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	<title>Wenzel Jaksch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T06:22:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wenzel_Jaksch&amp;diff=269169&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (braucht keine Versalien -&gt; Wikipedia:Rechtschreibung#Groß-_und_Kleinschreibung), Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2025-04-22T12:26:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (braucht keine Versalien -&amp;gt; Wikipedia:Rechtschreibung#Groß-_und_Kleinschreibung), Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Neutralität}}[[Datei:3. Nordmarktreffen der Sudetendeutschen und 15-Jahr-Feier des Verbandes der Heimatvertriebenen (cropped).jpg|mini|Wenzel Jaksch (re.) im Gespräch mit dem VdH-Landesvorsitzenden [[Josef Domabyl]] beim Nordmarktreffen der Sudetendeutschen in Kiel (1963)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wenzel Jaksch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. September]] [[1896]] in [[Dlouhá Stropnice|Langstrobnitz]], [[Böhmen]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[27. November]] [[1966]] in [[Wiesbaden]]) war ein [[Deutschböhmen und Deutschmährer|deutschböhmischer]] sozialdemokratischer Politiker und später deutscher Vertriebenenfunktionär. Er war von März bis November 1938 Vorsitzender der [[Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik|Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei]] (DSAP) in der [[Tschechoslowakei]]. Nach 1949 war er [[SPD]]-Mitglied, ab 1953 [[Mitglied des Deutschen Bundestages]]. Ab 1959 war Jaksch Präsident der Bundesversammlung der [[Sudetendeutsche Landsmannschaft|Sudetendeutschen Landsmannschaft]] und von 1964 bis zu seinem Tod Präsident des [[Bund der Vertriebenen|Bundes der Vertriebenen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Politik in der Tschechoslowakei ==&lt;br /&gt;
Als 14-Jähriger verließ Jaksch die Schule und arbeitete als Saisonarbeiter auf dem Bau in [[Wien]]. Eine höhere Schulbildung blieb ihm versagt. Im heutigen Wiener Bezirk [[Ottakring]] erlernte er ab 1910 das Maurerhandwerk, schloss sich dem Verband jugendlicher Arbeiter und 1913 der [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SDAP]] an. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde er schwer verwundet. Anschließend arbeitete er als Journalist für die deutsche Sozialdemokratie in der [[Tschechoslowakei]]. Er war Redakteur des &amp;#039;&amp;#039;Sozialdemokrat&amp;#039;&amp;#039;, der in [[Prag]] erscheinenden Zeitung der [[Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik|Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik]] (DSAP). Im Jahre 1924 wurde Jaksch in den Parteivorstand der DSAP gewählt und war seit 1935 stellvertretender Vorsitzender. Von 1929 bis 1938 war er Mitglied des tschechoslowakischen [[Abgeordnetenhaus (Tschechoslowakei)|Abgeordnetenhauses]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Führung Jakschs bildete sich in der DSAP seit 1934 ein [[Deutschnationale Bewegung|deutschnationaler]] Flügel heraus, der sich auf das „Vermächtnis“ des Parteigründers [[Josef Seliger]] berief und gegen den Parteivorsitzenden [[Ludwig Czech]] opponierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Kowalski, Werner (u.&amp;amp;nbsp;a.), Geschichte der Sozialistischen Arbeiter-Internationale (1923–1940), [[Deutscher Verlag der Wissenschaften|VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften]], Berlin 1985, ISBN 3-326-00453-2, S. 231&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weger&amp;quot;&amp;gt;Weger, Tobias, „Volkstumskampf“ ohne Ende? Sudetendeutsche Organisationen 1945–1955, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-631-57104-0, S. 205.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jaksch entwickelte einen politischen Ansatz, der – von [[Paneuropa-Union|paneuropäischen]] und [[Pangermanismus|pangermanischen]] Konzeptionen geprägt – das „nationale Problem“ ins Zentrum der Überlegungen stellte. In der DSAP warb Jaksch für die programmatische Festlegung auf einen „Volkssozialismus“ und die Umwandlung der „Klassenpartei“ in eine „Volkspartei“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den einschlägigen Grundannahmen siehe vor allem Jaksch, Wenzel, Volk und Arbeiter. Deutschlands europäische Sendung, Bratislava 1936.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der zur Jaksch-Gruppe gehörende [[Emil Franzel]], Chefredakteur des Zentralorgans der DSAP, propagierte in seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;Abendländische Revolution. Geist und Schicksal Europas&amp;#039;&amp;#039; (1936) einen gegen die [[Sowjetunion]] gerichteten „[[Abendland|abendländischen]] [[Sozialismus]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Entwicklung wurde auch außerhalb der Tschechoslowakei aufmerksam verfolgt. Während linkssozialdemokratische Beobachter die Vorstöße von Jaksch als „Einbruch einer politischen Ideologie des Gegners in unsere Reihen“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Kowalski, Geschichte der Sozialistischen Arbeiter-Internationale, S. 232.&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. als „Symptome der Zersetzung“&amp;lt;ref&amp;gt;Jauernig, Edmund, Sozialdemokratie und Revanchismus. Zur Geschichte und Politik Wenzel Jakschs und der Seliger-Gemeinde, VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1968, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; bewerteten und entschieden zurückwiesen, wurden sie von einigen deutschen Sozialdemokraten, darunter [[Wilhelm Sollmann]], unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Langkau-Alex, Ursula, Deutsche Volksfront 1932–1939. Zwischen Berlin, Paris, Prag und Moskau. Zweiter Band. Geschichte des Ausschusses zur Vorbereitung einer deutschen Volksfront, Akademie Verlag Berlin 2004, ISBN 978-3-05-004032-5, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Sudetendeutsche Partei|SdP]]-Politiker [[Josef Pfitzner]] begrüßte 1937, dass „sich ein Kreis junger Sozialdemokraten, geführt von den nicht dem [[Judentum]] entstammenden Vertrauensmännern Wenzel Jaksch und Emil Franzel, plötzlich um die Bedeutung des deutschen [[Volkstum]]s und die Beziehung des deutschen Arbeiters zu diesem wie in der Zeit Seligers zu kümmern begann und dabei Ansichten vertrat, die von denen des [[Nationalsozialismus]] gar nicht so weit abstanden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Pfitzner, Josef, Sudetendeutsche Einheitsbewegung. Werden und Erfüllung, Karlsbad-Leipzig 1937, S. 99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende März 1938 wurde Jaksch auf dem [[Prag]]er Parteitag der DSAP zum Parteivorsitzenden gewählt, nachdem Ludwig Czech mit der Begründung, dass er „mit jener Richtung, die Genosse Jaksch als Volkssozialismus vertritt“, nicht übereinstimme und ihm „nach der bitteren Erfahrung der letzten Jahre jede Zusammenarbeit mit dem Genossen Jaksch unmöglich“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Jauernig, Sozialdemokratie und Revanchismus, S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt; sei, zurückgetreten war. Unmittelbar danach, am 2. April 1938 (nach anderen Angaben am 5. April&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weger&amp;quot; /&amp;gt;), traf Jaksch in Prag mit einem Vertreter der [[Konrad Henlein|Henlein]]-Partei (Josef Pfitzner) zu einer von Emil Franzel vermittelten Unterredung zusammen. Nach dem später aufgefundenen Gedächtnisprotokoll Pfitzners soll Jaksch dabei ausgeführt haben, dass „dieser Ausdruck Volkssozialismus nur ein anderes Wort für Nationalsozialismus“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Jauernig, Sozialdemokratie und Revanchismus, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; darstelle und er bereit sei, „in der SdP Führer der Arbeiter“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Jauernig, Sozialdemokratie und Revanchismus, S. 83.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu werden. Jaksch verlor in den folgenden Monaten jedoch rasch an Bedeutung und Einfluss, da die DSAP zunehmend mit Auflösungserscheinungen zu kämpfen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exil ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Münchner Abkommen]] ging Jaksch zusammen mit anderen Funktionären wie [[Eugen de Witte]] und [[Richard Reitzner]] mit britischer Hilfe in die Emigration. In [[London]] rief er 1939 die &amp;#039;&amp;#039;Treugemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten&amp;#039;&amp;#039; ins Leben und arbeitete noch vor Kriegsbeginn eine Denkschrift mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Was kommt nach Hitler?&amp;#039;&amp;#039; aus, in der er ein Konzept entwickelte, das von der Anerkennung der [[Anschluss Österreichs|Annexion Österreichs]] und der Sudetengebiete ausging und einen „[[naturrecht]]lichen Anspruch auf [[Großdeutsche Lösung|großdeutsche Einigung]]“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Jauernig, Sozialdemokratie und Revanchismus, S. 99.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Rahmen einer europäischen Föderation postulierte. Nach Kriegsbeginn lehnte Jaksch den Eintritt sudetendeutscher Emigranten in die [[Tschechoslowakische Exilarmee|tschechoslowakische Auslandsarmee]] (und in andere [[alliierte]] Armeen) ab&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Jauernig, Sozialdemokratie und Revanchismus, S. 115, 135.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wies im Herbst 1940 das von [[Edvard Beneš]] gemachte Angebot, in den tschechoslowakischen Staatsrat (das provisorische Exilparlament, vgl. [[Tschechoslowakische Exilregierung]]) einzutreten, zurück. Beneš hatte der DSAP sechs Sitze und Jaksch persönlich die Position eines Vizepräsidenten angeboten, aber die von der &amp;#039;&amp;#039;Treugemeinschaft&amp;#039;&amp;#039; hier und später geforderte Garantie einer völligen Autonomie der Sudetendeutschen verweigert.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Jauernig, Sozialdemokratie und Revanchismus, S. 117ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Politik Jakschs wurde von einigen sudetendeutschen Emigranten als zunehmend abenteuerlich empfunden und abgelehnt. Diese etwa 170 Personen umfassende Strömung spaltete sich im März 1941 von der &amp;#039;&amp;#039;Treugemeinschaft&amp;#039;&amp;#039; ab und konstituierte sich unter dem Vorsitz [[Josef Zinner]]s als &amp;#039;&amp;#039;DSAP/Auslandsgruppe&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Jauernig, Sozialdemokratie und Revanchismus, S. 130.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem das [[Vereinigtes Königreich|Vereinigte Königreich]] am 5. August 1942 das Münchner Abkommen annulliert hatte, protestierte Jaksch in Schreiben an die britische, [[Kanada|kanadische]] und [[Vereinigte Staaten|amerikanische]] Regierung gegen diesen „Rechtsbruch“.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Jauernig, Sozialdemokratie und Revanchismus, S. 122.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin sah die tschechoslowakische Exilregierung von jeder weiteren Unterhandlung mit Jaksch ab. In den letzten Kriegsjahren versuchte Jaksch, durch Berufung auf die [[Atlantik-Charta]] eine neue Grundlage für seine „großdeutsche“ Politik zu schaffen und bestand noch 1944 auf der „Unantastbarkeit“ der deutschen Vorkriegsgrenzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Jauernig, Sozialdemokratie und Revanchismus, S. 122, 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Zeit im Londoner Exil hielt Jaksch auch immer wieder Radioansprachen über den Auslandsservice der [[BBC]], in denen er die Sudetendeutschen dazu aufrief, dem tschechoslowakischen Staat gegenüber loyal zu bleiben und Widerstand gegen die Nationalsozialisten zu leisten. Diese Sendungen wurden jedoch im Sommer 1942 eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Douglas, R.M., Ordnungsgemäße Überführung. Die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg, München, 2012, S. 43ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Scheidung von seiner ersten Ehefrau Hanna Bröckl heiratete Jaksch 1945 die Britin Joan Simeon. Noch in London engagierte er sich – erfolglos – gegen die Vertreibungspläne der tschechoslowakischen Exil- und Nachkriegsregierung, die in den sogenannten [[Beneš-Dekrete]]n umgesetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertriebenenpolitik in der Bundesrepublik Deutschland ==&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg ging Jaksch 1949 aus dem britischen Exil nach Westdeutschland, schloss sich der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] an und übernahm deren zentrale Flüchtlingsbetreuung. Von 1950 bis 1953 leitete er in [[Hessen]] das Landesamt für Vertriebene, Flüchtlinge und Evakuierte. Er wurde 1953 in den [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] gewählt, dem er vier Legislaturperioden bis zu seinem Tod angehörte. Im Bundestagswahlkampf 1961 gehörte er zur SPD-Regierungsmannschaft, die [[Erich Ollenhauer]] am 25. November 1960 in [[Hannover]] für den Fall einer Regierungsübernahme vorgestellt hatte. Er war als [[Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte|Bundesvertriebenenminister]] vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jaksch gehörte mit [[Walter Zawadil]], [[Hans Schütz (Politiker)|Hans Schütz]] und [[Walter Brand]] zu den Verfassern der „Adventserklärung von Eichstätt“ vom 27. November 1949, in der Vertreter der Sudetendeutschen einerseits die Wiederherstellung ihrer eigenen Rechte und Freiheiten sowie die Anerkennung des Heimatrechts aller Vertriebenen, verwahrten sich andererseits aber auch gegen Kollektivbeschuldigungen gegen das tschechische und polnische Volk.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/mit-christlicher-moral-a-4554d033-0002-0001-0000-000044448924 &amp;#039;&amp;#039;Mit christlicher Moral.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Der Spiegel]] vom 12. Juli 1950, abgerufen am 17. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jaksch leitete von 1951 bis zu seinem Tode die &amp;#039;&amp;#039;[[Seliger-Gemeinde]]&amp;#039;&amp;#039; (Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten), das sozialdemokratische Gegenstück zur katholischen &amp;#039;&amp;#039;[[Ackermann-Gemeinde]]&amp;#039;&amp;#039;. Ab 1959 war er Präsident der Bundesversammlung der [[Sudetendeutsche Landsmannschaft|Sudetendeutschen Landsmannschaft]] (SL), ab 1961 Vizepräsident der SL. Von 1964 bis zu seinem Tode war Jaksch Präsident des [[Bund der Vertriebenen|Bundes der Vertriebenen]]. Er war neben [[Reinhold Rehs]], der später zur CDU übertrat, der bisher einzige Sozialdemokrat in diesem Amt. Sein politisches Wirken in der Bundesrepublik [[Deutschland]] war geprägt von seinem Engagement für die [[Heimatvertriebene]]n. Außerdem war er Präsident der Deutschen Stiftung für Europäische Friedensfragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. November 1966 starb er an den Folgen eines Verkehrsunfalls.&amp;lt;ref&amp;gt;spiegel.de: [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46415387.html Gestorben.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Grab Wenzel Jaksch.jpg|thumb|Das Grab von Wenzel Jaksch und seiner Ehefrau Joan Simeon auf dem [[Waldfriedhof Dotzheim]] in Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Jaksch war Träger des Großen Verdienstkreuzes mit Stern des [[Bundesverdienstkreuz|Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland]] und der [[Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen]]. Er wurde außerdem mit dem Ehrenbrief der [[Sudetendeutsche Landsmannschaft|Sudetendeutschen Landsmannschaft]] und der [[Rudolf Lodgman von Auen|Rudolf-Lodgmann]]-Plakette ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sozialdemokratische Seliger-Gemeinde gedachte ihres Gründungsmitglieds am 16. September 2006 mit der Wenzel-Jaksch-Gedächtnisfeier im Sudetendeutschen Haus in München. Nach Jaksch ist der &amp;#039;&amp;#039;Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis&amp;#039;&amp;#039; der Seliger-Gemeinde benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren seiner Person sind Straßen in Wiesbaden (in der er selbst gewohnt hat), [[Nauheim]], [[Bad Vilbel]] und [[Griesheim]] nach ihm benannt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 16. Wiener Gemeindebezirk [[Ottakring]] erinnert eine Gedenktafel in der Lindauergasse 34–36 an den großen Sozialdemokraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Was kommt nach Hitler? Die Möglichkeiten und Voraussetzungen einer demokratischen Föderalisierung Zentraleuropas. Eine Analyse und programmatische Skizze.&amp;#039;&amp;#039; s. n., s. l. n. a. (Frühjahr 1939), (Hektographiert; Wiederabdruck in: [[Jitka Vondrová]]: &amp;#039;&amp;#039;Češi a sudetoněmecká otázka 1939–1945. Dokumenty.&amp;#039;&amp;#039; Ustav mezinárodních vztahu, Prag 1994, ISBN 80-85864-05-3, S. 11–14).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Can industrial peoples be transferred? The future of the Sudeten population. A Study.&amp;#039;&amp;#039; Executive of the Sudeten Social Democratic Party, London 1943.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mass transfer of minorities.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Socialist commentary.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, Oktober 1944, {{ISSN|0037-8178}}, (Auch als Sonderabdruck. Walthamstow Press, London 1944, 4 S.).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sudeten labour and the Sudeten problem. A report to international labour.&amp;#039;&amp;#039; Executive of the Sudeten German Social Democracy Party, London 1945.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wir heischen Gehör. Petition an die Vereinten Nationen. Ein wichtiges historisches Dokument für die Wiedergutmachung der völkerrechtswidrigen Ausweisungen.&amp;#039;&amp;#039;  Verlag „Das Volk“, München 1948.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Benesch war gewarnt! Die abschließende Auseinandersetzung zwischen der tschechoslowakischen Exilregierung und den Sudetendeutschen in London.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Almar Reitzner. Verlag „Das Volk“, München 1949.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sozialdemokratie und Sudetenproblem.&amp;#039;&amp;#039; Wagner, Frankfurt am Main 1949.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Dolchstoß gegen den Frieden. Richters neue Legende.&amp;#039;&amp;#039; SPD, Bonn 1950, (Faltblatt).&lt;br /&gt;
* mit Erich von Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Heimatrecht. Anspruch und Wirklichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Altherrenschaft bündischer Studentenverbände, Erlangen 1957.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Europas Weg nach Potsdam. Schuld und Schicksal im Donauraum.&amp;#039;&amp;#039; Mit Dokumenten. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1958, (4. Auflage. Mit einem Nachruf von Willy Brandt. Langen Müller, München 1990, ISBN 3-7844-2304-3; das Hauptwerk von Wenzel Jaksch).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der 4. März 1919 und das Elend der deutschen Geschichtsschreibung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Brücke.&amp;#039;&amp;#039; 7. und 14. März, 1959, (Auch als Sonderabdruck.).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Ostpolitik – ein Experiment in Sachlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Neue Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 12, 1965, {{ISSN|0028-3177}}, S. 800–802.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gedanken zur Ostpolitik.&amp;#039;&amp;#039; Seliger-Gemeinde im Verlag „Die Brücke“, München 1966.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin K. Bachstein: &amp;#039;&amp;#039;Wenzel Jaksch und die sudetendeutsche Sozialdemokratie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Collegium Carolinum.&amp;#039;&amp;#039; 29). Oldenbourg, München u. a. 1974, ISBN 3-486-44081-0 (Zugleich: München, Universität, Dissertation, 1971).&lt;br /&gt;
* {{NDB|10|326|327|Jaksch, Wenzel|Martin Bachstein|118556827}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* [[Gerhard Beier (Historiker)|Gerhard Beier]]: &amp;#039;&amp;#039;Arbeiterbewegung in Hessen. Zur Geschichte der hessischen Arbeiterbewegung durch einhundertfünfzig Jahre (1834–1984).&amp;#039;&amp;#039; Insel, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-458-14213-4, S. 456.&lt;br /&gt;
* [[Detlef Brandes]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Weg zur Vertreibung 1938–1945. Pläne und Entscheidungen zum „Transfer“ der Deutschen aus der Tschechoslowakei und aus Polen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Collegium Carolinum.&amp;#039;&amp;#039; 94). Oldenbourg, München u. a. 2001, ISBN 3-486-56520-6.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* [[Walter Henkels]]: &amp;#039;&amp;#039;99 Bonner Köpfe&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Fischer Bücherei.&amp;#039;&amp;#039; 687, {{ISSN|0173-5438}}). Vom Autor durchgesehene und ergänzte Ausgabe. Fischer-Bücherei, Frankfurt am Main u. a. 1965, S. 138 ff.&lt;br /&gt;
* Edmund Jauernig: &amp;#039;&amp;#039;Sozialdemokratie und Revanchismus. Zur Geschichte und Politik Wenzel Jakschs und der Seliger-Gemeinde.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Verlag der Wissenschaften, (Ost-)Berlin 1968.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hans-Werner Martin: &amp;#039;&amp;#039;„… nicht spurlos aus der Geschichte verschwinden“. Wenzel Jaksch und die Integration der sudetendeutschen Sozialdemokraten in die SPD nach dem II. Weltkrieg (1945–1949).&amp;#039;&amp;#039; Lang, Frankfurt am Main u. a. 1996, ISBN 3-631-49548-X (Zugleich: Kassel, Universität, Dissertation, 1994).&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Prinz]]: &amp;#039;&amp;#039;Beneš, Jaksch und die Sudetendeutschen.&amp;#039;&amp;#039; Seliger-Gemeinde im Verlag „Die Brücke“, Stuttgart 1975.&lt;br /&gt;
* Florian Ruttner: &amp;#039;&amp;#039;Pangermanismus: Edvard Beneš und die Kritik des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. ça ira, 2019, ISBN 978-3-86259-147-3.&lt;br /&gt;
* [[Michael Schwartz]]: [https://library.fes.de/pdf-files/adsd/20257.pdf &amp;#039;&amp;#039;Wenzel Jaksch (1896–1966). Biografische Schlaglichter auf einen Sozialdemokraten aus Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039;] (Beiträge aus dem Archiv der sozialen Demokratie, 19), Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung 2023, ISBN 978-3-98628-217-2.&lt;br /&gt;
* Emil Werner: &amp;#039;&amp;#039;Wenzel Jaksch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bund der Vertriebenen Vereinigte Landsmannschaften und Landesverbände. Arbeitshilfe.&amp;#039;&amp;#039; 59). Bund der Vertriebenen, Bonn 1991, ISBN 3-925103-54-6.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* [[Fritz Wertheimer]]: &amp;#039;&amp;#039;Von deutschen Parteien und Parteiführern im Ausland&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Zentral-Verlag, Berlin 1930, S. 188.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118556827}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|ID=8684|GND=118556827}}&lt;br /&gt;
* [https://www.exilarchiv.de/?p=567 Biographie von Martin K. Bachstein]&lt;br /&gt;
* [http://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_j/jaksch-we.htm Wenzel Jaksch auf der Website der Friedrich-Ebert-Stiftung.]&lt;br /&gt;
* {{Rwien|seite/jaksch-wenzel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/geschichte/sudetendeutsche-a-948778.html Der Spiegel - eines Tages : Der tapfere Böhme.]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118556827|titel=Jaksch, Wenzel|datum=2020-11-05}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten des Bundes der Vertriebenen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118556827|LCCN=no94001886|VIAF=59876032}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jaksch, Wenzel}}&lt;br /&gt;
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{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jaksch, Wenzel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (DSAP, SPD), MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. September 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dlouhá Stropnice|Langstrobnitz]], [[Böhmen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. November 1966&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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