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	<title>Wellner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wellner&amp;diff=547181&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eriosw: fix url genealogy.net</title>
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		<updated>2026-03-19T18:08:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;fix url genealogy.net&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Unternehmen&lt;br /&gt;
| Name = Wellner &lt;br /&gt;
| Logo =&lt;br /&gt;
| Unternehmensform = [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|Gesellschaft mit beschränkter Haftung]]&amp;lt;!--| ISIN = nicht börsennotiert ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ISIN = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum =1854 als Argentanfabrik&amp;lt;br /&amp;gt;mehrfache Namensänderungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Besteckfabrik Wellner&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;August Wellner und Söhne&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Auer Besteck- und Silberwaren&amp;#039;&amp;#039; (ABS), &amp;#039;&amp;#039;Wellner/ABS GmbH&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
| Auflösungsdatum = &lt;br /&gt;
| Auflösungsgrund = &lt;br /&gt;
| Sitz = [[Schneeberg (Erzgebirge)|Schneeberg]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
| Leitung = Geschäftsführer:&amp;lt;br /&amp;gt; Siegfried Günzl&lt;br /&gt;
| Mitarbeiterzahl = 900 (1970er Jahre)&lt;br /&gt;
| Umsatz = &lt;br /&gt;
| Stand = &lt;br /&gt;
| Branche = [[Metallurgie#Verhüttungs- und Weiterverarbeitungstechnik|Metallurgie]]&lt;br /&gt;
| Homepage = http://www.original-wellner.de/&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--Umsatz = ? Mio. EUR (2006) ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:08-10-7 Aue Wellner17.JPG|mini|hochkant=1.4|{{center|Einfahrt zum Wellnerschen Fabrikhallenkomplex; am rechten Bildrand das Verwaltungsgebäude, Zustand im Jahr 2008&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Nach späteren Abrissarbeiten auf dem Gelände ist das im hinteren Bereich zu sehende Gebäude mit dem Übergang nicht mehr vorhanden.&amp;lt;/small&amp;gt;}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Firma &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wellner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Großproduzent von [[Besteck]]en und metallenem [[Tafelgeschirr]], sie hatte zwischen 1854 und 1958 ihren Hauptsitz in [[Aue (Sachsen)|Aue]] in [[Sachsen]]. In der DDR-Zeit, von 1958 bis nach 1990 wurde an gleicher Stelle unter dem neuen Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auer Besteck- und Silberwarenwerke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ABS) die Erzeugnispalette weiter produziert und teilweise ausgebaut. Seit zirka 1993 gibt es eine Nachfolgefirma, die seit 2001 in einer neuen Manufaktur im Nachbarort [[Schneeberg (Erzgebirge)|Schneeberg]] Teile des bisherigen Sortiments mit kleiner Belegschaft auf Originalmaschinen weiter produziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.original-wellner.de/ Website der Wellner-Fabrik in Schneeberg]; abgerufen am 30. Sept. 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gebäudekomplex in Aue wurde leergezogen und die Stadtverwaltung suchte lange Zeit Nachnutzer. In das ehemalige Verwaltungsgebäude von Wellner zog das 1990 neu gebildete [[Landratsamt]] mit einer Beschäftigungsgesellschaft ein. Die Fabrikhallen wurden bis auf einen Trakt größtenteils abgerissen. Der erhaltene Teilkomplex steht nun unter [[Denkmalschutz]] und wird schrittweise saniert, eine neue Nutzung bzw. neue Mieter werden gesucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historischen Gebäude der Bestecke- und Silberwarenfabrik Wellner in Auerhammer, bestehend aus dem Verwaltungsgebäude und zwei Produktionsgebäuden, sind aufgrund ihrer Bedeutung als Beispiel einer Bergbaufolgeindustrie, basierend auf der Entdeckung des [[Neusilber]]s (Argentan) eine assoziierte Stätte der [[Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří]], welche seit 2019 zum [[UNESCO-Welterbe]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.montanregion-erzgebirge.de/welterbe/schneeberg/assoziiertes-element/bestecke-und-silberwarenfabrik-wellner.html Die Bestecke- und Silberwarenfabrik Wellner auf der Website der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unternehmensgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aue Wellner-06.jpg|mini|links|hochkant=0.5|Schutzmarke auf den Besteck&amp;amp;shy;teilen: &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;3 Zwerge bzw. 3&amp;amp;nbsp;Männel&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sächsische Metallwaren-Fabrik 1000 Mk 1913.jpg|mini|hochkant|Aktie über 1000 Mark der Sächsischen Metall&amp;amp;shy;waren-Fabrik August Wellner Söhne AG vom 23.&amp;amp;nbsp;September 1913]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung 1854 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs ===&lt;br /&gt;
Das Unternehmen wurde 1854 in Aue von [[Christian Gottlieb Wellner]] in vorhandenen Gebäuden des [[Auerhammer#Der Auer Hammer|Auerhammers]] als [[Neusilber|Argentanfabrik]] gegründet. Stetige Erweiterungen der Produktionsanlagen und der Belegschaft führten zu einer florierenden Firma, die metallene Haushaltsartikel wie Löffel aus Argentan herstellte, aber auch [[Tabakspfeife#Metall|Pfeifendeckel]]. Der Sohn und spätere Hauptunternehmer [[Carl August Wellner]] führte das Unternehmen ab 1858 erfolgreich weiter und schuf Zweigniederlassungen und Vertretungen in Deutschland und sogar in anderen europäischen Ländern. Zum Firmenkonsortium Wellner gehörte im Zeitraum 1886 bis 1919 auch das [[Messingwerk Niederauerbach]].&lt;br /&gt;
Im Jahr 1892 übergab Carl August seinen Kindern die Leitung des Unternehmens, die es in eigene Fabriken aufspalteten. Am 23.&amp;amp;nbsp;September 1913 wurde die Privatfabrik in eine [[Aktiengesellschaft|AG]] umgewandelt. Der zweite Sohn von Christian Wellner, Gottlieb Wellner, gründete in Aue die Besteckfabrik, die mit eigenen Neusilberprodukten unter [[GOWE]] (=Gottfried Wellner) auf den Markt kam. Daher wurden die Produkte der AG dann mit &amp;#039;&amp;#039;Original Wellner&amp;#039;&amp;#039; gemarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ascasonline.org/windowmarz94.html Abbildungen mit Beschreibung (engl.)] auf der Website der &amp;#039;&amp;#039;Association Of Small Collectors Of Antique Silver&amp;#039;&amp;#039; (ASCAS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vor 160 J.&amp;quot;&amp;gt;Heinz Poller: &amp;#039;&amp;#039;Vor 160 Jahren begann Wellner sein Lebenswerk.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;WochenspiegelBekanntmachungen&amp;#039;&amp;#039;, 24. Sept. 2014, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Firmengründung durch Christian Gottlieb Wellner war die Gründung einer &amp;#039;&amp;#039;Argentan-/Alpacca-Besteckfabrik&amp;#039;&amp;#039; durch Christian Friedrich Hutschenreuter im Jahr 1852 vorausgegangen. Hutschenreuter war der Schwiegersohn von Christian Wellner und produzierte zunächst auf dem Hof seines Wohngebäudes (Wettinerstraße 124) unter dem Markenzeichen [[C. F. Hutschenreuter|CFH]] und einem Steinbock. Er stellte auch weitere Produkte für die [[Tisch|Tafel]] her wie etwa Kerzenleuchter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.beyars.com/partner-objekt_182608_c-f-hutschenreuter-co-metall-und-neusilberwarenfabrik-aue-in-sachsen-.html Auktion auf www.beyars.com für einen Kerzenleuchter von C.&amp;amp;nbsp;F.&amp;amp;nbsp;Hutschenreuter aus dem Jahr 1930]; abgerufen am 30. Sept. 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] fehlten dem Unternehmen Wellner zahlreiche männliche Arbeitskräfte, was zu einer vermehrten Einstellung von Frauen führte, die &amp;#039;&amp;#039;Industriearbeiterin&amp;#039;&amp;#039; entstand auch hier. Außerdem wurde von Staats wegen die Herstellung &amp;#039;&amp;#039;kriegswichtiger Erzeugnisse&amp;#039;&amp;#039; wie Hülsen für Gewehrmunition und [[Granate]]n gefördert, die bisherige Erzeugnispalette musste verringert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Firma Wellner gehörte im Zeitraum 1886 bis 1919 auch das [[Messingwerk Niederauerbach]], das nach der Übernahme den Namen &amp;#039;&amp;#039;Sächsisches Messingwerk Chr. G. Wellner&amp;#039;&amp;#039; und ab 1892 den Namen &amp;#039;&amp;#039;Sächsisches Messingwerk Chr. G. Wellner Söhne&amp;#039;&amp;#039; erhielt. Das Messingwerk im heutigen [[Rodewisch]]. Es behielt vom Auerhammer Werk weitgehende Unabhängigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von 1918 bis zur Enteignung 1946 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Krieges wurde die Produktion von Bestecken und Tafelgeschirr in größerem Umfang wieder aufgenommen. Sogenannte [[Halbzeug]]e und [[Halbfabrikat]]e wie Blechtafeln, Drähte, Stangen und Stäbe kamen neu hinzu. Die Fabrik konnte sich immer mehr vergrößern und auf dem Weltmarkt etablieren. Bis in die Mitte der 1920er Jahre waren schließlich 36&amp;amp;nbsp;[[Schmelzofen|Schmelzöfen]], sechs [[Walzstraße]]n, viele [[Drahtzieherei|Drahtziehanlagen]], Pressen, Stanzen und Kleinmaschinen im Einsatz. Innerbetrieblich wurden neue Abteilungen wie Schnitt- und Stanzenbau, Schriftstempelfabrikation, Tischlerei, Bauabteilung, Kraftfahrzeugreparaturwerkstatt, Eisengießerei und Dampfhammerwerk für eine eigene Maschinenbauanstalt gebildet. Etwa 6.000&amp;amp;nbsp;Personen erzeugten 300.000&amp;amp;nbsp;[[Tonne (Einheit)|Tonnen]] Neusilber, von dem die Hälfte im eigenen Werk zu Endprodukten weiterverarbeitet wurde. Bestecke aus erstmals produziertem rostfreien [[Edelstahl]] kamen auch in das Sortiment. In den Zeiten der [[Weltwirtschaftskrise]] bis etwa noch 1932 ging der Absatz von Bestecken stark zurück und nur die Finanzhilfe von Großbanken konnte den [[Bankrott|Konkurs]] der Fabrik abwenden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Presse Hecker&amp;quot;&amp;gt;Information von Jana Hecker, Pressereferentin und Stabsleiterin der Stadtverwaltung Aue vom Mai 2009 und vom Oktober 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1933 stellte die Firma der [[Amtshauptmannschaft Schwarzenberg]] in [[Zschorlau]] ein nicht mehr genutztes Fabrikgebäude mit Einrichtungsgegenstände sowie Baumaterialien kostenlos zur Einrichtung des [[KZ Zschorlau|Konzentrationslagers Zschorlau]] zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1934 verbot eine neue Reichsverordnung den Export von Neusilber-Erzeugnissen, was zu einer Produktionsverringerung führte. Einschneidende Änderungen traten durch den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ein. Diesmal mussten Produktionsstrecken so verändert werden, dass darauf Hülsen für [[Flak]]-Geschosse entstehen konnten. Außerdem kamen [[Zwangsarbeiter]] und [[Kriegsgefangene]] zum Einsatz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Presse Hecker&amp;quot;/&amp;gt; Der Firmenname lautete bis zum 1.&amp;amp;nbsp;November 1941 &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Metallwarenfabrik August Wellner Söhne AG&amp;#039;&amp;#039;, danach &amp;#039;&amp;#039;August Wellner Söhne AG&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufteilung und Wiederaufnahme der Produktion als Volkseigener Betrieb ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Herstellermarke ABS DDR.jpg|mini|Herstellermarke der VEB Auer Besteck- und Silberwarenwerke (ABS)]]&lt;br /&gt;
Nach den [[Enteignung]]en 1946 und dem Abbau der großen Produktionsanlagen als [[Reparation]]szahlungen an die [[Sowjetunion]] konnte ab den 1950er Jahren wieder mit der Produktion von Tafelbestecken begonnen werden. Der [[Mantelgesellschaft|Firmenmantel]] von Wellner wurde 1950 nach [[Frankfurt am Main]] verlagert und dort ab 1958 als [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]] weitergeführt.&lt;br /&gt;
Die Enteignung der Fabrikbesitzerfamilie 1946 führte auch zum Übergang der insgesamt 16&amp;amp;nbsp;Immobilien in den Besitz der Stadt Aue.&lt;br /&gt;
[[Datei:Aue 2004 Wellner02.jpg|mini|Tafelgeräte von &amp;#039;&amp;#039;ABS&amp;#039;&amp;#039; auf einer Schautafel am Wellner-Gebäude, 2004]]&lt;br /&gt;
Die Fabrik in Aue erhielt den Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auer Besteck- und Silberwarenwerke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ABS). Sie wurde als [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-Schwerpunktbetrieb ausgebaut sowie das Stammwerk des [[Kombinat Unimewa|Kombinats Unimewa]] &amp;#039;&amp;#039;(Universalmetallwaren).&amp;#039;&amp;#039; Um 1970 erzeugten rund 900&amp;amp;nbsp;Menschen metallenes Tafelgeschirr, das auch wieder erfolgreich exportiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wellner ab 1990 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellner ABS GmbH (Schneeberg).jpg|mini|Wellner ABS GmbH (Schneeberg)]]&lt;br /&gt;
Nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] kaufte [[Herbert Hillebrand]] den Betrieb von der Treuhand. Die Besteckherstellung am Standort Aue wurde 1995 aufgegeben, allein die Lohnkosten waren doppelt so hoch wie der Umsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2000/zeit/der-sieger &amp;#039;&amp;#039;Zeit der Sieger&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Weil es keine Käufer für den Komplex gab und auch kein weiteres Geld in die Gebäude gesteckt werden sollte, blieb es bei Sicherungsarbeiten im Auftrag der Stadtverwaltung Aue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der Produktionsaufgabe am Standort Aue beanspruchten zwei neu gegründete Firmen einen Teil des Namens für ihr Unternehmen, da sie auch Besteck beziehungsweise Tafelgeschirr produzieren – und zwar &amp;#039;&amp;#039;Wellner/ABS GmbH&amp;#039;&amp;#039; in [[Schneeberg (Erzgebirge)|Schneeberg]]&amp;lt;ref name=FP-Artikel1&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/ERZGEBIRGE/AUE/1513151.html|wayback=20091203132418|text=&amp;#039;&amp;#039;Grandioser Name treibt uns an. Vor 100 Jahren starb Carl August Wellner – Tradition des Auer Unternehmens lebt im Kleinen in Schneeberg fort&amp;#039;&amp;#039;}}, In: &amp;#039;&amp;#039;[[Freie Presse]]&amp;#039;&amp;#039;, 24. Mai 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;Wellner Silber GmbH&amp;#039;&amp;#039; mit Sitz in [[Aue (Sachsen)|Aue]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.wellner-silber.de/de/42609-Impressum|wayback=20130904063946|text=Impressum Wellner Silber GmbH}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als geistiger Nachfolger in der Tradition der &amp;#039;&amp;#039;Wellner-Werke&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Auer Besteck- und Silberwarenwerke&amp;#039;&amp;#039; produziert einzig die Firma &amp;#039;&amp;#039;Wellner/ABS GmbH&amp;#039;&amp;#039; die altbekannten Wellner-Dekors wie &amp;#039;&amp;#039;Mozart&amp;#039;&amp;#039; und die Gesamtpalette der früheren ABS- und Porzellanbestecke. Die Bedeutung der Marke Wellner in der Gegenwart lässt sich an der Vielfalt der [[Fälschung]]en erkennen, die sich nach wie vor neben den Premium-Tafelbestecken am Markt befinden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schaarschmidt.it/cms/schaarschmidt-it/design/tafelsilber-44.html Abbildungen von &amp;#039;&amp;#039;Wellner Design&amp;#039;&amp;#039;-Fälschungen unbekannten Ursprungs und 4 Original-Wellner-Tafelbesteckdekors aus dem Hause Wellner/ABS GmbH Schneeberg].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
=== Produktionshallen ===&lt;br /&gt;
==== Bauten in den 1880er Jahren und kurze Gebäudebeschreibung ====&lt;br /&gt;
Anstelle der ursprünglichen Schmelzhüttenfabrik ließ Carl August Wellner einen völlig neuen Fabrikhallenkomplex errichten, dessen erster Teil 1884 eröffnet wurde. Im Jahr 1897 wurde mit einem Fabrikgebäude ein weiterer Teil in Betrieb genommen. Zur Sicherung der Produktion entstanden im Jahr 1900 eine eigene Neusilbergießerei und ein eigenes [[Walzwerk]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vor 160 J.&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:08-10-7 Aue Wellner15.JPG|mini|Uhrenturm auf dem Fabrikgebäude, 2008]]&lt;br /&gt;
Die meist vierstöckigen mehrflügeligen Gebäude standen auf einer Fläche zwischen Wettinerstraße, Auerhammerstraße, Industriestraße und Marie-Müller-Straße. Samt freier Hofflächen nahm die Fabrik rund 20.000&amp;amp;nbsp;Quadratmeter ein. Die Architekten hatten die Fassaden der typischen Industriehallen mit vielen [[Kunst am Bau|Schmuckdekors]] versehen, die sich häufig auf die Produktion bezogen. Auch ein Uhrentürmchen mit Bronzegeläut wurde aufgesetzt. Das Geläut war bei [[Bernhard Zachariä GmbH|Bernhard Zachariä]] in Leipzig hergestellt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glocken&amp;quot;&amp;gt;Erik Kiwitter: &amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--[http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/SCHWARZENBERG/Wie-holten-die-Ganoven-die-Glocken-aus-dem-Turm-artikel8143583.phpXXX Link nicht mehr verfügbar---&amp;gt; Wie holten die Ganoven die Glocken aus dem Turm?&amp;#039;&amp;#039;; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Freie Presse]]&amp;#039;&amp;#039;, 2. November 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vermutlich dienten die Uhrenglocken zur Verkündung der Arbeitsschichten, sie schlugen alle Viertelstunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nach Leerzug ====&lt;br /&gt;
Das denkmalgeschützte imposante Gebäudeensemble stand seit den 1990er Jahren so gut wie leer, es gab jedoch verschiedene Nutzungskonzepte. Die Stadtverwaltung favorisierte die Einrichtung eines &amp;#039;&amp;#039;[[Ingenieurschule|Technikums]]&amp;#039;&amp;#039; in den Gebäuden, in dem Mittelschüler aus der Region zentral und praxisnah auf das Berufsleben vorbereitet werden und sich beispielsweise an unterschiedlichen Maschinen ausprobieren können. Für die Gebäudesanierung und den Erwerb moderner Maschinen wurden elf Millionen [[Euro]] Fördermittel vom Freistaat Sachsen veranschlagt. Im Mai 2009 erfolgte eine Vorort-Besichtigung durch Ministerpräsident [[Stanislaw Tillich]], der sich von der Machbarkeit und Sinnfälligkeit des Projekts &amp;#039;&amp;#039;Technikum&amp;#039;&amp;#039; überzeugte. Doch der sächsische Staat lehnte ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/ERZGEBIRGE/AUE/1516841.html|wayback=20091217090012|text=&amp;#039;&amp;#039;Auer ringen um Technikum in Wellner-Brache. Unternehmernetzwerk macht bei Tillich für zentrale Berufsorientierung mobil - Dresden lehnte Projekt ab - Doch Erzgebirger geben es nicht verloren&amp;#039;&amp;#039;}}, In: &amp;#039;&amp;#039;[[Freie Presse]]&amp;#039;&amp;#039;, 29. Mai 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der [[Liquidation]] der Firma und der ungewissen Zukunft der Fabrikgebäude wurden im November 2011 die [[Turmuhr]] und das Schlagwerk auf dem Glockenboden abgestellt. Die schweren Glocken von je 100&amp;amp;nbsp;Kilogramm mit einem Durchmesser von 40&amp;amp;nbsp;Zentimetern und der Inschrift der Leipziger [[Bernhard Zachariä GmbH|Firma Bernhard Zachariä]] wurden daraufhin gestohlen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glocken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Julia Heinke: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bild.de/regional/chemnitz/diebstahl/wer-hat-aue-die-glocken-geklaut-26898708.bild.html Historisches Bronzegeläut aus altem Fabrikturm verschwunden: Wer hat Aue die Glocken geklaut?]&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;www.chemnitz.Bild.de&amp;#039;&amp;#039;; abgerufen am 9. November 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Diebe konnten nicht ermittelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Auskunft bei einer öffentlichen Besichtigung des Baudenkmals im Mai 2015 vom Auer Baustadtrat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abrissbeschluss 2013 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:2007-12-Aue52.JPG|mini|Giebel mit den Elefanten]]&lt;br /&gt;
Die Stadtverwaltung hat im Spätherbst 2013 den endgültigen Abriss fast aller Produktionsgebäude bis auf den Gebäudetrakt mit dem charakteristischen Uhrenturm entlang der Marie-Müller-Straße Ecke Industriestraße beschlossen. Die Planung des Abrisses und die Koordinierung aller Arbeiten führte das &amp;#039;&amp;#039;AIA Ingenieurbüro&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.aia-gmbh.de/index.asp?katid_nr=25&amp;amp;seite=1025353015&amp;amp;bodystart=1|wayback=20161011151706|text=Homepage AIA AUE GmbH}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aus, das Abbruchunternehmen &amp;#039;&amp;#039;Sippel und Sohn&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sippel-sohn.de/index.asp?bodystart=1&amp;amp;seite=1015001000 Homepage Sippel und Sohn]&amp;lt;/ref&amp;gt; gewann die Ausschreibung für die praktische Umsetzung. Mitte Dezember begannen die Demontagen der Nebengebäude auf dem Hofbereich. Historisch bedeutender [[Kunst am Bau|Fassadenschmuck]] wurde sorgfältig abgenommen, um ihn „der Nachwelt zu erhalten“. Problemlos ging ein Löwenkopf abzunehmen, während der Elefant in der Giebelmitte zusammen mit dem Mauerwerk herausgetrennt werden musste. Dieses Wellnersche Firmensymbol und die Nachbarfiguren sind als [[Stuck]]arbeiten ausgeführt. Im Juni 2014 begann der zweite Abschnitt des Abrisses, in dem bis Ende August drei große und drei kleinere Gebäude oberirdisch beseitigt werden konnten. Im August/September folgten das Gebäude entlang der Auerhammerstraße und weitere Teile an der Zinnstraße. Hierbei war besondere Sorgfalt gefragt, grenzte diese Halle doch an ein Wohnhaus. Die Baumaterialien der bis Ende August 2014 vorgenommenen Abbrüche wurden entsorgt oder [[Recyceln|recycelt]]. Bis zum Jahr 2015 waren alle Arbeiten auch im Untergrund beendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aue.de/aue/module/sb/aktuelles.asp?action=detail&amp;amp;id=4578 &amp;#039;&amp;#039;Gebäudeabbruchmaßnahmen und Gebäudesicherung der ehemaligen Wellner-Werke&amp;#039;&amp;#039;] auf www.aue.de; abgerufen am 5. Februar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Abrissarbeiten Wellner&amp;#039;&amp;#039;. Im &amp;#039;&amp;#039;Wochenspiegel&amp;#039;&amp;#039;, 13. August 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Grundsanierung und neue Nutzungsmöglichkeiten ====&lt;br /&gt;
[[Datei:UNESCO Erzgebirge, Info Besteck- und Silberwarenfabrik Wellner (Auerhammer).jpg|thumb|UNESCO Erzgebirge, Infotafel Besteck- und Silberwarenfabrik Wellner (Auerhammer)]]&lt;br /&gt;
Für die Ausrichtung der [[Sächsische Landesausstellung#4. Sächsische Landesausstellung 2020|4. Sächsischen Landesausstellung 2020]], die in mehreren Städten gleichzeitig durchgeführt werden sollte, bewarb sich auch die Auer Stadtverwaltung. Dafür sollten u.&amp;amp;nbsp;a. das Wellner-Areal auf dem Hof sowie die ersten beiden Etagen des hier beschriebenen Baudenkmalskomplexes genutzt werden. Die Auswahlkommission entschied sich jedoch gegen dieses Projekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Presse Hecker&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig davon erfolgte die weitere Instandsetzung der verbliebenen Gebäudeteile mit Mitteln der Stadt und mit Fördermitteln des Freistaates für eine spätere ständige Nutzung. Bis Ende 2016 war zumindest die denkmalgerechte Sanierung der Gebäudehülle abgeschlossen. Die Räumlichkeiten sollten später eventuell als &amp;#039;&amp;#039;Kaltlager&amp;#039;&amp;#039; für Arbeits- und Baumaterialien dienen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Presse Hecker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aue.de/aue/module/isv/dateien/15.KW%20vom%2010.04.2015.pdf &amp;#039;&amp;#039;Das Wellner Areal im Fokus&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Wochenspiegel&amp;#039;&amp;#039; vom 20. März 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für das Eckgebäude Marie-Müller-Straße/Industriestraße gibt es seit Ende 2014 einen neuen Nutzer, der die Sanierung übernommen und im Frühjahr 2015 fertiggestellt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2019 wurden die historischen Gebäude der Bestecke- und Silberwarenfabrik Wellner in Auerhammer, bestehend aus dem Verwaltungsgebäude und zwei Produktionsgebäuden, aufgrund ihrer Bedeutung als Beispiel einer Bergbaufolgeindustrie eine assoziierte Stätte der [[Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří]], welche seit 2019 zum [[UNESCO-Welterbe]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.montanregion-erzgebirge.de/welterbe/schneeberg/assoziiertes-element/bestecke-und-silberwarenfabrik-wellner.html Die Bestecke- und Silberwarenfabrik Wellner auf der Website der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2021 wurde die Anschaffung und Installation neuer Glocken in Aussicht genommen. Die Stadtverwaltung richtete dazu ein Spendenkonto ein, auch die ortsansässige Firma [[Nickelhütte Aue]] will mit der Bereitstellung von Material dazu beitragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Mehlhorn: [https://www.freiepresse.de/erzgebirge/schwarzenberg/wellner-auer-bedauert-glocken-diebstahl-artikel11308469 &amp;#039;&amp;#039;Wellner: Auer bedauert Glockendiebstahl&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;[[Freie Presse]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. Januar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2021 wurden die baulichen Instandsetzungsarbeiten gestoppt, weil es einen neuen Kaufinteressenten gibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Presse Hecker&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgebäude ===&lt;br /&gt;
Die Erben von Carl August Wellner ließen 1924 von dem Leipziger Architekten [[Johannes Koppe]] einen Verwaltungs- und Sozialbau als geschlossenes Gebäudeensemble aus gelben Backsteinen fertigstellen, das mit einem überdachten Gang im zweiten Geschoss mit dem Hauptproduktionsgebäude verbunden war. Der Verbindungsgang wurde bei einem Sturm im Jahr 2006 zerstört und anschließend abgetragen.&lt;br /&gt;
Das frühere Wellnersche Verwaltungsgebäude diente in der DDR-Zeit als Sitz der &amp;#039;&amp;#039;[[Kreis Aue|Kreisverwaltung Aue]]&amp;#039;&amp;#039;, nach 1990 zog das neugegründete &amp;#039;&amp;#039;Landratsamt&amp;#039;&amp;#039; ein, das nach der Bildung des neuen &amp;#039;&amp;#039;Erzgebirgskreises&amp;#039;&amp;#039; hier weiterhin eine Außenstelle unterhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Betriebseigene Wohnstätten ===&lt;br /&gt;
Die zahlreichen Wohnungssuchenden der Wellner-Fabrik veranlassten die Firmenleitung unter [[Peter Paul Gaedt]] um 1928 zur Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Erzgebirgischen Wohnungsbau- und Siedlergesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. Auf dem im Ortsgebiet [[Neudörfel (Aue-Bad Schlema)|Neudörfel]] erworbenen Bauland erfolgte am 16.&amp;amp;nbsp;Juli 1929 die Grundsteinlegung für den Bau von zwölf Arbeiterwohnhäusern zu je vier Wohneinheiten. Die noch im gleichen Jahr fertiggestellten Gebäude erhielten Namen wie &amp;#039;&amp;#039;Elefantenhaus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Dreimännelhaus&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Sonnensiedel&amp;#039;&amp;#039; und gaben mit diesen Firmenzeichen Hinweise auf den Bauherrn. Schließlich wurden noch drei weitere Wohnhäuser in [[Lößnitz (Erzgebirge)|Lößnitz]] errichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Presse Hecker&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sortiment und Marktstellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aue Wellner-03.jpg|mini|links|Typische Wellner-Edelstahl&amp;amp;shy;be&amp;amp;shy;steck&amp;amp;shy;teile mit Palmwedelmotiv]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WellnerRK.jpg|mini|hochkant=0.7|Kaffeekanne aus dem Service der Neuen Reichskanzlei]]&lt;br /&gt;
Das Hauptsortiment umfasste Haushalts- und Hotelwaren aus [[Metalle|Metall]] wie Silber, [[Vergoldung|vergoldetes]] Silber, [[Neusilber]] oder Edelstahl, unter anderem [[Kochgeschirr]], Küchen- und Tafelgeräte sowie [[Essbesteck]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] hatte die Firma in 47 Ländern Europas, Mittelamerikas und Afrikas Niederlassungen und Auslandsvertretungen errichtet, sie machte große Gewinne. Auch &amp;#039;&amp;#039;Wellnerläden&amp;#039;&amp;#039; gab es vielerorts, in denen die Kunden die Tafel-Produkte erwerben konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vor 160 J.&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Westliches Erzgebirge&amp;#039;&amp;#039;, Wir-Verlag Walter Weller, Aalen 1991, S. 15, ISBN 3-924492-56-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Produktionshöhepunkt um 1930 wurden in der &amp;#039;&amp;#039;Sächsischen Metallwarenfabrik August Wellner Söhne&amp;#039;&amp;#039; rund 4000 bis 5000 Dutzend Bestecke sowie anderes metallenes Tafelgeschirr hergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Aue im Spiegel historischer Bilder. Industrie- und Stadtentwicklung im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;; Hrsg. Stadt Aue, Geiger-Verlag, Horb am Neckar, ISBN 3-89264-540-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; Innerhalb eines Jahres verarbeitete Wellner rund 10.000&amp;amp;nbsp;[[Kilogramm|kg]] Feinsilber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Kunden von Wellner zählten einst sowohl Luxushotels wie das &amp;#039;&amp;#039;[[Grand Hotel des Bains (Venedig)|Grand Hotel Lido]]&amp;#039;&amp;#039; in Venedig, das [[Baur au Lac]] in Zürich, [[Hotel Kempinski]] in Berlin, das &amp;#039;&amp;#039;[[Mena House Hotel|Mena House]]&amp;#039;&amp;#039; bei den Pyramiden von Giseh oder das [[Maloja Palace|Maloja-Palace]]-Hotel in St. Moritz. (In dem im Buch wiedergegebenen Auszug aus dem Werbeprospekt &amp;#039;&amp;#039;Wellner. Die legendäre Besteckmarke aus der Welt der Grand Hotels und Luxusdampfer&amp;#039;&amp;#039; werden noch weitere first Class Hotels in [[Pontresina]], [[Adelboden]], [[Genua]], [[Neapel]], [[Rapallo]], [[Siena]] und [[Viareggio]] zitiert.) Auch Luxusdampfer wie die &amp;#039;&amp;#039;[[Titanic (Schiff)|Titanic]]&amp;#039;&amp;#039; (UK) und der [[Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft#Geschichte|Hapag]]-Liner &amp;#039;&amp;#039;[[Imperator (Schiff, 1913)|Imperator]]&amp;#039;&amp;#039; (Deutschland) sowie die italienischen „schwimmenden Paläste“ &amp;#039;&amp;#039;[[Saturnia (Schiff)|Saturnia]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Vulcania (Schiff)|Vulcania]]&amp;#039;&amp;#039; verwendeten Wellner Bestecke in ihren Restaurants. Teilweise hatten berühmte Designer wie [[Peter Behrens]] oder [[Joseph Maria Olbrich]] die Muster entworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lothar Walther: &amp;#039;&amp;#039;... als ob hier ein zweites Chemnitz entstehen wollte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Aue. Mosaiksteine der Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Stadtverwaltung Aue, Druckerei &amp;amp; Verlag Rockstroh, Aue 1997. Seiten 82/83 (ohne ISBN)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.ascasonline.org/articoloMARZ155.html|titel=August Wellner &amp;amp; Sons: an article for ASCAS - Association of Small Collectors of Antique Silver website |autor=David N. Nikogosyan|abruf=2017-09-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Titel=ostdeutschland: Das Wunder von Aue|Sammelwerk=Die Zeit|Ort=Hamburg|Datum=2004-08-05|ISSN=0044-2070|Online=http://www.zeit.de/2004/33/Aue/seite-5|Abruf=2017-09-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Literatur ==&lt;br /&gt;
* Im Landratsamt Annaberg-Buchholz, Referat Kreisarchiv Aue, befindet sich eine Materialsammlung zur Geschichte der Wellnerwerke.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus der Geschichte der Auer Besteckherstellung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;:eprosa – Magazin der Stadtwerke Aue GmbH&amp;#039;&amp;#039;, Nr.&amp;amp;nbsp;01/2009.&lt;br /&gt;
* [[Oliver Titzmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Bestecke aus Aue&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;[[Sächsische Heimatblätter]]&amp;#039;&amp;#039; 69 (2023), Heft 3, S. 277–282. {{ISSN|0486-8234}}&lt;br /&gt;
* Oliver Titzmann: &amp;#039;&amp;#039;Wellner. Eine Zeitreise durch die Geschichte der Sächsischen Metallwarenfabrik August Wellner Söhne (AWS) in Aue&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Mike Rockstroh, Aue-Bad Schlema, 2024, ISBN 978-3-937190-34-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Wellner}}&lt;br /&gt;
* [http://www.original-wellner.de/ Homepage von Wellner/ABS GmbH aus Schneeberg]&lt;br /&gt;
* [https://schaarschmidt.it/wellner WELLNER Design]&lt;br /&gt;
* [https://schaarschmidt.it/wellner-werbung WELLNER Corporate Design]&lt;br /&gt;
* [https://schaarschmidt.it/wellner-ambiente WELLNER Ambiente]&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Online=https://wiki.genealogy.net/index.php?title=Datei%3AAue-Sachsen-AB-1930.djvu&amp;amp;page=561 |Titel=Anzeige &amp;#039;&amp;#039;August Wellner Söhne&amp;#039;&amp;#039; mit einer anderen Fabrikmarke |Sammelwerk=Adressbuch von Aue |Datum=1930}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50.582884 |EW=12.696168 |type=landmark |region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Erzgebirgskreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Aue-Bad Schlema)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Metall)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Aktiengesellschaft in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1854]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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