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	<title>Werner Weinhold - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T02:31:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werner_Weinhold&amp;diff=185792&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pallaskatz1 am 22. Dezember 2025 um 08:01 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-22T08:01:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werner Weinhold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. August]] [[1949]] in [[Dresden]]; † [[2. Mai]] [[2024]] in [[Marl]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Burkhard Benecken |url=https://www.marler-zeitung.de/marl/werner-weinhold-toedliche-republikflucht-stasi-ddr-grenzsoldaten-kalaschnikow-w858688-9000628724/ |titel=MZ+ Werner Weinhold ist tot: Bei seiner Flucht aus der DDR erschoss er zwei Grenzer |datum=2024-05-02 |sprache=de-DE |abruf=2024-05-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[Nationale Volksarmee|NVA]]-Soldat und [[Deserteur]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Werner Weinholds Weg in den Westen: Republikflucht mit blutigem Ende |Sammelwerk=Spiegel Online |Datum=2002-08-09 |Online=http://www.spiegel.de/sptv/reportage/a-208955.html |Abruf=2018-07-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der 1975 bei seiner [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|Flucht aus der DDR]] zwei [[Todesfälle unter DDR-Grenzern|Grenzsoldaten der DDR erschoss]]. Weinholds Ermordung wurde von der [[Ministerium für Staatssicherheit|DDR-Staatssicherheit]] 1985 geplant, aber nicht durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flucht aus der DDR ==&lt;br /&gt;
Werner Weinhold, gelernter [[Drehen (Verfahren)|Dreher]], erschoss am 19. Dezember 1975 bei seiner Flucht aus der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] an der [[Innerdeutsche Grenze|innerdeutschen Grenze]] in der Nähe von [[Hildburghausen]] die beiden Grenzsoldaten Jürgen Lange und Klaus Peter Seidel. Zuvor war der unter anderem wegen Autodiebstahls in 54 Fällen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Werner Weinholds Weg in den Westen: Republikflucht mit blutigem Ende |Sammelwerk=[[Spiegel Online]] |Datum=2002-08-09 |Online=http://www.spiegel.de/sptv/reportage/a-208955.html |Abruf=2018-06-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mehrfach vorbestrafte [[Nationale Volksarmee|NVA]]-Wehrpflichtige Weinhold, der noch während seiner Bewährungszeit ein Sittlichkeitsdelikt beging,&amp;lt;ref&amp;gt;{{WWW-DDR|id=werner-weinhold|lemma=Weinhold, Werner|autor=Christoph Links|band=2|idNum=3740}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Panzerregiment 14 „[[Karol Świerczewski]]“ [[Fahnenflucht|fahnenflüchtig]] geworden und hatte aus der NVA-[[Kaserne]] in [[Spremberg]] einige Waffen, Munition und ein Fahrzeug entwendet. Die Grenzsoldaten Seidel und Lange wurden offenbar von dem Überfall Weinholds überrascht, ihre Waffen blieben gesichert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=: „Seidel, was ist los?“ |Sammelwerk=Der Spiegel |Band=43 |Datum=1978-10-23 |Online=http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40606189.html |Abruf=2022-08-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner ersten Vernehmung in der Bundesrepublik gab Weinhold zu, geschossen zu haben – jedoch nachdem die Soldaten das Feuer auf ihn eröffnet hätten. In der DDR wurden am 19. Dezember die Leichen obduziert – man rekonstruierte anhand der Körperhaltung beim Auftreffen der tödlichen Kugeln den Tathergang. Weil Seidels Schuh einen Durchschuss aufwies, gingen die Kriminologen davon aus, dass er während der tödlichen Begegnung saß. Jürgen Lange lag – vermutlich schlafend – auf dem Bauch, als ihn die Kugeln trafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juristische Aufarbeitung ==&lt;br /&gt;
Sein Fall erregte 1975/1976 öffentliches Aufsehen und war Thema etlicher Fernsehsendungen und Zeitungsberichte. In der Bundesrepublik Deutschland wurde er wegen [[Totschlag (Deutschland)|Totschlags]] angeklagt, in einem ersten Prozess am [[Landgericht Essen]] im Dezember 1976 allerdings freigesprochen. Die Verteidigung hatte auf Notwehr plädiert. Auf die Revision der Staatsanwaltschaft hin hob der [[Bundesgerichtshof]] das Urteil auf und verwies das Verfahren an das [[Landgericht Hagen]]. Die [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]], die zunächst auf einer Auslieferung bestand und nicht kooperiert hatte, wollte einen erneuten Freispruch unbedingt vermeiden und führte daher ein [[Beweissicherungsverfahren]] am [[Bezirksgericht Dresden (DDR)|Bezirksgericht Dresden]] durch. Das Landgericht Hagen verurteilte Weinhold am 1. Dezember 1978 wegen Totschlags in zwei Fällen und wegen bewaffneten Kraftfahrzeugdiebstahls schließlich zu fünfeinhalb Jahren [[Haft]]. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass keine Notwehr vorlag, jedoch eine Strafmilderung wegen verminderter Schuldfähigkeit zu berücksichtigen sei. Am 7. Juli 1982 wurde Weinhold vorzeitig nach dreieinhalb Jahren aus dem Gefängnis entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geplante Ermordung durch die Staatssicherheit ==&lt;br /&gt;
Nach seiner Freilassung plante die DDR, ihn durch im Westen tätige Agenten der [[Ministerium für Staatssicherheit|DDR-Staatssicherheit]] ermorden zu lassen. Dazu existiert eine elfseitige „Realisierungskonzeption des Operativvorgangs ‚Terrorist‘“. In der Konzeption der MfS-Abwehr-Hauptabteilung I (HA&amp;amp;nbsp;I) vom Mai 1985 werden drei Varianten vorgeschlagen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. Habhaft werden des ‚Terrorist‘ und Vortäuschung eines Selbstmordes unter Nutzung der in unmittelbarer Nähe des Anmarschweges Wohnung-Arbeitsstelle gelegenen Gleisanlage des [[S-Bahn Rhein-Ruhr|S-Bahn-Nahverkehrs Rhein-Ruhr]] (Gleiskörper oder Stromfalle durch Ausnutzung des elektrifizierten Streckennetzes). 2. … durch Erschießen mittels einer Handfeuerwaffe Beretta – schallgedämpft – auf dem Anmarschweg Wohnung-Arbeitsstelle und nachfolgende Beseitigung von Spuren … 3. … durch Vortäuschung eines Raubüberfalls“. Der Mordplan sollte durch eine „Einsatzgruppe in Stärke von 2 Genossen aus dem Bereich der HA I (sowie) zwei operativen Mitarbeitern“ durchgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mordplan wurde nicht ausgeführt. In einem Artikel der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt|Welt]]&amp;#039;&amp;#039; wird dies unter anderem damit begründet, dass ein Stasi-Helfer im Westen als [[Doppelagent]] enttarnt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/print-wams/article100912/Erschiessen-Erstechen-Verbrennen-Strangulieren.html |titel=&amp;quot;Erschießen, Erstechen, Verbrennen, Strangulieren …&amp;quot; |autor=Ralf Georg Reuth |werk=Welt online |datum=2003-09-28 |zugriff=2013-07-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde im Jahr 1993 Anklage gegen den ehemaligen Stellvertreter des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministers für Staatssicherheit]] [[Gerhard Neiber]] erhoben. Die Anklage wurde jedoch vom [[Landgericht Berlin]] wegen unklarer Beweislage nicht zugelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roland Schissau |Titel=MfS-Straftaten |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2006 |ISBN=978-3-89949-344-3 |Online=https://books.google.de/books?id=6BvYdJqvDBoC&amp;amp;pg=PA365&amp;amp;lpg=PA365&amp;amp;dq=neiber+weinhold&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=yTey2apMbq&amp;amp;sig=ACfU3U2fAZd2TslrTLM4SDprWDG92iY1yA&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjw4vmp7MPrAhUE2aQKHZ9VCA44ChDoATAHegQIARAB#v=onepage&amp;amp;q=neiber%20weinhold&amp;amp;f=false |Abruf=2021-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verurteilung wegen Körperverletzung ==&lt;br /&gt;
Am 8. Januar 2005 schoss Weinhold in seiner [[Marl]]er Stammkneipe auf einen Bekannten und verletzte ihn dadurch schwer. Daraufhin wurde er vom [[Landgericht Essen]] wegen [[Gefährliche Körperverletzung|gefährlicher Körperverletzung]] zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/werner-weinhold |titel=Weinhold, Werner |hrsg=Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur |sprache=de |abruf=2022-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstlerische Verarbeitung ==&lt;br /&gt;
Die Flucht Weinholds ist Auslöser eines heißen Krieges zwischen NATO und Warschauer Pakt im Videospiel [[Wargame: European Escalation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Roman Grafe: &amp;#039;&amp;#039;Die Grenze durch Deutschland – eine Chronik von 1945 bis 1990.&amp;#039;&amp;#039; Siedler, Berlin 2002, ISBN 3-88680-744-4, S. 235–238.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=werner-weinhold|lemma=Weinhold, Werner|autor=[[Christoph Links]]|band=2|idNum=3740}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Fall Fritz Hanke]] (1962)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/sptv/reportage/a-208955.html &amp;#039;&amp;#039;Werner Weinholds Weg in den Westen – Republikflucht mit blutigem Ende&amp;#039;&amp;#039;] [[Spiegel TV]], 9. August 2002&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/sptv/reportage/a-208376.html &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Werner Weinhold.&amp;#039;&amp;#039;] Spiegel TV, 12. August 2002&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40781962.html &amp;#039;&amp;#039;Urteile – Werner Weinhold.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel.&amp;#039;&amp;#039; 38/1977 (zur Aufhebung des Freispruches aus dem ersten Prozess)&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40606189.html &amp;#039;&amp;#039;Seidel, was ist los?&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel.&amp;#039;&amp;#039; 43/1978 (zum Beginn des zweiten Prozesses)&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13681967.html &amp;#039;&amp;#039;So ein Ding.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel.&amp;#039;&amp;#039; 21/1993 (zu Mordkomplotten der Stasi gegen Werner Weinhold)&lt;br /&gt;
* [http://www.profil.at/articles/1133/560/304856/ostblock-erschiessen-beretta &amp;#039;&amp;#039;Erschießen mittels Beretta – schallgedämpft.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;Profil.&amp;#039;&amp;#039; 20. August 2011 (zu Mordkomplotten der Stasi gegen Werner Weinhold, speziell 1984 in Österreich)&lt;br /&gt;
* [http://programm.ard.de/TV/phoenix/doppelmord-im-niemandsland/eid_287257810946408?list=now &amp;#039;&amp;#039;Doppelmord im Niemandsland.&amp;#039;&amp;#039;] Beschreibung zum Dokumentarfilm von Henry Köhler, [[Phoenix (Fernsehsender)|Phoenix]] 5. April 2012&lt;br /&gt;
* [[BStU]], Themenbeitrag: [https://www.bundesarchiv.de/themen-entdecken/online-entdecken/themenbeitraege/schuesse-in-einer-dezembernacht-die-flucht-werner-weinholds/ &amp;#039;&amp;#039;Schüsse in einer Dezembernacht: Die Flucht Werner Weinholds&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/details/advokaten-des-bosen-akte-23-werner-weinhold-advokaten-des-bosen-256k &amp;#039;&amp;#039;Advokaten des Bösen - Akte 23 : Werner Weinhold&amp;#039;&amp;#039;] Podcast mit Werner Weinhold von Simone Danisch und Burkhard Benecken, 18. Oktober 2022&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129036080|LCCN=n77006624|VIAF=65074913}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Weinhold, Werner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Nationale Volksarmee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innerdeutsche Grenze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deserteur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2024]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Weinhold, Werner&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher NVA-Soldat und Grenzdurchbrecher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. August 1949&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Mai 2024&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Marl]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pallaskatz1</name></author>
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