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	<title>Wendland - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Wendland Lage.jpg|mini|hochkant=0.8|Ungefähre Lage]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wendland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Hannoversches Wendland&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Landschaft im östlichen [[Niedersachsen]], die weitgehend deckungsgleich mit dem heutigen [[Landkreis Lüchow-Dannenberg]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Elbe bei KM533,5 Schutschur.jpg|mini|hochkant=1.5|Im Norden wird das Wendland von der Talaue der [[Elbe]] begrenzt]]&lt;br /&gt;
Wendland ist keine altüberlieferte Gebietsbezeichnung. Der Begriff kam erst um 1700 auf, als ein Pfarrer aus [[Wustrow (Wendland)|Wustrow]] über die Sprache, Gewohnheiten, Bräuche und Sitten der [[Polaben|polabischen]] Bewohner dieses Landstrichs berichtete. Er betrachtete die Bewohner in den Dannenbergischen Ämtern als [[Wenden]] und benannte danach das Gebiet als Wendland. Behauptungen, wonach das Wendland traditionell auf die unmittelbare Umgebung der Kreisstadt [[Lüchow (Wendland)]] beschränkt sei, lassen sich historisch nicht belegen. Vielmehr erstreckte sich das Siedlungsgebiet der namensgebenden Wenden einst auch über den heutigen Landkreis Lüchow-Dannenberg hinaus auf weitere Teile Niedersachsens sowie auf Teile der Bundesländer [[Brandenburg]], [[Mecklenburg-Vorpommern]] und [[Sachsen-Anhalt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rundlingsverein.de/html/40-Wendland.htm |titel=Das Wendland |werk=Rundlingsverein.de |abruf=2024-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da das hier definierte Gebiet nur innerhalb der damals [[Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|hannoverschen]], heute niedersächsischen Landesgrenze liegende wendische Gebiete umfasst, entstand dafür auch die Bezeichnung Lüneburger Wendland, später die treffendere Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Hannoversches Wendland&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Spangenberg |Titel=Neues vaterländisches Archiv oder Beiträge zur allseitigen Kenntniß des Königreichs Hannover wie es war und ist |Datum=1832 |Seiten=299}}&amp;lt;/ref&amp;gt; An Popularität gewann die Bezeichnung ab den 1970er Jahren vor allem im Zusammenhang mit den [[Anti-Atomkraft-Bewegung in Deutschland|Anti-Atom]]-Protesten und der Gründung der „[[Republik Freies Wendland]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:HoherMechtinS-View.jpg|miniatur|links|Im Westen prägt der teils bewaldete Drawehn-Höhenzug das Hannoversche Wendland; Blick vom [[Hoher Mechtin|Hohen Mechtin]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Floetgraben.jpg|miniatur|hochkant=0.7|Die Lüchower Landgraben- und Grenzgrabenniederung trennt das Wendland im Süden von der Altmark; Blick über den „Flötgraben“ auf den Lemgow]]&lt;br /&gt;
Geographisch stellt das westliche Wendland den Ostrand der [[Lüneburger Heide]] dar, der sein Gepräge während der [[Saale-Eiszeit]] erhielt, und zählt zum Teil zur [[Ostheide]]. Landschaftsbestimmend dort ist der Höhenzug des [[Drawehn]], der auch als osthannoversche Kies-[[Endmoräne]] bezeichnet wird. Es handelt sich um eine sandige [[Geest]], die mit Kiefern aufgeforstet wurde. Mit [[Bodenfruchtbarkeit|unfruchtbaren Böden]] und [[Wasserarmut]] infolge des wasserdurchlässigen Bodens ist es in seiner Geschichte immer siedlungsunfreundlich gewesen. Der größte Teil des Hannoverschen Wendlands liegt aber im [[Urstromtal]] der [[Elbe]]. Hierbei wird zwischen der eigentlichen Elbtalaue im Norden und der Lüchower Niederung unterschieden. Letzteres ist eine Niederterrasse, die von zahlreichen Fließgewässern – als größtes die [[Jeetzel]] –, Kanälen und Gräben durchzogen wird. Anhöhen werden von kleinen, inselartigen Grundmoränen wie Öring, Lemgow, Langendorfer Geestinsel und [[Höhbeck (Berg)|Höhbeck]] gebildet. Im Osten besteht auf einer großen Flugsandebene der [[Gartower Forst]] (siehe auch: [[Wendland und Altmark]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Maßgeblich geprägt ist das Wendland von der [[Polaben|polabischen]] Kultur. Im Mittelalter, in Resten bis in die frühe Neuzeit, wurde das Wendland von [[Slawen]] bewohnt, die im gesamten deutschsprachigen Raum als [[Wenden]] bezeichnet wurden. Erhalten geblieben sind davon zahlreiche Ortsnamen slawischen Ursprungs. Die slawische Sprache der Wendländer, das [[Polabische Sprache|Drawänopolabische]], ist seit 1756 ausgestorben. Bis dahin war das Wendland der westlichste Punkt des slawischen Sprachgebietes. Typisch für das Wendland sind zudem die zahlreichen [[Rundling]]sdörfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur &amp;#039;&amp;#039;[[Wende (DDR)|Wende]]&amp;#039;&amp;#039; 1989/90 war das Wendland, das sich sackartig in das Gebiet der [[DDR]] hineinstreckte, [[Zonenrandgebiet]]. Seit Ende der 1970er Jahre ist es durch die Proteste gegen das [[Brennelemente-Zwischenlager Gorleben]] und wegen der „Ausrufung“ der [[Republik Freies Wendland]] im Jahr 1980 überregional bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1989 findet im Wendland jährlich zwischen Himmelfahrt und Pfingsten die [[Kulturelle Landpartie]] als eine der umfangreichsten Kulturveranstaltungen in Deutschland statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beschreibung der Religionsgeschichte der Region findet sich unter [[Kirchenkreis Lüchow-Dannenberg#Geschichte|Kirchenkreis Lüchow-Dannenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungsformen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rundling Satemin Panorama.jpg|miniatur|hochkant=2.0|Blick in den [[Rundling]] [[Satemin]], drei Kilometer westlich von [[Lüchow (Wendland)|Lüchow]]]]&lt;br /&gt;
Im Hannoverschen Wendland ist der dörfliche Siedlungstyp des [[Rundling]]s weit verbreitet und erhalten. Fast alle Rundlinge tragen auch heute noch Ortsnamen slawischen Ursprungs. Kreisförmig angelegte Dörfer waren einst, vor allem im Mittelalter, in Deutschland und Europa zwar weit verbreitet, nur im Wendland entwickelten sich Grundriss und Bebauung jedoch zu der heute als Rundling bekannten Dorfform. Der Grund für die spezifische Form der Dörfer ist nach wie vor Gegenstand von Forschungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei über 100 Dörfern ist die Rundlingsform noch heute im Ortsbild zu erkennen. Aber auch in der benachbarten [[Altmark]] sowie in östlichen Teilen der Landkreise [[Lüneburg]] und [[Uelzen]] hat sich eine erhebliche Zahl von Rundlingen erhalten. Diese sind im Unterschied zu denen des Hannoverschen Wendlandes häufig stärker überformt. Als Grund für den ungewöhnlich guten Erhaltungszustand der Rundlinge im Hannoverschen Wendland werden meist die relativ abgeschiedene Lage sowie die niedrige wirtschaftliche Prosperität der Region angeführt. Auch soziokulturelle Gründe scheinen jedoch eine wichtige Rolle gespielt zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.rundlingsverein.de/html/50-Rundlinge.htm|titel=Rundlingsverein|sprache=de|zugriff=2017-06-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;{{Siehe auch|Liste der Siedlungen des Landkreises Lüchow-Dannenberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewerbung für die Vorschlagsliste (Tentativliste) als Welterbestätte ==&lt;br /&gt;
Die Rundlingsdörfer im Hannoverschen Wendland sind nach einem 2011 begonnenen Auswahlverfahren im Jahre 2012 vom Bundesland Niedersachsen als [[Kulturlandschaft]] für die deutsche [[Tentativliste]] bei zukünftigen [[UNESCO-Welterbe]]anträgen nominiert worden, was das [[Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur|Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur]] am 18. Juni 2012 bekannt gab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mwk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/altes-land-und-rundlingsdoerfer-des-hannoverschen-wendlandes-werden-fuer-die-deutsche-tentativliste-gemeldet-106663.html |titel=„Altes Land“ und „Rundlingsdörfer des Hannoverschen Wendlandes“ werden für die deutsche Tentativliste gemeldet {{!}} Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur |abruf=2024-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Kultusministerkonferenz]] entschied 2014,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Rundlingsdoerfer-werden-kein-Welterbe,rundlingsdoerfer128.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Kein UNESCO-Welterbe? Dann eben nicht!&amp;#039;&amp;#039; bei ndr.de vom 17. Juni 2014 |wayback=20140817083921}} &amp;lt;/ref&amp;gt; dass sich die Rundlingsdörfer nicht unter den 10 ausgewählten Objekten der 32 Bewerbungen befinden. Sie wurden im folgenden Turnus für die Auswahl neuer Welterbestätten in den Jahren 2017–2019 erneut nominiert,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://geschichte.rundlingsverein.de/Presse/2014-06-14-EJZ.jpg Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 14. Juni 2014] &amp;lt;/ref&amp;gt; doch die Initiative scheiterte erneut.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/ratgeber/reise/wendland/Die-Rundlingsdoerfer-im-Wendland,rundlingsdoerfer123.html &amp;#039;&amp;#039;Die runden Dörfer des Wendlands&amp;#039;&amp;#039;] bei ndr.de vom 23. Januar 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begründet wurde die Kandidatur von 19 ausgesuchten Rundlingsdörfern damit, dass sie eine Auswahl von prägnanten [[hochmittelalter]]licher Kolonisationssiedlungen im Landkreis Lüchow-Dannenberg darstellen. Die Einzigartigkeit der Rundlingsdörfer drücke sich durch das Zusammenspiel eines prägnanten Ortsgrundrisses, einer großen Dichte an [[Giebel- und traufständig|giebelständig]] auf den zentralen Platz ausgerichteten [[Norddeutschland|niederdeutschen]] [[Hallenhaus|Hallenhäusern]] sowie einer regional spezifischen Ausprägung dieses Haustyps aus. Erfolgsaussichten bei der Kandidatur erhoffte sich das Land Niedersachsen dadurch, dass die Rundlingsdörfer zu den unterrepräsentierten Kategorien der [[Kulturlandschaft]]en und der bäuerlichen Architektur innerhalb des Welterbes gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Rundlingsmuseum]] Wendlandhof in [[Lübeln]]&lt;br /&gt;
* [[Naturpark Wendland.Elbe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Jürries]] / [[Berndt Wachter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wendland-Lexikon]].&amp;#039;&amp;#039; Köhring, Lüchow 2008, Bd. 1: A–K, 2. Aufl., 424 S., Ill., Kt, ISBN 978-3-926322-28-9; Bd. 2: L–Z., 640 S., Ill., graph. Darst., Kt., ISBN 978-3-926322-45-6&lt;br /&gt;
* Ingeborg Harms: &amp;#039;&amp;#039;Das Wendland.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Landschaften.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2003. ISBN 3-10-070404-5&lt;br /&gt;
* Alfred Danneberg (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;750 Jahre Trebel, 1251–2001.&amp;#039;&amp;#039; Gemeinde Trebel 2001, [[Deutsche Nationalbibliothek|DNB]] [https://d-nb.info/964757869 964757869].&lt;br /&gt;
* Burghard Kulow: &amp;#039;&amp;#039;Damals im Wendland.&amp;#039;&amp;#039; edition limosa, Clenze 2008, ISBN 978-3-86037-345-3.&lt;br /&gt;
* Klaus Poggendorf (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Das Hannoversche Wendland: Beiträge zur Beschreibung des Landkreises Lüchow-Dannenberg.&amp;#039;&amp;#039; 3. überarbeite und erweiterte Auflage, 272 S., Landkreis Lüchow-Dannenberg, Lüchow 1985, [[Deutsche Nationalbibliothek|DNB]] [https://d-nb.info/850673720 850673720].&lt;br /&gt;
* [[Herbert Röhrig]]: &amp;#039;&amp;#039;Rettung von Rundlingen im Hannoverschen Wendland&amp;#039;&amp;#039;, mit der Beilage von Ernst Preising: &amp;#039;&amp;#039;Die Landschaft des Wendlandes und ihre Besonderheiten&amp;#039;&amp;#039;, aus: &amp;#039;&amp;#039;„Niedersachsen“. Zeitschrift für Heimat und Kultur&amp;#039;&amp;#039;. 1969, Heft 4, Hildesheim: Lax, 1969&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wendland}}&lt;br /&gt;
{{wikivoyage}}&lt;br /&gt;
*{{DNB-Portal|4023366-2|TYP=Literatur zum}}&lt;br /&gt;
*[https://www.niedersaechsische-bibliographie.de/REL?PPN=1042658285 Literatur über das Wendland] in der [[Niedersächsische Bibliographie|Niedersächsischen Bibliographie]]&lt;br /&gt;
* [https://wendland-elbe.de/de/ Tourismus im Wendland]&lt;br /&gt;
* [https://www.region-wendland.de Stadtmarketing Lüchow (Wendland)]&lt;br /&gt;
* [http://www.museen-wendland.de/ Dreizehn Museen in der Elbtalaue und im Wendland]&lt;br /&gt;
* [https://www.wendland-archiv.de/ Wendland-Fotoarchiv]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52.9664542|EW=11.1503249|dim=125|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4023366-2|LCCN=sh86004690|VIAF=3808147270372735700006}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wendland| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturlandschaft (Niedersachsen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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