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	<title>Werner Ihmels - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T09:25:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werner_Ihmels&amp;diff=739094&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Drucker03: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2025-10-30T21:36:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Werner Ihmels&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Januar]] [[1926]] in [[Leipzig]]; † [[25. Juni]] [[1949]] in [[Bautzen]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] Student der [[Evangelische Theologie|evangelischen Theologie]]. Er gehörte dem christlichen Widerstand im  [[Nationalsozialismus]] und der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] an. Er starb an den Folgen einer von einem sowjetischen Militärtribunal verhängten Zuchthausstrafe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ihmels entstammt einer angesehenen protestantischen Theologenfamilie. Er wurde 1926 als Sohn des Missionsdirektors [[Carl Heinrich Ihmels]] und Enkel des ersten sächsischen Landesbischofs [[Ludwig Ihmels]] geboren. Er hatte fünf Geschwister. Wie seine Brüder Ludwig (* 18. August 1920) und Johannes (* 6. August 1921) war er Schüler des [[Königin-Carola-Gymnasium]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Königin-Carola-Gymnasium Leipzig: &amp;#039;&amp;#039;Lehrer- und Schüler-Verzeichnis 1936 bis 1937&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1937, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später besuchte er bis 1944 die humanistische [[Thomasschule zu Leipzig]]. Bereits dem Nationalsozialismus stand er ablehnend gegenüber und war seit 1936 Mitglied eines illegalen Schülerbibelkreises. Nach dem Abitur begann er ein evangelisches [[Theologiestudium]] an der [[Universität Leipzig]]. Kurz vor Kriegsende wurde er als [[Flakhelfer]] eingesetzt und zur [[Wehrmacht]] eingezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Anna Kaminsky (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Links Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-86153-443-3, S. 354.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Theologie-Professor [[Jens Herzer]] kommentierte Ihmels Orientierung mit den Worten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wie viele junge Menschen suchte er nach der Katastrophe der nationalsozialistischen Diktatur nach einem Neuanfang für sich und für seine Altersgenossen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde 1945 Mitglied der [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|CDU]]. Auf Wunsch seiner Parteifreunde hielt er 1946 eine programmatische Rede. Im selben Jahr trat er in die [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]] ein, die er als freie und demokratische Organisation betrachtete. 1947 kandidierte er als Verbindungsmann der [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens|Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens]] bei der FDJ-Landesleitung Sachsen. Er geriet in Konflikt mit dem damaligen 1. Sekretär des Zentralrats der Freien Deutschen Jugend der DDR [[Erich Honecker]]. Ihmels lehnte die politische Indoktrination der Jugend durch die staatlich gelenkte Jugendpolitik der Sowjetischen Besatzungszone ab und versuchte dem durch seine Arbeit in einem [[Bibelstunde|Bibelkreis]] im [[Leipziger Missionswerk|Leipziger Missionshaus]] entgegenzuwirken. Zu seinen Leidensgenossen gehörten der Schüler Horst Krüger, der Jura-Student Wolfgang Weinoldt und der Historiker [[Hermann Mau]]. Es bestand weiterhin Kontakt zum [[Liberal-Demokratische Partei Deutschlands|LDP]]-Funktionär [[Manfred Gerlach]], dem später Denunziation der Jugendgruppe vorgehalten wurde. Ihr Versuch war es, Informationen über die Lebensumstände in der SBZ an die [[Londoner Konferenz (1947)|Londoner Konferenz]] (1947) der Siegermächte weiterzuleiten. Seine Familie riet ihm, die SBZ zu verlassen und sein Studium an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen]] fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde jedoch am 11. September 1947, dem Tag seiner Abreise, auf dem [[Leipzig Hauptbahnhof|Leipziger Hauptbahnhof]] vom [[Innenministerium der UdSSR|NKWD]] verhaftet. Damit gehörte er nach den Festnahmen von Edmund Bründl, Otto Gallus, Luise Langendorf und Karl Schwarze zur zweiten Verhaftungswelle. Anschließend wurden Werner Ihmels, Horst Krüger und Wolfgang Weinoldt im [[Gedenkstätte Münchner Platz Dresden|Gefängnis Münchner Platz Dresden]] interniert. Hermann Mau wurde freigesprochen. Ihmels und Krüger wurden vom [[Militärgericht#Sowjetische Militärtribunale, Rote Armee|sowjetischen Militärtribunal]] wegen „[[Spionage]]“ und „illegaler Gruppenbildung“ ([[Artikel 58 des Strafgesetzbuches der RSFSR|Art. 58-6 und Art. 58-11 des Strafgesetzbuches]] der [[Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik|RSFSR]]) zu 25 und Weinoldt zu 15 Jahren „Besserungshaft“ verurteilt und in den Justizvollzugsbereich des [[Militärgericht#Sowjetunion|Sowjetischen Militärtribunals]] (SMT) des [[Speziallager]]s 4 ([[Justizvollzugsanstalt Bautzen|Bautzen I]], „Gelbes Elend“) verbracht. Dort starb Ihmels am 25. Juni 1949 nach einem fehlgeschlagenen medizinischen Eingriff an [[Tuberkulose|Lungentuberkulose]], einer Folge der dortigen extremen Haftbedingungen. Die anderen mit ihm Verurteilten wurden erst nach mehreren Jahren entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rehabilitierung und Würdigung ==&lt;br /&gt;
Am 5. April 1995 wurden Werner Ihmels sowie die Mitverurteilten Horst Krüger und Wolfgang Weinholdt von der Militäroberstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Universität Leipzig]], deren Archiv 1999 von [[Folkert Ihmels]] den Nachlass seines Bruders Werner erhielt, veranstaltete im Juni 1999 zur Erinnerung an Ihmels eine Ausstellung in der [[Nikolaikirche (Leipzig)|Nikolaikirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Leipzig im Stadtteil [[Anger-Crottendorf]] wurde im April 2001 eine Straße nach Werner Ihmels benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem [[Landgericht Leipzig]] fand im Jahr 2002 ein Verfahren gegen [[Manfred Gerlach]], den letzten Staatsratsvorsitzenden der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] statt, in dem dieser beschuldigt wurde, die Gruppe Ihmels und weitere Personen beim NKWD denunziert zu haben. Das Verfahren wurde jedoch wegen Verjährung eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der 1. Werner-Ihmels-Gedenkvorlesung im Jahr 2009 an der Universität Leipzig, an der auch [[Joachim Gauck]] einen Vortrag hielt, fasste der Dekan der Theologischen Fakultät Jens Herzer folgendermaßen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der letzte Grund für die Inanspruchnahme der Freiheit war Ihmels&amp;#039; christlicher Glaube. Als man ihn 1947 verhaftete, stand die Glaubens-, Gewissens- und Meinungsfreiheit in der Sowjetischen Besatzungszone und an der Universität schon längst auf dem Spiel, und mit ihr ging schon bald auch die Freiheit der Wissenschaft dahin. Was Werner Ihmels tat, erforderte Mut, einen Mut, den so viele an unserer Universität nicht hatten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Folkert Ihmels (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Im Räderwerk zweier Diktaturen. Werner Ihmels 1926–1949.&amp;#039;&amp;#039; Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 1999, ISBN 3-374-01712-6.&lt;br /&gt;
* Horst Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Begegnung mit Werner Ihmels&amp;#039;&amp;#039;. [[Edition Kirchhof &amp;amp; Franke]], Leipzig 2003, ISBN 978-3-933816-42-9.&lt;br /&gt;
* Carlies Maria Raddatz: &amp;#039;&amp;#039;Werner Ihmels (1926–1949).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Karl-Joseph Hummel]], [[Christoph Strohm]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeugen einer besseren Welt. Christliche Märtyrer des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2000, ISBN 3-374-01812-2, S. 418 ff.&lt;br /&gt;
* Universität Leipzig und Vereinigung der Förderer und Freunde der Universität Leipzig e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Studentischer Widerstand an der Universität Leipzig 1945-1955.&amp;#039;&amp;#039; (Erarbeitung der Ausstellung und der Texte: Gerald Wiemers/[[Jens Blecher]], Universitätsarchiv Leipzig) Beucha, Sax-Verlag, 2., erg. u. verb. Aufl. 1998, ISBN 3-930076-50-0, Werner Ihmels S. 72–87.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kreuz und Blauhemd. Christen und die FDJ&amp;#039;&amp;#039;. Film von Detlef Urban, MDR/2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120662426}}&lt;br /&gt;
* [http://www.leipzig-lexikon.de/biogramm/Ihmels_Werner.htm Eintrag zu Werner Ihmels] im Leipzig-Lexikon&lt;br /&gt;
* [http://idw-online.de/pages/de/news322274?print=1&amp;amp;id=322274 1. Werner-Ihmels-Gedenkvorlesung] an der Universität Leipzig&lt;br /&gt;
* [http://typo3.uni-leipzig.de/service/presse/pressemeldungen.html?ifab_modus=detail&amp;amp;ifab_uid=601ac804ce20110427163243&amp;amp;ifab_id=3780 2. Werner-Ihmels-Gedenkvorlesung] an der Universität Leipzig&lt;br /&gt;
* Gerald Wiemers: [http://www.bwv-bayern.org/component/content/article/6-archiv/71-werner-ihmels-1926-1949-zum-60-todestag &amp;#039;&amp;#039;Werner Ihmels (1926 –1949) zum 60. Todestag&amp;#039;&amp;#039;.] Freiheit und Recht 2009 / 2; auf der Website des Bund Widerstand und Verfolgung Bayern, abgerufen am 17. Juni 2015.&lt;br /&gt;
* Vorstellung des Buches von Horst Krüger und Klaus-Dieter Müller: [http://www.ekf-wissenschaft.de/index.php?id=152 &amp;#039;&amp;#039;Begegnung mit Werner Ihmels&amp;#039;&amp;#039;.] Edition Kirchhof &amp;amp; Franke, Berlin, 2009, ISBN 978-3-933816-42-9&lt;br /&gt;
* Jens Blecher: [https://www.universitaetsarchivleipzig.de/universitatsgeschichte/die-universitat-leipzig-im-20-jahrhundert/studentischer-widerstand/ &amp;#039;&amp;#039;Studentischer Widerstand und politische Opposition&amp;#039;&amp;#039;.] Universitätsarchiv Leipzig, abgerufen am 18. Dezember 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120662426|LCCN=nb/2001/63498|VIAF=18059210}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ihmels, Werner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SMT-Verurteilter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Stalinismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dissident]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Jugendwiderstands im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Protestantismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionär der Freien Deutschen Jugend (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speziallagerhäftling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ihmels, Werner&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ihmels, Carl Werner (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Student der evangelischen Theologie&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Januar 1926&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Juni 1949&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bautzen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Drucker03</name></author>
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