<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Werner_Lueben</id>
	<title>Werner Lueben - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Werner_Lueben"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werner_Lueben&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T05:34:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werner_Lueben&amp;diff=2852962&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Graph Pixel: Tippfehler korrigiert.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werner_Lueben&amp;diff=2852962&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-09T04:57:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werner Lueben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. März]] [[1894]] in [[Breslau]]; † [[28. Juli]] [[1944]] in [[Torgau]]) war ein deutscher [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)#Amts- und Dienstgradbezeichnungen|Generalstabsrichter]] im Range eines [[Generalleutnant]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Werner Lueben war Sohn einer [[Protestantismus|protestantischen]] Beamtenfamilie. Sein Vater war Proviantmeister im [[Preußische Armee|preußischen Heer]] und in der Militärverwaltung. Nach dem Abitur studierte Lueben [[Rechtswissenschaft|Jura]] in [[Halle (Saale)|Halle]]. Dieses Studium unterbrach er 1914 bei Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]], als er sich als [[Kriegsfreiwilliger]] meldete. Er wurde im August 1914 dem [[Mansfelder Feldartillerie-Regiment Nr. 75]] zugeteilt. Im März 1915 wurde er zum Unteroffizier und im Januar 1916 zum [[Leutnant der Reserve]] befördert. Er wurde mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz]] II. und I. Klasse ausgezeichnet. Er wurde im Februar 1919 aus dem Militärdienst entlassen, ging zum [[Freikorps]] [[Freiwilliges Landesjägerkorps]] und war an der Bekämpfung von Arbeiteraufständen beteiligt. Danach nahm er sein Studium wieder auf und legte im Mai 1920 das erste [[Staatsexamen]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Laufbahn als Jurist ===&lt;br /&gt;
Von 1920 bis 1923 war Lueben [[Referendar]] am [[Oberlandesgericht Naumburg]]. Im September 1923 erfolgte die zweite Staatsprüfung. Danach trat er in den Justizdienst in [[Bartoszyce|Bartenstein]] ein. Ab Juni 1928 war er in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] eingesetzt. Als [[Landgerichtsrat]] wurde er zum [[Landgericht Berlin]] versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. November 1933 wechselte auf eigenen Wunsch probeweise zur Heeresanwaltschaft im [[Wehrkreis]] III zur Zweigstelle in Breslau. Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] kam er anscheinend mit Parteidienststellen der NSDAP in Konflikt und wechselte nun zur neu eingerichteten [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Militärjustiz]] der [[Reichswehr]]. Lueben wurde im März 1934 zum Kriegsgerichtsrat beim Wehrkreisgericht III ernannt. Zum Januar 1935 kam er zum Gericht der Heeresdienststelle Breslau. Am 8. März 1935 erfolgte die Ernennung zum Oberkriegsgerichtsrat. Anfang 1936 wurde er Ministerialrat der Heeresrechtsabteilung im [[Reichswehrministerium|Reichskriegsministerium]] in Berlin. Nach der Gründung des [[Reichskriegsgericht]] (RKG) im Oktober 1936 wurde Lueben als Reichskriegsanwalt dorthin beordert. Im September 1939 wurde er Reichkriegsgerichtsrat. Im August 1937 erfolgte die Ernennung zum &amp;#039;&amp;#039;Rechtskundigen Mitglied des Wehrmachtdienststrafhofes&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Senatspräsident beim Reichskriegsgericht ===&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1943 wurde Werner Lueben zum Senatspräsidenten beim RKG ernannt. Als Senatspräsident stimmte Lueben hundertfach Todesurteilen zu. Er schöpfte den Strafrahmen des Reichskriegsgerichts voll aus und verhängte systematisch die [[Todesstrafe]], darunter am 6. Juli 1943 im Fall [[Franz Jägerstätter]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Protokoll des Reichskriegsgerichtes vom 14. Juli 1943; Faksimile in [[Severin Lederhilger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Franz Jägerstätter. Christ und Märtyrer.&amp;#039;&amp;#039; Bischöfl. Ordinariat der Diözese Linz, Linz 2007, ISBN 978-3-9501682-4-2, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter „Luebens Entscheidungspraxis“ fielen auch [[Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus|Zeugen Jehovas]], die als Kriegsdienstverweigerer wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ verurteilt wurden, und zudem mehrere Personen der [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandsbewegung]] in den besetzten Ländern.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Haase: &amp;#039;&amp;#039;Generalstabsrichter Werner Lueben.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hitlers militärische Elite. 68 Lebensläufe.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2011, S. 403.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Suizid ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab LuebenWerner SüdfriedhofHalle.jpg|mini|hochkant|Das Grab Werner Luebens und weiterer Familienangehörigen auf dem Südfriedhof Halle]]&lt;br /&gt;
Werner Lueben nahm sich am 28. Juli 1944 in seiner Wohnung in Torgau das Leben. Er wurde von seinem Fahrer mit seiner Dienstpistole neben sich gefunden. Die erhalten gebliebene Todesurkunde vermerkt hingegen „plötzlich gestorben“, ferner habe ein „seelischer Erschöpfungszustand“ vorgelegen. Die [[Wehrmacht]] verschleierte den [[Suizid]] eines ihrer Senatspräsidenten und verkündete offiziell, dass Lueben bei einem Luftangriff gestorben sei. In Torgau wurde eine Trauerparade abgehalten, bevor Lueben nach Halle überführt wurde. Der Präsident des Reichskriegsgerichts, Admiral [[Max Bastian]], legte im Namen aller Mitarbeiter des Reichskriegsgerichts einen Kranz nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Haase: &amp;#039;&amp;#039;Generalstabsrichter Werner Lueben.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hitlers militärische Elite. 68 Lebensläufe.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2011, S. 404f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Grab von Lueben befindet sich auf dem [[Südfriedhof (Halle)|Südfriedhof Halle]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Silvia Zöller |Titel=Der Richter, der zweifelte |Hrsg= |Sammelwerk=Mitteldeutsche Zeitung |Ort=Halle (Saale) |Datum=2020-01-30 |ISBN= |Seiten=10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genauen Gründe für den Suizid sind ungeklärt. Aussagen, dass er etwas mit dem [[Attentat vom 20. Juli 1944]] gegen [[Adolf Hitler]] zu tun habe, bleiben nach dem Historiker Norbert Haase bloße „Vermutungen“, für die Belege fehlten: „Angehörige halten 50 Jahre nach den Ereignissen eine Verstrickung in die Attentatspläne für ausgeschlossen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Haase: &amp;#039;&amp;#039;Generalstabsrichter Werner Lueben.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hitlers militärische Elite. 68 Lebensläufe.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2011, S. 405.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Vermutungen gehen dahin, dass der Suizid aus Gewissensnot geschah, da an Luebens Todestag Todesurteile gegen drei Pfarrer verhängt werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch zum Folgenden [[Wolfgang Knauft]]: &amp;#039;&amp;#039;„[[Fall Stettin]]“ ferngesteuert.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Bischöfliches Ordinariat. Berlin 1994, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Verfahren gegen die Stettiner Geistlichen Provikar [[Carl Lampert]], Pater [[Friedrich Lorenz (Priester)|Friedrich Lorenz]] und Kaplan [[Herbert Simoleit]] hatte Lueben in einem Schreiben an den Präsidenten des Reichskriegsgerichts vom 27. Mai 1944 die durch [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]-Methoden erlangten Verhörprotokolle als angebliche Beweismittel kritisiert, da diese, so Lueben wörtlich, „keine geeignete Grundlage für ein Geständnis darstellen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Haase: &amp;#039;&amp;#039;Generalstabsrichter Werner Lueben.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hitlers militärische Elite. 68 Lebensläufe.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2011, S. 404.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verhandlung war auf den 28. Juli anberaumt – den Tag, an dem Lueben sich das Leben nahm.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Messerschmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wehrmachtjustiz 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Schöningh, Paderborn 2005, ISBN 3-506-71349-3, S. 128.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch „ein ‚Justizmärtyrer‘“, so Haase, „ist Lueben vermutlich nicht. Denn dem Zaudern im [[Fall Stettin|Prozeß gegen die Stettiner Geistlichen]] ging ein hundertfaches Absegnen von Todesurteilen voraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Haase: &amp;#039;&amp;#039;Generalstabsrichter Werner Lueben.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hitlers militärische Elite. 68 Lebensläufe.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2011, S. 405.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Im Mai 1925 heiratete er Klara von Scholten. Die Eheleute hatten später einen Sohn und zwei Töchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Darstellung ==&lt;br /&gt;
In dem im Jahr 2019 veröffentlichten Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Ein verborgenes Leben (Film)|Ein verborgenes Leben]]&amp;#039;&amp;#039;, der das Schicksal des österreichischen Wehrdienstverweigerers [[Franz Jägerstätter]] thematisiert, wurde der zur Handlungszeit erst 49-jährige Werner Lueben von dem 75-jährigen Schweizer Schauspieler [[Bruno Ganz]] verkörpert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Norbert Haase (Historiker)|Norbert Haase]]: &amp;#039;&amp;#039;Generalstabsrichter Werner Lueben.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerd R. Ueberschär]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hitlers militärische Elite. 68 Lebensläufe.&amp;#039;&amp;#039; (2 Bde. in einem). Primus, 2., durchges. und bilbiogr. aktualisierte Aufl. Darmstadt 2011, ISBN 978-3-89678-727-9, S. 402–406.&lt;br /&gt;
* [[Benedicta Maria Kempner]]: &amp;#039;&amp;#039;Priester vor Hitlers Tribunalen.&amp;#039;&amp;#039; Rütten u. Loening, München 1966.&lt;br /&gt;
* Benedicta Maria Kempner: &amp;#039;&amp;#039;Generalstabsrichter Lueben. Ein Justizmärtyrer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Publik (Wochenzeitung)|Publik]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 12/1970, S. 21.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Knauft: &amp;#039;&amp;#039;„Fall Stettin“ ferngesteuert.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber Bischöfliches Ordinariat. Berlin 1994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.deutschlandfunkkultur.de/tochter-eines-ns-militaerrichters-mein-vater-ging-einfach.3720.de.html?dram:article_id=358538 Foto von Werner Lueben] bei Deutschlandfunk.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=143282093|VIAF=166922962}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lueben, Werner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutnant (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Deutsches Heer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalleutnant (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Reichskriegsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Landgericht Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lueben, Werner&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Generalstabsrichter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. März 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Juli 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Torgau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
	</entry>
</feed>