<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wembley-Tor</id>
	<title>Wembley-Tor - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wembley-Tor"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wembley-Tor&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T13:21:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wembley-Tor&amp;diff=87049&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wembley-Tor&amp;diff=87049&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-05T18:00:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wembley-Tor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird im deutschen [[Fußball]] ein Lattentreffer bezeichnet, bei dem der Ball von der Unterkante der Torlatte nach unten springt und dabei die Torlinie möglicherweise nicht vollständig überschreitet und anschließend wieder ins Spielfeld springt. Nach derartigen Spielszenen ist es oft umstritten, ob der Ball im Tor war oder nicht. Ist der Ball nachweislich nicht im Tor, handelt es sich dabei um ein [[Phantomtor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Speziellen ist damit das derartige [[Tor (Fußball)|Tor]] der englischen Fußballnationalmannschaft in der Verlängerung des Finales der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1966]] gegen Deutschland im [[Wembley-Stadion (1923)|Wembley-Stadion]] gemeint. Das Tor wurde gegeben, obwohl der Ball die Torlinie nicht vollständig überschritten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== WM-Finale 1966 ===&lt;br /&gt;
Entstanden ist der Begriff durch den umstrittenen Treffer von [[Geoff Hurst]] zum 3:2 (Endstand 4:2 n. V.) während des [[Fußball-Weltmeisterschaft 1966#Finale|WM-Endspiels von 1966]] zwischen der [[Englische Fußballnationalmannschaft|englischen]] und der [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|deutschen Fußballnationalmannschaft]] im Londoner [[Wembley-Stadion (1923)|Wembley-Stadion]] am 30. Juli 1966. In der 101. Minute überwand Hurst den deutschen [[Torwart]] [[Hans Tilkowski]] mit einem Schuss aus kurzer Distanz. Der Ball prallte von der Unterkante der Latte auf den Boden auf und wurde dann von dem deutschen Verteidiger [[Wolfgang Weber (Fußballspieler)|Wolfgang Weber]] übers Tor ins Toraus geköpft. Der Schweizer [[Fußballschiedsrichter|Schiedsrichter]] [[Gottfried Dienst]] entschied zunächst auf Eckball und erst nach Rücksprache mit dem sowjetischen [[Linienrichter]] [[Tofiq Bəhramov]] auf Tor. Die Kommunikation erfolgte auf [[Englisch]], obwohl Bəhramov nur [[Aserbaidschanische Sprache|Aserbaidschanisch]] und [[Russische Sprache|Russisch]] sprach.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=sv2ur3gpLlM#t=3m4s Ausschnitt aus einem Interview mit Dienst aus den frühen 1980ern]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Ergebnis des Spiels ist das Tor insofern von Bedeutung, als Deutschland nach diesem Tor seine Abwehr öffnete. England erzielte in den Schlusssekunden ein weiteres Tor, als sich jedoch schon Zuschauer auf dem Spielfeld befanden, so dass der Endstand letztlich 4:2 lautete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachspiel ===&lt;br /&gt;
Der Linienrichter räumte ein, nicht genau gesehen zu haben, ob der Ball im Tor war (tatsächlich ließ er die Fahne zunächst unten); er habe aber aus der Reaktion der Beteiligten (Jubel der Engländer, Zurückhaltung der Deutschen) den Schluss gezogen, dass ein Tor gefallen sein musste. Dies stimmt jedoch nicht mit seinen Memoiren überein: Dort schrieb er, er sei vollkommen überzeugt gewesen, dass der Ball hinter der Linie war, da dieser das Netz berührt habe. Das Auftreffen des Balles auf den Boden habe er nicht gesehen, da er sich auf die jubelnden Engländer konzentriert habe. Eine Netzberührung des Balles wurde jedoch in England nie als Variante diskutiert, auch die Fernsehaufnahmen zeigen deutlich das Gegenteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt nach dem Auftreffen des Balles auf den Boden drehte der englische Stürmer [[Roger Hunt]] jubelnd ab; danach wurde der Ball von [[Wolfgang Weber (Fußballspieler)|Wolfgang Weber]] über das Tor ins Aus geköpft. Hunt erklärte, wenn er nicht völlig sicher gewesen wäre, dass der Ball hinter der Linie sei, hätte er ihn „ins Tor gedrückt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://news.bbc.co.uk/sport2/hi/football/world_cup_2006/4895404.stm &amp;#039;&amp;#039;World Cup 1966 flashback&amp;#039;&amp;#039;]. BBC sports.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bundespräsident (Deutschland)|Bundespräsident]] [[Heinrich Lübke]] handelte sich in Deutschland breite Kritik in der Öffentlichkeit ein, als er nach der WM 1966 sagte: „Der Ball war drin.“ In England wurde dieses Tor weit weniger als in Deutschland diskutiert, der Begriff „Wembley Goal“ wird dort im Sprachgebrauch nicht verwendet. Man spricht dort schlicht vom „dritten Tor“ oder bezeichnet allgemein umstrittene Tore als „Ghost goals“, also „Geistertore“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätere Untersuchungen ===&lt;br /&gt;
Es war lange unklar, ob der Ball hinter der Torlinie war oder nicht. In den 1990er Jahren kam eine von Ingenieuren der [[Universität Oxford]] erarbeitete Studie zum Schluss, der Ball sei nicht im Tor gewesen, sondern habe die vollständige Überschreitung der Linie um sechs Zentimeter verfehlt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://sites.arte.tv/karambolage/de/video/das-archiv-das-wembley-tor|titel=das Archiv: das Wembley-Tor|werk=Karambolage|abruf=2016-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch andere Studien machten anhand von Fotos und Filmaufnahmen geltend, dass der Ball auf der Torlinie aufsprang, da man hochgeschleuderten Kalk der Torlinie sehen kann. Eine Aufbereitung eines 35-mm-Films, der während des Spiels 1966 aufgenommen wurde, zeigt angeblich zweifelsfrei, dass der Ball weder während des Auftreffens an die Latte noch während seiner Flugphase vollständig die Torlinie überschritten hat. Die Kamera, die diese Bilder aufgenommen hatte, befand sich fast auf Höhe der Torauslinie, so dass zu erkennen ist, dass der Ball den kürzesten Weg zwischen Torlatte und Linie genommen hatte und auf dieser aufsprang. Diese Erkenntnisse wurden im Mai 2006 veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Ian Reid und Andrew Zisserman: &amp;#039;&amp;#039;Goal-directed video metrology.&amp;#039;&amp;#039; In: Proceedings of the 4th European Conference on Computer Vision, LNCS 1065, Cambridge 1996, Band II, S. 647–658, Lecture Notes in Computer Science, {{DOI|10.1007/3-540-61123-1}}, Online auf [http://www.robots.ox.ac.uk/~vgg/publications/papers/reid96.pdf University of Oxford] (PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Hilfsmittel ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Torlinientechnik}}&lt;br /&gt;
Da die [[FIFA]] früher [[Videobeweis (Fußball)|Videobeweise im Fußball]] nicht zuließ, wurde über einen [[Computerchip]] im Ball diskutiert, mit dessen Hilfe die Position des Balls genau bestimmt werden kann. Dadurch wäre es möglich zu entscheiden, ob der Ball die Linie überschritten hat oder nicht. Viele Ballhersteller arbeiteten mehrere Jahre lang an diesem System. Ende 2007 stellte [[Adidas]] einen [[Chip-Ball]] vor, der seit 2005 entwickelt wurde. Getestet wurde der Ball bei der [[FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2007]]. Das [[International Football Association Board]] entschied sich jedoch im Frühjahr 2008 gegen jegliche neuen technischen Hilfsmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=|hrsg=|url=http://www.focus.de/sport/fussball/fussball-fifa-regelhueter-der-fifa-lehnen-chip-ball-ab_aid_273161.html|titel=Regelhüter der FIFA lehnen Chip-Ball ab|werk=FOCUS Online|datum=2008-03-08|abruf=2008-08-16|kommentar=|zitat=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde spekuliert, dass dies möglicherweise sogar das endgültige Aus für diese Technik bedeuten könne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=|hrsg=|url=https://www.fuzo-archiv.at/artikel/262288v2 |titel=Absage an „Chipball“|werk=ORF.at|datum=8. März 2008|abruf=16. August 2008|kommentar=|zitat=&amp;amp;nbsp;‚Ich glaube, das war das endgültige Aus‘, kommentierte Brian Barwick, der Chef des Englischen Fußballverbandes [FA], die IFAB-Haltung, strittige Torentscheidungen nicht durch technologische Neuheiten zu erleichtern.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; FIFA-Präsident [[Sepp Blatter]] reagierte auf die internationale Kritik an den Schiedsrichterleistungen bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] und kündigte für das IFAB-Treffen Mitte Juli 2010 im walisischen Cardiff eine Diskussion über das technische Verfahren an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=|hrsg=|url=http://www.kicker.de/news/fussball/wm/startseite/527005/artikel_Kehrtwende-bei-der-FIFA-Blatter-fordert-Diskussion-um-Hilfsmittel.html|titel=Kehrtwende bei der FIFA? Blatter fordert Diskussion um Hilfsmittel|werk=kicker.de|datum=2010-06-29|abruf=2010-07-03|kommentar=|zitat=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatte kein greifbares Ergebnis. Auf dem Treffen der IFAB am 5. Juli 2012 in Zürich wurde die Einführung der Torlinientechnik schließlich beschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FIFA IFAB Nachricht 2012-07-05&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://de.fifa.com/aboutfifa/organisation/marketing/qualityprogramme/news/newsid=1653839/ |wayback=20140613013010 |text=&amp;#039;&amp;#039;IFAB gibt grünes Licht für die Torlinientechnologie&amp;#039;&amp;#039;}}. Website der FIFA, 5. Juli, 2012, abgerufen am 23. August 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der [[FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2012]] und [[FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2013|2013]] und dem [[FIFA-Konföderationen-Pokal 2013|Konföderationen-Pokal 2013]] wurden verschiedene Methoden erprobt. Zur [[Fußball-Weltmeisterschaft 2014|Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien 2014]] wurde das System [[GoalControl]] eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ähnlicher Vorfall bei der WM 2010 ==&lt;br /&gt;
44 Jahre nach dem umstrittenen Tor von Wembley kam es zu einem ähnlichen Vorfall, der sich wieder zwischen Deutschland und England bei einer Weltmeisterschaft ereignete. Am 27. Juni 2010 erzielte [[Frank Lampard]] im Achtelfinalspiel [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010/Finalrunde#Achtelfinale|Deutschland gegen England]] beim Stand von 2:1 ein Tor, das aber nicht anerkannt wurde. Lampards Fernschuss traf die Unterkante der Torlatte, landete hinter der Torlinie, sprang von dort nochmals an die Latte und wurde vom deutschen Torhüter [[Manuel Neuer]] nach dem zweiten Aufkommen auf der Torlinie aufgefangen und sofort wieder aufs Spielfeld abgeworfen. Obwohl die Fernsehkameras das Geschehen in alle Welt gesendet hatten, erkannte weder der [[Fußballschiedsrichter|Schiedsrichter]] [[Jorge Larrionda]] noch der [[Linienrichter]] [[Mauricio Espinosa]] den Treffer, da beide in einem ungünstigen Winkel standen und nicht sehen konnten, dass der Ball hinter der Linie im Tor den Boden berührte. Aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dem Wembley-Tor und der möglicherweise spielentscheidenden Situation wurde das nicht gegebene 2:2 in deutschen Medien auch „umgekehrtes Wembley-Tor“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=|hrsg=|url=http://www.zeit.de/sport-newsticker/2010/6/27/251905xml|titel=„Umgekehrtes“ Wembley-Tor erschüttert Three Lions|werk=Zeit Online|datum=2010-06-27|abruf=2010-06-27|kommentar=|zitat=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, als „Wembley-Tor reloaded“&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAZ&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|autor=|hrsg=|url=http://blogs.faz.net/einsgegeneins/2010/06/27/nach-dem-england-spiel-wembley-reloaded-87/|titel=Nach dem England-Spiel: Wembley reloaded|werk=FAZ.net|datum=2010-06-27|abruf=2010-06-27|kommentar=|zitat=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder auch als „Wembley heißt jetzt [[Bloemfontein]]“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=|hrsg=|url=https://www.sueddeutsche.de/sport/wm-deutschland-wembley-heisst-jetzt-bloemfontein-1.966254|titel=Wembley heißt jetzt Bloemfontein|werk=Süddeutsche Zeitung Online|datum=2010-06-27|abruf=2010-06-27|kommentar=|zitat=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. „Rache für Wembley“ bezeichnet. Das Spiel gewann Deutschland mit 4:1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=HeXWEVXhdUo Ein Video, aufgenommen auf Höhe der Torlinie (mit englischem Originalkommentar)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachbegriff (Fußball)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Torlinientechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiedsrichterwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Britisch-deutsche Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußball-Weltmeisterschaft 1966]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Fußballnationalmannschaft bei Weltmeisterschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Fußballnationalmannschaft bei Weltmeisterschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wembley-Stadion (1923)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>