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	<title>Werkel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werkel&amp;diff=1512115&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonKatBot: Bot: Kategorie:Dorf in Hessen entfernt: laut Diskussion</title>
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		<updated>2025-05-22T17:03:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Dorf_in_Hessen&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Dorf in Hessen (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Dorf in Hessen&lt;/a&gt; entfernt: laut &lt;a href=&quot;/index.php?title=Wikipedia:WikiProjekt_Kategorien/Diskussionen/2024/November/27&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wikipedia:WikiProjekt Kategorien/Diskussionen/2024/November/27 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Werkel&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Fritzlar&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/9/20/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 9/18/35/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-HE&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 182 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 6.84&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 801&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2021-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fritzlar.de/leben-wohnen/stadtportrait/zahlen-daten-fakten/ |titel=Domstadt Fritzlar – Zahlen Daten Fakten |sprache=de |abruf=2023-07-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1971-12-31&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 34560&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 05622&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Bild                   = Blick vom Nacken in Richtung Südwesten.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Blick auf Werkel vom nordöstlich gelegenen [[Nacken (Gudensberg)|Nacken]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werkel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Ortsteil|Stadtteil]] der Stadt [[Fritzlar]] im [[Nordhessen|nordhessischen]] [[Schwalm-Eder-Kreis]]. Heute zählt Werkel etwa 800 Einwohner, von denen ein Teil noch in der aufgrund der fruchtbaren Böden der [[Fritzlarer Börde]] sehr ertragreichen Landwirtschaft tätig ist. Offenbar auf die Fruchtbarkeit des Bodens geht der alte Spruch zurück: „[[Dorla (Gudensberg)|Dorla]], Werkel, [[Lohne (Fritzlar)|Lohne]] – Hessenlandes Krone“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie und Verkehr ==&lt;br /&gt;
Das noch immer ländlich geprägte Dorf liegt an einem Schlepphang, der von Fritzlar aus in nördlicher Richtung auf den Ederzufluss [[Ems (Eder)|Ems]] zu verläuft; die Ems und die sie umgebenden Auen bilden seit jeher die nördliche Bebauungsgrenze des Dorfes; die Kernstadt Fritzlar liegt etwa dreieinhalb Kilometer südwestlich, [[Gudensberg]] im Nordosten ist rund sechs Kilometer entfernt. Im Westen und Norden der Gemarkung verläuft die [[Bundesautobahn 49|A 49]], die das Dorf in einer weiten Kurve umgeht und seit 1975 den Abschnitt der [[Bundesstraße 3]] zwischen [[Kassel]] und [[Borken (Hessen)|Borken]] ersetzt. Deren ehemalige Trasse führt seitdem als [[Landesstraße]] 3590 – unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Straße&amp;#039;&amp;#039; – unmittelbar am westlichen Rand des Dorfs vorbei. Die [[Anschlussstelle (Autobahn)|Autobahnanschlussstelle]] 14 „Fritzlar“ liegt etwa 1 km südwestlich von Werkel an der L 3150.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Werkel führt die [[Kreisstraße]] K 79 nach [[Wehren (Fritzlar)|Wehren]] im Nordwesten, die K 78 nach [[Haddamar]] im Westen, die K 12 nach [[Obermöllrich]] im Süden und die K 8 nach [[Obervorschütz]] im Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ortsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Archäologische Funde sprechen dafür, dass eine Siedlung in der heutigen [[Gemarkung]] von Werkel schon in [[Merowinger|merowingischer]] Zeit im 7. Jahrhundert bestand: Am Ostrand des Dorfs wurde ein merowingerzeitliches Kriegergrab entdeckt. Südöstlich von Werkel fanden sich Spuren einer Siedlungsstelle aus der Zeit der [[Völkerwanderung]] und späterer Epochen. Ein 1966 aufgefundener [[Menhir]], der „[[Hilgenstein (Werkel)|Hilgenstein“]], wurde vermutlich im 3. Jahrtausend v. Chr. erstmals als Zentrum in einer [[Kultplatz|rituellen Stätte]], aber nicht an seiner späteren Fundstelle, aufgestellt, so dass seine geschichtliche Beziehung zu Werkel unklar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1219 erfolgte die älteste bekannte urkundliche Erwähnung des Orts als &amp;#039;&amp;#039;Werkele&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Die Schreibweise des Ortsnamens erscheint im Laufe der Jahrhunderte in mehrfach wechselnder Form: Werkele (1219), Wercle (1235), Werckeln (1273), Werkeln (1354), Werkle (um 1390), Wergkel (1426), Werhkil (1436), Vergkel (1438), Werkil (um 1450), Werckel (1469), Werckil (1482), Werckle (1499) und Werckell (1575/85). ([https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4342 Werkel, Schwalm-Eder-Kreis, im Historischen Ortslexikon Hessen])&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ort war [[Landgrafschaft Hessen|landgräflich-hessisch]], aber verschiedene nordhessische [[Adel|Adlige]] und auch kirchliche Institutionen hatten zu verschiedenen Zeiten dort Besitz oder Einkünfte, so u.&amp;amp;nbsp;a. das [[Bistum Mainz|Erzstift Mainz]], das [[Fritzlarer Dom|Petristift Fritzlar]], das [[Kloster Breitenau]], das Hospital und [[Augustinerinnenkloster Fritzlar]], sowie Mitglieder der Geschlechter derer von [[Holzhausen (Hahn)#Geschichte|Holzhausen]], von [[Löwenstein (Adelsgeschlecht)|Löwenstein]], von [[Falkenberg (hessisches Adelsgeschlecht)|Falkenberg]], von [[Burgstall Linne#Geschichte|Linne]], von [[Holzheim (Fritzlar)#Geschichte|Holzheim]], von [[Dalwigk]], von [[Hertingshausen (Adelsgeschlecht)|Hertingshausen]] und von [[Wildungen (Adelsgeschlecht)|Wildungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mindestens viermal wurde das Dorf im Mittelalter und der frühen Neuzeit weitgehend oder zu großen Teilen zerstört. Am 21. oder 22. Juli 1427 wurde der Ort, wie auch andere Dörfer der Umgebung, während des [[Mainzisch-Hessischer Krieg|Mainzisch-Hessischen Kriegs]] von aus Fritzlar kommenden Truppen des Mainzer Erzbischofs [[Konrad von Dhaun]] ausgeplündert und vollständig verwüstet, danach jedoch wieder aufgebaut. Während der [[Hessen-Paderbornische Fehde|Hessen-Paderbornischen Fehde]] (1464–1471) brannten [[Hochstift Paderborn|Paderborner]] [[Söldner]] im Jahre 1466 Werkel, Obermöllrich und [[Züschen (Fritzlar)|Züschen]] nieder. Auch im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] (1618–1648) erlitt das Dorf schwere Verwüstungen. Und im Jahre 1792 wütete eine Feuersbrunst im Ort. Jedes Mal wurde der Ort wieder aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1702 wurde auf einer inzwischen herrenlosen und im Dreißigjährigen Krieg [[Wüstung|wüst]] gewordenen Brandstätte wenige Meter südlich der Kirche ein kleines Haus als Schule errichtet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war der Schulraum jedoch viel zu klein und ein Neubau wurde an der Steinbinge gebaut. 1895 zog die Schule in das neue Gebäude ein, das in gemischter Bauweise aus Fachwerk und Backstein-Sichtmauerwerk errichtet worden war. Bei einer aufwendigen Sanierung und Modernisierung im Jahr 1959 wurde das inzwischen unansehnlich gewordene Schulhaus (abgesehen von den weiterhin zu sehenden Fachwerkbalken) weiß verputzt und in der Folge liebevoll-spaßhaft „das Weiße Haus“ genannt. 18 Jahre später, nach der Gebietsreform und der nachfolgenden Schulreform, wurde die Schule geschlossen und danach zum [[Dorfgemeinschaftshaus]] umgebaut. Am 4. September 1982 wurde es seiner neuen Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1906 wurden die ersten Wasserleitungen in örtliche Haushalte verlegt, und 1919 erfolgte der Anschluss des Dorfes an das Elektrizitätsnetz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]], am [[Karsamstag]], dem 31. März 1945, wurde Werkel von [[United States Army|amerikanischen Truppen]] zu mehr als 60 Prozent durch [[Artillerie]]feuer, [[Jagdflugzeug|Jagdfliegerbeschuss]] und anschließende schwere Kampfhandlungen und [[Brand|Brände]] zerstört, als eine deutsche [[Kampfgruppe]], unterstützt von einigen [[Panzer]]n des Typs [[Panzerkampfwagen VI Tiger II|Tiger II]] der aus Kassel gekommenen 3. Kompanie der [[Schwere Panzer-Abteilung#Schwere Panzer-Abteilung 501|schweren Panzer-Abteilung 501]], die Spitzen der vorrückenden [[6th Armored Division (Vereinigte Staaten)|6. amerikanischen Panzerdivision]] in ein Gefecht verwickelte und viele Stunden lang aufhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.super6th.org/tank68/tank68_7.htm |titel=6 AD, 68th Tank Bn. -- Siegfried Line |sprache=en-US |abruf=2022-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das ermöglichte den letzten Verteidigern von Fritzlar ([[Infanterie-Division Jütland|Infanterie-Division „Jütland“]]), sich abzusetzen, und im rückwärtigen Gebiet konnte eine neue Front zur Verteidigung [[Kassel]]s errichtet werden. Der Kommandeur der deutschen Kampfgruppe, [[Oberstleutnant]] Bremm, wurde daraufhin als letzter Soldat der [[Wehrmacht]] für die Verleihung der Schwerter des [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes|Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes]] nominiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wingolf Scherer, Ernst-Detlef Broch |Titel=Untergang. Kampf und Vernichtung der 277. Division in der Normandie und in der Eifel |Verlag=Helios |Datum=2005-10-17 |ISBN=393820818X |Seiten=228-231}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Ergebnis war Werkel jedoch der einzige Ort weit und breit, der einen so hohen Zerstörungsgrad und so große Opferzahlen infolge der Kriegseinwirkungen zu beklagen hatte. Die genaue Zahl der militärischen Todesopfer ist unbekannt; mindestens 6 Zivilisten verloren ihr Leben, und Hunderte von Tieren verendeten in den Flammen. Auch die Kirche wurde weitgehend zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg entstanden Neubaugebiete in den 1960er Jahren am östlichen Ortsrand, ab 1970 südwestlich auf der sogenannten Steinbinge und am Hilgenstein, in den 1990er Jahren am Jakobsbörnchen und seit 2001 südlich des Dorfes am Ellergarten. Am nördlichen und nordwestlichen Dorfrand blieb die historisch gewachsene Bebauungsgrenze bis heute bestehen. Insgesamt hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg die Ortsbebauung flächenmäßig in etwa verdoppelt, obwohl die Einwohnerzahl eher geringfügig gestiegen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin [[selbständige Gemeinde]] Werkel im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] auf freiwilliger Basis in die Stadt Fritzlar [[Eingemeindung|eingemeindet]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=STAZ |hrsg=Der Hessische Minister des Inneren |titel=Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen |nr=01 |jahr=1972 |datum=1971-12-14 |seite=5 |seiten=5 |fundstelle=Punkt 8; Abs. 58. |kbytes=4820}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seiten=392}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Werkel wurde, wie für die übrigen Stadtteile, ein [[Ortsbezirk]] mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]] eingerichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.fritzlar.de/rathaus-politik/service/recht-haushalt/ortsrechtssammlung/04-hauptsatzung.pdf?cid=4t1 |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;8 |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Fritzlar |format=pdf;&amp;amp;nbsp;129&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2023-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Werkel Kirche.jpg|mini|Dorfkirche in Werkel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mauerportal an der Kirche zu Werkel.jpg|mini|Spitzbogentor an der Kirche von 1508. Deutlich erkennbar ist der farbliche Unterschied zwischen dem historischen Kirchturm und dem nach 1945 wiederaufgebauten Kirchenschiff.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wann die erste Kirche oder Kapelle in Werkel erbaut wurde, ist nicht bekannt. Urkundlich wird eine „capella in Werckele“ im Jahre 1254 erstmals erwähnt, als der [[Bistum Mainz|Mainzer]] [[Erzbischof]] [[Gerhard I. von Dhaun|Gerhard]] sie dem Hospital in Fritzlar zuwies. Nach ihrer Zerstörung 1466 durch [[Bistum Paderborn|Paderborner]] Truppen wurde sie im Jahre 1508 wieder aufgebaut; aus dieser Zeit sind bis heute der 17,5 m hohe [[Turmschaft]] und ein Spitzbogentor an der Nordseite der Kirchhofmauer erhalten geblieben. Beim Wiederaufbau nach dem Dreißigjährigen Krieg im Jahre 1708 erhielt der erhalten gebliebene Kirchturm einen 36 m hohen, spitzen [[Helm (Architektur)|Turmhelm]],&amp;lt;ref&amp;gt;Er entsprach architektonisch dem noch existierenden Kirchturm von [[Grifte]].&amp;lt;/ref&amp;gt; der allerdings schief stand und bis zur Zerstörung im März 1945 das Bild des Dorfes prägte. Im Barock erhielten die Emporen eine Bemalung mit Emblemen nach Vorlage der „Emblemata Sacra“ des Theologen Daniel Cramer, die Texte dazu wurde von dem aus [[Melsungen]] stammenden Theologen Conrad Bachmann übersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Götz J. Pfeiffer |Titel=Rätselhafte Bilder und altertümliche Zitate. Barocke Malereien in den evangelischen Kirchen zu Dorla und Werkel nach den „Emblemata sacra“ des Daniel Cramer |Sammelwerk=Schwälmer Jahrbuch |Datum=2023 |Seiten=118-123}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Wiederaufbau der kriegszerstörten Kirche wurde 1951 begonnen, und schon 1953 fanden die Gottesdienste wieder in der Kirche statt. 1971 wurde, nach gründlicher Renovierung des Turms, das Notdach entfernt und ein neuer pyramidenförmiger Helm aufgesetzt, der allerdings nur noch 5 m hoch ist. 1957 erhielt die [[Kirchengemeinde]] als Geschenk des Künstlers [[Hans Gottfried von Stockhausen]] das 65 cm × 140 cm große [[Bleiglasfenster]] [[Christus der Weltenrichter]] im Altarraum. Das Werk ist der einzige Schmuck in dem ansonsten schlicht gehaltenen Kirchenraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie die Kirche hatte auch ihr zweistimmiges [[Kirchenglocke|Geläut]] eine bewegte Geschichte. Die älteste erhaltene Glocke von 1511 schmolz bei der Zerstörung des Turmhelms 1945. Die zweite Glocke war 1827 von dem Kasseler [[Stückgießer]] Henschel gegossen worden und galt als musikalisch wertvoll. 1940 wurde sie entfernt und zur Einschmelzung für die Rüstungsindustrie vorgesehen; allerdings überlebte sie den Krieg auf einem sogenannten [[Glockenfriedhof]] in [[Hamburg-Veddel]] und kehrte 1948 zurück. Als Ersatz für die geschmolzene Glocke erhielt die Kirche 1953 eine ausrangierte Glocke der Kirche in [[Mosheim (Malsfeld)|Mosheim]] aus Eisenhartguss, die von 1921 stammte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gerhard Riedemann |url=https://www.archiv-malsfeld.de/archive/malsfeld/mosheim/kirche_religion/Kirchengebaeude/1921_0717_Ev_Kirche_Glocken_Mo.pdf |titel=Die Kirchenglocken |werk=Archiv Malsfeld |abruf=2022-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem sie aufgrund von Rissbildungen gegen Ende der 1960er Jahre nicht mehr geläutet werden durfte, wurde sie 1970 durch einen Neuguss der Gießerei [[Petit &amp;amp; Gebr. Edelbrock]] in [[Gescher]] ([[Westfalen]]) ersetzt. Das Geläut erklingt in den Tonlagen f&amp;#039; und b&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Manfred Schaake |url=https://www.hna.de/lokales/fritzlar-homberg/fritzlar-ort45393/ihr-klang-gehoert-zu-werkel-erstmals-seit-august-werden-ostern-wieder-die-kirchenglocken-laeuten-90313203.html |titel=Ihr Klang gehört zu Werkel: Erstmals seit August werden Ostern wieder die Kirchenglocken läuten |hrsg=HNA |datum=2021-04-02 |sprache=de |abruf=2022-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerstruktur 2011&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Erhebungen des [[Zensus 2011]] lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Werkel 768 Einwohner. Darunter waren 6 (0,8 %) Ausländer.&lt;br /&gt;
Nach dem Lebensalter waren 126 Einwohner unter 18 Jahren, 330 zwischen 18 und 49, 174 zwischen 50 und 64 und 135 Einwohner waren älter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Einwohner lebten in 321 Haushalten. Davon waren 87 [[Alleinstehender|Singlehaushalte]], 90 [[Ehe|Paare]] ohne Kinder und 111 Paare mit Kindern, sowie 27 [[Alleinerziehender|Alleinerziehende]] und 6 [[Wohngemeinschaft]]en. In 54 Haushalten lebten ausschließlich [[Senior]]en und in 222 Haushaltungen lebten keine Senioren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerentwicklung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Quelle: Historisches Ortslexikon&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1575/85: || 47 [[Hausgesess]]e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1639: || 24 verheiratete, 6 verwitwete Hausgesesse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1682: || 43 Hausgesesse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1735: || 24 verheiratete, 6 verwitwete &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1742: || 42 {{Bruch|1|2}} Häuser&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1744: || 344 Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1747: || 43 Hausgesesse&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Werkel |width=450|float=none|maxEinwohner=800&lt;br /&gt;
|524|572|599|594|532|529|500|478|500|460|454|449|524|518|721|701|617|608|624&lt;br /&gt;
|vor1834=()&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,?)(1980,-1)(1990,-1)(2000,-1)(2011,768)(2015,803)(2020,808)&lt;br /&gt;
|quelle=LAGIS&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; Stadt Fritzlar&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW&amp;quot; /&amp;gt;; [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Historische Religionszugehörigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Quelle: Historisches Ortslexikon&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1861: || alle Einwohner [[Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelisch]], außer einem [[Römisch-katholische Kirche|Katholiken]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1885: || 499 evangelische (= 99,80 %), ein  katholischer (= 0,20 %) Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961: || 542 evangelische (= 89,59 %), 53 katholische (= 7,76 %) Einwohner&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Historische Erwerbstätigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961 || Erwerbspersonen: 165 Land- und Forstwirtschaft, 89 Produzierendes Gewerbe, 26 Handel und Verkehr, 33 Dienstleistungen und Sonstiges&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Der Ortsbeirat besteht aus sieben Mitgliedern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot; /&amp;gt; Bei den [[Kommunalwahlen in Hessen 2021]] betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Werkel 63,38 %. Alle derzeitigen Mitglieder gehörten der Liste „Wir für Werkel“ an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://votemanager-ks.ekom21cdn.de/2021-03-14/06634005/html5/Ortsbeiratswahl-Hessen-_366_-Ortsbezirk-Werkel.html |titel=Ortsbeiratswahl Werkel |werk=Votemanager |hrsg=Stadt Fritzlar |abruf=2023-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ortsbeirat wählte Alfred Klinge zum Ortsvorsteher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fritzlar.de/leben-wohnen/stadtteile/Werkel/ |titel=Stadtteil Werkel |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Fritzlar |abruf=2023-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Gottfried von Stockhausen|Stockhausens]] Glasfenster „[[Christus der Weltenrichter]]“ in der [[Wehrkirche]]&lt;br /&gt;
* Der Hilgenstein, ein [[Menhir]] am südwestlichen Ortsrand&lt;br /&gt;
* Sühnekreuz aus rotem Sandstein an der Landesstraße 3950 (ehemalige B 3) (GPS: N 51° 9,170&amp;#039; O 9° 18,063&amp;#039;), vermutlich zur Erinnerung an eine mittelalterliche Mordtat (GPS: N 51° 9,170&amp;#039; O 9° 18,063&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.suehnekreuz.de/hessen/werkel.htm |titel=Werkel / OT von Fritzlar |werk=Suehnekreuz.de |abruf=2022-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Elke Leonhard]] (* 1949 in Werkel; † 2025), deutsche Politikerin (SPD) und Publizistin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=4342|titel=Werkel, Schwalm-Eder-Kreis |datum=2022-12-01}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_c.pdf#page=36 |seiten=32 und 86 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |abruf=2022-03 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,0&amp;amp;nbsp;MB |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201027061845/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_c.pdf#page=40 |archiv-datum=2020-10-27 |offline=1}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=https://www.fritzlar.de/rathaus-politik/service/recht-haushalt/haushalt/haushaltsplan-2022.pdf?cid=86x#page=32 |titel=Haushaltsplan der Stadt Fritzlar 2022 |titelerg=Vorbericht |seiten=32 |abruf=2023-07}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anneliese Pachali: &amp;#039;&amp;#039;Werkel von den Anfängen bis heute&amp;#039;&amp;#039;. Baunatal 1986&lt;br /&gt;
* {{HessBib |PPN=116332026 |GND=3025991-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.suehnekreuz.de/hessen/werkel.htm &amp;#039;&amp;#039;Werkel.&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Stadt Fritzlar.&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=4342|titel=Werkel, Schwalm-Eder-Kreis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Fritzlar}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=3025991-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Werkel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsbezirk von Fritzlar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Schwalm-Eder-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Schwalm-Eder-Kreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1219]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1971]]&lt;/div&gt;</summary>
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