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	<title>Weltherrschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-15635-76: /* Siehe auch */</title>
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		<updated>2026-03-25T01:28:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weltherrschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Universalherrschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist die [[Herrschaft]] über die gesamte [[Menschheit]] bzw. (bezogen auf die [[vormoderne]] Geschichte) die bekannte Welt. Dieser unerreichte Zustand war das Ziel verschiedener Mächte und Bewegungen, ebenso fungierte der Begriff teilweise nur als ideelles Schlagwort. Die Idee der Weltherrschaft entstand bereits in der [[Antike]] und galt in diesem Sinne, bezogen auf die den Erhebern des Anspruchs bekannte Welt (wie der des [[Römisches Reich|Römischen Reiches]]) bzw. als [[Hegemonie|hegemonialer]] Anspruch, der aber nicht zwingend realpolitisch umgesetzt werden musste. Einer realen Beherrschung der gesamten Welt am nächsten kam bisher das [[Britisches Weltreich|Britische Weltreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Streben nach Weltherrschaft in einem [[Pejoration|pejorativen]] Sinn wurde in der [[Neuzeit]] verschiedenen Gruppen und [[Politisches System|politischen Systemen]] unterstellt und ist bis heute auch ein beliebtes Thema in [[Popkultur|Unterhaltungsmedien]]. Von einigen Autoren wird eine Weltherrschaft der [[Computer]] befürchtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In der historischen Forschung werden verschiedene [[Weltreich]]e oder [[Hegemonialmacht|Hegemonialmächte]] als „Weltherrschaft“ beschrieben, so etwa das [[Römisches Reich|Römische Reich]], das [[Mongolisches Reich|Mongolenreich]] unter [[Dschingis Khan]] oder das habsburgisch-spanische Kolonialreich unter [[Karl V. (HRR)|Karl V.]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alfred Kohler (Historiker)|Alfred Kohler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Quellen zur Geschichte Karls V.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1990, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem die Sonne sinnbildlich nie unterging, oder das britische Empire, das 1922 eine Bevölkerung von 458 Millionen Menschen zählte (ein Viertel der damaligen Weltbevölkerung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Angus Maddison]] |Hrsg=[[OECD]] |Titel=The World Economy: A Millennial Perspective |Datum=2001 |ISBN=92-64-18654-9 |Seiten=98, 242}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) und eine Fläche von ca. 33,67 Millionen km² (etwa ein Viertel der Landmasse der Erde).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Niall Ferguson]]: &amp;#039;&amp;#039;Colossus. The Price of America’s Empire.&amp;#039;&amp;#039; London 2004, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tatsächlich übten all diese Gebilde Herrschaft jeweils nur über einen Bruchteil der Erdoberfläche und der Weltbevölkerung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Heinrich III. (HRR) Miniatur.jpg|mini|hochkant|Kaiser [[Heinrich III. (HRR)|Heinrich III.]] mit [[Zepter]] und [[Reichsapfel]], Miniatur aus dem [[Perikopenbuch Heinrichs III.]] um 1040]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee der Weltherrschaft wurde bereits in der [[Antike]] vertreten: Von den altorientalischen Reichen bis hin zum Römischen Reich. In römischer Zeit wurde explizit eine unbegrenzte römische Herrschaft propagiert (&amp;#039;&amp;#039;imperium sine fine&amp;#039;&amp;#039;). Dies verband sich in der [[Spätantike]] mit dem [[Christentum|christlichen]] Einheitsgedanken, was auch im [[Mittelalter]] von Bedeutung war. Die Kaiser des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] verstanden sich zumindest ideell (nicht zwingend realpolitisch) im Sinne der [[Reichsidee]] als „Weltherrscher“ und vertraten einen Universalherrschaftsanspruch. Während der universale Herrschaftsanspruch im [[Frühmittelalter]] noch problemlos formuliert werden konnte, verlor er nach dem [[Investiturstreit]] an Kraft. In der [[Staufer]]zeit wurde er nochmals betont, doch blieb er dann im [[Spätmittelalter]] politisch (außer im frühen 14. Jahrhundert) ohne größere Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Othmar Hageneder]]: &amp;#039;&amp;#039;Weltherrschaft im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung]] 93, 1985, S. 257–278.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weltherrschaft wurde im Mittelalter auch vom [[Papst]]tum beansprucht (&amp;#039;&amp;#039;[[Dictatus Papae]]&amp;#039;&amp;#039;, Bulle &amp;#039;&amp;#039;[[Unam Sanctam]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Papstprimat]]), konnte im weltlichen Bereich aber nicht durchgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Sultan]]e des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]] erhoben seit dem 15. Jahrhundert ebenfalls diesen Anspruch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Lukas Kieser: &amp;#039;&amp;#039;Djihad, Weltordnung, „Goldener Apfel“. Die osmanische Reichsideologie im Kontext west-östlicher Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Richard Faber (Soziologe)|Richard Faber]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Imperialismus in Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Königshausen und Neumann, Würzburg 2005, S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sultan [[Süleyman I.]] zum Beispiel rechtfertigte ihn bei Verhandlungen im Vorfeld seiner [[Erste Wiener Türkenbelagerung|Belagerung Wiens]] 1529 theologisch: {{Zitat|Weil nur [[Tauhīd|ein Gott]] und nur ein Himmel ist, so ist es gerecht, dass auf dem Erdreich auch nur ein Haupt und Regierer sei: Derselbe will Er sein und seinen Kopf nicht sanft legen, bis sie und die ganze Christenheit unter seine Gewalt bezwungen werden.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Stern von Labach]]: &amp;#039;&amp;#039;Belegerung der Statt Wienn jm jar als man zallt nach Cristi geburt tausent fünffhundert vnnd im newnundzwaintzigisten beschehn kürtzlich angetzaigt&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1529, S. 14 ([[s:Belegerung der Statt Wienn 1529|Digitalisat]], Rechtschreibung angepasst).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Napoleon-Biograph [[August Fournier]] interpretierte die Kriege [[Napoleon Bonaparte|Napoleons I.]] gegen das Britische Empire, das [[Kaisertum Österreich]] und weitere Reiche als „Kampf um die Weltherrschaft“.&amp;lt;ref&amp;gt;August Fournier: &amp;#039;&amp;#039;Napoleon I. – Eine Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Band: Napoleons Kampf um die Weltherrschaft. Zweite Auflage, Freytag/Tempsky, Leipzig/Wien 1905.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wurde vom [[Marxismus]] eine [[Weltrevolution]] vorausgesagt, also die Zerschlagung der bürgerlichen Herrschaft in allen Staaten der Erde und die Errichtung einer weltweiten [[Diktatur des Proletariats]] in Form einer „sozialistischen Weltrepublik“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Für die Politikwissenschaftlerin [[Hannah Arendt]] ist das Streben nach Weltherrschaft eines der Kennzeichen [[Totalitarismus|totalitärer Systeme]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hannah Arendt: &amp;#039;&amp;#039;[[Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft]]. Antisemitismus, Imperialismus, totale Herrschaft&amp;#039;&amp;#039;, Neuausgabe Piper, München und Zürich 2008, S. 635, 641&amp;amp;nbsp;f. u.&amp;amp;nbsp;ö.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob auch [[Adolf Hitler]] und die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] die Weltherrschaft oder eine [[Deutscher Kolonialismus in der Zeit des Nationalsozialismus|koloniale]] Weltvorherrschaft anstrebten, ist in der historischen Forschung seit langer Zeit umstritten. An Weltherrschaftspläne Hitlers glaubten beispielsweise [[Konrad Heiden]]&amp;lt;ref&amp;gt; Konrad Heiden: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Hitler. Eine Biographie&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2, Zürich 1937, S. 240.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Andreas Hillgruber]],&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Hillgruber: &amp;#039;&amp;#039;Endlich genug über Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg? Forschungsstand und Literatur&amp;#039;&amp;#039;, Düsseldorf 1982, S. 34 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jochen Thies,&amp;lt;ref&amp;gt;Jochen Thies: &amp;#039;&amp;#039;Architekt der Weltherrschaft. Die Endziele Hitlers&amp;#039;&amp;#039;, Droste Verlag, Düsseldorf 1985.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hans-Ulrich Wehler]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Ulrich Wehler: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Band 4: Vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten 1914–1949&amp;#039;&amp;#039;, C.H. Beck, München 2003, S. 848&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Michael Grüttner]]. Dieser deutet etwa folgendes Zitat aus einer 1930 gehaltenen Rede Hitlers als Indiz dafür, dass dieser die Weltherrschaft anstrebte:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Jedes Wesen strebt nach Expansion, und jedes Volk strebt nach der Weltherrschaft. Aber nur wer dieses letzte Ziel im Auge behält, gerät auf den richtigen Weg. Und das Volk, das dieses Ziel sich zu stellen zu feige ist, den Mut nicht mehr besitzt oder die Kraft nicht mehr hat, den Weg zu finden, dieses Volk betritt dann den zweiten Weg, und zwar den des Verzichtens, der Selbstaufgabe, der endlich bei der Vernichtung und in der Vernichtung seinen Abschluß findet.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in: [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Dritte Reich. 1933–1939&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Handbuch der deutschen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 19), Klett-Cotta, Stuttgart 2014, S.&amp;amp;nbsp;206; weitere Anhänger der These sind Günter Moltmann: &amp;#039;&amp;#039;Weltherrschaftsideen Hitlers&amp;#039;&amp;#039;, in: Otto Brunner und Dietrich Gerhard (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Europa und Übersee. Festschrift für Egmont Zechlin&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1961, S. 297–240, und Milan Hauner: &amp;#039;&amp;#039;Did Hitler Want World Domination?&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Contemporary History&amp;#039;&amp;#039; 13 (1978), S. 15–32.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Hitler die Errichtung einer kontinentaleuropäischen [[Hegemonie]] anstrebte, glauben dagegen [[Axel Kuhn (Historiker)|Axel Kuhn]],&amp;lt;ref&amp;gt;Axel Kuhn: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers außenpolitisches Programm&amp;#039;&amp;#039;. Klett, Stuttgart 1970&amp;lt;/ref&amp;gt; Dietrich Aigner&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich Aigner: &amp;#039;&amp;#039;Hitler und die Weltherrschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Michalka]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Außenpolitik&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1978, S. 49–69&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Eberhard Jäckel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard Jäckel: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers Herrschaft. Vollzug einer Weltanschauung&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der irische Historiker [[Brendan Simms]] glaubt, dass Hitler keine Weltherrschaft, sondern eine deutsche [[Weltmacht]]stellung anstrebte, die er als Voraussetzung für ein nationales Überleben ansah.&amp;lt;ref&amp;gt;Brendan Simms: &amp;#039;&amp;#039;Hitler: Eine globale Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2020, [https://books.google.de/books?id=a7O6DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=Hitler+weltherrschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiJ96H8_6LuAhVZPuwKHYYLAZQQ6AEwAnoECAUQAg#v=onepage&amp;amp;q=weltherrschaft&amp;amp;f=false einsehbar] bei [[Google Books]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Kontroverse zwischen „Globalisten“ und „Kontinentalisten“ nimmt der Historiker [[Jürgen Müller (Historiker)|Jürgen Müller]] eine mittlere Position ein: Er schlägt vor, zwischen den Zielen zu unterscheiden, die Hitler in seinem Leben real erreichen wollte, und denen, die erst seine Nachfolger anstreben würden. Aus der Tatsache, dass Hitler sich für [[Lateinamerika]] nicht interessierte, zieht er den Schluss, es sei sein „Lebensziel“ gewesen, für Deutschland lediglich die Herrschaft über Europa und eine weltwirtschaftliche Führungsrolle zu sichern. „Seinen Nachfolgern sollte es überlassen bleiben, Grundlage die Bestimmung der [[Arier|arischen]] Rasse zu erfüllen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Müller: &amp;#039;&amp;#039;Hitler, Lateinamerika und die Weltherrschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: I&amp;#039;&amp;#039;bero-amerikanisches Archiv&amp;#039;&amp;#039;, Neue Folge, Bd. 18, Heft 1/2 (1992), S. 67–101, das Zitat S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weltherrschaftspläne als politischer Vorwurf ==&lt;br /&gt;
Der Vorwurf, die Weltherrschaft anzustreben, war und ist ein verbreitetes Mittel, um eine Gruppe oder ein Denksystem zu [[Diskreditierung|diskreditieren]]. Dies wurde unter anderem unterstellt&lt;br /&gt;
* [[Ludwig XIV.]] seit dem [[Holländischer Krieg|Holländischen Krieg]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Wrede]]: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig XIV. Der Kriegsherr aus Versailles.&amp;#039;&amp;#039; Theiss, Darmstadt 2015, ISBN 978-3-8062-3160-1, S. 197.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* dem [[Illuminatenorden]], einer 1785 verbotenen [[Geheimgesellschaft]], der seitdem von verschiedenen [[Verschwörungstheorie]]n immer wieder unterstellt wird, sie existiere insgeheim fort,&amp;lt;ref&amp;gt;Angelika Benz: &amp;#039;&amp;#039;Illuminaten&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Antisemitismus]]. Band 5: Organisationen.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter Saur, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-027878-1, S. 322.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* der [[römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] im [[Kulturkampf]],&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Oliver Sobich: &amp;#039;&amp;#039;„Schwarze Bestien, rote Gefahr“. Rassismus und Antisozialismus im deutschen Kaiserreich&amp;#039;&amp;#039;, Campus, Frankfurt am Main/New York 2006, S. 264.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* den [[Juden]] – mit der bekannten Fälschung eines angeblichen Fahrplans zur Weltherrschaft, den &amp;#039;&amp;#039;[[Protokolle der Weisen von Zion|Protokollen der Weisen von Zion]]&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Belege bei Johannes Zischka: &amp;#039;&amp;#039;Die NS-Rassenideologie. Machttaktisches Instrument oder handlungsbestimmendes Ideal?&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Bern 1986; Jacob Katz, &amp;#039;&amp;#039;Vom Vorurteil bis zur Vernichtung. Der Antisemitismus 1700–1933&amp;#039;&amp;#039;, C.H. Beck, München 1990; Norman Cohn, &amp;#039;&amp;#039;Die Protokolle der Weisen von Zion. Der Mythos der jüdischen Weltverschwörung&amp;#039;&amp;#039;, Elster, Baden-Baden 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder in der [[NS-Propaganda]], zum Beispiel in der [[Der ewige Jude (Ausstellung)|Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Der ewige Jude&amp;#039;&amp;#039;]] von 1937 oder dem [[Der ewige Jude|gleichnamigen Film]] von 1940.&amp;lt;ref&amp;gt;Mona Körte: &amp;#039;&amp;#039;Ahasverus&amp;#039;&amp;#039;. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Antisemitismus.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Begriffe, Ideologien, Theorien.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter Saur, Berlin 2008, ISBN 978-3-598-24074-4, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* dem [[Realsozialismus]] und der [[Sowjetunion]]&amp;lt;ref&amp;gt;So beispielsweise [[Bolko von Richthofen]] und Reinhold Robert Oheim: &amp;#039;&amp;#039;Weltherrschaft. Die Entwicklung Russland zur Großmacht. Ziel und Weg des Sowjetkommunismus&amp;#039;&amp;#039;, K. W. Schütz, Oldendorf 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* den [[Vereinigte Staaten|USA]] oder Gruppen, die sie insgeheim kontrollieren würden (siehe etwa &amp;#039;&amp;#039;[[Zionist Occupied Government]]&amp;#039;&amp;#039;), wird in verschiedenen Verschwörungstheorien unterstellt, eine [[Neue Weltordnung (Verschwörungstheorie)|Neue Weltordnung]] anzustreben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technologische Singularität ==&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit den raschen Fortschritten der [[Künstliche Intelligenz|künstlichen Intelligenz]] (KI) wird seit langem spekukuliert, es könne zu einer [[Technologische Singularität|technologischen Singularität]] kommen, in der [[Computer]] eine [[Superintelligenz]] ausbilden und die Weltherrschaft übernehmen. Bereits 1970 hatte der KI-Forscher [[Marvin Minsky]] prophezeit, wenn die Menschheit Glück habe, würden die [[Roboter]] „uns als Haustiere halten“; laufe es schlecht, „betrachten sie uns als ihre Nahrung“. In den 2020er Jahren wurde vermehrt vor dieser Gefahr gewarnt und ein Moratorium der KI-Forschung gefordert. Der Journalist Alexander Brentler sieht diese Warnungen, die unter anderem von Profiteuren der KI-Forschung wie [[Elon Musk]] vertreten würden, lediglich eine „[[Marketing]]-Masche“: [[OpenAI|Chat-GPT 4]] sei immer noch lediglich „eine Lern- und keine Denkmaschine, die sicherlich nicht imstande ist, nach der Weltherrschaft zu trachten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Brentler: [https://jacobin.de/artikel/die-kuenstliche-intelligenz-loest-probleme-die-wir-nicht-haben-chat-gpt-chatbot-generative-ki-alexander-brentler &amp;#039;&amp;#039;Die künstliche Intelligenz löst Probleme, die wir nicht haben&amp;#039;&amp;#039;]. [[Jacobin|jacobin.de]], 27. April 2023, zitiert bei Christan Jakob: &amp;#039;&amp;#039;Endzeit. Die neue Angst vor dem Weltuntergang und der Kampf um unsere Zukunft.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Links Verlag, Berlin 2023, ISBN 978-3-96289-206-7, S. 115; das Minsky-Zitat ebd., S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theologie ==&lt;br /&gt;
Im christlichen Kontext wird [[Jesus Christus]] als (letzter) &amp;#039;&amp;#039;Weltherrscher&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Weltenherrscher]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Damit ist einerseits gemeint, dass er im geistlichen Sinne bereits gegenwärtig als [[Christus König|Christkönig]] [[Pantokrator]] der Herrscher alles Bestehenden sei. In der [[Eschatologie]] soll er als wiederkommender [[Messianismus|Messias]] erst noch Weltenherrscher werden und den zuvor mit Hilfe von [[Satan]] herrschenden [[Antichrist]]en ablösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Populärkultur ==&lt;br /&gt;
In Unterhaltungsmedien findet sich recht häufig die Figur eines [[Bösewicht|Superschurken]] oder [[Verrückter Wissenschaftler|verrückten Wissenschaftlers]], der die Weltherrschaft anstrebt, so etwa bei [[Dr. Mabuse]], in den [[James Bond#Eon-Filme (1962–2021)|James-Bond-Filmen]], im [[DC-Universum]] oder – als [[Parodie]] – in der [[Zeichentrick]]serie [[Pinky und der Brain]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Universalmonarchie]]&lt;br /&gt;
* [[Weltregierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Menzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Ordnung der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-518-42372-1.&lt;br /&gt;
* [[Herfried Münkler]]: &amp;#039;&amp;#039;Imperien. Die Logik der Weltherrschaft – vom Alten Rom bis zu den Vereinigten Staaten.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Berlin 2005, ISBN 3-87134-509-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschaftssoziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verschwörungstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eschatologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-15635-76</name></author>
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