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	<title>Werner Ansel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hallospencer135 am 29. Dezember 2025 um 15:20 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werner Ansel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Juli]] [[1909]] in [[Esslingen am Neckar|Eßlingen]], heute Esslingen am Neckar; † [[23. Januar]] [[1988]] in [[Crailsheim]]) war ein deutscher Verwaltungsbeamter, der zur [[Zeit des Nationalsozialismus]] im [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|deutsch besetzten Polen]] eingesetzt war. Nach dem Krieg war er 24 Jahre lang [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] im [[Landkreis Crailsheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Werner Ansel war ein Sohn des Verwaltungsdirektors im Kreis Esslingen Albert Ansel. Er besuchte von 1918 bis 1927 das [[Georgii-Gymnasium Esslingen|Realgymnasium]] in Esslingen. Anschließend studierte er Rechtswissenschaften in München, Berlin und Tübingen, 1934 zweite höhere Dienstprüfung und Promotion. Ansel trat Anfang November 1933 in die [[Sturmabteilung|SA]] und zum 1. Mai 1937 in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein (Mitgliedsnummer 5.252.363).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 601/1691&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.crailsheim-zeitgeschichte.de/landrat-dr-werner-ansel/&amp;lt;/ref&amp;gt; 1935 bis 1937 war er Stellvertreter des Landrats im [[Oberamt Laupheim|Kreis Laupheim]], der 1938 in den [[Landkreis Biberach]] aufgelöst wurde. 1938 bis 1939 war er als Regierungsrat Stellvertreter des Landrats im [[Landkreis Heilbronn]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial379&amp;quot;&amp;gt;Bogdan Musial: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zivilverwaltung und Judenverfolgung im Generalgouvernement&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 1999, S. 379&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1939 wurde er [[Kreishauptmannschaft|Kreishauptmann]] in [[Biłgoraj]] im [[Generalgouvernement]] und von April bis Dezember 1942, sowie erneut im Juli 1944 Kreishauptmann in [[Chełm|Cholm]] im Distrikt [[Lublin]], seine Distriktgouverneure dort waren bis 1943 [[Ernst Zörner]] und danach [[Richard Wendler]]. Zwischenzeitlich war er bei der [[Wehrmacht]] und wurde schwer verwundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansel befehligte in Biłgoraj ein 40 Mann starkes Kommando des bewaffneten [[Sonderdienst]]es, der sich aus [[Volksdeutscher|Volksdeutschen]] rekrutierte und der bei Requirierungen, bei Polenaktionen und bei Judenaktionen eingesetzt wurde. Im Mai 1940 ließ er ein [[Zwangsarbeit]]slager in [[Bukowa (Biłgoraj)|Bukowa]] errichten, im September waren dort 168 Männer inhaftiert, 93 von ihnen Juden. „Er beantragte im Juli 1940 die Erschießung von 7 Personen als Vergeltung für einen Überfall und den Tod eines Gendarmeriewachtmeisters.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial379&amp;quot; /&amp;gt; 1941 wurde in Biłgoraj ein Zwangsghetto für die Juden der Stadt eingerichtet, 800 von ihnen wurden in die Gemeinde [[Gmina Goraj|Goraj]] umgesiedelt, 1942 weitere 200 in die Gemeinde [[Tarnogród]]. Ansel „organisierte Deportationen in die Vernichtungslager.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial379&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1942 wurde Ansel Kreishauptmann im [[Powiat Chełmski|Kreis Cholm]], in dem seit März 1942 das [[Vernichtungslager Sobibor]] errichtet wurde, woran die Bauverwaltung des Kreises mitwirkte. Ansel will bei einer Besichtigung, als dieses bereits „in Betrieb“ war, vom Charakter des Lagers nichts gesehen haben. Für die Organisation der „Aussiedlung“ der Juden und deren Übergabe an die [[Sicherheitspolizei (Nationalsozialismus)|Sicherheitspolizei]] war der Kreishauptmann zuständig, dem die örtliche Gendarmerie unterstand, Ansel hingegen bestritt 1964 seine Mittäterschaft an dem „unschönen Geschehen“, bei dem Widerspenstige vor Ort erschossen wurden, und berief sich auf  Erinnerungslücken. So wusste er auch nichts davon, dass bei einer Aktion im November 1942 160 Juden im Dorf Staw in der Gemeinde [[Chełm (Landgemeinde)|Chełm]] ermordet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 war er kurzzeitig in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Sein [[Entnazifizierung]]s&amp;amp;shy;verfahren wurde mit der [[Weihnachtsamnestie]] 1946 eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roth456&amp;quot;&amp;gt;Roth: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen&amp;#039;&amp;#039;, S. 456f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1972 war Werner Ansel Landrat im [[Landkreis Crailsheim]]. Am 8. Mai 1968 wurde ein Ermittlungsverfahren gegen ihn wegen seiner Beteiligung am [[Holocaust]] in Polen von der Staatsanwaltschaft Stuttgart eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
1977 erhielt Werner Ansel die Silberne Staatsmedaille ([[Staufermedaille]]?) Baden-Württemberg, 1984 die Medaille des [[Landkreis Schwäbisch Hall|Landkreises Schwäbisch Hall]] in Gold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Verletzung des Rechts, für die Person des Kindes zu sorgen, und ihre Folgen nach § 1666 BGB und dem RJWG&amp;#039;&amp;#039;, Tübingen 1934&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3806212139|Seite=152}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3100393090}}&lt;br /&gt;
* [[Markus Roth (Historiker)|Markus Roth]]: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen. Die deutschen Kreishauptleute im besetzten Polen – Karrierewege, Herrschaftspraxis und Nachgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein Verlag, Göttingen 2009, ISBN 978-3-8353-0477-2&lt;br /&gt;
* [[Bogdan Musial]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zivilverwaltung und Judenverfolgung im Generalgouvernement&amp;#039;&amp;#039;. Harrassowitz, Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-05063-2&lt;br /&gt;
* Ralf Garmatter: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Werner Ansel: Von Vernichtungsaktionen nichts mitbekommen&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Proske]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Täter Helfer Trittbrettfahrer. Band 8: NS-Belastete aus dem Norden des heutigen Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;. Gerstetten : Kugelberg, 2018, ISBN 978-3-945893-09-8, S. 53–64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1012765997|LCCN=|NDL=|VIAF=171982991}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ansel, Werner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Kommunalverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Württemberg-Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Landkreis Crailsheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat in den besetzten Gebieten (1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ansel, Werner&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NSDAP), Landrat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Juli 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Esslingen am Neckar]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Januar 1988&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Crailsheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hallospencer135</name></author>
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