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	<title>Werschau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werschau&amp;diff=888418&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nassauer27: /* Ortsgeschichte */</title>
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		<updated>2026-03-04T01:00:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ortsgeschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil                = Werschau&lt;br /&gt;
| Gemeindeart             = Gemeinde&lt;br /&gt;
| Gemeindename            = Brechen (Hessen)&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = Brechen&lt;br /&gt;
| Ortswappen              = Wappen Werschau.svg&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = Wappen der ehemaligen Gemeinde Werschau&lt;br /&gt;
| Breitengrad             = 50/20/55/N&lt;br /&gt;
| Längengrad              = 8/9/47/E&lt;br /&gt;
| Bundesland              = DE-HE&lt;br /&gt;
| Höhe                    = 142 &amp;lt;!-- Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug              = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                  = 3.887&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle           = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GB2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeinde-brechen.de/gemeinde/zahlen-und-fakten/flaechenstatistik |titel=Flächenstatistik der Gemeinde und ihrer Ortsteile |werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Brechen |abruf=2020-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner               = 739&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum   = 2024-06-30&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle        = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GB1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum     = 1971-12-31&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1           = 65611&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2           = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1                = 06438&lt;br /&gt;
| Vorwahl2                = &lt;br /&gt;
| Lagekarte               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung  = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werschau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der nach Einwohnerzahl kleinste von drei Ortsteilen der Gemeinde [[Brechen (Hessen)|Brechen]] im [[Mittelhessen|mittelhessischen]] [[Landkreis Limburg-Weilburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Der alte Ortskern liegt rechts des [[Wörsbach (Emsbach)|Wörsbachs]] auf einer hochwasserfreien Anhöhe in Ufernähe. Am Nordrand des Orts verlaufen die [[Bundesautobahn 3|A3]] und die [[Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main|ICE-Strecke Frankfurt-Köln]]. Die Gemarkung weist nur ein kleines Waldstück am nordöstlichen Ortsrand auf und ist ansonsten von [[Landwirtschaftliche Nutzfläche|landwirtschaftlicher Nutzfläche]] und einer großen [[Kiestagebau|Kiesgrube]] westlich des Orts geprägt. Die Siedlung selbst liegt auf 140 Metern Höhe. Zum Südwesten hin steigt die nur sanft hügelige Landschaft auf bis 200 Meter an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werschauer Gemarkung grenzt im Norden an [[Niederbrechen]], im Osten an [[Oberbrechen]] und von Süd nach West an die [[Hünfelden]]er Ortsteile [[Dauborn]], [[Neesbach]] und [[Nauheim (Hünfelden)|Nauheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Berger Kirche Seite.jpg|mini|Berger Kirche, von Süden gesehen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Die ältesten Spuren für die Anwesenheit von Menschen in der Gemarkung wurden im Jahr 1953 auf der Anhöhe zwischen Werschau und Oberbrechen, westlich der Autobahn, entdeckt. Es handelte sich um drei Tongefäße, die der [[Michelsberger Kultur]] aus der [[Jungsteinzeit]] zugeordnet werden. Rund 400 Meter von diesem Fundort entfernt traten im Jahr 1959 Überreste einer dauerhaften Siedlung der [[Hallstattzeit|Hallstattkultur]] aus der Zeit um 800 vor Christus zutage. Wichtig für die Gründung des Orts könnte die an der heutigen Gemarkungsgrenze entlang führende [[Via Publica]] zwischen Köln und Frankfurt gewesen sein. Im Spätmittelalter verlagerte sich der Verkehr von der alten Hochstraße in die Auen des [[Emsbach (Lahn, Limburg)|Emsbaches]] und damit von Werschau weg und näher an Ober- und Niederbrechen heran. Die heutige Nauheimer Straße im Ort ist ebenfalls ein alter Verkehrsweg und stellt vermutlich einen Zubringer zur Via Publica aus Richtung der [[Bundesstraße 417|Hühnerstraße]], des [[Aar (Lahn)|Aartals]] und von [[Diez]] her dar. Rund 100 Jahre nach der Landstraße im Emsbach wurde 1882 auch die Chaussee von Niederbrechen über Werschau nach Dauborn und kurz darauf der Abzweig nach Nauheim gepflastert, wodurch der Ort unmittelbar an das Fernstraßennetz angeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1235 wurde Werschau bekanntermaßen erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname geht auf die Bezeichnung „Au am [[Wörsbach (Emsbach)|Wörsbach]]“ zurück. Spätestens 1359 bestand eine Ortsbefestigung aus Zäunen und Hecken. Diese Einfriedung wies eine Pforte auf, an der von der Grafschaft Diez, möglicherweise bis ins 16. Jahrhundert hinein auch von Nassau, Zoll erhoben wurde. Nach dem Ausbau der Straße in Richtung Nauheim entstanden von 1884 an die ersten Gebäude links des Wörsbachs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Werschau grenzte der Ort Bergen, der im [[Spätmittelalter]] zur [[Wüstung]] wurde. Während die landwirtschaftlichen Flächen an [[Niederbrechen]] fielen, gingen die dem [[Georg (Heiliger)|Heiligen Georg]] geweihte Kirche und der Friedhof von Bergen an Werschau. Der Friedhof wurde damit zum Haupt-Bestattungsort der Werschauer. Die [[Berger Kirche (Werschau)|Berger Kirche]] wurde 910 erstmals urkundlich erwähnt. Sie gilt damit als einer der ältesten Kirchenbauten der Region. Bis 1571 blieb sie die Pfarrkirche für Werschau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1439 wird erstmals eine Kirche im Ort Werschau selbst unter dem [[Patrozinium]] des [[Antonius der Große|Heiligen Antonius]] erwähnt, die ab 1657 als Filialkapelle von Niederbrechen geführt wurde. Im Jahr 1696 wurde eine der [[Barbara von Nikomedien|Heiligen Barbara]] geweihte Kapelle errichtet, die später ebenfalls an das Georgspatrozinium überging und 1744 sowie 1972 erweitert wurde. 1711 erhielt Werschau erstmals eine eigene Pfarrei.&lt;br /&gt;
[[Datei:Werschau alte Schule.jpg|mini|Alte Schule]]&lt;br /&gt;
In den Jahren 1684 bis 1694 entstand eine eigene Schule, 1884 ein neues Schulgebäude. Nach der Erweiterung 1951 wurde der Schulbetrieb 1969 eingestellt, weil sämtliche Kinder wieder nach Niederbrechen zur Schule gingen. Im Jahr 1972 wurde der Altbau abgerissen und im Anbau wurde ein Kindergarten eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Anordnungen der Verhütung eines Brandes im Zusammenhang mit häuslichen Feuerstätten in Textform im [[Kurtrier|Kurfürstentum Trier]] vom 9. Mai 1721 führten auch in Werschau zu erheblichen Verbesserungen der Bauweise der Gebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Franz-Josef Sehr]] |Titel=Brandschutz im Heimatgebiet vor 300 Jahren |Sammelwerk=Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 2022 |Hrsg=Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg |Ort=Limburg |Datum=2021 |ISBN=3-927006-59-9 |Seiten=223–228}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] fielen zwölf Soldaten aus Werschau, im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten]] 29 Männer. Am 27. März 1945 erreichten amerikanische Truppen den Ort. Es kam zu einem Gefecht an der Autobahn, bei dem drei Scheunen im Ort in Brand geschossen wurden. In den folgenden Jahren siedelten sich rund 160 [[Heimatvertriebene]] in Werschau an. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Ort vor allem nach Westen und Süden erweitert. Die älteren Ortsstraßen wurden 1949 und 1961 asphaltiert. 1950 erfolgte die Befestigung des Wörsbachufers in der Ortslage. Sechs Jahre später erhielt der Ort ein Trinkwassernetz. Das Dorfgemeinschaftshaus war 1968 fertiggestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Werschau, Gedenkstein Busunglück 1966.JPG|mini|hochkant|Gedenkstein Busunglück 1966]]&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1966 war Werschau Schauplatz eines [[Verkehrsunfall]]s, der in ganz Europa Aufmerksamkeit erlangte. Ein belgischer Bus kam auf der A3 von der Spur ab und stürzte von der Autobahnbrücke nahe Werschau in die Tiefe. 33 Insassen, darunter 29 Schulkinder, starben. Ein dreisprachiger Gedenkstein an der Unfallstelle und eine Tafel am Rathaus erinnern an den schwersten Verkehrsunfall in Deutschland 1966.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Busunglück von Werschau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hessische Gebietsreform (1970–1977)&lt;br /&gt;
Zum 31. Dezember 1971 [[Gemeindefusion|fusionierten]] die bis dahin [[Selbstständige Gemeinde|selbstständigen Gemeinden]] Niederbrechen und Werschau im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] freiwillig zur neuen Gemeinde &amp;#039;&amp;#039;Brechen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL |typ=STAZ |hrsg=Der Hessische Minister des Inneren |titel=Gemeindegebietsreform in Hessen; Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden |fundstelle=Punkt 50 Abs. 27 |nr=2 |jahr=1972 |datum=1971-12-22 |seite=7 |seiten=47 |kbytes=4750}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|180532844|Seiten=369}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Oberbrechen kam am 1. April 1974 kraft [[Landesgesetz]] hinzu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seiten=369}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ortsbezirk]]e nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]] wurden nicht errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Seit der Gebietsreform&lt;br /&gt;
Seit dem Jahr 1976 verbindet eine Partnerschaft Werschau und den französischen Ort [[Courcy (Marne)|Courcy]] in der [[Champagne]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2012 steigerte sich für fünf Tage die Zahl der Bewohner Werschaus auf mehr als das Doppelte. Die Werschauer Feuerwehr richtete unter der Schirmherrschaft des Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden [[Franz-Josef Sehr]] ihr erstmals das große Kreisjugendfeuerwehrzeltlager der Kreisjugendfeuerwehr Limburg-Weilburg aus, zu dem 1.000 Teilnehmer anreisten. Dies war ein wesentlicher Grund, dass sie vom [[Hessisches Ministerium des Innern und für Sport|Hessischen Ministerium des Innern und für Sport]] als Feuerwehr des Monats ausgezeichnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;FLORIAN HESSEN 7+8/2013, S. 18 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den denkmalgeschützten Gebäuden des Ortes siehe die [[Liste der Kulturdenkmäler in Werschau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die von Werschau ===&lt;br /&gt;
Eine eigene niederadlige Familie von Werschau ist erstmals für 1258 im Gefolge des Hauses Limburg nachgewiesen und auch sonst mehrfach in Diensten der Limburger und des mit ihnen verwandten [[Isenburg (Adelsgeschlecht)|Hauses Isenburg]] genannt. In weiteren Dokumenten taucht dieses Haus als „Roiß oder Roist von Werse“ auf. Die Familie verfügte über ein [[Festes Haus]] im Ort oder in der Gemarkung und vermutlich über die Werschauer Mühle. Ihr Wappen zeigte in Silber zwei schwarze Schrägbalken, auf dem Helm einen gekrönten silbernen Schwanenkopf zwischen einem mit den schwarzen Schrägbalken belegten silbernen Flug. Im 15. Jahrhundert wanderte die Familie an die [[Sieg (Fluss)|untere Sieg]] ab und verkaufte ihren Besitz in der Werschauer Umgebung. Bereits im späten 15., besonders aber im frühen 17. Jahrhundert sind Mitglieder der Familie in [[kurköln]]ischen Diensten nachgewiesen. Ein weiterer Zweig der Familie ist in dieser Zeit in [[Lorch (Rheingau)|Lorch]] und [[Kamp-Bornhofen|Kamp]] am Mittelrhein verbürgt. Im Jahr 1731 starben die von Werschau mit Max Henrich Freiherr Rost von Werst, Herr zu [[Kuchenheim]] bei Euskirchen, im Mannesstamm aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschafts- und Verwaltungsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Im [[Hochmittelalter]] gehörte Werschau zur [[Grafschaft Diez]]. Seit dem frühen 14. Jahrhundert wurden im Rahmen des Niedergangs des Hauses Diez Rechte und Teile der Landesherrschaft über Werschau an das [[Limburg (Adelsgeschlecht)|Haus Limburg]] und an das [[Erzbistum Trier]] verpfändet. Spätestens 1420 hatte Kurtrier die Landesherrschaft über Werschau vollständig an sich gezogen. Diese wurde aber bald schon an verschiedene Territorialherren verpfändet. So besaß die [[Landgrafschaft Hessen]] von 1436 bis 1624 die Hälfte des Orts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1336 sind für Werschau [[Schultheiß]]en (auch für Oberbrechen zuständig) nachgewiesen, 1557 [[Heimberger]] und ab 1599 [[Bürgermeister]], Letztere mit meist zwei gleichzeitigen Amtsinhabern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[niedere Gerichtsbarkeit]] in Werschau lässt sich erstmals für 1311 dem Kirchspielgericht im benachbarten Nauheim zuordnen. 1355 wechselte die Gerichtsbarkeit für die Ortslage innerhalb der Bannzäune nach [[Kirberg]], für die restliche Gemarkung nach Dauborn. Auch die Gerichtshoheit ging bis zum frühen 15. Jahrhundert teilweise über die Herren von Limburg ganz an Kurtrier über. Zunächst war das inzwischen ebenfalls kurtrierische Limburg Gerichtssitz, von 1726 bis 1806 schließlich das neu geschaffene Gericht Niederbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1802 fiel Werschau durch die Säkularisation von Kurtrier an [[Nassau-Weilburg]] und damit 1806 an das neue [[Herzogtum Nassau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 1971 wurde Werschau als Ortsteil der neu gegründeten Gemeinde Brechen eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Bis zur [[Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung]] waren die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] und frühen Gerichte sowohl [[Gericht]] als auch [[Öffentliche Verwaltung|Verwaltungsorgan]].&amp;lt;/ref&amp;gt; denen Werschau angehört(e):&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=land_hessen.html|name=Land Hessen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* vor 1803: [[Heiliges Römisches Reich]], [[Kurtrier|Kurfürstentum Trier]], Unteres Erzstift, [[Amt Limburg (Nassau)|Amt Limburg]], Gericht Niederbrechen&lt;br /&gt;
* ab 1803: Heiliges Römisches Reich, [[Nassau-Weilburg|Fürstentum Nassau-Weilburg]], Amt Limburg&lt;br /&gt;
* ab 1806: [[Herzogtum Nassau]], Amt Limburg&lt;br /&gt;
* ab 1849: Herzogtum Nassau, [[Kreisamt Limburg]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Abtrennung der Justiz ([[Justizamt Limburg]]) bis 1854.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1854: Herzogtum Nassau, Amt Limburg&lt;br /&gt;
* ab 1867: [[Königreich Preußen]], Provinz [[Hessen-Nassau]], [[Regierungsbezirk Wiesbaden]], [[Unterlahnkreis]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Endgültige Trennung zwischen Justiz ([[Amtsgericht Limburg a. d. Lahn]]) und Verwaltung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1886: [[Deutsches Reich]], Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, [[Kreis Limburg]]&lt;br /&gt;
* ab 1918: Deutsches Reich, [[Freistaat Preußen]], Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Limburg&lt;br /&gt;
* ab 1945: Deutsches Reich, [[Amerikanische Besatzungszone]], [[Groß-Hessen]], Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Limburg&lt;br /&gt;
* ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, [[Hessen]], Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Limburg&lt;br /&gt;
* ab 1949: [[Bundesrepublik Deutschland]], Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Limburg&lt;br /&gt;
* ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, [[Regierungsbezirk Darmstadt]], Kreis Limburg&lt;br /&gt;
* ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Limburg, Gemeinde Brechen&lt;br /&gt;
* ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, [[Landkreis Limburg-Weilburg]], Gemeinde Brechen&lt;br /&gt;
* ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, [[Regierungsbezirk Gießen]], Landkreis Limburg-Weilburg, Gemeinde Brechen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Landwirtschaft war bis ins 20. Jahrhundert hinein der wichtigste Erwerbszweig der Werschauer Einwohner. Möglicherweise bis zum Anfang des 15. Jahrhunderts gab es Weinbau, der aber mit dem Ende der [[Mittelalterliche Warmzeit|Mittelalterlichen Warmzeit]] eingestellt wurde. Bereits 1878 gab es erste Bemühungen um die Zusammenlegung der durch [[Erbteilung]] zersplitterten Landwirtschaftsflächen sowie den Ausbau der Feldwege. 1950 gab es noch 35 landwirtschaftliche Betriebe. Spätestens im Jahr 1472 bestand eine [[Wassermühle]], die 1859 durch einen Neubau weiter bachaufwärts ersetzt wurde. Zum Ende des Jahres 1963 wurde der Mühlenbetrieb stillgelegt. Ein Wirtshaus ist erstmals 1613 erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert und möglicherweise bereits früher gab es Versuche des Abbaus von [[Eisenerz|Eisen-]] und [[Silbererz]], die aber weitgehend erfolglos blieben. Spätestens 1743 wurde für Bauarbeiten im Ort in der Gemarkung Sand abgebaut. Inzwischen befindet sich westlich des Orts eine große [[Kies]]grube.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werschau hatte gemeinsam mit Neesbach, Nauheim und einigen anderen Märkern Anteil an einem ausgedehnten [[Markwald]], der sich von [[Heringen (Hünfelden)|Heringen]] und [[Kirberg]] bis nach [[Panrod]] zog. Noch im 20. Jahrhundert bestand dieser damals 57 Hektar große Gemeinschaftswald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Einwohnerstruktur 2011 ===&lt;br /&gt;
Nach den Erhebungen des [[Zensus 2011]] lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Werschau 765 Einwohner. Darunter waren 30 (3,9 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 129 Einwohner unter 18 Jahren, 324 zwischen 18 und 49, 174 zwischen 50 und 64 und 135 Einwohner waren älter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt; Die Einwohner lebten in 321 Haushalten. Davon waren 87 [[Alleinstehender|Singlehaushalte]], 102 [[Ehe|Paare]] ohne Kinder und 105 Paare mit Kindern, sowie 24 [[Alleinerziehender|Alleinerziehende]] und 6 [[Wohngemeinschaft]]en. In 63 Haushalten lebten ausschließlich [[Senior]]en und in 335 Haushaltungen lebten keine Senioren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1684 sind in Werschau 23 Haushalte verbürgt. 1720 waren es 35 Haushalte, 1730 ist die Rede von 43 Männern und zwei Witwen im Ort und 1790 von 57 Häusern. 1803 werden 236 Einwohner erfasst. Die Einwohnerschaft wuchs bis 1970 auf 633 an und ist bis heute mehrheitlich katholisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Werschau|width=450|float=none|maxEinwohner=600&lt;br /&gt;
|428|461|478|455|465|486|462|406|421|385|388|414|411|394|569|577|536|526|573&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,633)(1978,673)(1980,727)(1985,763)(1991,764)(1995,788)(2000,757)(2010,759)(2015,715)(2020,776)&lt;br /&gt;
|quelle=LAGIS&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; Gemeinde Brechen&amp;lt;ref name=&amp;quot;EWE&amp;quot; /&amp;gt;; [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Religionszugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1885: || 12 [[Evangelische Kirche|evangelische]] (= 2,85 %), 409 [[Römisch-katholische Kirche|katholische]] (= 97,15 %) Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961: || 29 [[Evangelische Kirche in Deutschland#Geschichte|evangelische]] (= 5,51 %), 497 katholische (= 94,49 %) Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Feuerwehr ===&lt;br /&gt;
Die [[Freiwillige Feuerwehr]] Werschau (gegründet 1927 und seit dem 1. Mai 1972 mit [[Jugendfeuerwehr]]) sorgt für den abwehrenden [[Brandschutz]] und die allgemeine Hilfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einrichtungen ===&lt;br /&gt;
* Kindergarten „Storchennest“ in der Hessenstraße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommunikation / Internet ===&lt;br /&gt;
Der Ortsteil Werschau ist aufgrund der historisch erfolgten Telefon-Kupferverkabelung auf [[Digital Subscriber Line|DSL]]-Technologie für die kabelgebundene Telekommunikation und Internet angewiesen. Nach der erfolgreichen Vorvermarktung erfolgte die Erschließung der Ortsgemeinde mit Glasfaserkabeln ([[Glasfasernetz|FTTB/FTTH]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.newchurch.de/glasfaser/ |titel=www.glasfaser-fuer-brechen.de – Informationen zum Glasfaser-Ausbau in der Gemeinde Brechen |sprache=de-DE |abruf=2022-07-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben ist ergänzend [[Mobilfunk]] als Kommunikations- und Internet-Alternative im Ortsbereich nahezu flächendeckend verfügbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Telekommunikation/Breitband/breitbandatlas/start.html |titel=Bundesnetzagentur – Breitbandatlas |abruf=2022-07-01 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20221103152801/https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Telekommunikation/Breitband/breitbandatlas/start.html |archiv-datum=2022-11-03 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abdeckung in der Gemeinde Brechen beträgt im Juli 2022 ca. 2 % für [[5G]], 94 % für 5G DSS, 100 % für [[Long Term Evolution|LTE]] sowie ebenfalls 100 % für [[Global System for Mobile Communications|2G]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Vereine ===&lt;br /&gt;
Folgende Vereine gestalten das Vereinsleben in Werschau&amp;lt;ref name=&amp;quot;WerVer01&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.gemeinde-brechen.de/freizeit/vereine |titel=Übersicht der Vereine in Brechen |werk=www.gemeinde-brechen.de |hrsg=Gemeinde Brechen |datum= |abruf=2022-12-12 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Feuerwehrverein|Freiwillige Feuerwehr]] Werschau&amp;#039;&amp;#039;, gegründet 1927 (seit 1. Mai 1972 mit Jugendfeuerwehr)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Freundeskreis „Werschau-Courcy“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Katholische Jugend Werschau&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kirchenchor „St. Georg Werschau“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Männergesangverein „Frohsinn 1889 Werschau“&amp;#039;&amp;#039;, ältester Verein in Werschau&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Obst-, Gartenbau- und Verschönerungsverein Werschau&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tischtennisclub 1968 Werschau&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Werschauer Sportverein&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kulturdenkmäler ===&lt;br /&gt;
Siehe [[Liste der Kulturdenkmäler in Werschau]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Werschau St. Georg.jpg|[[St. Georg (Werschau)|Pfarrkirche St. Georg]]&lt;br /&gt;
 Werschau Schmiede.jpg|Alte Schmiede, unter Denkmalschutz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hellmuth Gensicke: &amp;#039;&amp;#039;Aus der Geschichte von Werschau.&amp;#039;&amp;#039; 1985, {{DNB|890029059}}.&lt;br /&gt;
* {{HessBib |PPN=11631981X |GND=4685159-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Werschau}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gemeinde-brechen.de/ Internetauftritt der Gemeinde Brechen]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=533002030|titel=Werschau, Landkreis Limburg-Weilburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einzelnachweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=533002030|titel=Werschau, Landkreis Limburg-Weilburg| datum=2018-06-08}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;EWE&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |autor= |url=https://www.gemeinde-brechen.de/gemeinde/zahlen-und-fakten/einwohnerstatistik-entwicklung |titel=Einwohnerstatistik (Entwicklung) |titelerg=Entwicklung der Einwohnerzahlen in der Gemeinde Brechen |hrsg=Gemeinde Brechen |werk=www.gemeinde-brechen.de |datum=2024 |abruf=2026-02-26 |sprache=de }}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_b.pdf#page=22 |seiten=18 und 58 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |abruf=2021-12 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,1&amp;amp;nbsp;MB |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201027220518/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_b.pdf#page=22 |archiv-datum=2020-10-27 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GB1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeinde-brechen.de/gemeinde/zahlen-und-fakten |titel=Zahlen – Daten – Fakten |titelerg=Einwohnerzahlen in Kürze |hrsg=Gemeinde Brechen |werk=www.gemeinde-brechen.de |abruf=2024-12-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=2037817-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Limburg-Weilburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Brechen, Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Limburg-Weilburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1235]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1971]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nassauer27</name></author>
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