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	<title>Weiler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T20:07:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Weiler&amp;diff=86749&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-04-18T13:35:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldkirch Oberwil.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Oberwil&amp;#039;&amp;#039; bei [[Waldkirch SG|Waldkirch]], [[Kanton St. Gallen]], [[Schweiz]]]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weiler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Siedlung]], die aus wenigen Gebäuden besteht. Ein Weiler ist kleiner als ein [[Dorf]], kompakter als eine [[Rotte (Siedlung)|Rotte]] und größer als eine [[Einzelsiedlung]]. Weiler waren in der Regel nie [[Verwaltungseinheit|politische Einheiten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Etymologie===&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Weiler&amp;#039;&amp;#039; setzt [[Mittelhochdeutsche Sprache|mittelhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;wīler&amp;#039;&amp;#039; und [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;wīlāri&amp;#039;&amp;#039; direkt fort, ein [[Lehnwort]] aus [[vulgärlatein]]isch &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|villare}}&amp;#039;&amp;#039; ‚Gehöft‘, das auf das klassisch-lateinische Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|vīllāris}}&amp;#039;&amp;#039; ‚zum Landgut gehörig, Landguts-‘ zurückgeht, einer Ableitung vom Substantiv &amp;#039;&amp;#039;[[Villa|vīlla]]&amp;#039;&amp;#039; ‚Landhaus eines Vornehmen, Landgut, Gutshof‘.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Duden Herkunftswörterbuch: Etymologie der Deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;kluge&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Bearb. v. Elmar Seebold, 24. Auflage. De Gruyter, Berlin 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;pfeifer&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Erarbeitet unter der Leitung von Wolfgang Pfeifer, 7. Auflage. dtv, München 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Niemeyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Ortsnamenbuch.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/Boston 2012, S.&amp;amp;nbsp;676 (Stichwort &amp;#039;&amp;#039;-weiler&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Weiler&amp;#039;&amp;#039; für kleine Ansiedlungen geht auf die Tatsache zurück, dass die nächst den vornehmen Landhäusern erbauten Personalunterkünfte ebenfalls zur &amp;#039;&amp;#039;villa&amp;#039;&amp;#039; gerechnet wurden und das Wort letztlich das gesamte Gebäudeensemble benannte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pfeifer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Süden und Westen des deutschen Sprachgebiets verbreiteten Formen &amp;#039;&amp;#039;-weiler&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;-wil&amp;#039;&amp;#039; als Grundwörter von Ortsnamen gehen über [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;wīlāri&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;wīlar&amp;#039;&amp;#039;) ebenfalls auf lateinisch &amp;#039;&amp;#039;villaris&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;villa&amp;#039;&amp;#039; zurück. Entstanden ist diese Bezeichnungsweise durch den Umstand, dass römische Landgüter &amp;#039;&amp;#039;(villae)&amp;#039;&amp;#039; von den späteren germanischen Besitzern weiterhin mit dem lateinischen Wort bezeichnet wurden&amp;lt;ref name=&amp;quot;kluge&amp;quot; /&amp;gt; und das Wort so schon in nachrömischer beziehungsweise vor- und frühalthochdeutscher Zeit eingedeutscht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sinnverwandte Begriffe ===&lt;br /&gt;
* In [[Baden (Land)|Baden]] steht das Wort [[Zinken (Wohnplatz)|&amp;#039;&amp;#039;Zinken&amp;#039;&amp;#039;]] für eine kleine Ansammlung von Höfen. Ein typischer Zinken ist beispielsweise der [[Baden-Baden]]er Stadtteil [[Gaisbach (Baden-Baden)|Gaisbach]].&lt;br /&gt;
* Das entsprechende westfälische Wort ist &amp;#039;&amp;#039;[[Drubbel]]&amp;#039;&amp;#039;. Drubbel liegen vorwiegend in Gegenden mit [[Streusiedlung]]en, dazu auch [[Bauerschaft]]en.&lt;br /&gt;
* Im [[Bergisches Land|Bergischen Land]] wird ein Weiler als [[Hofschaft]] bezeichnet. Dabei handelte es sich ursprünglich um Siedlungen für Arbeiter, die in den abgelegenen, durch Wasserkraft betriebenen Hammer- oder Schleifwerken oder Mühlen arbeiteten und nicht täglich den mühsamen Weg von der Stadt zur Arbeit und zurück gehen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Weiler als Siedlungsform ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Steinbach 03.jpg|mini|250px|Blick auf den Weiler [[Hof Steinbach]] in Baden-Württemberg, der im Hochmittelalter als [[Rodungssiedlung]] entstand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Weiler hat – im Gegensatz zu einem Dorf – in der Regel keine geschlossene Bebauung und kein Gebäude mit zentraler Funktion wie eine Kirche oder ein Gasthaus. Diese Siedlungsform ist besonders in West- und Süddeutschland, in der Schweiz und in Österreich zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildet jedoch – bei gleicher Siedlungsform – die Kirche den Mittelpunkt der Siedlung, so spricht man von einem &amp;#039;&amp;#039;Kirchweiler&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://131.130.59.133/projekte/sinus/pdf/kap10.pdf |wayback=20131214213908 |text=Kirchweiler als Siedlungsform}} (PDF; 220&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; bei einem [[Schloss (Architektur)|Schloss]] von einem &amp;#039;&amp;#039;Schlossweiler&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Humangeographie|humangeographischen]] Karteninterpretation spricht man bei bis zu 15 erkennbaren Gebäuden von einem Weiler.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Henkel]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Strukturwandel ländlicher Siedlungen in der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Schöningh, Paderborn 1982, ISBN 3-506-23507-9, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden Luftbilder interpretiert, lässt man bei der Zählung nach Möglichkeit Ställe, Schuppen und Anbauten außer Acht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Österreich existiert differenzierend zu &amp;#039;&amp;#039;Weiler&amp;#039;&amp;#039; (drei bis neun Gebäude in engerer Lage) und &amp;#039;&amp;#039;[[Rotte (Siedlung)|Rotte]]&amp;#039;&amp;#039; (Gebäude in lockerer Anordnung ohne Rücksicht auf die Zahl) die topografische Kennzeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Zerstreute Häuser]]&amp;#039;&amp;#039;: {{&amp;quot;|Gebäude, die über ein großes Gebiet verstreut liegen, ohne Rücksicht auf die Anzahl}}.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÖÄK&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Österreichischer Amtskalender online&amp;#039;&amp;#039;. Jusline Österreich GmbH, Wien 2002–, passim, {{ZDB|2126440-5}}, [https://permalink.obvsg.at/AC03812049 OBV].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;[[Geschlossener Ort|Geschlossene Orte]]&amp;#039;&amp;#039; mit mehr als neun Gebäuden gelten hier als &amp;#039;&amp;#039;[[Dorf]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Bei nur ein bis zwei Gebäuden ohne Siedlungszusammenhang, also im Falle von [[Einzelsiedlung]]en, spricht man, bedeutungsumfänglich gleichgereiht, von &amp;#039;&amp;#039;Einöde&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Einzelhof&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Einzelhaus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Einschicht&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÖÄK&amp;quot; /&amp;gt; wobei die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Einschicht&amp;#039;&amp;#039;, bayerisch wie österreichisch, die Bedeutung &amp;#039;&amp;#039;Öde, Einsamkeit&amp;#039;&amp;#039; besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Scholze-Stubenrecht]] (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Der Duden in zwölf Bänden&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Duden&amp;amp;nbsp;– Die deutsche Rechtschreibung.&amp;#039;&amp;#039; CD-ROM-Ausgabe. 25., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Wien (u.&amp;amp;nbsp;a.) 2010, ISBN 978-3-411-70425-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In aller Regel gibt es in Weilern wegen ihrer geringen Größe keine Straßennamen. In diesen Fällen tritt der Ortsname – dann als [[Ortsteil]] – oder auch der [[Hausname]] an die Stelle des Straßennamens. Die Hausnummern sollten dennoch der räumlichen Anordnung der Gebäude entsprechen, können aber auch ohne erkennbare Ordnung verlaufen. Bisweilen besteht auch eine gemeinsame Hausnummerierung für mehrere solcher kleineren Orte, eventuell auch über das ganze Gemeindegebiet oder größere Teile davon. Es kann aber sein, dass die Straßen benannt werden und die Hausnummerierung auch in einem Weiler nach dieser Straßenbenennung erfolgt, so wie es in größeren Orten üblich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliches ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeichen 385-50 - Ortshinweistafel, einzeilig (einseitig), StVO 1992.svg|mini|hochkant=0.8|Ortshinweisschild nach [[StVO (D)|StVO]]-Zeichen 385 (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Regelung der StVO ====&lt;br /&gt;
Soweit Ansiedlungen keine [[Geschlossene Ortschaft|geschlossenen Ortschaften]] im Sinne der [[Straßenverkehrs-Ordnung (Deutschland)|Straßenverkehrsordnung]] (StVO) darstellen, können auf deutschen Straßen solche Orte nicht mit einer [[Ortstafel (Deutschland)|Ortstafel]] gekennzeichnet sein und haben daher kein Tempolimit. Um dennoch den Ortsnamen anzugeben, kann eine [[Ortshinweistafel]] verwendet werden. Die Abbildung der einzeiligen Version im Katalog der Verkehrsschilder der StVO ist mit &amp;#039;&amp;#039;Weiler&amp;#039;&amp;#039; beschriftet und das Schild wird üblicherweise und nicht-amtlich als &amp;#039;&amp;#039;Weilerschild&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sonderregelung in Bayern ====&lt;br /&gt;
In [[Bayern]] gilt gemäß der Entschließung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern vom 18.&amp;amp;nbsp;Oktober 1950&amp;lt;ref&amp;gt;Nr.&amp;amp;nbsp;I B1&amp;amp;nbsp;- 68a&amp;amp;nbsp;1&amp;lt;/ref&amp;gt; grundsätzlich jede Ansiedlung mit drei bis neun Wohngebäuden als Weiler, also eine identische Regelung wie in Österreich. Eine größere Ansiedlung gilt als Dorf, eine Ansiedlung mit einem oder zwei Wohngebäuden wird als &amp;#039;&amp;#039;[[Einöde]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
In Österreich ist der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Weiler&amp;#039;&amp;#039; (kurz: W) eine topographische [[Topographische Siedlungskennzeichnung nach STAT|Siedlungskennzeichnung]] der [[Statistik Austria]] für {{&amp;quot;|3 bis 9 Gebäude in engerer Lage}}, typischerweise mit historisch gewachsener Struktur.&amp;lt;ref&amp;gt;Kleinere Ansammlung von Häusern in Neubaugebieten sind hingegen typischerweise als [[Häusergruppe]] (Hgr) klassiert.&amp;lt;/ref&amp;gt; Größere Ansammlungen sind dann eine &amp;#039;&amp;#039;[[Rotte (Siedlung)|Rotte]]&amp;#039;&amp;#039; (R) oder schon ein &amp;#039;&amp;#039;[[Dorf]]&amp;#039;&amp;#039; (D).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigte Staaten ===&lt;br /&gt;
In den Staaten [[New York (Bundesstaat)|New York]] und [[Oregon]] existiert die Bezeichnung Weiler (engl. &amp;#039;&amp;#039;Hamlet&amp;#039;&amp;#039;) für kleine Ansiedlungen, die keine eigene [[Gemeinde]] bilden. Hamlets können entweder Teil einer größeren Gemeinde sein (New York), oder auch direkt vom jeweiligen [[County (Vereinigte Staaten)|County]] verwaltet werden (Oregon).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Weiler (Ortsname)]]&lt;br /&gt;
* [[Ortschaft]], [[Wohnplatz]], [[Hofstelle]]&lt;br /&gt;
* [[Honschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hamlets|Weiler}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4230450-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4230450-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weiler| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Siedlungsform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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