch darüber hinausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach theoretischer Perspektive sieht die [[klassische Nationalökonomie]] als Hauptbestimmungsgrößen des Werts eines Wirtschaftsobjekts dessen subjektiven [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] ([[John Law]], [[John Locke]]), [[Herstellkosten]] ([[Adam Smith]]), die [[Arbeitszeit]] ([[David Ricardo]], [[Karl Marx]]), oder [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebot]] und [[Nachfrage (Mikroökonomie)|Nachfrage]] ([[Jean Baptiste Say]]) an.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Schlöder: &amp;#039;&amp;#039;Soziale Werte und Werthaltungen.&amp;#039;&amp;#039; 1993, S. 41&amp;amp;nbsp;f. ([https://books.google.de/books?id=P4PTBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA41&amp;amp;dq=wert+begriff+%C3%B6konomisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=wert%20begriff%20%C3%B6konomisch&amp;amp;f=false books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
John Law unterschied im Jahre 1705 erstmals seit Aristoteles wieder zwischen dem subjektiven Gebrauchswert und dem Tauschwert&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Weber: &amp;#039;&amp;#039;John Law.&amp;#039;&amp;#039; 1928, S. 1 FN 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und versuchte dies am Beispiel von Silber zu erklären. Als [[Ware]] ([[Commodities]]) besaß Silber einen Wert aufgrund seines Nutzens für nicht monetäre Zwecke (als Schmuck oder Geschirr). Er ging davon aus, dass der aus der [[Zahlungsmittel]]funktion von Silber resultierende und vom Gebrauchswert unabhängige Zusatzwert (Tauschwert; {{frS|valeur additionelle}}) ausschließlich auf seine Zahlungsmittelfunktion zurückzuführen sei. „Der zusätzliche Wert, welchen Silber aus seiner Geldverwendung erfährt, stammt von den Eigenschaften her, welche es zu dieser Verwendung als brauchbar erscheinen lassen, und dieser Wert ergibt sich aus dem Gebrauch als Geld.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Law: &amp;#039;&amp;#039;Money and Trade.&amp;#039;&amp;#039; 1705, S. 197&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierdurch versuchte er die Substituierbarkeit von Gold und Silber durch [[Papiergeld]] zu begründen. Law war seit 1715 Chef der &amp;#039;&amp;#039;Banque Générale&amp;#039;&amp;#039; in Paris und hielt den Gebrauchswert (von ihm dort lediglich {{frS|valeur}} genannt; eigentlich {{frS|valeur des usages}} zur Unterscheidung vom Tauschwert, {{frS|valeur des échanges}}) für wichtiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Adam Smith]] unterschied ebenfalls zwischen dem Gebrauchswert ({{enS|value in use}}) und Tauschwert ({{enS|value in exchange}})&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Smith: &amp;#039;&amp;#039;Der Wohlstand der Nationen.&amp;#039;&amp;#039; 1776, S. 13/27.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wies in seinem Buch [[Der Wohlstand der Nationen]] vom März 1776 auf die [[klassisches Wertparadoxon|Wertantinomie]] hin, dass es auch Güter mit einem hohen Gebrauchswert und einem niedrigen Tauschwert und umgekehrt gebe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Smith: &amp;#039;&amp;#039;Der Wohlstand der Nationen.&amp;#039;&amp;#039; 1776, S. 13&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wasser habe einen hohen Gebrauchswert, aber keinen Tauschwert, beim Diamanten sei es umgekehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Smith: &amp;#039;&amp;#039;Der Wohlstand der Nationen.&amp;#039;&amp;#039; 1776/1826, S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; Smith leitete den Tauschwert eines Gutes von der für seine Herstellung verwendeten Arbeitszeit ab. Die Arbeit galt für ihn als wertbestimmend: „[[Arbeit (Philosophie)#Zeitalter der Aufklärung bis zur Philosophie Hegels|Arbeit]] ist … ganz offensichtlich das einzige allgemein gültige und auch das einzige exakte Wertmaß …, nach dem man die Werte der verschiedenen Waren immer und überall vergleichen kann“.&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Smith, &amp;#039;&amp;#039;Der Wohlstand der Nationen.&amp;#039;&amp;#039; 1776/1999, S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[David Ricardo]] übernahm 1817 von Smith die Grundideen der [[Arbeitswerttheorie]] und entwickelte diese Konzeption weiter. Der Wert ist dabei abhängig von [[Arbeitsvolumen]] und der [[Knappheit]], denn seltene Dinge können durch den Mehreinsatz von Arbeit nicht vermehrt werden; er nennt unter anderem „Wein von spezieller Qualität“.&amp;lt;ref&amp;gt;David Ricardo: &amp;#039;&amp;#039;Über die Grundsätze der Politischen Ökonomie und der Besteuerung.&amp;#039;&amp;#039; 1817/1959, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für ihn bringt der Arbeitslohn keine Veränderung des relativen Werts von Gütern,&amp;lt;ref&amp;gt;David Ricardo: &amp;#039;&amp;#039;Über die Grundsätze der Politischen Ökonomie und der Besteuerung.&amp;#039;&amp;#039; 1817/1959, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; sondern nur das Arbeitsvolumen. „Der Wert eines Gutes … hängt von der verhältnismäßigen Menge der zu seiner Produktion erforderlichen Arbeit ab und nicht von der größeren oder geringeren Vergütung, die für diese Arbeit bezahlt wird“.&amp;lt;ref&amp;gt;David Ricardo: &amp;#039;&amp;#039;Über die Grundsätze der Politischen Ökonomie und der Besteuerung.&amp;#039;&amp;#039; 1817/1923, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das hätte zur Folge, dass der Güterwert sinkt, wenn bei seiner Herstellung weniger [[Produktionsfaktor]]en verbraucht werden. Je länger danach die [[Kapitalbindung]] ist, umso höher muss der Güterwert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jean Baptiste Say]] schrieb 1826 erstmals auch [[Immaterielles Gut|immateriellen Gütern]] einen Wert zu&amp;lt;ref&amp;gt;Jean Baptiste Say: &amp;#039;&amp;#039;Traité d’économie politique.&amp;#039;&amp;#039; 1826, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; und bemühte sich, dem Wertbegriff den Charakter der Materialität zu nehmen. Er ging 1828 davon aus, dass der Tauschwert der Güter auf ihrer Nützlichkeit beruhe, die zwar individuell unterschiedlich ausfalle, aber eine Durchschnittsmeinung bilden könne ({{frS|une estimation générale de l’utilité de chaque objet}}).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Kaulla]]: &amp;#039;&amp;#039;Die geschichtliche Entwicklung der modernen Werttheorien.&amp;#039;&amp;#039; 1906, S. 190.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Nutzbarkeit der Dinge ist für ihn ihr Wert,&amp;lt;ref&amp;gt;Jean Baptiste Say: &amp;#039;&amp;#039;Cours d’économie politique pratique.&amp;#039;&amp;#039; 1828, S. 163.&amp;lt;/ref&amp;gt; der sich aus [[Bodenrente]], [[Arbeitswert]] und [[Kapital]]profit zusammensetzte. Er lehnte die Arbeitswerttheorie als Erklärung für die Höhe des Preises ab und setzte an ihre Stelle Angebot und Nachfrage. Das Angebot wird nach ihm durch die [[Produktionskosten]], die Nachfrage durch den Nutzen bestimmt. Dadurch ist der Wert der angebotenen Güter immer gleich dem Wert der nachgefragten Güter. [[John Stuart Mill]] vermied 1858 eine Wertdefinition, der Wert sei einfach ein „relativer Ausdruck“.&amp;lt;ref&amp;gt;John Stuart Mill: &amp;#039;&amp;#039;Priciples of Political Economy.&amp;#039;&amp;#039; 1858, S. 587.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für ihn kann der Tauschwert hinter dem Gebrauchswert zurückbleiben, ihn jedoch nicht überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Karl Marx]] befasste sich mit der objektivistischen Werttheorie, wobei er Ricardo dahingehend folgte, dass [[Arbeit (Philosophie)#Philosophie der Arbeit ab Mitte des 19. Jahrhunderts|Arbeit]] Werte erzeugt. Marx grenzt sich aber dezidiert von Ricardo ab, insbesondere „weil die Durchschnittspreise nicht direkt mit den Wertgrößen der Waren zusammenfallen, wie A. Smith, Ricardo usw. glauben.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Marx |Titel=Das Kapital |Hrsg= |Sammelwerk=MEW |Band=23 |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum= |ISBN= |Seiten=180f, fn 37}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Preis und Wert einer Ware verhalten sich bei Marx in weiten Teilen unabhängig voneinander. Stattdessen ist für ihn der Wert vor allem eine Kategorie gesellschaftlicher Vermittlung, bzw. einer Art und Weise sozialer Interaktion (auf dem Markt), die nur in der bürgerlichen (kapitalistischen) Gesellschaft vorherrscht: „Die Wertform des Arbeitsprodukts ist die abstrakteste aber auch allgemeinste Form der bürgerlichen Produktionsweise, die hierdurch als eine besondere Art gesellschaftlicher Produktion und damit zugleich historisch charakterisiert wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Marx |Titel=Das Kapital |Hrsg= |Sammelwerk=MEW |Band=23 |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum= |ISBN= |Seiten=95, fn 32}}&amp;lt;/ref&amp;gt; „[[Wertform]]“ hat die Produktionsweise (o. Arbeitsweise), insofern die Arbeit zum Zweck des Tauschwerts stattfindet, also für den Tausch und nicht für den Eigenkonsum. Diese Arbeit wird unterteilt in gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit und zusätzliche Arbeitszeit, wobei letztere Mehrwert schafft. Dabei bildet Arbeit  den Wert, „aber sie selbst hat keinen Werth“.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx: &amp;#039;&amp;#039;[[Marx-Engels-Gesamtausgabe|MEGA II/5]].&amp;#039;&amp;#039; S. 434.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gesellschaftlich notwendig bedeutet vereinfacht: konkurrenzfähig. Arbeitnehmende erhalten nicht nur weniger, sondern überhaupt kein Geld, wenn sie nicht ein konkurrenzfähiges Maß an Produktivität leisten (etwa durch Bedienen von Maschinen oder genug Anrufe im Callcenter), da sie sonst keinen Job finden. Da alles Geld letztlich auf menschliche Arbeit zurückzuführen sei, habe „…ein Gut also nur einen Wert, weil abstrakt menschliche Arbeit in ihm vergegenständlicht oder materialisiert ist“,&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx: &amp;#039;&amp;#039;Das Kapital.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 1867/1983, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch wenn das Gut eine Dividende ist. Die Menge der abgeschöpften Mehrarbeit in Form von vergegenständlichtem Tauschwert (Geld) ist dabei das Maß gesellschaftlichen Reichtums. Dieser ist zu unterscheiden von Reichtum durch Gebrauchswerte: sie „bilden den stofflichen Inhalt des Reichtums“.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx: &amp;#039;&amp;#039;Das Kapital.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 1867/1983, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff des [[Mehrwert (Marxismus)|Mehrwerts]] bildet mit seinen Unterarten [[absoluter Mehrwert]] und [[relativer Mehrwert]] den zentralen Untersuchungsgegenstand seiner [[Arbeitswerttheorie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wertbegriff ist seit Mai 1897 in Deutschland erstmals ein [[Rechtsbegriff]], als er im deutschen [[Handelsgesetzbuch]] (HGB) auftauchte. Für den Betriebswirt [[Heinrich Nicklisch]] sollten im Jahre 1922 Wertbegriffe eine [[Wertkonvention]] schaffen, wie die zu bewertenden Güter in Beziehung zu einem Wert zu setzen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nicklisch: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftliche Betriebslehre.&amp;#039;&amp;#039; 1922, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hugo Meyerheim sah 1929 im Wert „ebenso nur eine Eigenschaft eines wirtschaftlichen Gutes, wie die Schwere eine Eigenschaft der körperlichen Gegenstände ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Meyerheim: &amp;#039;&amp;#039;Die Wertbewegung in der Unternehmung.&amp;#039;&amp;#039; In: ZfB 1929, S. 714&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Konrad Mellerowicz]] war 1952 der betriebswirtschaftliche Wert immer ein Preis.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Mellerowicz, &amp;#039;&amp;#039;Wert und Wertung im Betrieb.&amp;#039;&amp;#039; 1952, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt; Werner Ruf plädierte 1955 für eine strikte Trennung zwischen Preis und Wert,&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Ruf: &amp;#039;&amp;#039;Die Grundlagen eines betriebswirtschaftlichen Wertbegriffs.&amp;#039;&amp;#039; 1955, S. 84.&amp;lt;/ref&amp;gt; denn Wert stellte 1962 für [[Wolfram Engels]] eine Rangordnung von Gütern dar, während der Preis das Austauschverhältnis am [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)|Markt]] repräsentiert. Preise sind damit beobachtbar, Werte aber als berechnete Kennzahlen nicht. Für Engels hing der Wert vom „Entscheidungsfeld“ des Bewertenden (Bewertungssubjekt) ab&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Engels: &amp;#039;&amp;#039;Betriebswirtschaftliche Bewertungslehre im Licht der Entscheidungstheorie.&amp;#039;&amp;#039; 1962, S. 35, 46, 105&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;, was zur Entwicklung des Konzepts der „subjektiven Entscheidungswerte“ geführt hat. Der Soziologe [[Jürgen Friedrichs]] unterschied 1968 zwischen drei Wertkonzepten, nämlich dem Wert als Gut, als Bedürfnis und als Relation von Gut und Käufer.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Friedrichs: &amp;#039;&amp;#039;Werte und soziales Handeln.&amp;#039;&amp;#039; 1968, S. 48&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Michael Heinrich (Politikwissenschaftler)|Michael Heinrich]] bezeichnete Ansätze, die den Wert sowohl durch den subjektiven Nutzen als auch durch die verkörperte Arbeit bestimmt sehen, als „[[Grenznutzenschule|subjektive Arbeitswertlehre]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Heinrich: &amp;#039;&amp;#039;Die Wissenschaft vom Wert.&amp;#039;&amp;#039; 3. korr. Auflage, Münster 2003, S. 34&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werttheorien ==&lt;br /&gt;
Werttheorien versuchen, den einem Wirtschaftsobjekt anhaftenden Wert zu erklären. Man unterscheidet zwischen der objektiven, subjektiven und funktionalen Werttheorie, auch im Rahmen der [[Unternehmensbewertung]]. &amp;#039;&amp;#039;Objektive Werttheorien&amp;#039;&amp;#039; sind die ältesten; schon die von Adam Smith vertretene Lehre fasste den Wert eines Gutes als dessen Eigenschaft auf, deren wertbestimmender Faktor der [[Marktpreis]] darstellt. Deshalb ist der Wert eines Gutes mit seinem Marktpreis identisch,&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Pfnür: &amp;#039;&amp;#039;Modernes Immobilienmanagement.&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 17 ([https://books.google.de/books?id=mBUlBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA17&amp;amp;dq=Wert+werttheorie&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Wert%20werttheorie&amp;amp;f=false books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt; der für jedermann gilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Mellerowicz: &amp;#039;&amp;#039;Der Wert der Unternehmung als Ganzes&amp;#039;&amp;#039;, 1952, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Objektive Werttheorien lassen den Gebrauchswert außer Acht und erklären den Tauschwert aus den Herstellungskosten. Dieser Wert ist für alle Wirtschaftssubjekte gleich, so dass jedes Wirtschaftssubjekt aus einem Wirtschaftsobjekt denselben Wert realisieren kann. Sie orientieren sich an Vergangenheits- und Gegenwartswerten und favorisierten den [[Substanzwert]]. Objektive Werttheorien berücksichtigten einerseits nicht die besondere Situation von Käufern und Verkäufern und ihre Interessenlage, andererseits ist ein objektiver Wert generell nicht ermittelbar, weil er sich aus einer Objekt-Subjekt-Beziehung ergibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker H. Peemöller: &amp;#039;&amp;#039;Wert und Werttheorien.&amp;#039;&amp;#039; 2005, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Arbeitswerttheorie ist eine [[Arbeitswerttheorie|objektive Wertlehre]], die den Güterwert durch die zu seiner Herstellung aufgewendete Arbeitszeit erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;subjektiven Werttheorien&amp;#039;&amp;#039; entstanden Ende des 19. Jahrhunderts&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walther Busse von Colbe]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Zukunftserfolg.&amp;#039;&amp;#039; 1957, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; und unterscheiden zwischen Wert und Preis. Sie betrachteten den Wert als Ergebnis persönlicher Präferenzen für bestimmte Güter, so dass einem Gut – präferenzabhängig – unterschiedliche Nutzen und Werte beigemessen werden können. Deshalb führen unterschiedliche individuelle Nutzenvorstellungen automatisch auch zu unterschiedlichen Wertvorstellungen. Die [[neoklassische Theorie]] versuchte den Wert aus einer individuellen Wertschätzung für ein [[Wirtschaftsgut (Steuerlehre)|Wirtschaftsgut]] abzuleiten. Bei der Wertfindung spielen der individuelle Nutzen und die Knappheit eines Gutes eine wesentliche Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;funktionale Werttheorie&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Sieben]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Entscheidungswert in der Funktionenlehre der Unternehmensbewertung.&amp;#039;&amp;#039; In: BFuP, 28. Jg., Heft 6, 1976, S. 492&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; übernimmt die Gebrauchswertgrundlagen und die zukunftsorientierte Bewertung von der subjektiven Werttheorie und ergänzt sie um Zweckabhängigkeit und Zielsetzung des Bewertenden. Wesentliche Grundlagen bilden die Kölner Funktionenlehre ([[Walther Busse von Colbe]], [[Hans Münstermann (Ökonom)|Hans Münstermann]], [[Günter Sieben]] und [[Manfred Jürgen Matschke]]) und die Methoden des [[Institut der Wirtschaftsprüfer|IDW]].&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Sieben, &amp;#039;&amp;#039;Der Entscheidungswert in der Funktionenlehre der Unternehmensbewertung&amp;#039;&amp;#039;, in: BFuP, 28. Jg., Heft 6, 1976, S. 491&amp;lt;/ref&amp;gt; Das IDW führte die Funktion des neutralen Gutachters die funktionale Werttheorie ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Schacht, Matthias Fackler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Praxishandbuch Unternehmensbewertung.&amp;#039;&amp;#039; 2009, S. 15&amp;amp;nbsp;f. ([https://books.google.de/books?id=M-XNh8aDgxcC&amp;amp;pg=PA16&amp;amp;dq=IDW+neutraler+gutachter&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=IDW%20neutraler%20gutachter&amp;amp;f=false books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Hinblick auf das theoretische Fundament werden nutzentheoretische,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. Schosser, M. Grottke |Titel=Nutzengestütze Unternehmensbewertung: ein Abriss der jüngeren Literatur |Sammelwerk=[[Schmalenbachs Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung]] |Nummer=65. Jahrgang |Datum=2013 |Seiten=306–341}}&amp;lt;/ref&amp;gt; finanzierungstheoretische (kapitalmarktorientierte), investitionstheoretische&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=T. Hering |Titel=Unternehmensbewertung |Auflage=3 |Datum=2014}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und hybride Verfahren (z.&amp;amp;nbsp;B. semi-investitionstheoretisch mittels „unvollkommener Replikation“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=G. Dorfleitner, W. Gleißner |Titel=Valuing streams of risky cashflows with risk-value models |Sammelwerk=Journal of Risk |Band=Heft 3 |Datum=2018 |Seiten=1–27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilanzierung ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Bilanzierung]] befassen sich insbesondere das [[Handelsrecht (Deutschland)|Handelsrecht]], [[Steuerrecht (Deutschland)|Steuerrecht]] und [[Bilanzrecht (Deutschland)|Bilanzrecht]] mit dem Wertbegriff. Um einen Wert für Bilanzzwecke zu ermitteln, bedarf es der [[Bewertung (Rechnungswesen)|Bewertung]] einzelner [[Bilanzposition]]en. Für den Wertansatz gibt es die Rechtsbegriffe Wert, [[gemeiner Wert]], [[Börsenkurs|Börsen-]] oder [[Marktpreis]] und [[Marktwert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrale Vorschrift im Handelsrecht ist {{§|253|hgb|juris}} [[Handelsgesetzbuch|HGB]], die sich mit dem Wertansatz für [[Vermögensgegenstand|Vermögensgegenstände]] und [[Schulden]] in der Bilanz befasst. Sie schreibt vor, dass einerseits die Vermögensgegenstände höchstens mit den [[Anschaffungskosten|Anschaffungs-]] oder [[Herstellungskosten]], vermindert um die [[Abschreibung]]en, anzusetzen sind ([[Niederstwertprinzip]]). Andererseits müssen [[Verbindlichkeit]]en mit ihrem Erfüllungsbetrag und [[Rückstellung]]en in Höhe des nach [[Vernünftige kaufmännische Beurteilung|vernünftiger kaufmännischer Beurteilung]] notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt werden ([[Höchstwertprinzip]]; § 253 Abs. 1 HGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gemeine Wert ist im Steuerrecht der zentrale Wertbegriff, der jedoch im Rahmen der Bilanzierung durch die Vorrangigkeit der anderen Wertbegriffe eine untergeordnete Rolle spielt. [[Teilwert]] ist nach der [[Legaldefinition]] des {{§|6|estg|juris}} Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 EStG der Betrag, den ein Erwerber des gesamten Betriebes im Rahmen des Gesamtkaufpreises für das einzelne Wirtschaftsgut nach dem [[Fortführungsprinzip]] ansetzen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Wertformen|Liste der Wertformen von Karl Marx]]&lt;br /&gt;
* [[Minderwert]]&lt;br /&gt;
* [[Neuwert (Marxismus)|Neuwert]]&lt;br /&gt;
* [[Restwert]]&lt;br /&gt;
* [[Zwischenwert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4065654-8}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertermittlung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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