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	<title>Werner Schingnitz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T07:24:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werner_Schingnitz&amp;diff=1986627&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 20. Oktober 2025 um 19:56 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-20T19:56:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werner Schingnitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. September]] [[1899]] in [[Olbernhau]]; † [[30. Oktober]] [[1953]] in [[Göttingen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=LkVmAAAAMAAJ&amp;amp;q=%22werner+schingnitz%22+1953&amp;amp;dq=%22werner+schingnitz%22+1953&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=INOkUKnSEMextAbZi4CABg&amp;amp;redir_esc=y Nachweis im &amp;#039;&amp;#039;Genealogischen Handbuch des Adels&amp;#039;&amp;#039;, Band 109, S. 33]&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Philosoph]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach Besuch der [[Thomasschule zu Leipzig]]&amp;lt;ref&amp;gt;Gottlieb Tesmer, Walther Müller: &amp;#039;&amp;#039;Ehrentafel der Thomasschule zu Leipzig. Die Lehrer und Abiturienten der Thomasschule zu Leipzig 1912–1932.&amp;#039;&amp;#039; Im Auftrag des Thomanerbundes, Selbstverlag, Leipzig 1934, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; leistete Schingnitz 1917/18 einen einjährigen Kriegseinsatz. Das 1919 begonnene Studium der Philosophie und Naturwissenschaften in [[Universität Leipzig]] schloss er 1923 mit einer Dissertation bei [[Hans Driesch]] über „Das Problem der philosophischen Methodenlehre und Kants Prolegomena“ ab. Schingnitz, der die Bibliothek des Philosophischen Instituts seit 1920 ehrenamtlich betreut hatte, wurde 1925 Assistent bei Driesch. Dieser setzte die [[Habilitation]] mit dem Thema „Prolegomena zu einer Logik als Lehre von der vorbegrifflichen Gegenständlichkeit“ gegen den Willen von [[Theodor Litt]] und [[Felix Krueger]] in der Fakultät durch. Das Verfahren wurde allerdings erst 1931 abgeschlossen. Die Kritiker hielten Schingnitz inhaltsleeren Formalismus und sprachliche Unzulänglichkeiten vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Tilitzki]]: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus, Akademie, Berlin 2002, S. 332–333.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schingnitz war anschließend ab 1926 als Privatdozent für Philosophie in Leipzig am Lehrstuhl von Driesch tätig. Seine wissenschaftliche Tätigkeit konzentrierte sich auf die Bearbeitung der Abteilung „Philosophie, Psychologie, Weltanschauung“ des Literarischen Zentralblatts und die darin veröffentlichten Jahresberichte. Von 1932 bis 1938 gab er die Reihe „Studien und Bibliographien zur Gegenwartsphilosophie“ heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Weimarer Zeit hatte Schingnitz Kontakte zum Kreis um [[Ernst Niekisch]] und zum [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelm]]. Mit der „[[Machtergreifung]]“ trat er jedoch zum 1. Mai 1933 in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein (Mitgliedsnummer 2.383.074),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/37501175&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde Pressewart in der [[Nationalsozialistische Betriebszellenorganisation|NSBO]]-Zelle der Universität, 1934 Stabsleiter der Gaufachschaft 1 (Hochschule) im [[Nationalsozialistischer Lehrerbund|NSLB]] Sachsen (1935 wieder ausgetreten), Fachberater für Weltanschauung und Philosophie in der Kulturphilosophischen Abteilung der Kreisleitung, Redner für verschiedene Parteiformationen und Bezirksschulungsleiter im Technikerverband der [[Deutsche Arbeitsfront|DAF]].&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus, Akademie, Berlin 2002, S. 745.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im März 1933 unterzeichnete er die [[Erklärung von 300 Hochschullehrern für Adolf Hitler]], im November 1933 das [[Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler|Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat]]. 1935/36 gab es in der Fakultät Überlegungen, für Schingnitz eine Ernennung zum nichtbeamteten ao. Professor zu beantragen. Mit Ausnahme des emeritierten Driesch und von [[Hermann Schneider (Philosoph)|Hermann Schneider]] sprachen sich die Dozenten gegen ihn aus, weil er neben fachlichen Mängeln übereifrig, opportunistisch und disziplinlos gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus, Akademie, Berlin 2002, S. 745.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den am Ende gestellten Antrag lehnte 1938 der Gauleiter ab, weil Schingnitz seine Parteiaktivitäten weitgehend eingestellt und sich für die [[Deutsche Glaubensbewegung]] engagiert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophisches Wörterbuch ==&lt;br /&gt;
Schingnitz Name ist eng verbunden mit der von ihm und [[Joachim Schondorff]] neu bearbeiteten 10. Auflage des &amp;#039;&amp;#039;[[Philosophisches Wörterbuch (Schmidt-Gessmann)|Philosophischen Wörterbuchs]]&amp;#039;&amp;#039; bei [[Alfred Kröner Verlag|Kröner]] (Stuttgart 1943), die voll von nationalsozialistischen Verzerrungen und Tiraden ist. Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Henri Bergson]]: „…, wirkte im Weltkrieg in Rede und Schrift als [[Chauvinismus|Chauvinist]] […]. B. gilt fälschlich als Vorkämpfer der [[Lebensphilosophie]] gegen die Übergriffe des [[Rationalismus]] auf Grund seiner Lehre, daß sich das [[Denken]] des Gehirns nur als eines automatischen Werkzeuges bediene […]. In Wirklichkeit ist B. jedoch der Vertreter einer [[Naturalismus (Philosophie)|naturalistischen]], ja [[Positivismus|positivistischen]] [[Judentum|jüdischen]] [[Mystik]], die uns so wesensfremd ist, daß es erst der Plagiierung deutscher Gedanken ([[Arthur Schopenhauer|Schopenhauer]]!) bedurfte, um diesen Denker in Deutschland ‚interessant’ zu machen und ihn als Lebensphilosophen zu importieren.“&lt;br /&gt;
* [[Ernst Cassirer]]: „… gehörte der [[Neukantianismus|Marburger Schule]] an, ohne als sog. „Neukantianer“ der Erscheinung [[Immanuel Kant|Kants]] gerecht zu werden. Auch in seinen philosophisch-literaturhistorischen Arbeiten zur dt. Klassik bewies er nur die Unfruchtbarkeit des jüd. Geistes, der konkrete historische Gestalten nicht zu erfassen vermag.“&lt;br /&gt;
* [[Hermann Cohen]]: „… C.s [[Ethik|Moralphilosophie]] gipfelt im Bekenntnis zum [[Freimaurerei|freimaurerischen]] [[Humanismus]]ideal. Später wandte sich C. völlig der jüdischen Theologie und Kulturpolitik zu und bediente sich dabei der Ideologie des „auserwählten Volkes“, lehnte jedoch den [[Zionismus]] ab, obschon er den [[Talmud]] verteidigte.“&lt;br /&gt;
* [[Edmund Husserl]]: „… Mit seinem späteren Lehren trug er wesentlich zur [[Überfremdung]] der dt. Philosophie durch abstraktes Denken bei … H’s Lehre ist uneinheitlich; ihre Wirksamkeit beruhte nicht zuletzt in dem Anschein des Anti-Intellektualismus, der wirklichen Sachlichkeit, den sie sich gab, während in Wirklichkeit in ihrer angeblich wissenschaftl.-sachl. „[[Wesensschau]]“ doch gerade ein typisch jüdischer Rationalismus Triumphe feiert und jede gewachsene Wirklichkeit entwertet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dieser Verunglimpfung anerkannter, dem Nationalsozialismus nicht passender Philosophen enthält diese 10. Auflage des Lexikons lobende Artikel für die in der NS-Hierarchie maßgeblichen Philosophen wie [[Alfred Baeumler]], [[Houston Stewart Chamberlain]], [[Martin Heidegger]], [[Hans Heyse]], [[Ernst Krieck]], [[Alfred Rosenberg]] oder [[Erich Rothacker]]. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde es in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1948-nslit-s.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Schingnitz war von 1934 bis 1936 mit der Kunstmalerin und Schriftstellerin [[Adele von Boeselager|Ada von Boeselager]] verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mensch und Begriff. Beitrag zur Theorie der logischen Bewältigung der Welt durch den Menschen,&amp;#039;&amp;#039; Leipzig: Hirzel, 1935.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Logik und Logos. Beitrag zur Lehre vom welthaften Begriff&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig: Hirzel, 1936.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=136202527|VIAF=201444377}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schingnitz, Werner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1953]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schingnitz, Werner&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN= &lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. September 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Olbernhau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Oktober 1953&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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