<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Weimarer_Musenhof</id>
	<title>Weimarer Musenhof - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Weimarer_Musenhof"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Weimarer_Musenhof&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T02:49:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Weimarer_Musenhof&amp;diff=422157&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: Änderungen von ~2025-30248-02 (Diskussion) auf die letzte Version von Karatecoop zurückgesetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Weimarer_Musenhof&amp;diff=422157&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-27T11:45:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-30248-02&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-30248-02&quot;&gt;~2025-30248-02&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2025-30248-02&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2025-30248-02 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Karatecoop&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Karatecoop (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Karatecoop&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Oer-Weimarer Musenhof.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Der Weimarer Musenhof – Schiller in Tiefurt dem Hof vorlesend|Der Weimarer Musenhof]].&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;[[Friedrich Schiller]] deklamiert im [[Schloss Tiefurt|Tiefurter Park]]. Unter den Zuhörern zweite Person ganz links (sitzend mit Blick zu Schiller) [[Johann Gottfried Herder|Herder]], in der Bildmitte (sitzend mit Kappe) [[Christoph Martin Wieland|Wieland]] und rechts (stehend) [[Goethe]] (Ölgemälde von [[Theobald von Oer]], 1860, heute als Leihgabe der [[Staatliche Museen zu Berlin|Staatlichen Museen zu Berlin]] im Amtszimmer des deutschen Bundespräsidenten in [[Schloss Bellevue]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weimarer Musenhof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird der kulturell interessierte Kreis ([[Musenhof]]) bezeichnet, den [[Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach]], seit der Regierungsübernahme durch ihren Sohn [[Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757–1828)]] 1775 „Herzoginmutter“, um sich versammelte; „man beschäftigte sich mit gemeinsam gelesenen Büchern, mit den eben über die Bühne gegangenen Theaterstücken, den musikalischen Ereignissen der Saison oder arbeitete an den Journalen und Taschenbüchern mit, die in Weimar, Tiefurt oder Jena herausgegeben wurden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ilse-Marie Barth: &amp;#039;&amp;#039;Literarisches Weimar.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart 1971. S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt; Treffpunkte bildeten das [[Wittumspalais (Weimar)|Wittumspalais]], das Anna Amalia 1774 bezogen hatte, sowie die ländlichen Sommersitze Ettersburg ([[Schloss und Park Ettersburg]]) und [[Schloss Tiefurt]]. Der Kreis setzte sich aus Adligen wie Bürgerlichen, aus Hofleuten, Staatsdienern, Schriftstellern, Künstlern und Wissenschaftlern zusammen. Bei der Gestaltung einer gepflegten und geistreichen Geselligkeit stand der Herzogin der Dichter und Philosoph [[Christoph Martin Wieland]], den sie 1772 als Lehrer ihrer beiden Söhne an den Hof geholt hatte, zur Seite. Weitere Mitglieder oder Gäste des Kreises waren u. a. [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]], der Philosoph und Theologe [[Johann Gottfried Herder]], Generalsuperintendent in Weimar, die Hofdamen [[Luise von Göchhausen]] und [[Henriette Wolfskeel von Reichenberg|Freiin Henriette Wolfskeel von Reichenberg]], die Kammerherren [[Friedrich Hildebrand von Einsiedel]] und [[Karl Siegmund von Seckendorff]], der Schriftsteller und [[Pagenhofmeister]] [[Johann Karl August Musäus]], der Hoftanzmeister [[Johann Adam Aulhorn]] u. v. m. Bereits 1771 hatte Anna Amalia die [[Seylersche Schauspiel-Gesellschaft]] mit mehreren prominenten Schauspielern und Dramatikern, darunter [[Konrad Ekhof]] und der Prinzipal [[Abel Seyler]], an ihren Hof eingeladen; die Gesellschaft musste jedoch nach dem Schloßbrand im Jahr 1774 Anna Amalias Hof verlassen und ging nach Gotha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Auffassung eines „Weimarer Musenhofes“ wird seit den 1990er Jahren als Legendenbildung des 19. Jahrhunderts kritisiert und damit negiert. So wird darauf hingewiesen, dass der Weimarer Hof in den Quellen aus der Zeit um 1800 nirgendwo als „Musenhof“ bezeichnet worden ist und dass Anna Amalia durchaus die üblichen Standesschranken gewahrt wissen wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefanie Freyer: &amp;#039;&amp;#039;Der Weimarer Hof um 1800. Eine Sozialgeschichte jenseits des Mythos.&amp;#039;&amp;#039; München 2013, S. 11 und 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Verbreitung der plakativ-einprägsamen Musenhof-Zuschreibung lassen sich wohl vier Stufen unterscheiden:&lt;br /&gt;
* 1807 erschien Goethes Nachruf auf Anna Amalia in mehreren Journalen, der ihren Tod zugleich als kulturelle Selbststilisierung Weimars benutzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Berger: &amp;#039;&amp;#039;Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach (1739–1807): Denk- und Handlungsräume einer ‚aufgeklärten‘ Herzogin.&amp;#039;&amp;#039; Heidelberg 2003, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1908 veröffentlichte Wilhelm Bode eine Trilogie über das Leben von Anna Amalia, darin Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Der Musenhof der Herzogin Amalie,&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1908; er ist unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Der weimarische Musenhof&amp;#039;&amp;#039; bis heute wiederholt aufgelegt worden und entsprechend einflussreich.&lt;br /&gt;
* 1844 publizierte der Historiker Wilhelm Wachsmuth eine „historische Skizze“, in der erstmals die Bezeichnung „Musenhof“ verwendet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefanie Freyer: &amp;#039;&amp;#039;Der Weimarer Hof um 1800. Eine Sozialgeschichte jenseits des Mythos.&amp;#039;&amp;#039; München 2013, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der zur Formel erstarrte „Musenhof“ ist insbesondere durch populäre Darstellungen, aber auch durch viele Wissenschaftler – Allgemein- wie auch Literaturhistoriker – jahrzehntelang verbreitet worden. Noch in einem 1993 erschienenen Typologisierungs-Versuch wird der „Musenhof“ als einer von fünf Fürstenhof-Typen genannt und Weimar als „Musenhof &amp;#039;&amp;#039;par excellence“&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Die höfische Gesellschaft in Deutschland von der Mitte des 17. bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts. Versuch einer Typologie.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1993, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen wurde aber nach der breiten Benutzung von Quellen der „Weimarer Musenhof“ als [[Geschichtsmythos|historischer Mythos]] verabschiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ilse-Marie Barth: &amp;#039;&amp;#039;Literarisches Weimar.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart 1971.&lt;br /&gt;
* Volker Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Die höfische Gesellschaft in Deutschland von der Mitte des 17. bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts. Versuch einer Typologie.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1993.&lt;br /&gt;
* Joachim Berger: &amp;#039;&amp;#039;Die Erfindung des Weimarer „Musenhofs“ durch Editionen im 19. Jahrhundert,&amp;#039;&amp;#039; in: Dieter Degreif (Hrsg.): Archive und Kulturgeschichte. Referate des 70. Deutschen Archivtags, Siegburg  2001, S. 295–314.&lt;br /&gt;
* Joachim Berger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der „Musenhof“ Anna Amalias: Geselligkeit, Mäzenatentum und Kunstliebhaberei im klassischen Weimar.&amp;#039;&amp;#039; Köln u. a. 2001, ISBN 3-412-13500-3.&lt;br /&gt;
* Joachim Berger: &amp;#039;&amp;#039;Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach (1739–1807): Denk- und Handlungsräume einer „aufgeklärten“ Herzogin.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2003, ISBN 3-8253-1516-9.&lt;br /&gt;
* Stefanie Freyer: &amp;#039;&amp;#039;Der Weimarer Hof um 1800. Eine Sozialgeschichte jenseits des Mythos.&amp;#039;&amp;#039; München 2013, ISBN 978-3-486-72502-5.&lt;br /&gt;
* Heide Schulz: &amp;#039;&amp;#039;Weimars schönster Stern: Anna Amalia von Sachsen-Weimar und Eisenach. Quellentexte zum Entstehen einer Ikone.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-8253-5887-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Heide Schulz: [https://www.weimars-schoenster-stern.de/ &amp;#039;&amp;#039;Weimars schönster Stern: Anna Amalia von Sachsen-Weimar und Eisenach. Quellentexte zum Entstehen einer Ikone.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Leben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weimarer Klassik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anna Amalia von Braunschweig-Wolfenbüttel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
	</entry>
</feed>