<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wendisch-Deutsche_Doppelkirche</id>
	<title>Wendisch-Deutsche Doppelkirche - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wendisch-Deutsche_Doppelkirche"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wendisch-Deutsche_Doppelkirche&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T11:41:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wendisch-Deutsche_Doppelkirche&amp;diff=695030&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hans G. Oberlack: location adapted to wikidata</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wendisch-Deutsche_Doppelkirche&amp;diff=695030&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-27T15:26:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;location adapted to wikidata&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Doppelkirche Vetschau.JPG|mini|Blick auf die beiden Kirchenschiffe der Doppelkirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vetschau Kirche 2.JPG|mini|Sakristei vor den beiden Kirchenschiffen, links wendische Kirche, rechts deutsche Kirche.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wendisch-Deutsche Doppelkirche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{DsbS|&amp;#039;&amp;#039;Serbsko-nimska dwójna cerkwja we Wětošowje&amp;#039;&amp;#039;}}) ist eine [[Doppelkirche]] in [[Vetschau/Spreewald]]. Die [[Evangelische Kirche|evangelische]] Kirche verfügt&amp;lt;!-- der Turm gehört nur zur Wendischen Kirche ! , bei gemeinsamem Turm und [[Sakristei]],--&amp;gt; über zwei nebeneinander errichtete [[Kirchenschiff]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgängerbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Kirchenbau an dieser Stelle dürfte bereits Ende des 13. Jahrhunderts im Zuge der [[Christianisierung]] der hier lebenden [[Sorben]] (Wenden) entstanden sein. Diese wendische Kirche war aus [[Feldstein (Baumaterial)|Feld-]] und [[Raseneisenstein]]en gebaut. Im Zuge der [[Reformation]] wurde die Kirche 1540 evangelisch, der Religion der Schlossherrschaft derer [[Schlieben (Adelsgeschlecht)|von Schlieben]] folgend. Bei einem Stadtbrand im Jahr 1619 brannte die Kirche ab. Weitere Schäden entstanden bei einem Brand im Jahr 1642. Erhalten blieb nur der Turmsockel, der noch heute den unteren Teil des Kirchturms bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau der wendischen Kirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Vetschau Kirche 1.JPG|miniatur|Wendische Kirche]]&lt;br /&gt;
Auf den alten Fundamenten wurde, wohl nach Ende des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Kriegs]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Joachim Beeskow]]: &amp;#039;&amp;#039;Führer durch die evangelischen Kirchen des Kirchenkreises Lübben&amp;#039;&amp;#039;. Lübben 1998, ISBN 3-929600-14-5, Seite 223, 2. Absatz&amp;lt;/ref&amp;gt; um 1650&amp;lt;ref&amp;gt;Eschrich, Dehio, Seite 1075&amp;lt;/ref&amp;gt;, eine neue schlichte rechteckige [[Backstein]]kirche mit einer flachen Decke, sichtbaren Querbalken und hohen Spitzbogenfenstern errichtet. Der Westturm wurde zunächst nicht wieder aufgebaut. An der nördlichen Seite dieser Dorfkirche wurde eine Schlosskapelle angebaut. Diese Kapelle diente als Raum für die Gottesdienste der deutschen Schlossherren. Für diese und einige wenige Deutsche wurde hier nach Bedarf in [[Deutsche Sprache|Deutsch]] gepredigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche, später die &amp;#039;&amp;#039;wendische&amp;#039;&amp;#039; genannte Kirche bezeichnet eine [[Matrikel]] aus den Jahren 1673/1674 als Hauptkirche. Sie diente vor allem für die Gottesdienste in [[Niedersorbische Sprache|niedersorbischer (wendischer) Sprache]] für zehn benachbarte Ortschaften. Es wurde aber auch auf Deutsch gepredigt. Von deutscher Seite gab es jedoch Bemühungen, den Status der Hauptkirche der deutschen Kapelle zuzusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau der deutschen Kirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Vetschau Deutsche Kirche.JPG|miniatur|Deutsche Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vetschau Doppelkirche Sakristei.JPG|miniatur|Freigelegte, in der Sakristei aufeinander stoßende Mauerwerke beider Kirchenschiffe]]&lt;br /&gt;
In der Stadt Vetschau nahm der Anteil der deutschen Bevölkerung zu, während das Umland weiter wendisch geprägt blieb. Das deutsche Bürgertum strebte an, sich auch in kirchlichen Fragen von der wendischen Landbevölkerung abzuheben. Die Besucherzahl des deutschsprachigen Gottesdienstes nahm zu, so dass die Kapelle, vermutlich ohne Kanzel und nach einem Brand nur notdürftig repariert, den Ansprüchen nicht mehr genügte. Es gab dann den Befehl, die Schlosskapelle abzureißen und durch eine ordentliche Kirche für die wachsende deutschsprachige Gemeinde zu ersetzen. Die örtlichen Pfarrer sollen dem Neubau ablehnend gegenübergestanden haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Faltblatt der Stadt Vetschau 2006, Seite 3, 1. Absatz&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1689 wurde die Schlosskapelle abgerissen und am 31. März 1690 der Grundstein für die &amp;#039;&amp;#039;deutsche Kirche&amp;#039;&amp;#039; gelegt, die nach dreijähriger Bauzeit 1693 fertiggestellt wurde. Auch dieses aus Backsteinen errichtete [[Barock|spätbarocke]] Kirchenschiff weist einen rechteckigen Grundriss auf und schließt auf voller Länge nördlich an das wendische Kirchenschiff an. Es verfügt über zwei- beziehungsweise dreigeteilte Rundbogenfenster. An der Nordseite und den Ecken wurden gestufte [[Strebepfeiler]] gebaut. Auf dem Schiff befindet sich ein vierseitiges [[Walmdach]]. Die Decke wurde als hölzernes, verputztes [[Tonnengewölbe]] ausgeführt. An der Süd- und Westwand sowie teilweise an der Nordwand ziehen sich zweigeschossige [[Empore]]n entlang, in welchen sich die herrschaftlichen Logen befinden. Der Zugang zu den Emporen entstand in der Nordwestecke und der Westseite. Das Portal zum deutschen Kirchenschiff wurde in der Mittelachse der Nordwand angelegt. Am 30. Januar 1694 weihte der [[Lübben (Spreewald)|Lübbener]] [[Superintendent|Generalsuperintendent]] [[Daniel Römer]] den Neubau ein. Es standen nun zwei Kirchenschiffe direkt Wand an Wand. Unabhängig voneinander bestand sowohl eine wendische als auch eine deutsche Gemeinde. Die wendische Kirche blieb Hauptkirche, die prächtigere deutsche Kirche fungierte als [[Filialkirche|Tochterkirche]] mit einem dort amtierenden [[Archidiakonus]]. Eine dem gemeinsamen Ostgiebel vorgesetzte Sakristei verband die beiden Kirchen. Die mit einem zweijochigen [[Kreuzgratgewölbe]] ausgestattete Sakristei dürfte gleichzeitig mit dem Bau der deutschen Kirche entstanden sein. Neben der Sakristei wurde auch der Kirchturm vor der wendischen Kirche von beiden Kirchen gemeinsam genutzt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Vetschau Kirchturm 2.JPG|mini|links|Kirchturm – die Kante des alten Turmstumpfes ist im Mauerwerk am Übergang zur Ausführung in Backstein zu erkennen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchturm war zunächst nur als Ruine bestehen geblieben. 1704 begann der Wiederaufbau, der 1709 abgeschlossen wurde. In diesem Jahr wurde auf den erhalten gebliebenen quadratischen Turmstumpf ein achteckiger, mit Backsteinen verblendeter Aufbau in [[Fachwerkhaus|Fachwerkbauweise]] errichtet. Den Turmabschluss bildet eine [[Welsche Haube]] mit [[Laterne (Architektur)|Laterne]] und Spitze. Bis zur Fertigstellung des Turms war ein hölzerner [[Glockenstuhl]] in Gebrauch. Im Jahr 1715 waren dann auch wieder alle Glocken repariert oder umgegossen. Ein aufgerichteter [[Stern von Betlehem]] über einem niederliegenden [[Mondsichel|Halbmond]] bekrönte den Turm, mit dem die Erbauer ihre Freude über den abgewendeten Vormarsch der [[Türken]] ausdrückten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1847 und 1849 trafen starke Blitzeinschläge die Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte des 19. Jahrhunderts, nach 1853, erfolgte in der wendischen Kirche ein grundlegender Umbau. Um mehr Plätze zu gewinnen, wurden doppelstöckige Emporen an der Nord- und Südseite gebaut. Ein Holztonnengewölbe ersetzte die bisherige, für die Emporen hinderliche, flache Decke. Da durch die Emporen zu wenig Licht in die Kirche gelangt wäre, wurde hinter dem heutigen Altar ein großes halbrundes Fenster eingesetzt. Zugleich wurde eine neue [[Orgel]] der Firma &amp;#039;&amp;#039;Kaltschmidt&amp;#039;&amp;#039; aus [[Stettin]] eingebaut. Die alte [[Kanzel]], die eher einer Tonne geglichen haben soll, wich einem von einem Kreuz gekrönten [[Kanzelaltar]]. In den [[Predella|Predellen]] beiderseits des [[Kanzelstiel]]s ursprünglich angebrachte [[Bibelvers|Bibelsprüche]] wurden später übermalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Kirche erhielt in dieser Zeit eine [[Neogotik|neogotische]] Bemalung, wobei die ursprüngliche prächtige [[Barock|spätbarocke]] Farbgebung verschwand. Zum Ende des 19. Jahrhunderts, um 1890, wurde die westliche Vorhalle der deutschen Kirche umgebaut. Bei Beibehaltung der Dachkonstruktion wurde das ursprüngliche Fachwerk gegen einen Backsteinbau im neogotischen Stil ausgetauscht. 1899 wurde in dieses Kirchenschiff eine neue Orgel eingebaut. Gleichzeitig entstanden neue Fenster. Die westliche Empore wurde 1935 bauchig vorgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niedergang der wendischen Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 wurden die beiden Gemeinden zu einer [[Parochie]] vereinigt. Die deutschen Behörden waren zur damaligen Zeit bemüht, die sorbische Kultur und Sprache zugunsten des Deutschen zurückzudrängen. Mit der Einstellung des wendischen Schulunterrichts Anfang des 20. Jahrhunderts verlor die wendische Sprache stark an Bedeutung und Rückhalt. Die Zahl der Besucher des wendischen Gottesdienstes ging stark zurück, der letzte fand im Jahr 1932 statt. Es wird spekuliert, dass möglicherweise in vorauseilendem Gehorsam gegenüber den ab 1933 herrschenden [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] dann keine wendischen Gottesdienste mehr angeboten wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Faltblatt der Stadt Vetschau 2006, Seite 3, 2. Absatz&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Vetschau Kirchturm.JPG|mini|Kirchturm]]&lt;br /&gt;
Bis 1977 waren jedoch beide Kirchenschiffe noch als Raum für regelmäßige Gottesdienste im Gebrauch. Die wendische Kirche wurde nun als &amp;#039;&amp;#039;Landkirche&amp;#039;&amp;#039;, die deutsche als &amp;#039;&amp;#039;Stadtkirche&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Ab 1977 wurde die wendische Kirche nur noch als Lagerraum genutzt. So wurden Teile der [[Dorfkirche Pritzen|Dorfkirche von Pritzen]] eingelagert, die einem [[Braunkohletagebau]] weichen musste. 1990 wurde die Orgel in der deutschen Kirche restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nutzung als Kulturkirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1995 begann die Nutzung der wendischen Kirche als &amp;#039;&amp;#039;Kulturkirche&amp;#039;&amp;#039;, für die sich der am 10. Oktober 1995 gegründete &amp;#039;&amp;#039;Förderverein Wendische Kirche e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; einsetzte. In den Jahren 2000 und 2001 wurden beide Kirchen restauriert. Als Raum der Kirchengemeinde dient weiterhin die deutsche Kirche. Die wendische Kirche wurde von der Stadt Vetschau als Kulturkirche per Nutzungsvertrag übernommen. Es finden regelmäßig Konzerte und Ausstellungen statt. Eine Ausstellung erinnert an die durch den Braunkohlentagebau in der Region zerstörten Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 28. Mai 1995 findet in der wendischen Kirche am [[Tag des offenen Denkmals]] ein Gottesdienst in wendischer, also [[Sorbische Sprache|niedersorbischer Sprache]] statt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Vetschau Doppelkirche Innere.jpg|mini|links|Orgelempore in der deutschen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert sind in der wendischen Kirche neben den bereits genannten Gegenständen zwei noch vorhandene Grabsteine. Ein Grabstein für den 1686&amp;lt;ref&amp;gt;Eschrich, Dehio, Seite 1075; Beeskow, Seite 225 gibt das Todesjahr mit 1668 an&amp;lt;/ref&amp;gt; verstorbenen [[Eustachius von Schlieben]] befindet sich in der Nordhälfte des Ostgiebels und ist von einem [[Akanthus (Ornament)|Akanthusrahmen]] umgeben, in dem seine Vita aufgeführt wird. Ein weiterer Grabstein stammt vom Anfang des 18. Jahrhunderts und befindet sich in der südlichen Hälfte des Ostgiebels. Der [[Orgelprospekt]] ist im [[Neogotik|neogotischen]] Stil gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausstattung der deutschen Kirche stammt weitgehend aus ihrer Bauzeit. Die ursprünglich barocke Farbgebung wurde jedoch verändert. Der in der Kirche befindliche [[Altaraufsatz]] soll ein Werk von [[Abraham Jäger]] aus [[Doberlug]] sein. Das [[Tafelbild (Malerei)|Tafelbild]] des Aufsatzes zeigt das leere Grab Jesu am Ostermorgen. Die hölzerne polygonale Kanzel an der nördlichen Kirchenwand wird von einem als Krone gestalteten [[Schalldeckel]] abgeschlossen, der von einem [[Tubaengel|Posaunenengel]] gekrönt wird. Der Aufgang zur Kanzel erfolgt vom Chor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links vom Altar befindet sich ein [[Gotik|spätgotischer]] [[Taufstein]] aus dem 13. Jahrhundert, der aus der dem Braunkohleabbau zum Opfer gefallenen [[Dorfkirche Schönfeld (Lübbenau/Spreewald)|Dorfkirche Schönfeld]] stammt. Die zugehörige Taufschüssel befindet sich in [[Kittlitz (Lübbenau/Spreewald)|Kittlitz]]. Rechts vom Altar liegt die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Fürstenloge&amp;#039;&amp;#039;. Der Name rührt von einem an der Loge befindlichen [[Wappen]] her, das mit einer [[Fürstenkrone]] versehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist auch ein mit der Jahreszahl 1645 versehener [[Opferkasten]] in der Vorhalle der deutschen Kirche. Am Kirchturm erinnert eine Tafel an den niedersorbischen Dichter [[Johannes Bock]], der 1569 in Vetschau geboren wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orgeln ==&lt;br /&gt;
Die in der deutschen Kirche vorhandene und 1899 innerhalb von fünf Monaten von der Firma [[Schlag &amp;amp; Söhne]] aus [[Świdnica|Schweidnitz]] ([[Schlesien]]) erbaute [[Orgel]] stellt mit ihrem [[Abstromverfahren]] der [[Pneumatik|pneumatischen]] Steuerung ein technisches Denkmal dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.orgelklang.de/cdniederlausitz/vetschaudeutschekirche.html | archive-is=20120906093656 | text=Informationen zur Orgel}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Klappleiste/Anfang|style-kopf=text-align:left;|TITEL=Disposition }}&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;24&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;18&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;16&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I. Manual&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–f&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. || Bordun || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2. || Principal || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3. || Gambe || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4. || Hohlflöte || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5. || Gemshorn || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6. || Octave || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7. || Offenflöte || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8. || Progressio harmonique 2-3fach&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9. || Manual Coppel&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;16&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;II. Manual&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–f&amp;lt;sup&amp;gt;3 Jalousieschweller &amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10. || Flöten Principal || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11. || Lieblich Gedackt || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12. || Schalmei || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13. || Aeoline || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14. || Vox cölestis || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15. || Principal || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16. || Flûte harmonique || 4′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;16&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pedal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–d&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17. || Subbaß || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18. || Violon || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 19. || Octavbaß || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20. || Cello || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 21. || Bassflöte || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 22. || Pedal Coppel zu I ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 23. || Pedal Coppel zu II ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Feste Kombinationen: Piano/Mezzoforte/Forte&lt;br /&gt;
* Windanzeiger, Calcant&lt;br /&gt;
{{Klappleiste/Ende}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Kaltschmidt-Orgel Vetschau.jpg|thumb|Kaltschmidt-Orgel in der Wendischen Kirche]]&lt;br /&gt;
Das rein mechanische [[Windlade#Schleiflade|Schleifladen]]-Instrument in der Wendischen Kirche wurde 1859 von dem Orgelbauer [[Friedrich Wilhelm Kaltschmidt]] geschaffen. Es hat 24 [[Register (Orgel)|Register]] auf zwei [[Manual (Musik)|Manualen]] und [[Pedal (Orgel)|Pedal]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.orgelklang.de/cdniederlausitz/vetschauwendischekirche.html | wayback=20131227230155 | text=Informationen zur Orgel}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Klappleiste/Anfang|style-kopf=text-align:left;|TITEL=Disposition }}&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;24&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;18&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;16&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I Hauptwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–f&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. || Bordun || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2. || Principal || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3. || Hohlflöte || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4. || Rohrflöte || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5. || Gambe || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6. || Octave || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7. || Spitzflöte || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8. || Quinte || 3′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9. || Octave || 2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10. || Mixtur IV-V&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;16&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;II Schwellwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–f&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11. || Lieblich Gedackt || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12. || Quintatön || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13. || Salicional || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14. || Aeoline || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15. || Geigen-Principal || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16. || Gemshorn || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17. || Waldflöte || 2′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;16&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pedal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–d&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18. || Subbaß || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 19. || Baßflöte || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20. || Quintatönbaß || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 21. || Violon || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 22. || Posaune || 16′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Koppel (Orgel)|Koppeln]]:&amp;#039;&amp;#039; Manualcoppel, Pedalcoppel&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Spielhilfe (Orgel)|Spielhilfen]]:&amp;#039;&amp;#039; Vocator (mit Glocke), Evakuant (Motorschalter)&lt;br /&gt;
{{Klappleiste/Ende}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Doppelkirche Vetschau in der Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ehm Welk]] gibt in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Lebensuhr des Gottlieb Grambauer&amp;#039;&amp;#039; eine Begebenheit wieder, die ihm sein Vater &amp;#039;&amp;#039;Gottfried&amp;#039;&amp;#039; erzählt hatte und die um 1866 an der Doppelkirche spielt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Der wendische Oberpfarrer hatte zwei schöne weiße Bänke vor seiner Tür. Da setzten wir uns öfter rauf. Auch mal so’n bisschen mit Mädchen, aber in allen Ehren. Da jagte er uns weg. „Setzt euch lieber auf eine Bank in der Kirche“, sagte er, „aber da sehe ich euch nicht!“. Da wir nun zwei Kirchen Wand an Wand hatten – nämlich die Wendische und die Deutsche – fragte ich: „In welche von beiden sollen wir uns denn setzen?“ Er war wohl verblüfft, aber dann sagte er: „Das ist unserem Herrgott egal!“ Na, dachte ich, dann mal zu, und sagte: „Wenn es dem Herrgott egal ist, warum müssen es denn zweie sein?“ Da schimpfte er was von „frechen Bengels“ und kam hinter uns her.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Hans-Joachim Beeskow]]: &amp;#039;&amp;#039;Führer durch die evangelischen Kirchen des [[Kirchenkreis Lübben|Kirchenkreises Lübben]].&amp;#039;&amp;#039; Lübben 1998, ISBN 3-929600-14-5, Seite 222–227&lt;br /&gt;
* Jens Eschrich in &amp;#039;&amp;#039;Dehio, [[Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler]], Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;, [[Deutscher Kunstverlag]] München Berlin 2000, ISBN 3-422-03054-9, Seite 1074 f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wendisch-Deutsche Doppelkirche.&amp;#039;&amp;#039; Faltblatt der Stadt Vetschau, 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wendisch-Deutsche Doppelkirche (Vetschau)}}&lt;br /&gt;
* {{Denkmaldatenbank des Landes Brandenburg|09120142}}&lt;br /&gt;
* [https://tourismus.vetschau.de/sehenswertes/wendisch-deutsche-doppelkirche/ Beschreibung der Kirche]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51.783778|EW= 14.07275 |type=building |region=DE-BB}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|17. August 2006|20299769}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Oberspreewald-Lausitz|Vetschau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Spreewald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude des Evangelischen Kirchenkreises Niederlausitz|Vetschau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Vetschau/Spreewald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Vetschau/Spreewald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Doppelkirche|Vetschau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Disposition einer Orgel|Vetschau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1650er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1690er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hans G. Oberlack</name></author>
	</entry>
</feed>