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	<title>Werner Höll - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-01-26T10:35:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werner Höll&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. September]] [[1898]] in [[Freiburg im Breisgau]]; † [[14. April]] [[1984]] in [[Reutlingen]]) war ein deutscher [[Malerei|Maler]], [[Holzschnitt|Holzschneider]] und  [[Kunstkritik]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
In Freiburg im Breisgau geboren und aufgewachsen, nahm Höll am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] von 1914 bis 1918 als Offizier teil. Nach einer 1920 begonnenen und abgebrochenen Buchhändlerlehre studierte er von 1921 bis 1928 an der [[Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe|Kunstakademie Karlsruhe]]. Einflussreiche Lehrer waren [[Hans Adolf Bühler]], [[Albert Haueisen]] und [[Hermann Goebel (Maler)|Hermann Goebel]]. Einen starken Einfluss auf seine Entwicklung hatte der mit ihm befreundete [[Wladimir von Zabotin]], der später von den Nationalsozialisten als [[Entartete Kunst|entarteter Künstler]] eingestuft wurde. Schon in seiner Freiburger Zeit hatte er [[Julius Bissier]] kennengelernt, der sich ebenso wie Höll mit [[Zen]]-[[Buddhismus]] beschäftigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Höll sich zunächst mit Landschafts- und Porträtmalerei im Stil der [[Neue Sachlichkeit (Kunst)|Neuen Sachlichkeit]] beschäftigte, sind ab 1932 die ersten gegenstandsfreien [[Pastell]]e und [[Zeichnung (Kunst)|Zeichnungen]] in seinem Werk nachweisbar. 1931 bis 1934 war er als freier Mitarbeiter Zeichner beim [[Herder-Verlag]]. 1934–38 fand er als Zeichner beim Mineralogischen Institut der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg]] Beschäftigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 nahm er an einem Lehrgang der [[Oberste SA-Führung|Obersten SA-Führung]] für Künstler teil. Am 16. September 1937 war Höll (von der [[Struktur der NSDAP#Kreisleiter|NS-Kreisleitung]] namhaft gemacht) Mitglied der Kommission, die im Auftrag der [[Reichskulturkammer]] im [[Augustinermuseum]] in [[Freiburg im Breisgau|Freiburg]] Kunstwerke auf „Entartung“ prüfte und die für entartet erklärten Kunstwerke beschlagnahmte, unter vielen anderen Werke seines Freundes [[Wladimir von Zabotin|Zabotin]]. Da er zeitweise als Hilfsrestaurator für Gemälde im Museum beschäftigt worden war, kannte er sich in den Gemäldesammlungen gut aus. Er profilierte sich auch durch [[Polemik|polemische]] Kunstkritiken im Kampfblatt der Nationalsozialisten Oberbadens, „[[Der Alemanne]]“. In dieser Zeit malte er nationalsozialistische Propagandabilder. So schuf der SA-Obertruppführer 1937 ein &amp;#039;&amp;#039;Führerbild&amp;#039;&amp;#039; für den großen Sitzungssaal des Freiburger Rathauses.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FrZ_1937&amp;quot;&amp;gt;[https://freiburger-zeitung.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&amp;amp;ausgabe=05&amp;amp;day=16b&amp;amp;year=1937&amp;amp;month=06&amp;amp;project=3&amp;amp;anzahl=10 Freiburger Zeitung vom 16. Juni 1937, Abendausgabe, Seite 5]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1939 bis 1945 war er als Offizier in einer Munitionskolonne bzw. einer Propagandaeinheit bei der [[Wehrmacht]]. 1939 lernte er [[Ernst Jünger]] kennen, mit dem er 1941 in Paris stationiert war und danach eine von ihm selbst so beschriebene &amp;#039;lebenslange Freundschaft&amp;#039; verband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er in Freiburg ausgebombt war, lebte er ab 1945 zunächst in [[Ravensburg]] und war seit 1952 in [[Reutlingen]] ansässig. Er mied offensichtlich seine Heimatstadt Freiburg, wo er als bekennender nationalsozialistischer Künstler bekannt war. In dieser Zeit wandte sich Höll, der inzwischen zurückgezogen und äußerst bescheiden als Maler und Holzschneider, zeitweise auch als Verlagszeichner und Restaurator sich durchs Leben schlug, von der gegenständlichen Kunst ab und der reinen [[Abstrakte Kunst|Abstraktion]] zu. Bei jährlichen Aufenthalten in [[Paris]] erhielt sein Schaffen wesentliche Impulse. Er setzte sich intensiv mit dem Werk des im Nachbarort [[Eningen unter Achalm|Eningen]] wirkenden [[HAP Grieshaber]] auseinander, bei dem er als lästiger Besuch sprichwörtlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer vom [[Informel]] geprägten Phase schuf Höll ab Mitte der 1960er Jahre vermehrt [[Holzschnitt]]e und [[Collage]]n. Für diese erhielt er in provinziellen Kunstkreisen, nachdem er sich den aktuellen politischen Gegebenheiten angepasst hatte, durchaus Anerkennung. Zahlreiche Ausstellungen in Deutschland, aber auch im Ausland, so unter anderem 1959 in Kopenhagen oder 1960 in Paris würdigten sein Werk und zeigen die durchaus vorhandenen künstlerischen Stärken von Werner Höll auf. Zu seinem Œuvre gehören auch Werke in [[Ölgemälde|Öl]], [[Tempera]]bilder, [[Tuschemalerei|Tuschezeichnungen]] sowie [[Aquarell]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Rolle des Kunstkritikers in der Zeit des Nationalsozialismus hat Höll große Bedeutung, da er überregional für die NS-Presse tätig war. Trotz seiner stark ausgeprägten NS-Vergangenheit, die den Juroren und den Mitpreisträgern vermutlich nicht bekannt war, erhielt Höll 1977 gemeinsam mit [[Jakob Bräckle]] und [[André Ficus]] den Anerkennungspreis des Oberschwäbischen Kunstpreises für sein Gesamtwerk. Der [[Oberschwäbischer Kunstpreis|Oberschwäbische Kunstpreis]], der 1951 von den damaligen Landkreisen [[Landkreis Biberach|Biberach]], [[Ravensburg]], [[Saulgau]] und [[Landkreis Wangen|Wangen]] gestiftet worden war, gehört zu den höchstdotierten deutschen Kunstpreisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Geissler (Kunsthistoriker)|Heinrich Geissler]]: &amp;#039;&amp;#039;Werner Höll. Collagen 1965–1978&amp;#039;&amp;#039; [Ausstellung der Staatsgalerie Stuttgart 9. Dezember 1978 – 7. Januar 1979], Stuttgart : Staatsgalerie 1978.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Werner Höll. Gemälde, Collagen, Tuschzeichnungen, Holzschnitte; Rathaus Reutlingen, 19.12.1983–29.1.1984; [[Braith-Mali-Museum]], Biberach, 5.2.–4.3.1984; Kreismuseum Schloß Bonndorf, Schwarzwald, 15.4.–13.6.1984&amp;#039;&amp;#039;. Reutlingen: Schul-, Kultur- und Sportamt, 1983.&lt;br /&gt;
* Walter Jacobi: &amp;#039;&amp;#039;Bildersturm in der Provinz. Die NS-Aktion „Entartete Kunst“ 1937 in Südbaden&amp;#039;&amp;#039;. Freiburg i. Br.: 1988.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst der frühen Jahre, Freiburg 1945-60&amp;#039;&amp;#039;. Städtische Museen Freiburg, Museum für Neue Kunst, Ausstellung vom 5. September bis 18. Oktober 1992. Freiburg: Museum für Neue Kunst, 1992.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Werner Höll. Holzschnitte&amp;#039;&amp;#039;. Städtisches Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen, 1992. ISBN 3-927228-47-8.&lt;br /&gt;
* Ute Scherb: &amp;#039;&amp;#039;Freiburg im Nationalsozialismus. Eine Stadt gibt sich ein braunes Gesicht&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Breisgau-Geschichtsvereins „Schauinsland“&amp;#039;&amp;#039;. 127, 2008, S. 113–144 ([https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/schauinsland2008/0113?sid=02a881354643534dc8f88bc8d79fca9b Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118705555}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118705555}}&lt;br /&gt;
* {{Spk-digital|&amp;quot;Werner Höll&amp;quot; OR &amp;quot;Höll, Werner&amp;quot;|NAME=Werner Höll}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118705555|LCCN=n94005796|VIAF=32791054}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Holl, Werner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstkritiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Restaurator]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildende Kunst (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der NS-Propaganda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Freiburg im Breisgau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reutlingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Höll, Werner&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Maler, Holzschneider und Kunstkritiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. September 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Freiburg im Breisgau]], Deutschland&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. April 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Reutlingen]], Deutschland&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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