<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Werner_Lipschitz</id>
	<title>Werner Lipschitz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Werner_Lipschitz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werner_Lipschitz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T19:20:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werner_Lipschitz&amp;diff=2033892&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werner_Lipschitz&amp;diff=2033892&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-10T13:57:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werner Ludwig Lipschitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;auch Lipschitz-Lindley&amp;#039;&amp;#039; (*&amp;amp;nbsp;[[28. März]] [[1892]] in [[Berlin]]; †&amp;amp;nbsp;[[1. Februar]] [[1948]] in {{lang|en|[[Orangetown|Pearl River, Orangetown, New York]]}}), war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Pharmakologie|Pharmakologe]] und [[Biochemie|Biochemiker]]. Er wirkte von 1926 bis 1933 als ordentlicher Professor für Pharmakologie und Institutsdirektor an der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Universität Frankfurt]]. Nach seiner [[Haymatloz|Emigration]] in die Türkei arbeitete er dort von 1933 bis 1938 als Direktor des Instituts für Biochemie der [[Universität Istanbul]]. 1938 ging er in die [[Vereinigte Staaten|USA]], wo er bis kurz vor seinem Tod als Pharmakologe in der [[Pharmaunternehmen|pharmazeutischen Industrie]] tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Werner Lipschitz wurde 1892 in [[Berlin]] geboren und absolvierte nach dem Besuch eines Reformgymnasiums in seiner Heimatstadt ein Studium der [[Medizin]] und [[Chemie]] an den Universitäten [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg]], [[Georg-August-Universität Göttingen|Göttingen]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]]. Er erlangte 1915 unter [[Emil Fischer]] am Chemischen Institut der Berliner Universität die philosophische und ein Jahr später an der [[Universität Leipzig]] die medizinische [[Promotion (Doktor)|Promotion]]. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] diente er in den Jahren 1915/1916 als Armeearzt und anschließend 1917/1918 in einem [[Lazarett]] in der Nähe von Berlin, wodurch es ihm möglich war, seine Studien bei Emil Fischer fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 ging er als Assistent an das Pharmakologische Institut der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Universität Frankfurt]], an der er sich zwei Jahre später mit einer Arbeit über den Mechanismus der Giftwirkung [[Nitroaromaten|aromatischer Nitroverbindungen]] für das Fach Pharmakologie [[Habilitation|habilitierte]]. Nach dem Tod von [[Alexander Ellinger]] wurde er 1923 stellvertretender Institutsdirektor, 1925 außerordentlicher Professor sowie ein Jahr später als Ellingers Nachfolger ordentlicher Professor für Pharmakologie und Direktor des Pharmakologischen Instituts. In den Jahren 1932/1933 fungierte er als Vorsitzender der Deutschen Pharmakologischen Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ durch die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] wurde er seines Amtes enthoben und erhielt Arbeitsverbot. Einer Einladung der türkischen Regierung folgend, [[Exil in der Türkei 1933–1945|emigrierte er 1933 in die Türkei]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ali Vicdani Doyum: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Kantorowicz unter besonderer Berücksichtigung seines Wirkens in İstanbul (Ein Beitrag zur Geschichte der modernen Zahnheilkunde).&amp;#039;&amp;#039; Medizinische Dissertation, Würzburg 1985, S. 50 und 68–70.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wo er eine für sechs Jahre befristete Anstellung als Direktor des neu gegründeten Instituts für Biochemie der [[Universität Istanbul]] übernahm und dieses aufbaute. Seine Nachfolge in Frankfurt übernahm in den Jahren 1934/1935 kommissarisch [[Walther Laubender]] und anschließend der von der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Universität Kiel]] berufene [[Fritz Külz]]. Werner Lipschitz ging nach Ablauf seines Vertrages in Istanbul im Frühjahr 1938, wie andere Wissenschaftler im [[Exil in der Türkei 1933–1945|türkischen Exil]] in den Jahren bis 1945 auch, in die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten von Amerika]], wo er zunächst eine Gaststelle an der Abteilung für [[experimentelle Chirurgie]] der [[New York University]] erhielt. Vom Sommer 1940 bis Ende Dezember 1947 war er als Pharmakologe bzw. Chemiker für die Firma &amp;#039;&amp;#039;Lederle Laboratories&amp;#039;&amp;#039; (die &amp;#039;&amp;#039;Lederle-Arzneimittelwerke&amp;#039;&amp;#039;) in New York (genauer Pearl River) tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werner Lipschitz war ab 1921 mit Dora Edinger (1894–1982), einer Tochter des Nervenarztes und Hirnforschers [[Ludwig Edinger]] und seiner Ehefrau, der Frankfurter Sozialpolitikerin und Frauenrechtsaktivistin [[Anna Edinger]], verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Im Februar 1948 starb er, zu diesem Zeitpunkt mit Aussicht auf eine Anstellung an der {{lang|en|[[Syracuse University]]}}, im Alter von 55 Jahren in Pearl River, einem [[Census-designated place|kleinen Dorf]], an den Folgen einer [[Pneumonie|Viruspneumonie (Lungenentzündung)]].&amp;lt;ref&amp;gt;bisweilen wird irrtümlich 1946 als Todesjahr angegeben, so bei Horst Widmann, Exil und Bildungshilfe, und bei Arslan Terzioglu, siehe Weblinks zu [[Philipp Schwartz (Mediziner)|Philipp Schwartz]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erkrankung wurde mit einer 1946 bei Experimenten mit einem Virus erworbenen Infektion in Zusammenhang gebracht und es wurde darüber hinaus behauptet, dass es sich dabei um einen getarnten Suizid gehandelt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Ali Vicdani Doyum: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Kantorowicz unter besonderer Berücksichtigung seines Wirkens in İstanbul (Ein Beitrag zur Geschichte der modernen Zahnheilkunde).&amp;#039;&amp;#039; 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den frühen 1950er Jahren wurde von den Hinterbliebenen ein [[Deutsche Wiedergutmachungspolitik|Wiedergutmachungsverfahren]] eingeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden: Wiedergutmachungsakte Werner Lipschitz, Signatur: HHStAW Bestand 518 Nr. 9046&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliches Wirken ==&lt;br /&gt;
Werner Lipschitz veröffentlichte rund 110 [[wissenschaftliche Publikation]]en. Schwerpunkt seiner Forschung war die Untersuchung der Wirkorte und Wirkmechanismen von [[Arzneistoff]]en, Desinfektionsmitteln und [[Gift]]en wie etwa Nitroverbindungen mit dem Ziel, allgemeine pharmakologische Prinzipien aufzuklären. Er widmete sich zur Charakterisierung der [[Zelle (Biologie)|Zellfunktionen]] unter anderem der Zellatmung und der Analyse der Wasserbewegungen im Körper, insbesondere der Osmose bei roten Blutkörperchen, sowie der [[Halogenide]] der [[Alkalimetalle|Alkali-]] und [[Erdalkalimetalle]] in verschiedenen [[Körperflüssigkeit]]en und [[Ausscheidung]]sprodukten. Mit dem gleichen Ziel untersuchte er die Temperaturabhängigkeit pharmakologischer Reaktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen bedeutendsten in der Türkei veröffentlichten Arbeiten gehört seine mit Saib Ragib Atamdeir verfasste, 1937 in Istanbul erschienene Schrift &amp;#039;&amp;#039;Hayati ve Tıbbi Kimya Dersleri&amp;#039;&amp;#039; („Biochemischer Unterricht“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seinen Forschungen in den &amp;#039;&amp;#039;Lederle-Arzneimittelwirkungen&amp;#039;&amp;#039; hatte er Voraussetzungen für eine quecksilberfreie Diurese entdeckt und von der Firma honoriert bekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ali Vicdani Doyum: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Kantorowicz unter besonderer Berücksichtigung seines Wirkens in İstanbul (Ein Beitrag zur Geschichte der modernen Zahnheilkunde).&amp;#039;&amp;#039; 1985, S. 68–70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walther Laubender]]: &amp;#039;&amp;#039;Werner Lipschitz.&amp;#039;&amp;#039; Nachruf in: &amp;#039;&amp;#039;Naunyn-Schmiedeberg’s Archiv für experimentelle Pathologie und Pharmakologie.&amp;#039;&amp;#039; 207(3-4)/1949. Springer, S.&amp;amp;nbsp;243–255.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lipschitz, Werner Ludwig.&amp;#039;&amp;#039; In: Konrad Löffelholz, [[Ullrich Trendelenburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Verfolgte deutschsprachige Pharmakologen 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Dr.&amp;amp;nbsp;Schrör Verlag, Frechen 2008, ISBN 3-98-060048-3, S.&amp;amp;nbsp;75.&lt;br /&gt;
* [[Udo Benzenhöfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Universitätsmedizin in Frankfurt am Main von 1914 bis 2014.&amp;#039;&amp;#039; Kontur, Münster 2014, S.&amp;amp;nbsp;103–104.&lt;br /&gt;
* [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band 2,2. München : Saur, 1983, ISBN 3-598-10089-2, S. 736.&lt;br /&gt;
* Ali Vicdani Doyum: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Kantorowicz unter besonderer Berücksichtigung seines Wirkens in İstanbul (Ein Beitrag zur Geschichte der modernen Zahnheilkunde).&amp;#039;&amp;#039; Medizinische Dissertation, Würzburg 1985, S. 50 und 68–70.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|131347837}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=131347837|titel=Lipschitz, Werner|datum=2021-12-23}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=131347837|VIAF=6063500}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lipschitz, Werner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharmakologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biochemiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Goethe-Universität Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Istanbul)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in der Türkei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lipschitz, Werner&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lipschitz, Werner Ludwig (vollständiger Name); Lipschitz-Lindley, Werner&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pharmakologe und Biochemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. März 1892&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Februar 1948&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Pearl River (New York)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
	</entry>
</feed>