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	<title>Werk Valmorbia - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T10:58:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werk_Valmorbia&amp;diff=1961692&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2024-01-10T19:38:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Heutiger Zustand: &lt;/span&gt; https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Werk Valmorbia von italienischer Seite aufgenommen. (BildID 15587581).jpg|mini|Frontseite des Werks Valmorbia während des Ersten Weltkrieges]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werk Valmorbia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war das letzte begonnene [[Fort|Festungswerk]] des [[Österreichische Festungswerke an der Grenze zu Italien|Sperrriegels]] an der Reichsgrenze zu Italien. Italienischerseits wird die Anlage &amp;#039;&amp;#039;„Forte Pozzacchio“&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Das Werk liegt im [[Vallarsa]] (Brandtal) auf halbem Weg zwischen den Ortschaften Valmorbia und Pozzacchio über der heutigen Staatsstraße SS&amp;amp;nbsp;46 in einer Höhe von 906&amp;amp;nbsp;NN an den südwestlichen Ausläufern des [[Pasubio]]. Es hatte die Aufgabe, das Vallarsa gegen einen Durchbruch aus Richtung [[Schio]] nach [[Rovereto]] abzuriegeln und so das [[Etschtal]] abzusichern. Die Anlage war Bestandteil der sogenannten „Etsch-Arsa-Sperre“, deren Bau nicht mehr realisiert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
Da das Tal der [[Etsch]] mit seinen angrenzenden Bereichen sprichwörtlich der weiche (und unbefestigte) Unterleib [[Österreich-Ungarn]]s gegen den misstrauisch beobachteten Verbündeten Italien war&amp;amp;nbsp;– die Sperrgruppen [[Forte Rivoli|Rivoli]] und [[Pastrengo]] an der [[Veroneser Klause]] waren 1866 an Italien gefallen&amp;amp;nbsp;– begannen im Jahre 1906 auf Anregung des Generalstabschefs [[Franz Conrad von Hötzendorf|Conrad von Hötzendorf]] erste Planungen zum Bau einer neuen Sperrgruppe. Diese sollte aus den Werken „Valmorbia“, „Mattasone“, „Coni Zugna“, „Pasubio“, „Cornale“ und „Vignola“ bestehen. Valmorbia und die Werke „Mattasone“&amp;lt;ref&amp;gt;Koordinate Mattasone {{Coordinate|text=/|NS=45/48/21/N|EW=11/3/42/E|type=landmark|region=IT-TN|name=Coni Zugna}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und „Coni Zugna“ sollten dabei das Vallarsa abriegeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauweise ==&lt;br /&gt;
Fortlaufende Änderungs- und Umwidmungswünsche verzögerten die Bauarbeiten erheblich, sodass bei Kriegsbeginn mit Italien am 23. Mai 1915 die Anlage nur zum Teil fertiggestellt war. Bereits die neuesten Erkenntnisse berücksichtigend, wurde das Werk als Kavernenanlage in einen hoch aufragenden Felskegel über dem Vallarsa eingebaut. Die Hohlräume wurden durch Sprengungen gewonnen. Aus [[Beton]] wurden nur noch kleinere Sicherungsabschnitte und die unverzichtbaren Elemente wie beispielsweise die [[Geschützbrunnen]] mit den [[Vorpanzer]]n ausgeführt. Die auf das Fort zulaufende Werkstraße führt durch Tunnel und Galerien, die in das Verteidigungssystem mit einbezogen waren. Das Hauptwerk selbst wird durch einen Kehlgraben abgeriegelt. Fertiggestellt war zu diesem Zeitpunkt eine Beobachtungskuppel und ein Panzerturm mit verstärkter Kuppel und Vorpanzer&amp;lt;ref&amp;gt;der Werke auf der Hochfläche von Lavarone/Folgaria&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Aufnahme einer [[10-cm-Turmhaubitze T.H. M.9]]. Man musste auf diese Geschütze zurückgreifen, da die geplante [[15-cm-Turmhaubitze 1|15-cm-Turmhaubitze]] noch nicht zur Verfügung stand. Der zweite Panzerturm war&amp;lt;ref&amp;gt;Die beiden Haubitzen wurden später im Lobbiatal eingesetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wie die Anlagen für die Kasemattgeschütze, noch nicht fertiggestellt. Ein Innenausbau war noch nicht erfolgt, sodass sich die spätere Kriegsbesatzung mit Provisorien behelfen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk Valmorbia im Ersten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Bei Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] im Juli 1914 wurde das unfertige Werk zunächst besetzt, musste aber bei Beginn der Angriffsoperationen den anrückenden Italienern der „Brigata Roma“ (79.&amp;amp;nbsp;und 80.&amp;amp;nbsp;Infanterieregiment) überlassen werden. Die Österreicher zogen sich in die vorbereiteten Verteidigungsstellungen vor Rovereto zurück. Nach der [[Österreich-Ungarns Südtiroloffensive 1916|Südtiroloffensive]] im Jahre 1916 fiel das von den Italienern weiter aus- und umgebaute Festungswerk wieder in österreichische Hände und verblieb dort bis zum Kriegsende. In dieser Zeit wurden weitere Umbauten durchgeführt, die mit den eigentlichen Festungsbauplänen nichts zu tun hatten und nur den Bedürfnissen des Moments angepasst waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Überfall auf Werk Valmorbia im Juni 1916 ==&lt;br /&gt;
In der Nacht vom 28. auf den 29. Juni 1916 unternahmen die Italiener den Versuch, das von der 4.&amp;amp;nbsp;Kompanie des [[k.k. Landesschützen-Regiment „Trient“ Nr. I|Landeschützenregiments Nr. I]] unter dem [[Oberleutnant]] Alfred Enrich besetzte Werk im Handstreich einzunehmen. Dazu schickten sie in der Dunkelheit eine Marschkolonne gegen das Fort, in der sich einige deutschsprachige und sich laut unterhaltende Soldaten befanden. Es gelang ihnen mit Hilfe dieser [[Strategie (Militär)|Kriegslist]], die Vorposten zu überrumpeln&amp;amp;nbsp;– ohne jedoch verhindern zu können, dass einer von ihnen noch Alarm auslösen konnte. Den 60 Mann der Werksbesatzung gelang es zunächst in erbitterten Nahkämpfen, die eingedrungenen Italiener aus den Kavernen hinauszudrängen. Im weiteren Verlauf kämpften sich die Landesschützen gegen die sie regelrecht belagernden Angreifer ins Freie, wo sie diese nach stundenlangem Gefecht aufreiben konnten. Für diese Tat wurde dem Kompaniekommandanten, Oberleutnant Enrich, der [[Militär-Maria-Theresia-Orden]],&amp;lt;ref&amp;gt;Die Kaserne des österreichischen Bundesheeres in Kufstein wurde nach Enrich benannt.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie an mehrere Soldaten Goldene und Silberne [[Ehren-Denkmünze für Tapferkeit (Österreich)|Tapferkeitsmedaillen]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Nach dem Kriegsende war es bis 1927 Teil der Liegenschaften der italienischen Armee und wurde dann der allgemeinen staatlichen Verwaltungsbehörde unterstellt. 1932 wurden die Eisenteile an eine staatliche Einrichtung für den Aufbau Süditaliens („Opera Nazionale per il Mezzogiorno d’Italia“) verkauft. Später kam die Anlage an Privatpersonen. In den folgenden Jahrzehnten ging der Ausbau der wiederverwertbaren Teile weiter, während die umliegenden Flächen als Weideland genutzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Restaurierung und Sanierung des Werkes ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 erwarb die Gemeinde [[Trambileno]] das ehemalige Werksgelände und im November 2010 begannen umfangreiche Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten, die im Sommer 2012 abgeschlossen waren.&lt;br /&gt;
Bei diesen Arbeiten wurde die Anlage von Schutt und Geröll befreit sowie Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Durch den Einbau von Metallfußböden und seitlichen Begrenzungen in einigen Kavernen wurde versucht, die ursprünglich dort vorgesehenen Holzbaracken nachzuempfinden. Eine Stahltreppe führt auf den oberen Teil des Werkes, wo mit Hilfe eines Laufsteges der Korridor nachgeahmt wurde, der die einzelnen Panzerkuppeln miteinander verbinden sollte.&lt;br /&gt;
Um dem Umstand zu unterstreichen, dass das Werk nicht fertiggestellt wurde, wurden alle bei der Restaurierung eingefügten Bauteile mit einem Schutzlack aus intensiver oranger Farbe angestrichen.&lt;br /&gt;
Instandgesetzt und abgesichert wurde auch die ehemalige Werksstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutiger Zustand ==&lt;br /&gt;
Seit Mai 2015 haben Besucher wieder Zutritt zum Werk Valmorbia (Eintritt). Im Innen- und Außenbereich sind mehrsprachige Informationstafeln zur Geschichte des Werkes und seiner einzelnen Bereiche aufgestellt worden. Der Innenbereich ist elektrisch beleuchtet. Der Besucherparkplatz befindet sich am Beginn der Werksstraße knapp vor dem Ortseingang von Pozzacchio, von hier sind es 20 Minuten zu Fuß bis zur Anlage.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fortepozzacchio.it/?option=com_k2&amp;amp;view=item&amp;amp;id=382%3Ainformazioni-utili-per-la-visita&amp;amp;Itemid=524 Informationen zu Öffnungszeiten und Eintritt]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen &amp;amp; Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wilhelm Nußstein: &amp;#039;&amp;#039;Dolomiten. Österreichische Festungen in Oberitalien. Von den Sieben Gemeinden bis zur Flitscher Klause.&amp;#039;&amp;#039; Mittler, Hamburg u.&amp;amp;nbsp;a. 1997, ISBN 3-8132-0496-0, (&amp;#039;&amp;#039;Militärgeschichtlicher Reiseführer&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Erwin Anton Grestenberger: &amp;#039;&amp;#039;K.u.k. Befestigungsanlagen in Tirol und Kärnten 1860–1918.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Österreich u.&amp;amp;nbsp;a., Wien 2000, ISBN 3-8132-0747-1.&lt;br /&gt;
* [[Heinz Lichem|Heinz von Lichem]]: &amp;#039;&amp;#039;Spielhahnstoß und Edelweiß. Die Friedens- und Kriegsgeschichte der Tiroler Hochgebirgstruppe „Die Kaiserschützen“ von ihren Anfängen bis 1918, K.k. Tiroler Landesschützen-Kaiserschützen-Regimenter Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3.&amp;#039;&amp;#039; Stocker, Graz u.&amp;amp;nbsp;a. 1977, ISBN 3-7020-0260-X.&lt;br /&gt;
* Kompass Carta turistica 101 &amp;#039;&amp;#039;Rovereto Monte-Pasubio.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-87051-103-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Forte Pozzacchio|Werk Valmorbia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=45/49/34/N |EW=11/5/19/E |type=landmark |region=IT-TN}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste österreichische Festungswerke an der Grenze zu Italien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichisches Festungswerk an der Grenze zu Italien|Valmorbia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung im Trentino|Valmorbia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Europa|V]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Trambileno]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vallarsa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pasubio]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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