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	<title>Weinberg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Weinberg&amp;diff=41663&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JedimasterYoda: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-04-24T18:01:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:2022-10-12-Dernau Weinberg-3253.jpg|mini|Weinberg im [[Ahrtal]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Weinberg Cote de Nuits.jpg|mini|Weingarten im Vordergrund und ein teilweise mit Wein bewachsener Berg im Hintergrund, in der [[Côte de Nuits]], [[Burgund]], [[Frankreich]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sausal vineyard landscape.jpg|mini|Weinberge in der [[Steiermark]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Weinberg Nähe Unkel, Luftaufnahme 2015.JPG|mini|Weinbergneuanlage Nähe [[Unkel]] (Luftaufnahme 2015)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weinberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rebberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weingarten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wingert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wengert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;In Franken und Württemberg auch &amp;#039;&amp;#039;Wengert&amp;#039;&amp;#039; (stammt vom Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weingarten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ab), im Rheinland &amp;#039;&amp;#039;Wangert&amp;#039;&amp;#039; in Baden &amp;#039;&amp;#039;Raabberg&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Raabstick&amp;#039;&amp;#039;, im Elsass &amp;#039;&amp;#039;Wiibaari&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Raabari&amp;#039;&amp;#039; (Rebberg) genannt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine für den [[Weinbau]] landwirtschaftlich genutzte Fläche in [[Steillagenweinbau|Steil]]-, Hang- oder Flachlage. Mehrere aneinander liegende Einzelgrundstücke ergeben eine gemeinsame [[Lage (Weinbau)|Einzel-]] oder [[Großlage]] mit vergleichbaren Standortbedingungen, diese Lagen sind wiederum einem [[Weinbaugebiet]] zugeordnet. Lagen und Weinbaugebiete stellen geographische Herkünfte dar und haben nur bedingt Aussagekraft über die Weinqualität. In der Regel bilden Weinberge mehr oder weniger geschlossene Flächenareale, die besonders in den nördlichen Anbaugebieten klimatische Vorzüge besitzen und schon lange weinbaulich genutzt werden. Einzelne Rebanlagen im Gelände werden als Streuweinberge bezeichnet. Sie liegen oft im klimatischen Grenzbereich oder sind letzte Zeugen eines früher sehr umfangreichen Weinbaus. Besonders steile und schwer zu bewirtschaftende Weinberge fallen vielerorts der [[Sozialbrache]] anheim und verbuschen, man spricht von Zahnlückenbildung. Weinberge sind meist nach Süden oder Westen geneigt, um die Sonneneinstrahlung optimal zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und Nutzungszweck ==&lt;br /&gt;
Je nach Steilheit der Lage sind traditionelle Weinberge zur Verringerung der Hangneigung mit [[Trockenmauerwerk|Trockenmauern]] [[Terrasse (Geländeform)|terrassiert]]. Durch die [[Flurbereinigung|Rebflurbereinigung]] wurden viele historische Trockenmauern entfernt, um die maschinelle Bewirtschaftung zu erleichtern und die Zufahrt zu ermöglichen. Ein [[Weinbergsbrache|aufgelassener (nicht mehr bewirtschafteter) Weinberg]] wird in der Winzersprache auch &amp;#039;&amp;#039;[[Driesche]]&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine moderne, wirtschaftlich genutzte Weinbergsanlage dient heute in aller Regel nur zur Produktion von [[Weintraube]]n, [[Tafeltraube]]n oder [[Rosine]]n. Gärtnerisch genutzte Rebenmischkulturen sind mit der Mechanisierung und Spezialisierung der Weinbaubetriebe zunehmend verschwunden. Vom Mittelalter bis etwa 1900 war es üblich, auch Obst, Gemüse und Kräuter auf derselben Fläche zur Eigenversorgung oder zur Vermarktung anzubauen, wobei die Rebe immer die Hauptfrucht darstellte. Zur weiteren Nebennutzung wurde das abgeschnittene [[Rebholz (Rebstock)|Rebholz]] zum Heizen und entfernte Triebspitzen als [[Grünfutter]] für Tiere verwendet, heute dienen diese organischen „Abfälle“ als wertvolle [[Humus]]lieferanten. Auch herrscht heute der sortenreine Anbau vor, früher war es gebräuchlich, mehrere Sorten gemischt zu pflanzen, was man auch als &amp;#039;&amp;#039;gemischten Satz&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Traditionelle Einzelpfahlsysteme, wie sie heute noch teilweise an der Mosel und anderen [[Steillagenweinbau|Steillagengebieten]] vorzufinden sind, wichen der modernen Spaliererziehung am Drahtrahmen. Die Rebstöcke sind maschinengerecht angelegt, der Abstand der Rebzeilen ist gleichmäßig und beträgt in Direktzuglagen etwa 2 m, um [[Schmalspurtraktor]]en und [[Traubenvollernter]] optimal einsetzen zu können. Die Stockabstände liegen bei 1 bis 1,20 Metern. Die Rebzeilen selbst verlaufen meist in senkrechter Linie zum Hang. Bei quer ziehenden Zeilen, die jeweils abgeböscht sind, spricht man von Querterrassierung, was besonders in sehr steilen Flächen eine Bewirtschaftung im Direktzug ermöglicht. Die Anzahl und Anordnung der Drähte, an denen die Rebtriebe aufgeheftet werden, beziehungsweise die zur Fixierung verholzter Fruchtruten dienen, hängt von der [[Reberziehung|Erziehung]] und dem Rankverhalten der einzelnen Rebsorten ab. Im senkrechten Drahtspalier ist die Halbbogen- oder Flachbogenerziehung üblich. Weitraumerziehungssysteme wie [[Hochkultur (Weinbau)|Lenz-Moser-Anlagen]] waren vor allem in den 1950er Jahren gängig, sind aber wegen qualitativer Nachteile und mangelnder Vollerntereignung wieder weitgehend verschwunden. Die Traubenzone ist nicht mehr so bodennah wie früher üblich, um eine rationellere Bewirtschaftung und bessere Abtrocknung der Trauben zu gewährleisten. Hohe Laubwände ermöglichen in den nördlichen Anbaugebieten eine hohe Assimilationsleistung, was letztlich zur besseren Zuckerproduktion in der Traube dient. Der maschinelle Laubschnitt und eine bessere Nährstoffversorgung der Reben durch Düngung ließen erst diese Qualitätsoptimierung zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nicht weinbergsmäßige Bepflanzung gelten einzelne Rebzeilen als Einfriedung, Reben an Hauswänden oder [[Pergola|Pergolenbegrünungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genehmigungspflicht ==&lt;br /&gt;
Die Neuanlage von Rebflächen zur Weinerzeugung ist in der Europäischen Union genehmigungspflichtig. Das seit dem 1. Januar 2016 geltende Genehmigungssystem erlaubt den Mitgliedstaaten, Neuanpflanzungen grundsätzlich bis zu 1 % ihrer Rebfläche pro Jahr zu genehmigen. Deutschland nutzt die Möglichkeit einer niedrigeren Obergrenze und begrenzt Neuanpflanzungen bis 2026 auf 0,3 % der jeweils zum 31. Juli des Vorjahres mit Reben bepflanzten Fläche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://agriculture.ec.europa.eu/farming/crop-productions-and-plant-based-products/wine_en |titel=Wine |werk=European Commission |abruf=2026-04-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.praxis-agrar.de/pflanze/weinbau/genehmigungen-fuer-rebpflanzungen |titel=Das Genehmigungssystem für Rebpflanzungen |werk=Praxis-Agrar |abruf=2026-04-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland bleibt die nicht weinbergsmäßige hobbymäßige Bepflanzung bis 10 Ar genehmigungsfrei, sofern die Erzeugnisse ausschließlich dem Eigenverbrauch dienen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://tlllr.thueringen.de/fileadmin/TLLLR/Themen/Gartenbau/Weinbau/merkblatt-10-ar-2019.pdf |titel=Merkblatt zur 10-Ar-Regelung (Hobbypflanzungen von Weinreben) |werk=Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum |abruf=2026-04-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie und Naturschutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weinberge sind vom Menschen geprägte [[Kulturlandschaft|Kulturlandschaften]], deren ökologische Qualität stark vom Strukturreichtum abhängt. Neben den Rebzeilen bilden insbesondere Begrünungen der Rebgassen, Randstreifen, [[Trockenmauer|Trockenmauern]], Steinriegel, Hecken und Einzelbäume wichtige Lebensräume für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten. In intensiv genutzten, strukturarmen Weinberglandschaften, besonders in Flachlagen, ist die Arten- und Strukturvielfalt dagegen oft deutlich geringer als ihr ökologisches Potenzial.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfn.de/projektsteckbriefe/ambito-mehr-vielfalt-weinberglandschaften |titel=AMBITO – mehr Vielfalt in Weinberglandschaften |werk=Bundesamt für Naturschutz |abruf=2026-04-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lwg.bayern.de/weinbau/213039/index.php |titel=Biodiversität im Weinberg |werk=Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau |abruf=2026-04-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weinberge sind vom Menschen geschaffene [[Kulturlandschaft]]en und die mit am stärksten beeinflussten Agrarökosysteme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Artenvielfalt&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.wolfgangehmke.de/ppt/Weinbau%20und%20Naturschutz.pdf | titel=Wie kann der Weinbau die natürliche Artenvielfalt erhalten und verbessern? | autor=Wolfgang Ehmke | hrsg=Bürgerstiftung Rheingau-Taunus | datum=2013-02-23 | zugriff=2013-11-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Meist werden sie sehr intensiv bewirtschaftet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url= http://fischermuehle.info/fix/doc/nbl-26-bluehender-weinbau-1011.pdf | titel=Artenreiche Begrünung im Weinbau | hrsg=Netzwerk Blühende Landschaft | datum=2010-11-01 | zugriff=2013-11-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und als [[Monokultur]]en gesehen, andererseits sind sie aber auch bedeutende Rückzugsgebiete von Pflanzen und Tieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neue Arten&amp;quot;&amp;gt;Sophie Ryser: [http://naturschutz.ch/news/weinberge-neue-arten-entdeckt/68381 Weinberge: Neue Arten entdeckt], abgerufen am 30. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie bilden ein eigenes Ökosystem, denn zum Weinberg gehören nicht nur die Rebzeilen, sondern auch weitere Kulturlandschaftselemente wie [[Trockenmauer]]n, Stützmauern, [[Steinriegel]], Raine und Hecken, welche auch das typische Landschaftsbild von durch Weinbau dominierten Landschaften entscheidend mitprägen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebensraum Weinberg&amp;quot;&amp;gt;[http://www.naturschutz.landbw.de/servlet/is/77027 Lebensraum Weinberg], abgerufen am 30. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[Flurbereinigung]] in den 1960er und 1970er Jahren, der damit verbundenen Schaffung von größeren Parzellen und durch den in den letzten Jahrzehnten vermehrten Einsatz von Maschinen zur Bewirtschaftung der Weinberge änderten sich die Bedingungen. Trotzdem ist auch hier noch die Schaffung von [[ökologische Nische|ökologischen Nischen]] möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Naturerlebnis&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url= http://www.lebendiger-weinberg.de/pdf/080509_Presseinformation_Lebendiger_Weinberg.pdf | titel=Buntes Treiben in den Weinbergen: Weinbaugebiete werden zu Naturerlebnislandschaften | hrsg= Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg| datum=2008-05-09 | zugriff=2013-11-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Weinberg kommt es zu kleinflächigen Lebensräumen mit unterschiedlichen [[Kleinklima#Mikroklima (oder Kleinklima)|kleinklimatischen]] Bedingungen, in denen sowohl wärme- als auch schattenliebende Tiere und Pflanzen einen geeigneten Standort finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebensraum&amp;quot;&amp;gt;Julia Steil: [http://www.ithaka-journal.net/der-weinberg-ein-einzigartiger-lebensraum Der Weinberg – Ein einzigartiger Lebensraum], abgerufen am 30. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Oft finden sich dort seltene Tier- und Pflanzenarten mit mediterranem und kontinentalem Verbreitungsschwerpunkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebensraum&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mauereidechse.auf.Mauerpfeffer.Moselgebiet.P1290403.jpg|mini|Mauereidechse auf Mauerpfeffer an einem Weinberg bei [[Ediger]] in [[Rheinland-Pfalz]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisch für den Weinberg ist seine sonnenexponierte Lage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reben&amp;quot;&amp;gt;Stefan Bosch: {{Webarchiv|text=Lebensraum Weinberg: Mehr als nur Reben |url=http://www.nabu.de/nh/archiv/wingert494.htm |wayback=20131203005515 }}, abgerufen am 30. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerade in den Steillagen, die eher [[Extensive Landnutzung#Extensive und intensive Landwirtschaft|extensiv]] genutzt werden, in denen kaum Maschineneinsatz möglich ist und deren Untergrund trocken und steinig ist, finden sich die meisten Arten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neue Arten&amp;quot;/&amp;gt; Diese Artenvielfalt umfasst auch seltene Vögel wie [[Bienenfresser (Art)|Bienenfresser]], [[Stieglitz|Distelfink]] oder [[Neuntöter]], Wildbienenarten wie beispielsweise die Natternkopf-Mauerbiene, [[Reptilien]] wie die [[Mauereidechse]], die [[Zauneidechse]] oder die [[Schlingnatter]] oder Pflanzen wie etwa die [[Weinbergs-Traubenhyazinthe]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebensraum Weinberg&amp;quot;/&amp;gt; (siehe auch: [[Hackflora]]). Trockenmauern, die sich im Sommer auf bis zu 70 Grad Celsius aufheizen können, bieten aufgrund ihrer vielen Ritzen und Spalten und der sich dort befindlichen Feinerde einen sehr speziellen Lebensraum, insbesondere für wärmeliebende Offenlandarten, speziell auch für seltene rebspezifische Wildkräuter wie beispielsweise die stark gefährdeten Zwiebelpflanzen der Weinbergslauch-[[Pflanzengesellschaft|Gesellschaft]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Trockenmauern&amp;quot;&amp;gt;[http://www.lel-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Laendlicher+Raum/Trockenmauern Trockenmauern], abgerufen am 30. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Hier ist besonders die sehr selten gewordene [[Wilde Tulpe]] (Tulipa sylvestris) zu nennen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neue Arten&amp;quot;/&amp;gt;, die auf der [[Rote Liste gefährdeter Pflanzengesellschaften Deutschlands (Rennwald 2000)|Roten Liste]] steht. Weitere charakteristische Pflanzengesellschaften sind außerdem die Mauerzimbelkrautflur und die Mauerpfeffer-Hauswurz-Flur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Trockenmauern&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bieten weitere Lebensräume für wärmeliebende Reptilien wie Mauereidechsen, Smaragdeidechsen, [[Blindschleiche]]n, [[Waldeidechse]]n, Zauneidechsen, [[Glattnatter]]n, [[Kreuzotter]]n oder [[Aspisviper]]n&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus-Bernhard Kühnapfel: [http://www.ithaka-journal.net/weinberge-als-lebensraume-fur-reptilien Weinberge als Lebensräume für Reptilien], abgerufen am 30. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sind [[Feuchtbiotop]]e angelegt, findet man Amphibien wie [[Wechselkröte]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/51259/ |wayback=20131203185924 |text=Wechselkröte - Bufo viridis Laurenti }}, abgerufen am 30. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Erdkröte]] oder [[Springfrosch]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://oekologische-gutachten-handke.de/pdf/Forschungsprojekt4.pdf | titel=Anwendungsmöglichkeit eines Zielartenkonzepts in einem niederösterreichischen Weinbaugebiet - Pflege und Erhalt von Weinbergsböschungen | autor=Karl-Georg Bernhardt, Klaus Handke, Marcus Koch, Daniel Laubhann, Hans-Martin Berg, Michael Duda, Helmut Höttinger, Rudolf Klepsch, Manfred Pintar, Heimo Schedl | hrsg=Naturschutz und Landschaftsplanung 37, (7) | datum=2005 | zugriff=2013-11-30 | offline=ja | archiv-url=https://web.archive.org/web/20131203074528/http://oekologische-gutachten-handke.de/pdf/Forschungsprojekt4.pdf | archiv-datum=2013-12-03 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Insekten finden geeignete Lebensbedingungen. In einigen Fällen haben sich sogar besondere Beziehungen zwischen Pflanzen und Tieren der Rebflur entwickelt: Der [[Osterluzeifalter]] besiedelt fast ausschließlich alte Weinberge, da seine Raupen sich von der [[Gewöhnliche Osterluzei|Gewöhnlichen Osterluzei]] ernähren, die vor allem dort vorkommt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reben&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Rebgassen, die heute auch im konventionellen Weinbau vermehrt begrünt werden, um beispielsweise [[Erosion (Geologie)|Erosion]] und Nährstoffauswaschung zu verhindern, finden sich Spinnen und Insekten, die wiederum Vögel und Reptilien anlocken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neue Arten&amp;quot;/&amp;gt; Hecken verbessern das Mikroklima, sind Windschutz und gleichzeitig Nahrungs-, Brut- und Rückzugsort zahlreicher Tierarten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.oekolandbau.de/fileadmin/redaktion/oeko_lehrmittel/Berufsschulen_Agrarwirtschaft/Gartenbau/gb_modul_a/gb_a_01/gbma01_02.pdf | titel=Landschaftselemente und ihre ökologische Bedeutung | autor=A. Müller | hrsg=Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft | datum=2013 | zugriff=2013-11-30 | offline=ja | archiv-url=https://web.archive.org/web/20120711032611/http://www.oekolandbau.de/fileadmin/redaktion/oeko_lehrmittel/Berufsschulen_Agrarwirtschaft/Gartenbau/gb_modul_a/gb_a_01/gbma01_02.pdf | archiv-datum=2012-07-11 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig für eine Strukturdiversität, die wiederum auch eine hohe Artenvielfalt begünstigt, ist der Erhalt von Weinbergsmauern, Solitärgehölzen, Gebüschgruppen und unbefestigten Wirtschaftswegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.landschafft.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/b81d6f06b181d7e7c1256e920051ac19/3468016d5462621cc1257b57003e62cd/$FILE/06_Weitz_Statement%20Naturschutz.pdf | titel=Leben im Weinberg – aus Sicht des Naturschutzes | autor=Heinrich Weitz | datum=2013-03-01 | zugriff=2013-11-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig ist außerdem der zurückhaltende Umgang mit [[Pestizid]]en: In Deutschland macht der Weinbau nur 0,8 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche aus, verbraucht mit rund 30 kg pro Hektar und Jahr aber 13,2 % aller Pestizide.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Peter Schmidt: [http://www.ithaka-journal.net/tod-aus-dem-weinberg Tod aus dem Weinberg - ein Löffel Pestizide], abgerufen am 30. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein großes Problem dabei ist die Resistenzbildung. Viele Arten entwickeln Anpassungsmechanismen und geben dank der erhöhten Überlebenschancen diese Eigenschaften an Nachkommen weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;Claudio Niggli, Samuel Kipfer: [http://www.ithaka-journal.net/wie-pestizide-und-dunger-das-biologische-gleichgewicht-storen Wie Pestizide und Dünger das biologische Gleichgewicht stören], abgerufen am 30. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Untersuchungen haben gezeigt, dass auf landwirtschaftlichen Flächen die Artenvielfalt durch den Einsatz von Pestiziden und [[Fungizid]]en etwa halbiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Zeit online: [http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2010-02/landwirtschaft-pestizide-artenvielfalt/komplettansicht Ökologie und Landwirtschaft: Spritzmittel halbieren die Artenvielfalt], abgerufen am 30. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im humiden Klima Mitteleuropas ist es dabei kaum möglich, gänzlich auf Fungizide zu verzichten, da ein ertragsvernichtender Pilzbefall ohne Fungizide praktisch unausweichlich ist. Der öko-zertifizierte Weinbau muss auf synthetische Pestizide verzichten. Er greift auf andere Präparate zurück, v.&amp;amp;nbsp;a. kupferbasierte Wirkstoffe. In vielen Weinbergböden sind die Kupfermengen aufgrund der historischen Gaben heute sehr hoch und können kaum gesenkt werden. Absolut verzichtbar ist die Unterstockbehandlung mit [[Herbizid]]en im konventionellen Weinbau. Insgesamt be- bzw. verhindert der Pestizideinsatz nicht nur die Biodiversität, sondern auch alternative Bewirtschaftungsoptionen, wie etwa den Einsatz von Schafen im Weinberg – letzteres gilt sowohl für den konventionellen als auch öko-zertifizierten Weinbau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rebeundwein.de/themen/klimaschutz-nachhaltigkeit/article-7989207-199003/kupfereinsatz-birgt-risiken-.html |titel=Kupfereinsatz birgt Risiken |sprache=de |abruf=2025-03-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im konventionellen Weinbau gibt es viele Möglichkeiten, ohne Effizienzverlust tier- und pflanzenverträglich zu wirtschaften&amp;lt;ref&amp;gt;C.-P. Hutter et al. 1995: &amp;#039;&amp;#039;Lebendiger Weinberg. Weinbaugebiete als Naturerlebnislandschaften.&amp;#039;&amp;#039; Stiftung Landesbank Baden-Württemberg Natur und Umwelt (Hrsg.), Stuttgart, Naturschutz im Kleinen 28, 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Schädlinge auf natürliche Weise einzudämmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebensraum&amp;quot;/&amp;gt; So konnte auf baden-württembergischen Weinanbauflächen durch die [[Verwirrmethode]] zur Eindämmung des [[Traubenwickler]]s der Insektizideinsatz so gut wie auf Null zurückgeführt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Naturerlebnis&amp;quot;/&amp;gt; Eine hohe [[Biodiversität]] ist im Weinberg somit auch wirtschaftlich bedeutsam.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neue Arten&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rekorde ==&lt;br /&gt;
Der höchstgelegene Weinberg nördlich des Alpenhauptkammes befindet sich in [[Saalbach-Hinterglemm]] im [[Land Salzburg]] in [[Weinbau in Österreich|Österreich]]. Hier wachsen Reben bis auf einer Höhe von 1.212 [[Meter über Adria|m.ü.A.]]&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.falstaff.com/at/news/oesterreichs-hoechster-weinberg-auf-1-212-metern, abgerufen am 24. September 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in [[Visperterminen]] im [[Kanton Wallis]] in der [[Weinbau in der Schweiz|Schweiz]] wachsen Reben in großer Höhe (1.150 [[Meter über Meer|m.&amp;amp;nbsp;ü.&amp;amp;nbsp;M.]]). Höhergelegene europäische Weinberge finden sich in [[Südtirol (Weinbaugebiet)|Südtirol]], [[Weinbau in Zypern|Zypern]]&amp;lt;ref&amp;gt;Fremdenverkehrszentral Zypern (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zypern – Weinstraßen.&amp;#039;&amp;#039; o.&amp;amp;nbsp;J. S. 81. [https://www.visitcyprus.com/files/wine_routes/Cyprus_Wine_Routes_4600414_GER.pdf pdf]&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Weinbau in Spanien|Spanien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den nördlichsten Weinberg der Welt reklamieren [[Alaska]], [[Finnland]], [[Lettland]], [[Norwegen]] und [[Schweden]] für sich.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wein-plus.eu/de/n%C3%B6rdlichster+Weinberg_3.0.8981.html &amp;#039;&amp;#039;nördlichster Weinberg&amp;#039;&amp;#039;] auf [[Wein-Plus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Weinberg am Schierensee.jpg|mini|Weinberg in der [[Holsteinische Schweiz|Holsteinischen Schweiz]] im [[Kreis Plön]]]]&lt;br /&gt;
Die nördlichsten traditionellen Weinbaugebiete stellen heute die beiden ostdeutschen Anbaugebiete [[Sachsen (Weinbaugebiet)|Sachsen]] und [[Saale-Unstrut-Region|Saale-Unstrut]] dar. Auch in [[Hamburg]] am [[Stintfang]] und in [[Schleswig-Holstein]] auf [[Neuwittenbek|Gut Warleberg]] am [[Nord-Ostsee-Kanal]] wird auf kleinen Flächen erfolgreich Wein angebaut. Reaktivierte alte Weinberge gibt es in [[Hitzacker]] ([[Wendland]]) und im [[Havelland]] um [[Werder (Havel)|Werder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der traditionsreiche Weinbau in Niederschlesien bei [[Zielona Góra]] (früher Grünberg) (Polen) war zeitweise fast ganz erloschen; seit der Jahrtausendwende wurden aber drei neue Weingüter gegründet, zwei bei [[Mielęcinie]] (früher Pfaffendorf), heute Ortsteil der Gemeinde [[Żarów]], und eines bei [[Świdnica]] (Schweidnitz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1960er Jahren wird auch im Süden von [[Weinbau im Vereinigten Königreich|England]] Wein angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Weinbau in Belgien|Belgien]] gab es vom 18. Jahrhundert bis um 1960 nur noch einen einzigen Weinberg bei [[Huy (Belgien)|Huy]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Holland, Dänemark und Schweden wird in geringem Umfang kommerzieller Weinbau betrieben. Dieser erfolgt jedoch nicht in großflächigen und geschlossenen Weinbergsarealen, sondern ist sehr zersplittert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlichste Weinbauregionen sind die Insel [[Weinbau in Australien#Tasmanien|Tasmanien]] sowie die Südinsel von [[Weinbau in Neuseeland|Neuseeland]]. Auch in [[Weinbau in Chile|Chile]] werden gegenwärtig Weinberge sehr weit südlich angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Steillagenweinbau|steilste]] Weinberge Europas gelten der [[Engelsfelsen]] in der [[Ortenauer Wein|Weinbauregion Ortenau]] an den Hängen des [[Nordschwarzwald]]s mit 75° und der [[Calmont#Weinbau|Bremmer Calmont]] an der [[Mosel (Weinbaugebiet)|Mosel]] mit 68° Neigungswinkel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.landschafft.rlp.de/Internet/lew/HefteLEW_dgb.nsf/0/4b637855cb7de736c1257aae0041314a/$FILE/nlkv_heft_53verk.pdf | titel=Erhaltung und Entwicklung des ländlichen Raumes als Kulturlandschaft durch Bodenordnung nach Flurbereinigungsgesetz - Weinbausteillagen | autor= | hrsg=Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz, Mainz | datum=2012 | zugriff=2013-11-30 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20131015110745/http://www.landschafft.rlp.de/Internet/lew/HefteLEW_dgb.nsf/0/4b637855cb7de736c1257aae0041314a/$FILE/nlkv_heft_53verk.pdf | archiv-datum=2013-10-15     }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der tiefstgelegene Weinberg liegt unter Meereshöhe am [[Totes Meer|Toten Meer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Weinberghüter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Vineyards|Weinberge}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Weingarten}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4065141-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4065141-1|LCCN=sh85143407}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinbau|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biotoptyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JedimasterYoda</name></author>
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