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	<title>Wendische Krone - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wendische_Krone&amp;diff=1695759&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JEW am 9. August 2024 um 08:57 Uhr</title>
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		<updated>2024-08-09T08:57:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Wendische Krone. Zur Wendenkrone siehe [[Wendenkrone]].}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wendische Krone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde im 19. Jahrhundert zum identitätsstiftenden historischen Symbol des Großherzogtums Mecklenburg und seiner Teilstaaten [[Mecklenburg-Schwerin]] und [[Mecklenburg-Strelitz]]. Es entstand aus der Deutung eines [[Kronenhalsring]]s, der weder &amp;#039;&amp;#039;wendisch&amp;#039;&amp;#039; noch eine &amp;#039;&amp;#039;Krone&amp;#039;&amp;#039; war, und ist ein Beispiel für [[erfundene Tradition]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wendische Krone.jpeg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Wendische Krone&amp;#039;&amp;#039;, 1849 gefunden bei Lübtheen, Abbildung von 1899]]&lt;br /&gt;
Unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Wendische Krone&amp;#039;&amp;#039; verstand man ursprünglich ein Schmuckstück, von dem in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts einige Exemplare in Mecklenburg gefunden wurden. Es handelt sich dabei um einen Reif von ungefähr 13 Zentimetern (&amp;#039;&amp;#039;5 1/2 Zoll hamburger Maaß&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Christian Friedrich Lisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Ueber Bronze-Kronen und die Krone von Schwerin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 29. Schwerin 1864, S. 142–151 ([https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00002009 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Durchmesser, der oben in Zacken abschließt. Etwa ein Viertel des Ringes ist zum Öffnen bestimmt und besteht aus zwei Teilen, die auf der einen Seite durch einen Scharnierstift zusammengehalten werden, während auf der anderen der Verschluss durch einen kleinen Zapfen hergestellt wird, der in ein gegenüberliegendes Loch passt. Der Scharnierstift schließt oben in einem stumpfen Stachel, der sich aus einer Rosette erhebt, ab. Der erste Reif wurde 1823 auf dem Hof von Langen Trechow (heute Ortsteil von [[Bernitt]]) bei [[Bützow]] beim Ausschachten für den Neubau einer Scheune tief in der Erde gefunden&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Umständen siehe: Georg Christian Friedrich Lisch: &amp;#039;&amp;#039;Die Krone.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 6. Schwerin 1841, S. 112 ([https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00000394 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; und zeichnet sich durch eine tiefgrüne, glänzende [[Patina]] aus. Das zweite Exemplar fand sich 1843 bei [[Admannshagen-Bargeshagen|Admannshagen]] bei [[Bad Doberan|Doberan]]; es lag in einer Urne in einem niedrigen Grabhügel. Der Reif war bei der Auffindung zerbrochen und verbogen. Er bestand (mit Ausnahme des Scharnierstifts) nicht aus Bronze, sondern aus Kupfer. Der dritte Reif wurde 1849 bei [[Lübtheen]] gefunden und unterscheidet sich von den anderen durch seine beträchtliche Größe (7 Zoll Durchmesser = 16,7 Zentimeter) und die Herstellung im [[Hohlguss]]. Ein viertes Exemplar, das Lisch in der Schweriner großherzoglichen Sammlung fand und &amp;#039;&amp;#039;Schweriner Krone&amp;#039;&amp;#039; nannte, ist unbekannter Herkunft und von abweichender Form, indem es nur flache Erhebungen anstatt der Zacken und der Scharnierspitze hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Christian Friedrich Lisch: &amp;#039;&amp;#039;Ueber Bronze-Kronen und die Krone von Schwerin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 29. Schwerin 1864, S. 146 f. mit Abb. ([https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00002009 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der erste dieser Ringe gefunden wurde, gab man ihm den Namen „Wendische Krone“. Das entsprach der damals in Mecklenburg vorherrschenden archäologischen Anschauung und einer bis auf [[Albert Krantz (Theologe)|Albert Krantz]]’ &amp;#039;&amp;#039;Wandalia&amp;#039;&amp;#039; zurückreichenden Tradition, die fast die gesamte prähistorische Hinterlassenschaft im Lande dem Volk der &amp;#039;&amp;#039;[[Wenden]]&amp;#039;&amp;#039; zuschrieb. Es entstand eine Diskussion, in der u.&amp;amp;nbsp;a. [[Georg Christian Friedrich Lisch]] den germanischen Ursprung der Ringe erkannte, sie aber in die frühe [[Bronzezeit]] datierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Christian Friedrich Lisch: &amp;#039;&amp;#039;Ueber Bronze-Kronen und die Krone von Schwerin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 29. Schwerin 1864, S. 142–151 ([https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00002009 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Robert Beltz (Historiker)|Robert Beltz]] datierte sie 1899 in die [[La-Tène-Zeit]], um 300 vor Christi Geburt. Er wies zugleich darauf hin, dass man der &amp;#039;&amp;#039;Wendischen Krone&amp;#039;&amp;#039; nicht nur den Titel &amp;#039;&amp;#039;wendisch&amp;#039;&amp;#039; nehmen müsste, sondern zugleich den Namen &amp;#039;&amp;#039;Krone&amp;#039;&amp;#039; in Frage stellen sollte. Er verglich sie mit Ringen, die an ihrer oberen Seite mit flacheren oder stärkeren Erhöhungen versehen sind, ursprünglich aus Bronzeblech gebogen, später in immer stärkeren Exemplaren gegossen wurden. Diese Ringe seien alle zum Öffnen eingerichtet und sichtlich keine Kronen, sondern Halsringe gewesen. [[Adolf Hollnagel]] katalogisierte die Fundstücke folgerichtig als &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Scharnierhalsringe&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Adolf Hollnagel]]: &amp;#039;&amp;#039;Bibliographie zur Ur- und Frühgeschichte Mecklenburgs (Bezirke Rostock, Schwerin, Neubrandenburg).&amp;#039;&amp;#039; Schwerin 1968 (Schlagwortregister).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ströhl-Regentenkronen-Fig. 22.png|mini|Zeichnung der Wendischen Krone bei [[Hugo Gerard Ströhl]]: &amp;#039;&amp;#039;Heraldischer Atlas&amp;#039;&amp;#039; 1899]]&lt;br /&gt;
Die Diskussion und Klärung in archäologischen Fachkreisen hielt aber nicht davon ab, dass die &amp;#039;&amp;#039;Wendische Krone&amp;#039;&amp;#039; in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer Art nationalem Symbol für Mecklenburg aufstieg. Sie wurde heraldisch stilisiert als grün emaillierter, mit einem [[Smaragd]] verzierter Reif mit einem turmartigen Aufbau in der Mitte und galt fortan als &amp;#039;&amp;#039;uraltes Symbol der ehemals das Gebiet des heutigen Mecklenburg beherrschenden [[Obotriten]]herzöge&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gert Oswald]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Heraldik. Von Apfelkreuz bis Zwillingsbalken.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Battenberg, Regenstauf 2006, ISBN 978-3-86646-010-2, S. 442.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hausorden und Wappen ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hauptartikel&amp;#039;&amp;#039;: [[Hausorden der Wendischen Krone]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Großherzogliche &amp;#039;&amp;#039;Hausorden der Wendischen Krone&amp;#039;&amp;#039; wurde am 12. Mai 1864 durch die beiden Großherzöge von Mecklenburg, [[Friedrich Franz II. (Mecklenburg)|Friedrich Franz II.]] und [[Friedrich Wilhelm II. (Mecklenburg)|Friedrich Wilhelm (II.)]], gestiftet zur &amp;#039;&amp;#039;„ehrenden Bezeugung Allerhöchster vorzugsweiser Anerkennung und Achtung und zur Auszeichnung besonderer Verdienste“&amp;#039;&amp;#039;. Der Orden wurde mitunter auch abgekürzt als &amp;#039;&amp;#039;Wendische Krone&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet; sein Ordensschild enthält in der Mitte die Wendische Krone, beim &amp;#039;&amp;#039;Großkreuz mit der Krone in Erz&amp;#039;&amp;#039; in Erz, bei allen übrigen Klassen in Gold. Eine größere Nachbildung der Wendischen Krone befand sich am unteren Mittelpunkt der Ordenskette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1884 bis 1918 war sie als [[Helmkrone]] auf dem mittleren [[Helm (Heraldik)|Wappenhelm]] auch Teil des Staatswappens von Mecklenburg-Schwerin.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Datei:Keten van Mecklenburg Schwerin.jpg|Hausorden der Wendischen Krone, Kette Mecklenburg-Schwerin&lt;br /&gt;
  Datei:Wappen Deutsches Reich - Grossherzogtum Mecklenburg-Schwerin.jpg|Wappen von Mecklenburg-Schwerin mit der Wendischen Krone auf dem mittleren Wappenhelm&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Denkmäler ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwerin Siegessäule 1870-71 Megalopolis.jpg|mini|Megalopolis der Siegessäule mit der Wendischen Krone]]&lt;br /&gt;
Auch Denkmäler im Lande wurden mit der Wendischen Krone geschmückt. An hervorragender Stelle findet sie sich etwa auf dem Kopf der &amp;#039;&amp;#039;Megalopolis&amp;#039;&amp;#039; auf der [[Siegessäule (Schwerin)|Siegessäule]] am [[Alter Garten (Schwerin)|Alten Garten]] in [[Schwerin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literarisches ===&lt;br /&gt;
In Literatur und Drama wurde die &amp;#039;&amp;#039;Wendische Krone&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls als Identifikator für Mecklenburg genutzt. Jean Bernard Muschi veröffentlichte 1891 &amp;#039;&amp;#039;Die Wendische Krone&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;Vaterländisches Schauspiel in fünf Akten.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Kahle, Dessau/Leipzig 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Helene von Krause]] beschrieb 1912 &amp;#039;&amp;#039;Unter der wendischen Krone: Wanderungen durch Mecklenburg.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Fontane, Berlin 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Robert Beltz (Historiker)|Robert Beltz]], [[Richard Wagner (Historiker)|Richard Wagner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Vorgeschichte von Mecklenburg&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburgische Geschichte in Einzeldarstellungen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1). Süsserott, Berlin 1899, S. 100f.&lt;br /&gt;
* [[Georg Christian Friedrich Lisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Krone.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 6. Schwerin 1841, S. 112 (zu den Fundumständen in Langen Trechow) ([https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00000394 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Georg Christian Friedrich Lisch: &amp;#039;&amp;#039;Kegelgrab und Krone von Admanshagen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 10. Schwerin 1845, S. 272–274 ([https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00000722 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Georg Christian Friedrich Lisch: &amp;#039;&amp;#039;Krone von Lübtheen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 14. Schwerin 1849, S. 315–317. ([https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00001043 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Georg Christian Friedrich Lisch: &amp;#039;&amp;#039;Ueber Bronze-Kronen und die Krone von Schwerin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 29. Schwerin 1864, S. 142–151 ([https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00002009 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Spk-digital|Wendische Krone}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV SWW|wendische+krone}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mecklenburgische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krone (Einzelstück)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JEW</name></author>
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