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	<title>Werkstattfertigung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T22:12:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werkstattfertigung&amp;diff=54197&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mathze: /* Beschreibung */Ausdruck korrigiert</title>
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		<updated>2024-04-20T17:23:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beschreibung: &lt;/span&gt;Ausdruck korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werkstättenfertigung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beschreibt im Rahmen der [[Fertigungsplanung und -steuerung]] einen [[Fertigungstyp]], bei dem die einzelnen Bereiche nach dort durchgeführter Tätigkeit strukturiert sind, unabhängig davon, für welche Produkte oder an welcher Stelle im Produktentstehungsprozess die Tätigkeit benötigt wird. Der wichtigste Vorteil der Werkstättenfertigung liegt in der hohen Flexibilität im Hinblick auf die Kundenwünsche. Außerdem haben die Werker anspruchsvolle Aufgaben zu bewältigen und sind nur einer geringen Monotonie ausgesetzt. Als nachteilig gelten hohe Bestände in Verbindung mit langen Durchlaufzeiten der Produkte.&lt;br /&gt;
Die Werkstattfertigung ist im [[Handwerk]], aber auch im [[Werkzeugbau|Werkzeug-]] und [[Sondermaschinenbau]] zu finden. Dort werden neben Neuanfertigungen und Reparaturen auch Einzel- oder Kleinstserien von Einzelhandwerkern oder Arbeitsgruppen gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Verrichtungsprinzip.jpg|thumb|Layout und Materialfluss bei der Werkstättenfertigung (in Anlehnung an [[REFA]])]]&lt;br /&gt;
Durch eine kundenindividuelle [[Produktion]] besteht die Möglichkeit, das [[Produkt (Wirtschaft)|Produkt]] an die individuellen Wünsche des [[Kunde]]n anzupassen. Somit stellt die kundenindividuelle Fertigung den Gegensatz zur standardisierten Fertigung dar, bei der die Produkte am [[Markt]] angeboten werden, ohne vorher auf  individuelle Kundenwünsche zugeschnitten worden zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kundenindividuelle [[Produktion]] erfolgt in der Regel&lt;br /&gt;
* rein kundenauftragsbezogen ([[Auftragsfertigung]]) und in&lt;br /&gt;
* Form der [[Einzelfertigung]] oder Kleinserienfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Auftragsfertigung werden sämtliche mit der Produktion im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten erst bei Vorliegen eines Kundenauftrags ausgelöst. Die genaue Spezifikation des [[Endprodukt]]s ist erst mit Eingang des Kundenauftrags gegeben, eine Lagerfertigung daher meist unmöglich. Es liegen in der Regel nur Lösungskonzepte für die [[Produktgestaltung]] vor, weswegen nach Auftragserhalt noch weitere Konstruktionstätigkeiten wie Entwerfen oder Ausarbeiten notwendig sind. Dadurch kommt es bei der rein kundenauftragsbezogenen Fertigung zu langen [[Lieferqualität|Lieferzeiten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Einzelfertigung wird jedes [[Produkt (Wirtschaft)|Produkt]] entsprechend den [[Kundenanforderung]]en einzeln gefertigt. Bei der Kleinserienfertigung beträgt die [[Losgröße]] typischerweise bis zu 20 Stück – die Produkte dieser Serie sind homogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für diese beiden Formen der [[Produktion]] sind die&lt;br /&gt;
* häufige [[Rüsten|Umrüstung]] der Maschinen,&lt;br /&gt;
* die hohe Teilevielfalt und&lt;br /&gt;
* die vielen [[Arbeitsvorgang|Arbeitsgänge]].&lt;br /&gt;
Bei der kundenauftragsbezogenen Einzel- oder Kleinserienfertigung wird ein hohes Maß an [[Flexibilisierung|Flexibilität]] gefordert, da die [[Produktion]] ständig mit sich ändernden [[Produktionsprogramm]]en und neuen Produkten konfrontiert ist. Daher ist die grundsätzlich vorteilhafte Anordnung der Arbeitsplätze nach dem für die [[Fließfertigung]] typischen [[Objektprinzip]], bei dem die erforderlichen Arbeitsplätze zur Fertigung eines Produkts räumlich entsprechend der Folge des [[Arbeitsablauf]]s angeordnet sind um einen durchgehenden Materialfluss zu sichern, kaum realisierbar. Bei der Werkstättenfertigung erfolgt die Anordnung der Arbeitsplätze nach dem [[Verrichtungsprinzip]], wobei gleiche oder zumindest ähnliche Verrichtungen (Beispiel: Fräsarbeiten) räumlich zu einer [[Werkstatt]] (zum Beispiel der Fräserei) zusammengefasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Produktion muss das Produkt mehrere [[Werkstatt|Werkstätten]] durchlaufen, wodurch ein komplexer Materialfluss entsteht. Die einzelnen Werkstätten können durch ein [[PPS-System]] koordiniert werden, mit dem dafür gesorgt wird, dass etwa die benötigten Teile termingerecht zur Verfügung stehen, die einzelnen [[Werkstatt|Werkstätten]] und [[Arbeitsplatz|Arbeitsplätze]] kapazitätsmäßig aufeinander abgestimmt oder die Liefertermine eingehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
Vor- und Nachteile des Fertigungstyps bestimmen seine Einsatzschwerpunkte. Im Allgemeinen werden folgende Vorteile angegeben:&lt;br /&gt;
* hohe Flexibilität,&lt;br /&gt;
* vielfältiges Angebot unterschiedlicher Produkte,&lt;br /&gt;
* schnelle Einführung neuer Produkte,&lt;br /&gt;
* kundenspezifische Produktvarianten,&lt;br /&gt;
* auch bei kleinen Losgrößen wirtschaftlich sowie&lt;br /&gt;
* große Handlungs- und Entscheidungsspielräume für die Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nachteile gelten:&lt;br /&gt;
* lange Durchlaufzeiten,&lt;br /&gt;
* hohe Transportaufwände zwischen den Arbeitsplätzen,&lt;br /&gt;
* hohe Rüstzeiten und -kosten durch kleine Losgrößen,&lt;br /&gt;
* Zwischenlagerbildung und Wartezeiten, dadurch Zins- und Lagerkosten, Stillstandskosten der nicht belegten Arbeitsplätze,&lt;br /&gt;
* ungleichmäßige Kapazitätsauslastung der Arbeitsplätze,&lt;br /&gt;
* aufwändige Fertigungsplanung und -steuerung sowie&lt;br /&gt;
* hochqualifizierte und damit teure Mitarbeiter erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorteil der hohen Flexibilität ==&lt;br /&gt;
[[Flexibilisierung|Flexibilität]] bringt die [[Anpassungsfähigkeit]] an unterschiedliche [[Situation]]en zum Ausdruck. Produktionsflexibilität ist ein Maß dafür, wie schnell und in welchem Ausmaß sich ein [[Betrieb]] im Bereich [[Produktion]] an geänderte Situationen, vor allem an geänderte Kundenwünsche, anpassen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Mitarbeiter]] einer Werkstatt müssen ein breites Aufgabenspektrum bewältigen. Sie sind vielseitig ausgebildet und müssen, wie auch die [[Maschine]]n, vielseitig einsetzbar sein. Eventuelle Beschäftigungsschwankungen können durch Anpassungsmaßnahmen wie [[Überstunde]]n, Zusatzschichten oder Inbetriebnahme von Reservemaschinen ausgeglichen werden. [[Krankenstand|Krankenstände]], [[Urlaub]] oder Maschinenausfälle lassen sich durch kurzfristige Umdispositionen auf Ausweicharbeitsplätze überbrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Produktion ist umso flexibler, je mehr Möglichkeiten und Wege einem zu produzierenden Teil beim Durchlaufen der Fertigung zur Verfügung stehen. Puffer in Form von Lagerbeständen zwischen den einzelnen [[Arbeitsplatz|Arbeitsplätzen]] dienen zum Ausgleich von unterschiedlichen Bearbeitungszeiten an zwei aufeinanderfolgenden Werkstätten und verhindern das Übergreifen von [[Störung (betrieblich)|Störung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachteil der geringeren Produktivität ==&lt;br /&gt;
Der Materialfluss bei der Werkstättenfertigung ist durch eine hohe Anzahl an Transporten und durch lange Wegstrecken gekennzeichnet, wodurch lange Transportzeiten entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Werkstatt-Zwischenlagerbestände kommt es zu langen Liegezeiten (bis zu 85 % der [[Durchlaufzeit]]) der Teile. Da der Wiederholungsgrad identischer oder ähnlicher Arbeitsvorgänge gering ist, sind sie weniger automatisiert und dauern die Bearbeitungszeiten tendenziell länger als beispielsweise bei einer Fließbandfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren ist die Werkstättenfertigung durch hohe Umrüsthäufigkeit gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Verrichtungsprinzip]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dorninger, Christian: &amp;#039;&amp;#039;Kundenindividuelle Fertigung : Moderne Techniken und Organisationsformen zur Produktionsplanung und -steuerung&amp;#039;&amp;#039;. Wien: Linde, 1991. ISBN 3-85122-299-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produktionstyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mathze</name></author>
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