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	<title>Werner Grothmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hutch: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-09T08:10:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 101III-Alber-064-27A, Heinrich Himmler.jpg|mini|Heinrich Himmler (rechts) und Werner Grothmann als [[SS-Hauptsturmführer|SS-Hstuf]] 1943]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werner Grothmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. August]] [[1915]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[27. November]] [[2002]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;W673&amp;quot; /&amp;gt;) war ein deutscher [[Schutzstaffel|SS]]-Führer, zuletzt im Rang eines [[SS-Obersturmbannführer]]s. Von Herbst 1941 bis zu seiner Gefangennahme im Mai 1945 war er [[Adjutant|Chefadjutant]] des [[Reichsführer SS|Reichsführers SS]] [[Heinrich Himmler]]. Obwohl er als enger Mitarbeiter Himmlers über alle Vorgänge im Detail informiert war, behauptete er nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], erst im Herbst 1944 Kenntnis vom [[Holocaust]] erlangt zu haben. Nachdem er 1950 bereits als „Mitläufer“ [[Entnazifizierung|entnazifiziert]] worden war, wurde 1966 ein Ermittlungsverfahren wegen [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] zum [[Mord]] gegen ihn eingestellt, weil ihm keine individuelle Schuld nachgewiesen werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Die Grothmanns lebten als Kaufmannsfamilie in [[Kaliningrad|Königsberg]] und verarmten im Zuge der [[Weltwirtschaftskrise]]. Werner Grothmann musste deshalb mit der [[Mittlere Reife|Mittleren Reife]] das [[Gymnasium]] verlassen. Er absolvierte eine Lehre zum [[Bankkaufmann]], die er im Sommer 1934 abschloss. Nachdem er von 1931 bis 1933 dem [[Jungstahlhelm]] angehört hatte, trat er im Juli 1933 der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 181.334). Er besuchte einen Führeranwärter-Lehrgang in [[Jüterbog]], die [[SS-Junkerschule|Führerschule]] in [[Braunschweig]] und den Zugführerkurs in [[KZ Dachau#Übungslager|Dachau]]. Als [[SS-Untersturmführer]] kam er zur [[Organisationsstruktur der SS#SS-Standarte|SS-Standarte „Deutschland“]] und wurde im Frühjahr 1938 gemeinsam mit [[Max Wünsche]] Ausbilder in Dachau.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Westemeier: &amp;#039;&amp;#039;Himmlers Krieger. Joachim Peiper und die Waffen-SS in Krieg und Nachkriegszeit&amp;#039;&amp;#039;. Teilw. zugl.: Potsdam, Univ., Diss., 2009. Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 9783506772411, S. 101&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Grothmann beantragte am 17. Juni 1937 die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 4.820.975).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/12200904&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;W673&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] nahm Grothmann am [[Überfall auf Polen]] teil&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Westemeier: &amp;#039;&amp;#039;Himmlers Krieger. Joachim Peiper und die Waffen-SS in Krieg und Nachkriegszeit&amp;#039;&amp;#039;. Teilw. zugl.: Potsdam, Univ., Diss., 2009. Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 9783506772411, S. 102.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde als Kompaniechef eines SS-Regiments im Juni 1940 während des [[Westfeldzug]]es in [[Frankreich]] verwundet. Anschließend war Grothmann ab dem 15. August 1940 Zweiter Adjutant der [[Waffen-SS]] im persönlichen Stab Heinrich Himmlers.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karlsch/Petermann18&amp;quot;&amp;gt;Rainer Karlsch, Heiko Petermann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Für und Wider Hitlers Bombe.&amp;#039;&amp;#039; Waxmann Verlag, Münster / New York 2007, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1941 löste er [[Joachim Peiper]] als Ersten Adjutanten Himmlers ab. Damit stand er als Chefadjutant der „Adjutantur der Waffen-SS“ vor, einer eigenen Abteilung beim Reichsführer SS.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Westemeier: &amp;#039;&amp;#039;Himmlers Krieger. Joachim Peiper und die Waffen-SS in Krieg und Nachkriegszeit&amp;#039;&amp;#039;. Teilw. zugl.: Potsdam, Univ., Diss., 2009. Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 9783506772411, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinen Aufgaben als Adjutant gehörte die Planung von Himmlers Tagesablauf, z. B. dessen Reisen und Termine.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fritz Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Justiz und NS-Verbrechen. 20. Die vom 12. 04. 1964 bis zum 03. 04. 1965 ergangenen Strafurteile Lfd. Nr. 569–590&amp;#039;&amp;#039;, APA – Holland Univ. Press, 1981, S. 397.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch seinen engen Kontakt zu Himmler hatte er Einblick in alle Vorgänge und war daher im Detail über den [[Holocaust]] informiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Westemeier: &amp;#039;&amp;#039;Himmlers Krieger. Joachim Peiper und die Waffen-SS in Krieg und Nachkriegszeit&amp;#039;&amp;#039;. Teilw. zugl.: Potsdam, Univ., Diss., 2009. Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 9783506772411, S. 200.&amp;lt;/ref&amp;gt; So begleitete er Himmler bei Inspektionen von [[Vernichtungslager]]n und war Zeuge einer Massenvergasung in [[KZ Auschwitz-Birkenau|Auschwitz]] im Juli 1942.&amp;lt;ref name=&amp;quot;W578&amp;quot;&amp;gt;Jens Westemeier: &amp;#039;&amp;#039;Himmlers Krieger. Joachim Peiper und die Waffen-SS in Krieg und Nachkriegszeit&amp;#039;&amp;#039;. Teilw. zugl.: Potsdam, Univ., Diss., 2009. Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 9783506772411, S. 578.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Kriegsende leitete Grothmann den aus 150 Personen bestehenden persönlichen Stab Himmlers.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Linck: &amp;#039;&amp;#039;Der Ordnung verpflichtet: deutsche Polizei 1933–1949: der Fall Flensburg.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, 2000, S. 149.&amp;lt;/ref&amp;gt; Himmler, Grothmann und der [[Reichsführer SS|RFSS]]-Stab flüchteten über die sogenannte [[Rattenlinie Nord]] Anfang Mai 1945 nach [[Flensburg]]. Nachdem Himmler dort nicht an der neu eingerichteten [[Regierung Dönitz|letzten Reichsregierung]] unter [[Karl Dönitz]] beteiligt wurde, setzte sich Himmler mit Grothmann gemeinsam mit weiteren SS-Führern aus dem Flensburger Raum ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Link: &amp;#039;&amp;#039;„Rattenlinie Nord“. Kriegsverbrecher in Flensburg und Umgebung im Mai 1945.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerhard Paul, Broder Schwensen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mai ’45. Kriegsende in Flensburg.&amp;#039;&amp;#039; Flensburg 2015, S.&amp;amp;nbsp;21 f. und 25&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem sich die Gruppe getrennt hatte, gerieten Himmler, Heinz Macher und Grothmann bei [[Bremervörde]] am 21. Mai 1945 in britische Kriegsgefangenschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Longerich]]: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Himmler.&amp;#039;&amp;#039; Biographie. Siedler, München 2008, ISBN 978-3-88680-859-5, S. 757.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Nürnberger Prozesse]] wurde Grothmann von 1946 bis 1948 mehrfach als Zeuge vernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.archives.gov/files/research/captured-german-records/microfilm/m1019.pdf &amp;#039;&amp;#039;Records of the United States Nuernberg War Crimes trials Interrogations 1946–1949.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 186&amp;amp;nbsp;kB), published 1977.&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl die Anklage ihn in Nürnberg mit belastenden Dokumenten konfrontierte, wurde er nicht angeklagt. Er behauptete, als Adjutant lediglich Sachbearbeiter ohne fachliche Zuständigkeit gewesen zu sein und erst im Herbst 1944 vom Holocaust erfahren zu haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;W578&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Juli 1948 war Grothmann im [[Internierungslager Dachau]] inhaftiert und wurde am 15.&amp;amp;nbsp;September 1948 als „Hauptschuldiger“ von der [[Spruchkammerverfahren|Lagerspruchkammer]] zu vier Jahren Haft verurteilt, unter anderem, weil er die Abstellung von [[Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern|KZ-Häftlingen für medizinische Versuche]] genehmigt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;W578&amp;quot; /&amp;gt; Er legte Einspruch ein, wurde am 29. September 1948 aus Dachau entlassen, zunächst von der Berufungskammer für Oberbayern als „Minderbelasteter“ eingestuft und schließlich im Juli 1950 von der Hauptkammer München als „Mitläufer“ [[Entnazifizierung|entnazifiziert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Westemeier: &amp;#039;&amp;#039;Himmlers Krieger. Joachim Peiper und die Waffen-SS in Krieg und Nachkriegszeit&amp;#039;&amp;#039;. Teilw. zugl.: Potsdam, Univ., Diss., 2009. Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 9783506772411, S. 579.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bundesrepublik Deutschland mied Grothmann die Öffentlichkeit, stand aber in engem Kontakt zu SS-Kreisen und der &amp;#039;&amp;#039;[[Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Angehörigen der ehemaligen Waffen-SS]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;W673&amp;quot;&amp;gt;Jens Westemeier: &amp;#039;&amp;#039;Himmlers Krieger. Joachim Peiper und die Waffen-SS in Krieg und Nachkriegszeit&amp;#039;&amp;#039;. Teilw. zugl.: Potsdam, Univ., Diss., 2009. Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 9783506772411, S. 673.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1961 wurde er im Verfahren gegen [[Karl Wolff (SS-Mitglied)|Karl Wolff]] als Zeuge geladen. Aufgrund von belastenden Dokumenten wurde ein Verfahren gegen ihn wegen Mordes eröffnet. Zwar konnte ihm sein Wissen um die [[Aktion Reinhard]], aber keine individuelle Schuld nachgewiesen werden, so dass das Verfahren am 7.&amp;amp;nbsp;Januar 1966 eingestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Westemeier: &amp;#039;&amp;#039;Himmlers Krieger. Joachim Peiper und die Waffen-SS in Krieg und Nachkriegszeit&amp;#039;&amp;#039;. Teilw. zugl.: Potsdam, Univ., Diss., 2009. Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 9783506772411, S. 581.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rainer Karlsch]], Heiko Petermann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Für und Wider Hitlers Bombe.&amp;#039;&amp;#039; Waxmann Verlag, Münster / New York 2007, ISBN 978-3-8309-1893-6.&lt;br /&gt;
* [[Jens Westemeier]]: &amp;#039;&amp;#039;Himmlers Krieger. Joachim Peiper und die Waffen-SS in Krieg und Nachkriegszeit&amp;#039;&amp;#039;. Teilw. zugl.: Potsdam, Univ., Diss., 2009. Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 9783506772411.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1309370672|LCCN=no2015137276|VIAF=222144783018445602286}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grothmann, Werner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heinrich Himmler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2002]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Grothmann, Werner&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Führer und Adjutant Heinrich Himmlers&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. August 1915&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. November 2002&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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