<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Werkgerechtigkeit</id>
	<title>Werkgerechtigkeit - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Werkgerechtigkeit"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werkgerechtigkeit&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-27T13:06:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werkgerechtigkeit&amp;diff=254300&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werkgerechtigkeit&amp;diff=254300&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-11T06:55:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werkgerechtigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein zentraler theologischer Begriff aus der [[Martin Luther|lutherischen]] [[Rechtfertigungslehre]]. Sie steht für die von den Reformatoren abgelehnte Ansicht, man könne vor [[Gott]] gerechtfertigt sein, weil man [[gute Werke]] tut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Werkgerechtigkeit |titel=Werkgerechtigkeit, die |werk=[[Duden]] |hrsg=Dudenverlag |datum=2019 |abruf=2019-11-24 |zitat=Bedeutung – Auffassung, nach der der Mensch durch gute Werke vor Gott gerechtfertigt wird}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Alte Kirche ===&lt;br /&gt;
Die [[Augustinus von Hippo|voraugustinischen]] [[Kirchenvater|Kirchenväter]] erheben die Rechtfertigung nicht ausdrücklich zum Gegenstand [[Dogmatik|dogmatischer]] Reflexion. Zwar sprechen sie (in Aufnahme [[Paulus von Tarsus|paulinischer]] Terminologie) davon, dass der Mensch aus [[Glaube (Religion)|Glauben]], ohne Werke, aus [[Gnade (Theologie)|Gnade]] gerechtfertigt werde. Gleichwohl betonen sie – oft aus [[seelsorge]]rlichen Gründen – die Bedeutung des Handelns des Menschen für die Erlangung seines [[Heil]]s. Eine differenzierte Verhältnisbestimmung beider Aussagen erfolgt kaum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RGG4_RF&amp;quot;&amp;gt;{{RGG|Auflage=4|4|103|103|Rechtfertigung – II. Dogmengeschichtlich|Christiane Tietz}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Augustinus]] und hier v. a. in dessen Spätwerk wird die Rechtfertigungslehre im Rahmen der Gnadenlehre zum zentralen und rezeptionsgeschichtlich bedeutsamen Thema. Augustinus betont, dass der Mensch allein durch Gnade gerecht wird, nämlich durch die Gerechtigkeit Gottes. Der Mensch ist umfassend auf Gottes Gnade angewiesen, weil er nicht nur in einzelnen Taten sündigt, sondern als ganzer Mensch unter der Macht des &amp;#039;&amp;#039;peccatum originale&amp;#039;&amp;#039;, d. h. unter der [[Erbsünde]] steht, die durch den biologischen Zeugungszusammenhang vererbt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RGG4_RF&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Gute Werke}}&lt;br /&gt;
Nach [[Martin Luther]]s (auch [[Zwingli]]s und [[Calvin]]s) Lehre von der Rechtfertigung folgen die guten Werke aus dem Glauben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RGG4_GW&amp;quot;&amp;gt;{{RGG|Auflage=4|3|1344|1344|Gute Werke – II. Dogmatisch|Wolf Krötke}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„vgl. Von den guten Werken, 1520, WA 6, 202–276“&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind die Früchte des Glaubens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RGG4_GW&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„vgl. CA 6, BSLK 60“&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie werden nicht getan, um die Rechtfertigung zu erlangen oder zu bewähren: »Gute fromme Werke machen nimmermehr einen guten frommen Mann, sondern ein guter frommer Mann macht gute fromme Werke«.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RGG4_GW&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„WA 7, 32,5-6“&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst müsse die Person durch den Glauben gut sein, dann können es auch die Werke sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RGG4_GW&amp;quot;/&amp;gt; [[Luther]] lehnte aufgrund seiner [[Theologia crucis]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhold Bernhardt / David Willis-Watkins |Titel=Theologia crucis |Band=4 |Auflage=3 |Sammelwerk=EKL Evangelisches Kirchenlexikon |Verlag= [[Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht]] |Ort=Göttingen |Datum=1996 |ISBN=3-525-50141-2 |Seiten=734}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Werkgerechtigkeit ab&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matthias Viertel |url=https://rundfunk.evangelisch.de/kirche-im-radio/morgenandacht/martin-luther-und-die-werkgerechtigkeit-7802 |titel=Martin Luther und die Werkgerechtigkeit |werk=rundfunk.evangelisch.de |hrsg=Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) gGmbH |datum=2016-06-04 |abruf=2019-11-24|zitat=Das andere, also die guten Taten allein und möglichst viel darüber zu sprechen bezeichnete Luther als Werkgerechtigkeit, heute könnte man auch sagen als „Selbstgerechtigkeit“. Damit beschreibt der Reformator das menschliche Ansinnen, durch eigene Verdienste ein privilegiertes Verhältnis zu Gott zu bekommen. Werkgerechtigkeit ist es für Luther, wenn man etwa durch wohltätige Gaben sich eine Verrechnung für schuldiges Verhalten erhofft. Das alles spielt vor Gott keine Rolle, so war sich Luther sicher, vor Gott zählt allein der Glaube und kein noch so großes Opfer und erst recht kein imponierendes Gehabe.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (z. B. in vielen Predigten)&amp;lt;ref&amp;gt;{{RGG|Auflage=3|5|522|522|Predigt|A. Niebergall}}„Wichtiger jedoch als die Form ist der Inhalt seiner Verkündigung: die [[sola fide|iustificatio de fide]] ist allein Gegenstand der Predigt. Luther führt diesen Grundsatz in seinen Predigten mit einer genialen Monotonie durch. Nahezu jeder Text wird als Absage an die Werkgerechtigkeit und damit an das Papsttum, zugleich im Zusammenhang mit dem gesamten Skopus der Schrift, bes. des [[Neues Testament|NT]] als eine Zusage der sündenvergebenden und damit die Existenz des Hörers treffenden und verwandelnden Gnade Gottes verstanden. Immer ist es Christus als »[[Gott|Deus]] [[Prediger|praedicatus]]«, um den es in der Predigt geht;“&amp;lt;/ref&amp;gt; und betonte die Rechtfertigung aus der [[Gnade (Theologie)|Gnade]] Gottes im Glauben an den erlösenden Tod und die Auferstehung Jesu Christi.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ingolf U. Dalferth |Titel=Glaube |Band=2 |Kapitel=3. Systematisch-theologisch – 3.4.3. Luther |Auflage=3 |Sammelwerk=EKL Evangelisches Kirchenlexikon |Verlag= [[Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht]] |Ort=Göttingen |Datum=1989 |ISBN=3-525-50132-3 |Seiten=196}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Gremmels |Titel=Arbeit |Band=1 |Auflage=3 |Sammelwerk=EKL Evangelisches Kirchenlexikon |Verlag= [[Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht]] |Ort=Göttingen |Datum=1986 |ISBN=3-525-50128-5 |Seiten=239 |Zitat=»Was immer ihr tut, daran arbeitet von Herzen als für den Herrn und nicht für Menschen« (Kol 3,23). Im Glauben an die Auferstehung vollzieht sich die Relativierung und Entdämonisierung der Arbeit, die »nicht vergeblich ist in dem Herrn« (1 Kor 15,58). Obgleich Paulus von sich selbst sagt, er habe mehr als andere gearbeitet (1 Kor 15,10), denkt er »nicht daran, in dieser Arbeit den Grund, die Rechtfertigung ... seines Lebens zu suchen ... Sein Heil kommt von Gott, erschließt sich jenseits der Leistung.« Arbeit ist »Werk, nicht jedoch Werkgerechtigkeit des Menschen« (J.M. Lochman, 115).}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Juden]] und [[Katholizismus|Papstgläubigen]] warf Luther Werkgerechtigkeit als Fehler vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bernd Buchner |url=https://www.luther2017.de/de/wiki/martin-luther-und-die-juden/martin-luther-und-die-juden-fragen-und-antworten/ |titel=Martin Luther und die Juden – Fragen und Antworten |werk=Luther2017.de |hrsg=Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt |sprache=de |abruf=2024-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Hauptvertreter dieser Werkgerechtigkeit zählte Luther in frühen [[Exegese|exegetischen]] Werken oft [[Papst]]tum, Judentum und [[Islam]] miteinander auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Stolle / Siegert 2000, [http://books.google.de/books?id=siG1kMDJHk0C&amp;amp;pg=PA343 S. 343, Fn. 118]&amp;lt;/ref&amp;gt; Für ihn missbrauchten diese Gruppen wie auch die „[[Radikale Reformation|Schwärmer]]“ Gottes Gesetz zur Selbstrechtfertigung, spiegelten damit die Gefährdung aller Gläubigen und bedrohten deren [[endzeit]]liche Heilsgemeinschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Martin Kirn: &amp;#039;&amp;#039;Israel als Gegenüber der Reformatoren.&amp;#039;&amp;#039; In: Folker Siegert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Israel als Gegenüber.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2000, [http://books.google.de/books?id=siG1kMDJHk0C&amp;amp;pg=PA293 S. 293.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Kritik an der Selbstrechtfertigung zielte zuerst auf die Christen selbst, nicht erst auf die Andersgläubigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ekkehard Wohlleben: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchen und die Religionen. Perspektiven einer ökumenischen Religionstheologie.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56551-8, [http://books.google.de/books?id=objuV1eetKEC&amp;amp;pg=PA153 S. 153.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konfessionen ==&lt;br /&gt;
Die mitgliederstärksten Bekenntnisgruppen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.remid.de/christentum-aus-religionswissenschaftlicher-sicht/ |titel=Christentum aus religionswissenschaftlicher Sicht |werk=REMID |hrsg=Religionswissenschaftlicher Medien- und Informationsdienst e. V. |datum=2019-05-27 |abruf=2019-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die [[Römisch-katholische Kirche|katholische Kirche]] und die [[Protestantismus|protestantische Kirchen]], lehren (z.&amp;amp;nbsp;B. durch die [[Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre]]), dass der Mensch nicht aufgrund seiner guten Werke vor Gott gerechtfertigt werde, sondern durch Gottes [[Gnade (Theologie)|Gnade]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der evangelischen Theologie wird dies zusammengefasst in den Grundsätzen [[Sola gratia]] („allein aus Gnade“) und [[Sola fide]] („allein durch den Glauben“&amp;lt;ref name=&amp;quot;RGGD&amp;quot;/&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen weiteren Gegenentwurf zur Werkgerechtigkeit stellt die [[Prädestination]]s-Lehre des [[Calvinismus]] dar. Die reformierten Theologen [[Johannes Calvin]] und [[Ulrich Zwingli]] vertraten ursprünglich die schärfste Form der Prädestinationslehre, d.&amp;amp;nbsp;h. die grundsätzliche Vorherbestimmung jedes einzelnen Menschen entweder zur [[Seligkeit]] (ohne eigenen Verdienst) oder zur [[Verdammnis]] (ohne eigene Schuld) als „doppelte Prädestination“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RGGD&amp;quot;&amp;gt;{{RGG|Auflage=3|2|275|275|Dualismus|G. Gloege}}„Das neue Verständnis des [[Paulus von Tarsus|Paulus]] und [[Augustinus von Hippo|Augustins]] durch die Reformatoren ließ dualistische Motive aufleben, stärker bei Luther (die großen »exclusivae«: [[Sola fide|allein der Glaube]] usw.) als bei Calvin. Immerhin dienen diese der Interpretation der Freiheit und Lebendigkeit Gottes. So bei Luther die Unterscheidungen von [[Deus absconditus]] und [[Deus revelatus]], Gesetz und Evangelium ..., den [[Zwei-Reiche-Lehre|zwei »Reichen«]] (Regiment), bei &amp;#039;&amp;#039;Calvin die doppelte Prädestination&amp;#039;&amp;#039;. Jedoch wurde die Grenze zum Dualismus ([[Matthias Flacius|Flacius]]&amp;#039; Erbsündenlehre) deutlich gewahrt.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gemeinschaft, der von lutherischer oder reformierter Seite oft Werkgerechtigkeit vorgeworfen wird, sind die [[Zeugen Jehovas]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Michael Utsch]] |url=https://www.ezw-berlin.de/downloads/Flyer_Kompakt-Information_Jehovas_Zeugen.pdf |titel=Die Zeugen Jehovas – Einschätzung |werk=Kompakt-Infos – Jehovas Zeugen |hrsg=[[Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen]] (EZW) |format=pdf |datum=2017-07 |abruf=2019-12-02 |zitat=Jehovas Zeugen beeindrucken durch ihr persönliches Engagement, ihre &amp;#039;&amp;#039;Rastlosigkeit&amp;#039;&amp;#039; und ihr oftmals glaubwürdiges Auftreten. Aber dies ist nur die eine Seite. Hinter ihrer Fassade erweist sich diese Gemeinschaft sehr schnell als restriktive Organisation, die von den Anhängern blinden Gehorsam erwartet und für kritische Rückfragen, Einwände oder Bedenken keinen Raum hat. Ein durchschnittlicher aktiver Zeuge Jehovas investiert pro Monat etwa 17 Stunden seiner Freizeit in die Missionstätigkeit. Hinzu kommen noch mehrere Stunden pro Woche für Schulungen, Gottesdienste und freiwillige Arbeiten am örtlichen Gemeindehaus. Wenn man sich vor Augen hält, dass jede Zeugin und jeder Zeuge Jehovas am Ende jeden Monats im „Predigtdienstbericht“ akribisch dokumentieren muss, wie viele Stunden im Predigtdienst, bei der Literaturverbreitung, beim Bibelstundenbesuch, bei der Wachtturm-Lektüre oder bei Besuchsdiensten verbracht wurden, kann man sich den inneren Druck ausmalen, unter dem jedes Mitglied steht. Die Wachtturmgesellschaft schuf ein geschlossenes ideologisches System, das jedem Einzelnen seinen Platz zuordnet. Mehr noch: Ein Überleben des [[Harmagedon#Zeugen Jehovas|Weltendes]] wird einzig den eigenen Anhängern versprochen, die sich durch fortwährende Beteiligung an den Werbeaktivitäten für die Religionsgemeinschaft zu bewähren haben.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen Kirchen]] haben ein [[Ambivalenz|ambivalentes]] Verhältnis zur Lehre Luthers. Sie stimmen zwar der [[Reformation]] grundsätzlich zu, d.&amp;amp;nbsp;h., dass die katholische Kirche reformbedürftig war, lehnen jedoch den Protestantismus ab, d.&amp;amp;nbsp;h. den sich dort ausprägenden Individualismus, der die Heilsfrage [[Individualismus|individualisiere]] und [[Subjektivismus|subjektiviere]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marios Begzos |url=https://www.uni-heidelberg.de/md/fakultaeten/theologie/oek/forum/14-2.pdf |titel=Luther im Licht der orthodoxen Theologie |werk=14. Heidelberger Ökumenisches Forum |hrsg=[[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]] |datum=2008-07-18 |abruf=2019-12-06 |format=pdf |zitat=Das wichtigste Erkennungszeichen des Protestantismus ist der [[Individualismus]]. Die Betrachtung des Glaubens als Privatsache, die Individualisierung der Heilsfrage, der [[Subjektivismus]] und der Individualismus sind grundlegende Charakteristika des Protestantismus.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; denn „wie bekomme &amp;#039;&amp;#039;ich&amp;#039;&amp;#039; einen gnädigen Gott, wie werde &amp;#039;&amp;#039;ich&amp;#039;&amp;#039; vor Gott gerecht?“, das waren die zentralen Fragen, die Luther lange Zeit beschäftigt hatten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ekiba.de/html/content/rechtfertigung_allein_aus_glauben.html |titel=Rechtfertigung allein aus Glauben |werk=Glaube &amp;amp; Spiritualität – Was ist evangelisch? – Theologische Unterschiede – Rechtfertigung allein aus Glauben |hrsg=Evangelische Landeskirche in Baden |abruf=2019-12-06 |zitat=„Wie bekomme ich einen gnädigen Gott? Wie werde ich vor Gott gerecht?“ – dies ist die Frage, die Martin Luther so lange Zeit beschäftigte. Für ihn war sie eine sehr persönliche und existentielle Frage. Er stellte sie sich nicht aus rein philosophischem und theologischem Interesse – sondern aus Angst. Aus Angst, vor Gott im [[Jüngstes Gericht|Jüngsten Gericht]] nicht bestehen zu können – und von ihm zur ewigen Verdammnis verurteilt zu werden. Aus Angst, dass alle seine guten Werke, seine Selbstkasteiungen, ja selbst sein Leben als Mönch nicht ausreichen würden, um Gott gnädig zu stimmen.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und ihn schließlich zu dem Schluss führten, dass auch [[Konzil]]ien sich irren können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Johannes R. Nothhaas |url=http://www.orthodoxie-in-deutschland.de/03_textsammlung/vater_johannes_nothhaas/schrift_oder_kirche.html |titel=Schrift oder Kirche? |werk= Orthodoxie in Deutschland |hrsg=Thomas Brodehl |abruf=2019-12-06 |zitat=Diese Auffassung von Kirche übernahm Martin Luther. Als er nach der Auseinandersetzung um den seelsorgerlichen Missbrauch des Ablasses zu einem öffentlichen Disput mit dem Vertreter der Kirche, Dr. Eck, 1519 in Leipzig geladen war, äußerte er den für die damalige Theologie revolutionären Satz: ‚Auch Konzilien können irren‘. }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Luther sei demnach aus orthodoxer Sicht zwar kein [[Ketzer]], aber auch kein [[Heiliger#Christentum|Heiliger]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marios Begzos |url=https://www.uni-heidelberg.de/md/fakultaeten/theologie/oek/forum/14-2.pdf |titel=Luther im Licht der orthodoxen Theologie |werk=14. Heidelberger Ökumenisches Forum |hrsg=[[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]] |datum=2008-07-18 |abruf=2019-12-06 |format=pdf |zitat=Wenn wir nun unseren Gedankengang zur Einschätzung Luthers aus der Sicht der orthodoxen Theologie heute schließen müssen, sind wir noch eine kurze, wenn auch vorläufige und in jedem Fall persönliche Antwort auf die eingangs gestellte Frage schuldig: Wer ist Luther für die Orthodoxie? Die gegebenen Antworten bieten weiterhin ein ambivalentes Bild. Überaus treffend haben diese Ambivalenz die Organisatoren eines ökumenischen Symposions vor fast fünfundzwanzig Jahren formuliert. Der Textband des Symposions trägt den Titel: ‚Weder Ketzer noch Heiliger. – Luthers Bedeutung für den ökumenischen Dialog.‘ (Tutzing 3.–5. Juli 1981: Regensburg 1982). Ein orthodoxer Theologe würde eine ähnliche Formulierung zur Person Luthers heute ohne weiteres unterschreiben können. Weder Ketzer noch Heiliger.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Majoristischer Streit]]&lt;br /&gt;
* [[Tatchristentum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe:&amp;#039;&amp;#039; [[Rechtfertigungslehre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christliche Theologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>