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	<title>Werner Barkholt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werner_Barkholt&amp;diff=771077&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ doppelten Link entfernt</title>
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		<updated>2025-02-14T17:12:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; doppelten Link entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Pater &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werner Barkholt [[Jesuiten|SJ]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Februar]] [[1902]] in [[Haguenau|Hagenau]], [[Reichsland Elsaß-Lothringen|Reichslande Elsaß-Lothringen]]; † [[18. Juli]] [[1942]] im [[KZ Dachau]]) war ein deutscher [[Jesuit]] und römisch-katholischer [[Priester (Christentum)|Priester]]. Als entschiedener Gegner des [[Nationalsozialismus]] wurde er wegen regimekritischer Äußerungen verfolgt und starb im Konzentrationslager.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Werner Barkholt war der Sohn eines Kaufmanns. Er wuchs in [[Krefeld]] auf&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rasche&amp;quot;&amp;gt;Henning Rasche: &amp;#039;&amp;#039;[https://rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/mutiger-jesuit-predigte-im-kz-weiter_aid-21169925 Mutiger Jesuit predigte im KZ weiter.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinische Post]]&amp;#039;&amp;#039;, 8. Januar 2016, abgerufen am 5. Januar 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; und besuchte später Gymnasien in [[Darmstadt]] und [[Montabaur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. April 1923 trat er in das [[Noviziat]] der Jesuiten in [[s’Heerenberg]]/Niederlande ein. Seine Studien absolvierte er in [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonn]] und [[Westfälische Wilhelms-Universität Münster|Münster]]. Stärker als für sein Studium interessierte er sich für die praktische [[Seelsorge]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rasche&amp;quot; /&amp;gt; 1932 empfing er in Münster die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]]. 1933 wirkte Werner Barkholt zunächst einige Monate als [[Vikar]] in [[Frankfurt am Main]] und wechselte dann in das Jesuitenkloster „Ignatiushaus“ in [[Essen]], wo er sich vor allem der Jugendseelsorge widmete. Ab 1936 war er in der dort neu gegründeten St.-Ignatius-Pfarrgemeinde als [[Kaplan]] tätig. Von Essen aus wurde er als Prediger auch in die umliegenden Städte des Ruhrreviers eingeladen. Am 6. März 1938 wandte er sich in einer [[Predigt|Fastenpredigt]] in der [[Propsteikirche St. Urbanus|Pfarrkirche Sankt Urbanus]] in [[Gelsenkirchen-Buer]] gegen die von den Nationalsozialisten propagierte „Entchristlichung des deutschen Volkes“. Aufgrund seiner Ausführungen in dieser Predigt, die von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] als „herabsetzende Äußerungen über Staat und Bewegung“ gewertet wurden, die „geeignet waren, Zwietracht in die Bevölkerung zu tragen und Ruhe und Ordnung zu stören“, wurde ihm vom [[Reichssicherheitshauptamt]] in [[Berlin]] am 28. April 1938 ein [[Redeverbot]] für das gesamte [[Deutsches Reich 1933 bis 1945#Territorium|Reichsgebiet]] auferlegt. Da die Predigt nicht wörtlich mitgeschrieben worden war, reichten die Beweise aus Sicht der Gestapoleitstelle in [[Düsseldorf]] allerdings nicht aus, um ein [[Strafverfolgung|Strafverfahren]] einleiten und einen [[Haftbefehl]] erwirken zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen des Redeverbotes sah sich Pater Barkholt gezwungen, seine Kaplanstelle in Essen aufzugeben. Er nahm ein Studium in Bonn auf. In der Annahme, dass durch eine von [[Adolf Hitler]] am 9. September 1939 erlassene [[Amnestie]] auch das gegen ihn verhängte Redeverbot erloschen wäre, trat er im April 1940 eine Stelle als für die Kinder- und Jugendseelsorge zuständiger Kaplan in dem zur Pfarrgemeinde Sankt Gudula in [[Rhede]] gehörenden Pfarrbezirk Vardingholt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr bald geriet er auch in seiner neuen Kaplanstelle in Konflikt mit der örtlichen Nationalsozialisten. Auf Veranlassung der Ortsgruppe der NSDAP in Rhede wurde er am 3. September 1940 festgenommen und ab dem 10. September 1940 in [[Untersuchungshaft]] gebracht. Laut Gestapobericht wurde ihm vorgeworfen, sich – entgegen dem nach wie vor bestehenden Redeverbot – in einer Predigt am 7. Juli 1940 dahin geäußert zu haben, dass Kinder auch nach einem nächtlichen Fliegerangriff morgens die [[Heilige Messe]] besuchen sollten. Die für die Anklageerhebung notwendige Zustimmung wurde vom zuständigen [[Reichsjustizministerium]] zunächst nicht erteilt, weil dieser Anklagepunkt als nicht strafrelevant eingestuft wurde. Am 13. November 1940 stimmte das Ministerium allerdings einem zweiten Anklagebegehren zu. Nun wurde dem Kaplan vorgeworfen, sich anlässlich eines Seelsorgebesuches bei einer Familie seiner Gemeinde in Vardingholt gegen den erfolgten [[Die Niederlande unter deutscher Besatzung (1940–1945)|Einmarsch deutscher Truppen in Holland]] geäußert sowie die von den Nationalsozialisten in Aussicht gestellte kurze Dauer des Krieges und den nationalsozialistischen Sieg bezweifelt zu haben. Am 7. Dezember 1940 wurde Pater Barkholt von dem in der benachbarten Kreisstadt [[Borken]] tagenden [[Sondergericht]] [[Dortmund]] wegen Vergehens gegen das [[Heimtückegesetz]] zu einer Haftstrafe von 10 Monaten verurteilt, auf die allerdings die dreimonatige Untersuchungshaft angerechnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach seiner Entlassung aus der Strafhaft wurde der Jesuitenpater von der Gestapo in [[Schutzhaft]] genommen und am 8. August 1941 ins [[Konzentrationslager Dachau]] eingeliefert. Er erhielt die Häftlingsnummer 26.890 und wurde im dortigen [[Pfarrerblock (KZ Dachau)|Pfarrerblock]] untergebracht. Wie sein Mithäftling Pater [[Otto Pies]] berichtete, hatte sich Werner Barkholt bereits im Gefängnis einen schweren Herzschaden zugezogen, sodass er schon sehr geschwächt in Dachau eintraf. Das Herzleiden führte bei ihm zu großer Nervosität und Ängstlichkeit. Er musste – wie die meisten hier inhaftierten Priester – im Arbeitskommando „[[Kräutergarten Dachau|Plantage]]“ Feldarbeit verrichten. Infolge der unzureichenden Ernährung verschlimmerte sich sein gesundheitlicher Zustand beträchtlich. Als ihn seine geistlichen Mithäftlinge schließlich am 16. Juli 1942 zur Versorgung ins Krankenrevier bringen wollten, verhinderte dies zunächst der [[SS-Oberscharführer]] Fronappel gewaltsam. Erst am Abend gelang seine Unterbringung im Krankenrevier. Dort starb Pater Barkholt zwei Tage später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
Die zwischen 1934 und 2010 bestehende Pfarrgemeinde [[St. Martin (Krefeld)|St. Martin]] in Krefeld ehrte ihn mit einer Gedenktafel in der Turmkapelle der 1931 errichteten ehemaligen Pfarrkirche. Im Seelsorgebezirk der späteren Pfarre in einer Arbeitergegend im Krefelder Süden, die damals noch zu der von 1903 bis 1922 von [[Hermann Joseph Sträter]] geleiteten Mutterpfarrei [[St. Joseph (Krefeld)|St. Josef]] gehörte, hatte Barkholt seine Jugend verbracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rasche&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://maria-frieden-krefeld.de/pfarrei/st-martin St. Martin. Die Entstehung der Kirche.]&amp;#039;&amp;#039; Website der Katholischen Pfarrgemeinde Maria-Frieden, Krefeld, abgerufen am 5. Januar 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werner Barkholt wurde als Glaubenszeuge in das von dem Kölner Priester [[Helmut Moll]] zusammengestellte [[Deutsches Martyrologium des 20. Jahrhunderts|deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Krefeld führt ihn am Hauptfriedhof unter den Opfern der Konzentrationslager  [[Liste der Denkmäler in Krefeld#Gedenkstätte für die Opfer der Konzentrationslager]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Stadt [[Rhede]] wurde der Pater-Barkholt-Weg nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christian Frieling: &amp;#039;&amp;#039;P. Werner Barkholt SJ&amp;#039;&amp;#039;. In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Priester aus dem Bistum Münster im KZ.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Aschendorff, Münster 1992, ISBN 3-402-05427-2, S. 80–82.&lt;br /&gt;
* Jakob Nötges und [[Helmut Moll]], Art.: &amp;#039;&amp;#039;Pater Werner Barkholt&amp;#039;&amp;#039;, in: Helmut Moll (Hrsg. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz), &amp;#039;&amp;#039;Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Paderborn u. a. 1999, 8. erweiterte und aktualisierte Auflage 2024, Band II, S. 947–950.&lt;br /&gt;
* Benedicta Maria Kempner: &amp;#039;&amp;#039;Priester vor Hitlers Tribunalen&amp;#039;&amp;#039;, Rütten + Loening Verlag München 1966, S. 21–23.&lt;br /&gt;
* Hans-Karl Seeger, Gabriele Latzel, Christa Bockholt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Otto Pies und Karl Leisner: Freundschaft in der Hölle des KZ Dachau&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Dr. Pies, Sprockhövel 2007, ISBN 978-3-928441-66-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.nikolaus-gross.com/spiritual-heritage/barkholt.html  Kurzbiografie und Foto von Pater Werner Barkholt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=189535997|VIAF=221169694}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Barkholt, Werner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jesuit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Krefeld)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Barkholt, Werner&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Ordensgeistlicher und Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Februar 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Haguenau|Hagenau]], [[Elsass]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Juli 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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