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	<title>Werner Peiser - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-06-23T17:56:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Louis Werner Peiser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. August]] [[1895]] in [[Berlin]]; † [[27. Juni]] [[1991]] in [[Genua]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;StA&amp;quot;&amp;gt;Geburtsregister des Standesamtes Berlin VI Nr. 413/1895.&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Diplomat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Studium, Weimarer Republik und Drittes Reich ===&lt;br /&gt;
Peiser war der Sohn des Buchhalters Gustav Peiser und seine Frau Ida, geborene Löbenstein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;StA&amp;quot; /&amp;gt; Nach dem Schulbesuch wurde er 1914 Mitglied der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und absolvierte von 1914 bis 1918 [[Rechtswissenschaften]] und [[Wirtschaftswissenschaft]]en an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]] und schloss dieses Studium 1919 mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum [[Doktor der Rechte|Dr. iur.]] an der [[Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald]] mit einer [[Dissertation]] zum Thema „Begriff und Wesen der [[Gebietshoheit]]“ ab. Nach Beendigung des Studiums wurde er 1919 [[Journalist]] bei der SPD-[[Parteizeitung]] &amp;#039;&amp;#039;[[Vorwärts (Deutschland)|Vorwärts]]&amp;#039;&amp;#039; und wurde unmittelbar darauf verantwortlicher [[Redakteur]] für den politischen Teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben studierte er von 1918 bis 1921 [[Romanistik|Romanische Philologie]] an der Friedrich-Wilhelms-Universität und trat im Anschluss 1921 in den Staatsdienst von [[Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1921 wurde Peiser Mitarbeiter im [[Preußisches Staatsministerium|Preußischen Staatsministerium]]. 1923 wurde er zunächst [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]] und war zuletzt als [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Oberregierungsrat]] Stellvertreter des Pressechefs [[Hans Goslar]]. Im Februar 1931 wurde er aus dieser Funktion entlassen und war anschließend bis zu seiner Entlassung aus dem Staatsdienst wegen seiner [[Judentum|jüdischen Herkunft]] 1933 als [[Ministerialrat]] im Preußischen Erziehungsministerium Mitarbeiter für besondere Aufgaben und Preußischer Kulturreferent am [[Deutsches Historisches Institut Rom|Deutschen Historischen Institut Rom]]. Im Februar 1931 trat er wegen seiner Entlassung als Stellvertretender Pressechef aus Protest aus der SPD aus. Später wurde ihm auch sein [[Doktor]]titel aufgrund des im [[Drittes Reich|Dritten Reich]] geltenden § 33 [[Strafgesetzbuch]] aberkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] blieb er in [[Italien]] und war dort bis 1938 unter anderem als Professor für politische Wissenschaften in [[Rom]] tätig. 1933 gründete Peiser zusammen mit [[Moritz Goldstein]] in [[Florenz]] das [[Landschulheim Florenz]], eine Schule für Flüchtlingskinder aus Deutschland. Die Schule wurde am 17. Oktober 1933 eröffnet und von Peiser u. a. zusammen mit [[Robert Kempner]], den er bereits aus seiner Berliner Zeit kannte&amp;lt;ref&amp;gt;Robert M. W. Kempner: &amp;#039;&amp;#039;Ankläger einer Epoche&amp;#039;&amp;#039;, S. 137ff&amp;lt;/ref&amp;gt;, bis zu deren Schließung im Jahre 1938 geleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Irmtraud Ubbens: &amp;#039;&amp;#039;Das Landschulheim in Florenz&amp;#039;&amp;#039;, S. 118&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor der endgültigen Schließung konnten Peiser und Kempner noch mit einem Teil der Schüler nach [[Nizza]] ausreisen und dort für kurze Zeit den Schulbetrieb fortsetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Irmtraud Ubbens: &amp;#039;&amp;#039;Das Landschulheim in Florenz&amp;#039;&amp;#039;, S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt; Von hier aus emigrierte er 1939 in die [[Vereinigte Staaten|USA]]. Dort war er von 1939 bis 1944 als [[Professur|Professor]] für [[Romanische Sprachen]] an der [[University of Pennsylvania]], der [[Loyola University New Orleans|Loyola University]] in [[New Orleans]] und zuletzt bis 1946 an der [[University System of Maryland|University of Maryland]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit und Diplomat der Bundesrepublik ===&lt;br /&gt;
1946 kehrte er nach [[Europa]] zurück und war zunächst bis 1948 Mitarbeiter an Dienststellen der US-Verwaltung. In dieser Funktion beschäftigte er sich im Auftrag des [[Joint Distribution Committee]] auch mit Fragen der [[Wiedergutmachung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Constantin Goschler: &amp;#039;&amp;#039;Wiedergutmachung.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 1992, ISBN 3-486-55901-X, S. 170, 174 ([http://books.google.de/books?id=z5WFawYARqsC&amp;amp;pg=PA174&amp;amp;dq=Werner+Peiser Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Anschluss war er auf seinen Studiengebieten als [[Wissenschaftler]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juni 1951 wurde Peiser in den [[Auswärtiger Dienst|Diplomatischen Dienst]] des [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amtes]] berufen und Referent für [[Kultur]] an die [[Botschaft (Diplomatie)|Botschaft]] in [[Brasilien]]. Danach war er für einige Monate Kulturreferent an der Botschaft in Spanien. Später fand seine Ernennung zum [[Botschaftsrat]] 1. Klasse statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von November 1958 bis zu seinem Eintritt in den [[Ruhestand]] 1960 [[Liste der deutschen Botschafter in Nicaragua|Gesandter in Nicaragua]]. Nachfolger dort wurde [[Hans Wolf Jaeschke]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/0000/k/k1958k/kap1_2/kap2_40/para3_5.html Protokoll der Sitzung des Bundeskabinetts vom 3. Dezember 1958]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Pensionierung war er zunächst als unbezahlter Mitarbeiter des [[Goethe-Institut]]s in [[Genua]] tätig und Gründer des Kultur-Instituts [[Palermo]], dessen Leiter er von 1961 bis 1966 war. Im Anschluss war er zwischen 1966 und 1969 Leiter des Goethe-Instituts in Genua.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Austritt des [[Theologe]]n und [[Philosoph]]en [[Hubertus Mynarek]] aus der [[Römisch-katholische Kirche|Katholischen Kirche]] wegen dessen Kritik am [[Zölibat]] in einem offenen Brief an [[Papst]] [[Paul&amp;amp;nbsp;VI.]] 1972 gehörte Peiser neben [[Ferdinand Klostermann]] und [[Ossip K. Flechtheim]] zu den wenigen Unterstützern des zwangspensionierten [[Kirchenkritik]]ers.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schmidt-salomon.de/mynarek.htm &amp;#039;&amp;#039;Kirche und Kritik I: Der Fall Mynarek&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 wurde ihm [[postum]] von der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald sein Doktortitel wieder zuerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20050130151040/http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/67765/ Rehabiliert: Uni Greifswald gibt von NS-Regime entzogene Akademische und Ehrengrade posthum zurück]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Lebensgeschichte war 2008 Teil der [[Dokumentation]] und [[Ausstellung]] „Ein gewisses jüdisches Etwas“ im [[Jüdisches Museum München|Jüdischen Museum München]].&amp;lt;ref&amp;gt;https://silo.tips/download/ein-gewisses-jdisches-etwas-dokumentation&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
Peiser war darüber auch als Autor von Fachbüchern und wissenschaftlichen Aufsätzen tätig. Zu seinen Veröffentlichungen gehörte:&lt;br /&gt;
* [http://www.jstor.org/pss/333845 &amp;#039;&amp;#039;The Ethical Value of Spanish Literature.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Hispania.&amp;#039;&amp;#039; No. 2/1943&lt;br /&gt;
* [http://www.jstor.org/pss/317184 &amp;#039;&amp;#039;Objectives in Teaching Foreign Languages to the Fascist Youth.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;The Modern Language Journal.&amp;#039;&amp;#039; No. 1/1944&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Last Years of the Weimar Republic.&amp;#039;&amp;#039; 1946&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Spanische Literatur|Spanische Erzähler]] vom 14. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; 1958, 1979 (Herausgeber [[Albert Theile]] und Werner Peiser), ISBN 3-7175-1575-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Matthias Lau: &amp;#039;&amp;#039;Pressepolitik als Chance. Staatliche Öffentlichkeitsarbeit in den Ländern der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; Franz Steiner Verlag, 2003, ISBN 3-515-08071-6 ([http://books.google.de/books?id=Ek6DXJ4dXOkC&amp;amp;pg=PA111&amp;amp;dq=Werner+Peiser Digitalisat])&lt;br /&gt;
* Irmtraud Ubbens: &amp;#039;&amp;#039;Das Landschulheim in Florenz&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kindheit und Jugend im Exil – Ein Generationenthema&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Exilforschung. Ein Internationales Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band 24, S. 117ff). edition text + kritik, München, 2006, ISBN 3-88377-844-3.&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Robert M. W. Kempner | Titel=Ankläger einer Epoche: Lebenserinnerungen | Verlag=Ullstein | Ort=Frankfurt/M; Berlin | Jahr=1986 | ISBN=3-548-33076-2}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Peiser, Werner&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. München : Saur 1980, S. 552&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000008802}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116074140|LCCN=n/86/55057|VIAF=64748512}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Peiser, Werner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Nicaragua]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im auswärtigen Dienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of Pennsylvania)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (New Orleans)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University System of Maryland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Goethe-Institut)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Judentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1991]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Peiser, Werner&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Peiser, Louis Werner (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Diplomat und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. August 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Juni 1991&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Genua]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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