<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Werner_Kirchert</id>
	<title>Werner Kirchert - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Werner_Kirchert"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werner_Kirchert&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T16:36:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werner_Kirchert&amp;diff=1826496&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Niels Wrschowitz: Pronomen sind eine durchaus nützliche Erfindung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werner_Kirchert&amp;diff=1826496&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-08-04T18:37:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pronomen sind eine durchaus nützliche Erfindung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werner Kirchert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Oktober]] [[1906]] in [[Halle (Saale)|Halle an der Saale]]; † [[10. Dezember]] [[1987]] in [[Eitorf]]) war ein deutscher Arzt, [[SS-Obersturmbannführer]] (1942) und leitender Mediziner beim [[Inspektion der Konzentrationslager|Inspekteur der Konzentrationslager]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kirchert besuchte das Humanistische Stadtgymnasium in Halle und legte 1927 das [[Abitur]] ab. Danach studierte er drei Semester [[Meteorologie]] und danach [[Medizinstudium|Medizin]] an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Martin-Luther-Universität Halle]]. Er wurde Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[AHB! Rhenania-Salingia zu Düsseldorf|Burschenschaft Salingia Halle]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mitglieder-Nachrichten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaftliche Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;, 49. Jahrgang (März 1935), H. 6, S. 166.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Studium schloss er Ende 1933 ab und erhielt am 28. Dezember 1934 seine [[Approbationsordnung|Approbation]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuchel379&amp;quot;&amp;gt;Johannes Tuchel: &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager: Organisationsgeschichte und Funktion der Inspektion der Konzentrationslager 1934–1938.&amp;#039;&amp;#039; H. Boldt, 1991, ISBN 3-7646-1902-3, S. 379.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine [[Dissertation]] mit dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Zur Differentialdiagnose des Chloroms und des Sympathogonioms&amp;#039;&amp;#039; erschien 1934. Am 5. Januar 1935 wurde er zum [[Dr. med.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuchel379&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. November 1933 trat Kirchert der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 245.540) bei, für die er nebenamtlich als SS-Arzt tätig wurde. Am 13. Mai 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 5.020.760).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/20240025&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem 1. Juni 1936 war er hauptamtlich als Lagerarzt im [[KZ Sachsenburg]] eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuchel379&amp;quot; /&amp;gt; Kirchert wurde 1937 [[Sanitätswesen (KZ)|Lagerarzt in Dachau]] und wechselte von dort im November 1937 als Standortarzt ins [[KZ Buchenwald]], wo er bis Ende November 1938 tätig war. [[Eugen Kogon]] schildert ihn neben [[Hans Eisele (Mediziner)|Hans Eisele]] als einen der schlimmsten Lagerärzte in Buchenwald.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee310&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2007, S. 310.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kirchert führte ab 1. Mai 1937 stellvertretend die 1. Sanitätsstaffel der [[SS-Totenkopfverbände]] Oberbayern und leitete ab 1. November 1937 die Sanitätsstaffel der SS-Totenkopfverbände Thüringen. Am 1. Dezember 1938 übernahm er ein Kommando an der Nervenklinik der Berliner [[Charité]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuchel379&amp;quot; /&amp;gt; Den Posten eines Direktors der [[NS-Tötungsanstalt Grafeneck]] lehnte er 1939 ab. Auf seinen Vorschlag wurde sein ehemaliger Schulkamerad [[Horst Schumann]] dortiger Leiter.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Was sie taten – Was sie wurden. Ärzte, Juristen und andere Beteiligte am Kranken- oder Judenmord&amp;#039;&amp;#039;. 12. Auflage. Fischer-TB, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-596-24364-5, S. 98f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Kirchert im Oktober 1939 zur [[SS-Division Totenkopf]] versetzt, wo er die 2. Sanitätskompanie leitete. Ab 1. April 1940 war er bei der Inspektion der Konzentrationslager (IKL) als leitender Arzt eingesetzt und kehrte im August 1940 zur SS-Division Totenkopf zurück, wo er bis Februar 1941 eingesetzt war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuchel379&amp;quot; /&amp;gt; Im Mai 1941 wurde er persönlicher Referent des Reichsärzteführers [[Leonardo Conti (Mediziner)|Leonardo Conti]]. Anfang Januar 1943 wurde er im [[Reichssicherheitshauptamt]] (RSHA) als Leiter des Sanitätswesens beim Chef der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes, Amt I. eingesetzt. Zugleich war er Stellvertreter des Leiters im [[Kriminalbiologisches Institut der Sicherheitspolizei|Kriminalbiologischen Institut der Sicherheitspolizei]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee310&amp;quot; /&amp;gt; Zusätzlich war er ab dem 17. September 1943 als leitender Arzt beim [[SS- und Polizeiführer|Höheren SS- und Polizeiführer]] (HSSPF) Elbe und ab Mitte November 1944 als Gruppenarzt bei der [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD#Sonstige|Einsatzgruppe H]] in [[Bratislava|Pressburg]] eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuchel379&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde Kirchert im Arbeits- und Festhaltelager [[Eichstätt]] interniert.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Was sie taten – Was sie wurden. Ärzte, Juristen und andere Beteiligte am Kranken- oder Judenmord.&amp;#039;&amp;#039; 12. Auflage. Fischer-TB, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-596-24364-5, S. 281.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor dem [[Schwurgericht]] am Landgericht München wurde er am 11. Juni 1953 zu viereinhalb Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Später wurde er Geschäftsführer bei der O.W.G-Chemie in [[Kiel]]. Ein von der Staatsanwaltschaft [[Würzburg]] eingeleitetes Ermittlungsverfahren wurde 1995 nach dem Tod Kircherts eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee310&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-596-24364-5}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|978-3-596-16048-8}}&lt;br /&gt;
* [[Johannes Tuchel]]: &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager: Organisationsgeschichte und Funktion der Inspektion der Konzentrationslager 1934–1938.&amp;#039;&amp;#039; (=Schriften des Bundesarchivs, Band 39). H. Boldt, Boppard am Rhein 1991, ISBN 3-7646-1902-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125570902|LCCN=no2015126636|VIAF=69894249}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kirchert, Werner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lagerarzt im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lagerarzt im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Sachsenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Erste Slowakische Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1987]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kirchert, Werner&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher KZ-Arzt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Oktober 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Halle (Saale)|Halle an der Saale]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Dezember 1987&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Eitorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Niels Wrschowitz</name></author>
	</entry>
</feed>