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	<title>Werdorf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T12:34:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werdorf&amp;diff=609001&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Politik und Gerichtsbarkeit */ Tippfehler</title>
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		<updated>2026-04-13T22:40:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Politik und Gerichtsbarkeit: &lt;/span&gt; Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Aßlar&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = DEU Werdorf COA.svg&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50/35/58/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 08/25/02/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-HE&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 168 &amp;lt;!-- Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 12.03&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 3084 &amp;lt;!-- hier nur Hauptwohnsitze --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2023-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.asslar.de/uber-asslar/einwohnerzahlen/ |titel=Einwohnerzahlen und Stadtteile |hrsg=Stadt Aßlar |abruf=2024-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1977-01-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 35614&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 06443&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werdorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Stadtteil der Kleinstadt [[Aßlar]] im [[Mittelhessen|mittelhessischen]] [[Lahn-Dill-Kreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dill bei Asslar.jpg|mini|Die [[Dill (Fluss)|Dill]] bei Werdorf]]Werdorf liegt im Tal der [[Dill (Fluss)|Dill]], gegenüber von [[Berghausen (Aßlar)|Berghausen]] und zwischen dem [[Westerwald]] (Westen) und dem [[Gladenbacher Bergland]] (Osten), mitten im [[Lahn-Dill-Gebiet]]. Im Westen liegt [[Ehringshausen]], im Süden [[Berghausen (Aßlar)|Berghausen]] und im Osten die Kernstadt von Aßlar. Im Norden wird der Ort von Wald mit dem 333 m hohen &amp;#039;&amp;#039;Behlkopf&amp;#039;&amp;#039; umgeben. Die nächste größere Stadt ist [[Wetzlar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Historische Namensformen ===&lt;br /&gt;
In erhaltenen Urkunden wurde Werdorf unter den folgenden [[Ortsname]]n erwähnt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wertorph, in&amp;#039;&amp;#039; (772/3) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3119 = 3687b]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Werdorpher, in marca&amp;#039;&amp;#039; (772/3) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3119 = 3687b]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wertorph, in villa&amp;#039;&amp;#039; (782) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3105 = 3704c]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wertdorf&amp;#039;&amp;#039; (782) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3105 = 3704c]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wertorph, in&amp;#039;&amp;#039; (790) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3185 ]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wertorph, in villa&amp;#039;&amp;#039; (790) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3106 = 3714b]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wertorpher, in marca&amp;#039;&amp;#039; (790) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3106 = 3714b]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wertdorf, in&amp;#039;&amp;#039; (802/817) [XII Jh. Codex Eberhardi 1 I, 156 ra [62], S. 271 = Dronke, Traditiones Capitulum 6 Nr. 62, S. 37]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wertorph, in villa&amp;#039;&amp;#039; (817) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3103 = 3729c]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Werdorph, in villa&amp;#039;&amp;#039; (817) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3103 = 3729c]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Werhtorf&amp;#039;&amp;#039; (1150) [Fälschung Wyss, Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei 3, Nr. 1336, S. 311–313]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gründungslegende ===&lt;br /&gt;
Zur Gründung und Namensgebung von Werdorf gibt es eine Legende, die etwa wie folgt erzählt wird:&lt;br /&gt;
Es waren einmal zwei Gräfinnen, die an einen Ort an der Dill ritten. Ihnen gefiel dieser Ort, und sie ließen sich hier ein Schloss bauen. Als nun die Handwerker hier wohnten, sagte die eine: „Es werde eine Stadt!“ Die andere widersprach: „Nein, es werde ein Dorf!“&lt;br /&gt;
Und so wurde aus „Werd-Dorf“ der Name Werdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsgeschichte ===&lt;br /&gt;
In der [[Bronzezeit]] siedelten Menschen an dem den Ort durchfließenden Schönbach, da dieser leichter zu überqueren war (oder bei Hochwasser sicherer war) als die Dill.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 772 wurde die Ortschaft Werdorf im [[Lorscher Codex]] soweit bekannt erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich vom altgermanischen &amp;#039;&amp;#039;Wero&amp;#039;&amp;#039; ab, was „Mann“ bedeutet. Es war im 8./9. Jahrhundert im Besitz des Klosters Lorsch und bildete eine eigene [[Mark (Territorium)|Mark]], die zeitweilig auch zum [[Bistum Speyer]] gehörte. Die Vogtei wurde 1255 im Zuge des [[Münzenberger Erbschaft]]sstreits an die Grafen von Sponheim verkauft. Graf [[Johann I. (Sponheim-Starkenburg)|Johann I. von Sponheim]] und sein Sohn Gottfried gaben diesen Besitz an die Grafen Heinrich und Marquard von [[Solms (Adelsgeschlecht)#Königsberg-Hohensolms|Solms-Königsberg]] zu [[Lehnswesen|Lehen]]. Mittelpunkt des Ortes war die solmsische Vogtei mit einem herrschaftlichen Hof, auf dem im 14. Jahrhundert ein 1367 letztmals erwähntes [[Festes Haus]] und dann in den Jahren 1686–1690 das heutige Schloss errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchlich war Werdorf dem nahegelegenen [[Dillheim]] zugeordnet, bis im Zusammenhang mit der Errichtung des Schlosses auch eine eigene [[Pfarrei]] 1686 entstand, der das nahegelegene Berghausen als Filiale beigeordnet war. Seit dem 18. Jahrhundert sind des Weiteren jüdische Einwohner nachgewiesen. So existierten sowohl eine Synagoge als auch ein [[Jüdischer Friedhof]]. Außerdem entstanden eine Religionsschule und eine [[Mikwe]]. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts sank die Zahl der jüdischen Einwohner, so dass im Jahre 1908 die jüdische Gemeinde, noch bestehend aus 4 jüdischen Einwohnern, aufgelöst wurde. Das jüdische Gotteshaus wurde im Jahr 1979 abgerissen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alemannia-judaica.de/werdorf_synagoge.htm &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der jüdischen Gemeinde Werdorf&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der zwischen 1888 und 1941 genutzte Friedhof (Breitenbacher Straße) mit 1020 m² ist erhalten geblieben. In dieser Zeit wurden rund 50 Personen beigesetzt, neben Juden aus Werdorf auch jüdische Bewohner von Ehringshausen und [[Kölschhausen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alemannia-judaica.de/marburg_lahn-dill-kreis_friedhoefe.htm#Aßlar%20-Werdorf &amp;#039;&amp;#039;Der Jüdische Friedhof in Werdorf&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hessische Gebietsreform (1970–1977)&lt;br /&gt;
Die bis dahin [[selbständige Gemeinde]] Werdorf wurde im Zuge der [[Hessische Gebietsreform|hessischen Gebietsreform]] zum 1. Januar 1977 kraft Landesgesetz in die Gemeinde Aßlar [[Eingemeindung|eingegliedert]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL |typ=GVBL |hrsg=Der Hessische Minister des Inneren |titel=Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen (GVBl. II 330–28) |nr=17 |jahr=1974 |datum=1974-05-13 |seite=1 |seiten=237ff |fundstelle=§&amp;amp;nbsp;17 |kbytes=1200}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Großgemeinde]] erhielt ein Jahr später, am 16. November 1978, die [[Stadtrechte]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seite=383}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Werdorf wurde wie für alle Ortsteile von Aßlar ein [[Ortsbezirk]] eingerichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.asslar.de/downloads/dyn/1274/hauptsatzung.pdf |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;5|werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Aßlar |format=PDF;&amp;amp;nbsp;323&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2024-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgeschichte im Überblick ===&lt;br /&gt;
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Bis zur [[Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung]] waren die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] und frühen Gerichte sowohl [[Gericht]] als auch [[Öffentliche Verwaltung|Verwaltungsorgan]].&amp;lt;/ref&amp;gt; denen Werdorf angehört(e):&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=land_hessen.html|name=Land Hessen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 772/3: [[Lahngau]]; Werdorfer Mark (&amp;#039;&amp;#039;in pago Logenehe; in Werdorpher marca&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* 790: Erdaer Mark (&amp;#039;&amp;#039;in Erdeher marca&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* vor 1806: [[Heiliges Römisches Reich]], Fürstentum [[Solms-Braunfels]], Anteil der Grafschaft [[Solms (Adelsgeschlecht)|Solms]], [[Amt Greifenstein]]&lt;br /&gt;
* ab 1806: [[Herzogtum Nassau]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;[[Mediatisierung]] infolge der [[Rheinbundakte]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Amt Greifenstein&lt;br /&gt;
* ab 1816: [[Königreich Preußen]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge der Beschlüsse des [[Wiener Kongress]]es.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Provinz Großherzogtum Niederrhein]], [[Regierungsbezirk Koblenz]], [[Kreis Braunfels]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;PR&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;1815: Abtrennung der Justiz (standesherrliches Justizamt Greifenstein).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1822: Königreich Preußen, [[Rheinprovinz]], Regierungsbezirk Koblenz, [[Kreis Wetzlar]]&lt;br /&gt;
* ab 1866: [[Norddeutscher Bund]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche [[Bundesstaat (föderaler Staat)|Bundesstaat]] unter der Führung [[Königreich Preußen|Preußens]]. Er war die [[Geschichte Deutschlands|geschichtliche]] Vorstufe des [[Deutsche Reichsgründung|Deutschen Reichs]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;1849: Endgültige Trennung zwischen Justiz ([[Kreisgericht Wetzlar]]) und Verwaltung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1871: [[Deutsches Reich]], Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar&lt;br /&gt;
* ab 1918: Deutsches Reich ([[Weimarer Republik]]), [[Freistaat Preußen]], Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar&lt;br /&gt;
* ab 1932: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, [[Provinz Hessen-Nassau]], [[Regierungsbezirk Wiesbaden]], Kreis Wetzlar&lt;br /&gt;
* ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, [[Provinz Nassau]], Kreis Wetzlar&lt;br /&gt;
* ab 1945: [[Amerikanische Besatzungszone]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Groß-Hessen]], Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar&lt;br /&gt;
* ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, [[Hessen]], Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar&lt;br /&gt;
* ab 1949: [[Bundesrepublik Deutschland]], Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar&lt;br /&gt;
* ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, [[Regierungsbezirk Darmstadt]], Kreis Wetzlar&lt;br /&gt;
* ab 1977: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, [[Lahn-Dill-Kreis]], Stadt Aßlar&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Am 1. Januar 1971 wurde Werdorf als [[Ortsbezirk]] nach Aßlar eingegliedert.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, [[Regierungsbezirk Gießen]], Lahn-Dill-Kreis, Stadt Aßlar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortswappen von Werdorf ===&lt;br /&gt;
[[Datei:DEU Werdorf COA.svg|mini|Das Ortswappen von Werdorf – Roter Löwe mit blauer Zunge, angelehnt an den Solmser Löwen.]]&lt;br /&gt;
Werdorf war im Mittelalter ein bedeutender Ort an der unteren Dill und einer der Verwaltungsmittelpunkte der Grafschaft Solms. Das Wappen zeigt einen roten Löwen mit blauer Zunge. Dieser ist mit geringen stilistischen Abweichungen der Löwe des Solmser Wappens und zeigt somit nicht nur die Ortsherrschaft der Solmser, sondern auch die Gerichtshoheit der Grafen von Solms. Ein urkundlicher Nachweis findet sich bereits im Jahre 1513, hier wird das Wappen im „Sigil des Loer Gerichtz“ (Siegel) als Werdorfer Wappenschild geführt. Man kann jedoch davon ausgehen, dass der Ursprung weiter in der Vergangenheit liegt, da das älteste noch erhaltene Loer Gerichtsbuch im Jahre 1512 begonnen wurde. Dass die „Werdorfer“ heute Kenntnis von „ihrem“ Wappen haben, verdanken sie der Lebensarbeit des Pfarrers Hermann Knodt aus Bad Nauheim, der bei seinen Studien eine Sammlung von Ortswappen aufstellte. Der einzige neuzeitliche Nachweis ist im hessischen Ortswappenbuch zu finden, aus dem Jahre 1956 (Hessisches Ortswappenbuch-Verlag: C. A. Starke Verlag).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessierte finden das Wappen unter anderem auf einem Wappenschild im [[Schloss Werdorf]] zusammen mit einer Ausgabe des Ortswappenbuches als Nachweis. Das Wappen wurde im Rahmen der 1250-Jahr-Feier vom Verein für Heimatgeschichte 1980 Werdorf e.&amp;amp;nbsp;V. im Museum der Ausstellung beigefügt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Asslar-Werdorf Dorfplatz.jpg|mini|Dorfplatz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Einwohnerstruktur 2011 ===&lt;br /&gt;
Nach den Erhebungen des [[Zensus 2011]] lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Werdorf 3171 Einwohner. Darunter waren 174 (5,5 %) Ausländer.&lt;br /&gt;
Nach dem Lebensalter waren 501 Einwohner unter 18 Jahren, 1287 zwischen 18 und 49, 669 zwischen 50 und 64 und 717 Einwohner waren älter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Einwohner lebten in 1302 Haushalten. Davon waren 357 [[Alleinstehender|Singlehaushalte]], 420 [[Ehe|Paare]] ohne Kinder und 390 Paare mit Kindern, sowie 102 [[Alleinerziehender|Alleinerziehende]] und 33 [[Wohngemeinschaft]]en. In 275 Haushalten lebten ausschließlich [[Senior]]en und in 576 Haushaltungen lebten keine Senioren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Werdorf|width=450|float=none|maxEinwohner=3000&lt;br /&gt;
|725|851|913|878|869|927|897|904|936|1021|1053|1128|1291|1431|2016|2139|2063|2137|2211&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,2291)((1980,-1)(1990,-1)(2000,-1)(2011,3171)(2015,3078)(2020,3026)&lt;br /&gt;
|quelle=LAGIS&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;; nach 2011 – Stadt Aßlar: 2015&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW2015&amp;quot; /&amp;gt;, 2020&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW2020&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Religionszugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1834: || 680 evangelische, 4 katholischen und 21 jüdische Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1961: || 1779 evangelische (= 83,25 %) und 333 (= 15,58 %) katholische Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Gerichtsbarkeit ==&lt;br /&gt;
Für Werdorf besteht ein [[Ortsbezirk]] (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Werdorf) mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern. Bei den [[Kommunalwahlen in Hessen 2021]] betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 45,37 %. Dabei wurden gewählt: drei Mitglieder der „Freien Wählergemeinschaft“ (FWG) und der [[SPD]], zwei Mitglieder des [[Bündnis 90/Die Grünen]] und ein Mitglied der [[CDU]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://votemanager-gi.ekom21cdn.de/2021-03-14/06532001/html5/Ortsbeiratswahl_Hessen_304_Ortsbezirk_Werdorf.html |titel=Ortsbeiratswahl Werdorf |werk=Votemanager |hrsg=Stadt Aßlar |abruf=2024-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ortsbeirat wählte Birger Hahn (SPD) zum Ortsvorsteher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.asslar.sitzung-online.de/public/gr020?GRLFDNR=26 |titel=Ortsbeirat Werdorf |werk=Bürgerinformationssystem |hrsg=Stadt Aßlar |abruf=2024-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ort befindet sich ein [[Ortsgericht]], das auch für den Nachbarort Berghausen zuständig ist. Werdorf liegt des Weiteren im Zuständigkeitsbereich des [[Amtsgericht Wetzlar|Amtsgerichts Wetzlar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturdenkmäler in Aßlar#Werdorf| titel1=Liste der Kulturdenkmäler in Aßlar-Werdorf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Werdorfer Schloss ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Asslar-Werdorf Schloss.jpg|mini|Werdorfer Schloss]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schloss Werdorf}}&lt;br /&gt;
In den Jahren 1680 bis 1700 wurde das Barockschloss von den Grafen zu [[Solms (Adelsgeschlecht)|Solms-Greifenstein]] erbaut. Es diente als Witwen- sowie als Sommersitz für die gräfliche Familie. Am 14. September 1701 heiratete der [[Keller (Amt)|Hofkeller]] zu Braunfels, Johann Hyppolitus von Staden, die aus Werdorf stammende Maria Katharina Schweitzer im Schloss zu Werdorf. Es war 1720 ein [[Fideikommiss]]gut und wurde seit dem Ende des 19. Jahrhunderts mehrmals als Lehranstalt genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dreigeschossige Hauptbau besitzt an der Nordseite einen übergiebelten [[Mittelrisalit]] und zwei haubenbekrönte Ecktürme mit Schießscharten. An der Südfront befindet sich ein Eingangsbau aus dem Jahr 1914, der durch den Architekten [[Carl Seiler (Architekt)|Carl Seiler]] aus [[Braunfels]] gestaltet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Denkmalpflege Hessen: [http://denkxweb.denkmalpflege-hessen.de/cgi-bin/mapwalk.pl?obj=45215&amp;amp;session=16317&amp;amp;event=Query.Details &amp;#039;&amp;#039;Werdorfer Schloss&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird das Fürstenzimmer vom Standesamt Aßlar als offizielles Trauzimmer genutzt. In den übrigen Räumen ist seit 1982 das Museum für Heimatkunde untergebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.asslar.de/freizeit-vereine-tourismus/schloss-werdorf/ |titel=Werdorfer Schloss |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Aßlar |abruf=2019-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Verein für Heimatgeschichte 1980 Werdorf: [http://103565.webhosting37.1blu.de/wb/pages/museumschloss/heimatmuseum.php &amp;#039;&amp;#039;Museum/Schloss – Heimatmuseum&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Evangelische Pfarrkirche ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Evangelische Pfarrkirche Werdorf.JPG|mini|hochkant|Evangelische Pfarrkirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Evangelische Kirche (Werdorf)|Evangelische Kirche von Werdorf]] bildet den Ortsmittelpunkt. Erst durch die Errichtung des Schlosses wird das 1253 erstmals erwähnte Gotteshaus zur [[Pfarrkirche]] erhoben. Die Kirche besteht aus einem spätromanischen [[Chorturm]] und einem Kirchenschiff in [[Saalkirche|Saalbauweise]], das erst 1755 bis 1757 errichtet wurde. Der Chorturm besitzt zudem zwei Wehrgeschosse mit [[Helm (Architektur)|Spitzhelmdach]] und ist 34 Meter hoch.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://denkxweb.denkmalpflege-hessen.de/cgi-bin/mapwalk.pl?obj=45214&amp;amp;session=16406&amp;amp;event=Query.Details &amp;#039;&amp;#039;Evangelische Pfarrkirche Werdorf&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Durch Werdorf verläuft die [[Bundesstraße 277]], die von [[Dillenburg]] kommend nach Wetzlar führt. Nördlich des Dorfes verläuft die Trasse der [[Bundesautobahn 45|Autobahn 45]], an die in Ehringshausen Anschluss besteht. In der Ortsmitte zweigt die [[Kreisstraße|Kreisstraße 385]] in Richtung Süden, nach Berghausen, ab. Sie ist in Werdorf als &amp;#039;&amp;#039;Bahnhofstraße&amp;#039;&amp;#039; geführt. Im Jahr 1889 wurde auch ein [[Haltepunkt]] an der neugebauten [[Dillstrecke]] am südlichen Ortsrand eingerichtet. Er wird im Schienenpersonennahverkehr bedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort besitzt eine Grundschule, eine Kindertagesstätte und eine Sporthalle. Außerdem verfügt Werdorf über eine eigene [[Freiwillige Feuerwehr]] und zwei Supermärkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter des Ortes ==&lt;br /&gt;
* [[Philipp Schweitzer (Glockengießer)|Philipp Schweitzer]] (1683–1754), Glockengießer&lt;br /&gt;
* [[Manfred Mutz]] (1945–2013), Pädagoge und SPD-Politiker&lt;br /&gt;
* [[Adelheid Vogels]] (* 1957), Schriftstellerin und Sängerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HessBib |NAME=Werdorf |PPN=116326433 |GND=1072008270}}&lt;br /&gt;
* {{HessBib |NAME=Aßlar-Werdorf |GND=4220383-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Werdorf|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.asslar.de/uber-asslar/werdorf/ &amp;#039;&amp;#039;Stadtteil Werdorf&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Stadt Aßlar.&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=532001060| titel=Werdorf, Lahn-Dill-Kreis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einzelnachweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=532001060| titel=Werdorf, Lahn-Dill-Kreis| datum=2018-10-05}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;PR&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{BibOCLC|165696316|Seiten=249|Seite=PA249}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_b.pdf#page=14 |seiten=10 und 50 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |abruf=2022-04 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,1&amp;amp;nbsp;MB |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201027220518/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_b.pdf#page=14 |archiv-datum=2020-10-27 |offline=1}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW2015&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle|url=http://www.asslar.de/index.php?page=69 |titel=Einwohnerzahlen der Stadt Aßlar |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Aßlar |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150518073629/http://www.asslar.de/index.php?page=69 |archiv-datum=2015-05-18 |abruf=2019-02 |offline=1}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW2020&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle|url=http://www.asslar.de/uber-asslar/einwohnerzahlen/ |titel=Einwohnerzahlen der Stadt Aßlar |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Aßlar |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210224223207/http://www.asslar.de/uber-asslar/einwohnerzahlen/ |archiv-datum=2021-02-24 |abruf=2024-02 |offline=0}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Aßlar}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4220383-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Lahn-Dill-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Aßlar)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Dill]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Lahn-Dill-Kreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 772]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1977]]&lt;/div&gt;</summary>
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