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	<title>Werner Angress - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werner_Angress&amp;diff=982568&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: tk</title>
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		<updated>2026-03-13T14:10:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tom Angress.jpg|mini|Tom Angress (2004)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werner Thomas „Tom“ Angress&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[27. Juni]] [[1920]] in [[Berlin-Westend]]; gestorben [[5. Juli]] [[2010]] in [[Berlin]]) war ein deutsch-amerikanischer [[Professor]] für [[Deutsche Geschichte]]. Als [[Ritchie Boys|Ritchie Boy]] nahm er 1944/45 an der [[alliierte]]n Befreiung Europas vom [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Werner Angress wurde in einer [[Juden|jüdische Familie]] in Berlin geboren, wo er das [[Realgymnasium Lichterfelde]] besuchte und Mitglied des [[Jüdische Jugendbewegung|jüdischen Jugendbundes]] &amp;#039;&amp;#039;Schwarzes Fähnlein&amp;#039;&amp;#039; war. Angesichts des zunehmend zur Staatsdoktrin erhobenen [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|Antisemitismus]] unter den [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]], aufgrund dessen Angress 1933 auf eine jüdische Schule gewechselt war, floh die Familie 1937 in die [[Niederlande]]. 1939 beschloss die Familie, in die [[Vereinigte Staaten|USA]] auszuwandern. Zuvor hatte er sich noch auf dem Lehrgut [[Groß Breesen (Lehrgut)|Groß Breesen]] bei [[Breslau]] zum Landarbeiter ausbilden lassen, um auf einem ausländischen Arbeitsmarkt bestehen zu können. Da die gemeinsame Flucht die finanziellen Möglichkeiten überstiegen hätte, wurde Werner Angress als junger, leistungsfähiger Mann dazu bestimmt, die [[Emigration]] der Familie, also der Eltern und seiner jüngeren Brüder, vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach zwei Jahren Tätigkeit als Apfelpflücker trat Angress 1941 zusammen mit einem ehemaligen Schulfreund in die [[United States Army|US-Armee]] ein, weil er sein [[Englische Sprache|Englisch]] verbessern wollte. Zwei Jahre später erkannte die &amp;#039;&amp;#039;Army of the United States&amp;#039;&amp;#039; das Potenzial ihrer deutschsprachigen Mitglieder und gründete eine Einheit, die gefangene Wehrmachtssoldaten und Mitglieder der [[Waffen-SS]] verhörte. Diese Einheit setzte sich überwiegend aus jüdischen Flüchtlingen und Einwanderern zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas W. Daum |Titel=Refugees from Nazi Germany as Historians. Origins and Migrations, Interests and Identities |Hrsg=Andreas W. Daum, Hartmut Lehmann, James J. Sheehan |Sammelwerk=The Second Generation: Émigrés from Nazi Germany as Historians |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Berghahn Books |Ort=New York |Datum=2016 |ISBN=978-1-78238-985-9 |Seiten=19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr späterer Spitzname „Ritchie Boys“ bezog sich auf ihre [[Ausbildung (Militär)|Ausbildungsstätte]] [[Camp Ritchie]] in [[Maryland]]. Angress selbst durchlief den Lehrgang von August 1943 bis Januar 1944.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angress nahm als kurzfristig abkommandiertes Mitglied der [[82. US-Luftlandedivision]] am 6. Juni 1944 an der [[Operation Overlord|Landung westalliierter Truppen in der Normandie]] teil und wurde von deutschen Soldaten gefangen genommen. Die Religionskennzeichnung auf seiner [[Erkennungsmarke]] zeigte statt einem „J“ (für „Jewish“) ein „P“ (für „Protestant“), da er wusste, was für eine Gefahr jüdische Religionszugehörigkeit bei Gefangennahme bedeuten würde. Seine Gefangenschaft währte angesichts des Scheiterns des deutschen Vorstoßes nur kurze Zeit. Im Mai 1945 war Angress an der Befreiung des [[KZ Wöbbelin]] beteiligt, das als Ziellager des [[Todesmarsch]]s aus [[KZ Sachsenhausen|Sachsenhausen]] diente. In dieser Zeit erfuhr er auch vom Tod seines Vaters in [[KZ Auschwitz-Birkenau|Auschwitz]], dessen Versteck in [[Amsterdam]] entdeckt worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Westphal: &amp;#039;&amp;#039;Die fabelhaften Ritchie Boys&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Welt am Sonntag]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. November&amp;lt;!-- Jahresahl wäre auch nett. Fehlte aber auch in http://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/werner-t-angress/?no_cache=1 --&amp;gt;, S. B3. Siehe auch: [http://db.yadvashem.org/names/nameDetails.html?itemId=5411274&amp;amp;language=en The Central Database of Shoah Victims’ Names].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der Zerstörung, die in Europa vorherrschte, und der ambivalenten Gefühle zu seiner Heimat verspürte Angress zunächst keinen Wunsch, nach Deutschland zurückzukehren. Er [[Studium|studierte]] und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] als [[Historiker]] in den Vereinigten Staaten, wo er an den Universitäten [[University of California, Berkeley|Berkeley]] und [[Stony Brook University|New York]] [[Dozent|dozierte]]. Immer häufiger begann er, Deutschland zu besuchen. 1988 zog er nach Berlin zurück. Im Jahre 2004 interviewte [[Christian Bauer (Filmproduzent)|Christian Bauer]] Angress für seine Dokumentation „[[Die Ritchie Boys]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage seiner Verhöre junger Angehöriger der Waffen-SS in einem [[Kriegsgefangener|Kriegsgefangenen]]-Durchgangslager bei [[Ludwigslust]] nach Ende des Zweiten Weltkrieges nahm Angress [[Günter Grass]] während der Debatte um dessen verschwiegene Dienstzeit bei der Waffen-SS und ihrer Bekanntmachung in dessen Roman „[[Beim Häuten der Zwiebel]]“ in Schutz. Er habe vor allem „verführte Mitläufer“ verhört, „[h]albe Kinder&amp;amp;nbsp;[…], dazu bestimmt, in den letzten Kriegstagen verheizt zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ina Weisse: {{Webarchiv | url=http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Die-Dritte-Seite;art705,1892872 | wayback=20070518113512 | text=&amp;#039;&amp;#039;Beitrag aus dem Off.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 5. September 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angress ist einer der siebzehn Protagonisten des Buches &amp;#039;&amp;#039;Zerrissene Leben. Das Jahrhundert unserer Mütter und Väter&amp;#039;&amp;#039; (2018) von [[Konrad Jarausch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
In den 1950er Jahren war Angress mit der Schriftstellerin [[Ruth Klüger]] verheiratet, mit der er zwei Söhne hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Auswandererlehrgut Groß Breesen&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Year Book of the Leo Baeck Institute&amp;#039;&amp;#039; 10. 1965, S. 168–187.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kampfzeit der KPD 1921–1923.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 1984, ISBN 3-7700-0278-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Generation zwischen Furcht und Hoffnung. Jüdische Jugend im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. Christians, Hamburg 1985, ISBN 3-7672-0886-5 (Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte. Beiheft 2) (mit weiterer Forschungsliteratur und umfangreichem Dokumentenanhang).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Generation zwischen Furcht und Hoffnung. Jüdische Jugend im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Christians, Hamburg 1989, ISBN 3-7672-0886-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rückkehr aus der Emigration: Leben in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Philosemitismus und Antisemitismus: Juden in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039; (Reihe: Dokumente, Texte, Materialien des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin). Metropol Verlag, Berlin 1991, S. 87–98.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Immer etwas abseits. Jugenderinnerungen eines jüdischen Berliners 1920–1945.&amp;#039;&amp;#039; Hentrich, Berlin 2005, ISBN 3-89468-271-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Flucht und Rückkehr Erinnerungen eines jüdischen Berliners 1920–1945&amp;#039;&amp;#039;. Norbert Kampe, Kai-Alexander Moslé (Hrsg.), Hentrich &amp;amp; Hentrich Verlag, Berlin 2022, ISBN 978-3-95565-522-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Andreas W. Daum]]: &amp;#039;&amp;#039;Refugees from Nazi Germany as Historians. Origins and Migrations, Interests and Identities&amp;#039;&amp;#039;. In: Andreas W. Daum, Hartmut Lehmann, James J. Sheehan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Second Generation: Émigrés from Nazi Germany as Historians&amp;#039;&amp;#039;. Berghahn Books, New York 2016, ISBN 978-1-78238-985-9, 1–52.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Clemens Wergin |Titel=&amp;#039;&amp;#039;„Stell dich an die Wand, sonst wirst Du gelyncht.“&amp;#039;&amp;#039; |Datum=2000-11-04 |Sammelwerk=[[Tagesspiegel]] |Online=[https://www.tagesspiegel.de/berlin/geschichte-live-stell-dich-an-die-wand-sonst-wirst-du-gelyncht-725932.html Online]}}; Artikel und biografische Informationen&lt;br /&gt;
* Felicitas Ernst: [https://www.welt.de/print-welt/article715828/Werner-Angress-auf-der-Suche-nach-Heimat.html &amp;#039;&amp;#039;Werner Angress auf der Suche nach Heimat.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, 1. Februar 2007, anlässlich einer Vortragsreihe Angress’&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Gregor Eisenhauer |Titel=&amp;#039;&amp;#039;„Ich stehe außerhalb. Deutschland will mich nicht.“&amp;#039;&amp;#039; |Datum=2010-10-15 |Sammelwerk=[[Tagesspiegel]] |Online=[https://www.tagesspiegel.de/berlin/werner-t-angress-geb-1920-1848646.html Online]}}, Nachruf&lt;br /&gt;
* Lieven Wölk: &amp;#039;&amp;#039;Werner Tom Angress und die &amp;quot;Generation zwischen Furcht und Hoffnung&amp;quot;. Jugendbewegte Gemeinschaften&amp;#039;&amp;#039;. In: Doron Kiesel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die jüdische Jugendbewegung. Eine Geschichte von Aufbruch und Erneuerung&amp;#039;&amp;#039;. Hentrich &amp;amp; Hentrich, Leipzig 2021, ISBN 978-3-95565-467-2, S. 176–194.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|132383128}}&lt;br /&gt;
* {{GDW|werner-t-angress}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ritchieboys.com/DE/boys_angress.html Biographische Informationen zu Werner Angress] bei der Website des Dokumentarfilms &amp;#039;&amp;#039;Die Ritchie Boys&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Ramona Ramsenthaler: {{Webarchiv | url=http://www.gedenkstaetten-woebbelin.de/cms/index.php/WernerTomAngress.html | wayback=20110719032148 | text=Nachruf der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ilasting.com/tomangress.php Werner Angress Memorial Website] bei &amp;#039;&amp;#039;ilasting.com&amp;#039;&amp;#039; (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.google.com/culturalinstitute/exhibit/%C2%BBmay-he-rot-forever-%C2%AB/fgLS1eqGQKPXKA?projectId=historic-moments&amp;amp;hl=de Online-Ausstellung des Jüdischen Museum Berlins über Werner Angress] beim Google Cultural Institute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=132383128|LCCN=n/86/143137|VIAF=76335608}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Angress, Werner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuzeithistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of California, Berkeley)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (New York University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritchie Boy]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (United States Army)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1920]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2010]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Angress, Werner&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Angress, Werner Thomas (vollständiger Name); Angress, Tom (Spitzname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-amerikanischer Historiker und Hochschullehrer (Deutsche Geschichte)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Juni 1920&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Westend]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Juli 2010&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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