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	<title>Werner Feldscher - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werner_Feldscher&amp;diff=2411568&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Kenntnisse vom Judenmord */</title>
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		<updated>2025-10-30T10:19:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kenntnisse vom Judenmord&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werner Feldscher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Juli]] [[1908]] in [[Hagen]]; † [[1979]] in [[Dortmund]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andrea Löw]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945,&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Reich und Protektorat Böhmen und Mähren, September 1939–September 1941&amp;#039;&amp;#039;, München 2012, ISBN 978-3-486-58524-7, S. 201&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Oberregierungsrat]] im [[Reichsministerium des Innern]] und dort als [[Judenreferent]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Feldscher studierte [[Rechtswissenschaft]] an den Universitäten [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]], [[Albertus-Universität Königsberg|Königsberg]] und [[Westfälische Wilhelms-Universität|Münster]]. Von 1925 bis 1926 gehörte er dem [[Jungdeutscher Orden|Jungdeutschen Orden]] an. Während seines Studiums war er Mitglied des [[NS-Studentenbund]]es und trat zum 1. Januar 1931 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 445.528).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/8510229&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme durch die Nationalsozialisten]] wurde Feldscher Anfang Oktober 1934 in [[Recklinghausen]] Politischer Partei-Leiter und dort ab Anfang Februar 1935 im Bereich Organisation und Propaganda tätig. Feldscher trat 1938 seinen Dienst im [[Reichsministerium des Innern|Reichsinnenministeriums]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Esser330&amp;quot;&amp;gt;Cornelia Essner: &amp;#039;&amp;#039;[https://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00044208_00002.html?leftTab=LOC_20ent Die ‘Nürnberger Gesetze’ oder Die Verwaltung des Rassenwahns 1933–1945.]&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 2002. ISBN 3-506-72260-3, S. 330&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RSHA-6.März1942-10.jpg|mini|Feldscher als Teilnehmer der Besprechung zur Endlösung der Judenfrage am 6. März 1942 im Reichssicherheitshauptamt]]&lt;br /&gt;
== Kenntnisse vom Judenmord ==&lt;br /&gt;
Laut Geschäftsverteilungsplan des Reichsinnenministeriums arbeitete Feldscher 1941 gemeinsam mit [[Bernhard Lösener]] als Rassereferent im Sachgebiet „Allgemeine Judenfragen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelia Essner: &amp;#039;&amp;#039;Die „Nürnberger Gesetze“ oder die Verwaltung des Rassenwahns 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Paderborn &amp;amp; München 2002, ISBN 3-506-72260-3, S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich erfuhr Feldscher durch einen Augenzeugen von einem [[Massaker von Rumbula|Massenmord im Wald von Rumbula]],&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1961_3_4_strau%C3%9F.pdf Das Reichsministerium des Innern und die Judengesetzgebung. Die Aufzeichnungen von Dr. Bernhard Lösener: Als Rassereferent im Reichsministerium des Innern.]&amp;#039;&amp;#039; In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 9 (1961) S. 310&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelia Essner: &amp;#039;&amp;#039;Die &amp;quot;Nürnberger Gesetze&amp;quot; oder die Verwaltung des Rassenwahns 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Paderborn &amp;amp; München 2002, ISBN 3-506-72260-3, S. 115.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei dem 1.053 Berliner Juden eines Deportationszuges am 30. November 1941 ermordet worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Gottwald, Diana Schulle: &amp;#039;&amp;#039;Die „Judendeportationen“ aus dem Deutschen Reich 1941–1945&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 2005, ISBN 3-86539-059-5, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Wissen gab er noch vor Ende des Jahres 1941 an [[Bernhard Lösener]] weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. August 1941 nahm Feldscher an einer kurzfristig einberufenen Sitzung im [[Reichssicherheitshauptamt]] teil, bei der [[Adolf Eichmann]] das Schreiben [[Hermann Göring]]s verlas, mit dem [[Reinhard Heydrich]] beauftragt worden war, die [[Endlösung der Judenfrage]] vorzubereiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Esser330&amp;quot;/&amp;gt; Mit einem „Überrumplungsversuch“ versuchte Eichmann, in den [[Die Niederlande unter deutscher Besatzung (1940–1945)|Niederlanden]] einen „neuen Judenbegriff“ einzuführen, durch den „[[Halbjude]]n“ wie „Volljuden“ zu behandeln seien. Dies sei – so Lösener – durch die Besonnenheit Feldschers zunächst verhindert worden, der eine abverlangte Zustimmung versagte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Reichsministerium des Innern und die Judengesetzgebung. Die Aufzeichnungen von Dr. Bernhard Lösener: Als Rassereferent im Reichsministerium des Innern.&amp;#039;&amp;#039; In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 9 (1961) S. 297.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldscher war über die Ergebnisse der [[Wannseekonferenz]] informiert und nahm an zwei Folgekonferenzen am 6. März 1942 und am 27. Oktober 1942 im [[Eichmannreferat|Referat IV&amp;amp;nbsp;B&amp;amp;nbsp;4]] teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee147&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, aktual. Ausgabe Frankfurt/M. 2005, ISBN 3-596-16048-0, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 20. Juli 1943 leitete Feldscher die Gruppe &amp;#039;&amp;#039;Osteinsatz&amp;#039;&amp;#039; in der Personalabteilung des [[Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete|Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete]].&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelia Essner: &amp;#039;&amp;#039;Die „Nürnberger Gesetze“ oder die Verwaltung des Rassenwahns 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Paderborn &amp;amp; München 2002, ISBN 3-506-72260-3, S. 330, Fn. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Kriegsende ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle deutschen Beamtenverhältnisse erlosch auch dasjenige Feldschers mit der [[Kapitulation der Wehrmacht]] am 8. Mai 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;BVerfG, Urteil vom 17. Dezember 1953 – 1 BvR 147 – BVerfGE 3, 58 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Wilhelmstraßen-Prozess]] stellte er sich als Entlastungszeuge für [[Wilhelm Stuckart]] zur Verfügung&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Christian Jasch]]: &amp;#039;&amp;#039;Staatssekretär Wilhelm Stuckart und die Judenpolitik – Der Mythos von der sauberen Verwaltung&amp;#039;&amp;#039;, Oldenbourg, München 2012. ISBN 978-3-486-70313-9. Kurzbio auf S. 468 f. und passim&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Januar 1946 gelangte Feldscher in die Stellung eines Justitiars und Abteilungsleiters beim [[Ev. Hilfswerk Westfalen]] des diakonischen Unternehmers [[Karl Pawlowski]]. Hier baute Werner Feldscher eine effiziente Verwaltungsstruktur auf, verhalf der Hilfsorganisation zu einer starken Expansion und erlangte die berufliche Rehabilitation in der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerald Schwalbach, &amp;quot;Der Kirche den Blick weiten&amp;quot;, Karl Pawlowski (1898–1964)-diakonischer Unternehmer an den Grenzen von Kirche und Innerer Mission, Bielefeld 2012, S. 310 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1953 führte er in einer Veröffentlichung&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1467-8292.1953.tb01031.x The Theorie of the fourth Power.]&amp;#039;&amp;#039; In: Annals of collective Economy. Vol. XXIV No. 2, April - September 1953&amp;lt;/ref&amp;gt; seine vormalige Amtsbezeichnung mit dem im [[Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der unter Artikel 131 des Grundgesetzes fallenden Personen|G 131]] vorgesehenen Zusatz z.Wv. (zur Wiederverwendung).&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. § 5 Absatz 2 und § 10 G 131&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab Ende 1950 war Feldscher als Prokurist bei der [[Westfälische Ferngas-AG|Westfälischen Ferngas-AG]] tätig und bekleidete dort später bis zu seinem Ruhestand den Posten eines Direktors.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gas Wärme international: Gas heat international&amp;#039;&amp;#039;, Band 21, Vulkan-Verlag, 1972, S. 79 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Ermittlungsverfahren gegen ihn wurde 1959 eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee147&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autor ==&lt;br /&gt;
Feldscher [[Promotion (Doktor)|promovierte]] 1936 an der [[Universität Münster]] mit der Dissertationsschrift „Über den Begriff der Zueignung im deutschen Strafgesetzbuch“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Deutschen Rechtsverlag erschien 1943 sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Rassen- und Erbpflege im deutschen Recht&amp;#039;&amp;#039;, in dem er zur rechtlichen Stellung der „Zigeuner“ feststellte: „Ihre politische, biologische, kulturelle und berufliche Trennung von dem deutschen Volk ist jetzt durch die Ausschaltung Fremdblütiger ebenso erfolgt wie für Juden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, aktual. Ausgabe Frankfurt/M. 2005, ISBN 3-596-16048-0, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dynamik und Ordnungsbild in der Energiebereitstellung&amp;#039;&amp;#039;, Essen : Vulkan-Verl., 1963&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rassen- und Erbpflege im deutschen Recht&amp;#039;&amp;#039;, Berlin : Deutscher Rechtsverl., 1943&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über den Begriff der Zueignung im deutschen Strafgesetzbuch&amp;#039;&amp;#039;, Bottrop i. W. : W. Postberg, 1936 (Münster, Rechts- und Staatswissenschaftliche Diss. vom 16. März 1936)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1029854580}}&lt;br /&gt;
* [http://www.worldcat.org/identities/viaf-66860004 Feldscher, Werner] bei [[WorldCat]]&lt;br /&gt;
* [https://ns-reichsministerien.de/2020/05/07/werner-feldscher/ Kurzbiografie] – [https://ns-reichsministerien.de/ Projekt „Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1029854580|VIAF=294963272}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Feldscher, Werner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Jungdeutschen Orden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberregierungsrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Feldscher, Werner&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Oberregierungsrat im Reichsministerium des Innern, Judenreferent&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Juli 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hagen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dortmund]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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