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	<title>Weihwasser - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T19:59:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Weihwasser&amp;diff=50285&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der wahre Jakob: /* Weihwasser und Hygiene */ wikif, unnötige Fettung entf</title>
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		<updated>2025-09-05T19:09:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weihwasser und Hygiene: &lt;/span&gt; wikif, unnötige Fettung entf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Weihwasser.jpg|mini|hochkant|Weihwasserbehälter an einer Zimmerwand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Weihwasser Dom zu Augsburg.JPG|mini|hochkant|[[Taufwasser]] im Dom zu Augsburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weihwasser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Segenszeichen]]. In der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]], den [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen Kirchen]] und der [[Anglikanische Gemeinschaft|anglikanischen Kirche]] dient es neben der [[Taufe]] zum [[Taufgedächtnis]] und zur Segnung. Weihwasser ist Wasser, über das (von einem [[Priester (Christentum)|Priester]] oder [[Diakon]]) ein Segensgebet gesprochen wurde. Vor der [[Liturgiereform]] wurde dem Wasser bei der Weihe Salz und [[Chrisam]] hinzugefügt, heute kann ihm Salz hinzugefügt werden. Weihwasser gehört zu den [[Sakramentale|Sakramentalien]] der Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Der Gebrauch des Besprengens mit Weihwasser hat seine Ursprünge im Brauchtum der antiken [[Lustration]]. Im Segensgebet des alten &amp;#039;&amp;#039;[[Rituale Romanum]]&amp;#039;&amp;#039; heißt es, durch den Gebrauch von Weihwasser werde „jede Feindseligkeit des unreinen Geistes gebannt, der Schrecken der giftigen Schlange verjagt und der hilfreiche Beistand des [[Heiliger Geist|Heiligen Geistes]]“ herbeigerufen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Rituale Romanum&amp;#039;&amp;#039; 7, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die symbolische Bedeutung des Weihwassers ist die des Wassers überhaupt: Leben, Reinigung, Gefährdung und Rettung. Durch das Segensgebet werden diese Bedeutungen mit dem Durchzug des Volkes Israel durch das Rote Meer ([[Auszug aus Ägypten|Exodus]]) und der Taufe [[Jesus Christus|Jesu Christi]] im [[Jordan]] verknüpft. So dient das Nehmen von Weihwasser mit dem Kreuzzeichen dem Gläubigen beim Eintritt in die Kirche dem Gedächtnis der eigenen [[Taufe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Riten und Bräuche ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2021-07-05 Priest in Bocolelo.jpg|mini|Ein Priester weiht in [[Osttimor]] eine neue Polizeistation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weihwasser befindet sich in den [[Weihwasserbecken]] am Eingang jeder katholischen Kirche, manchmal auch in Privaträumen und auf den Gräbern der katholischen Gläubigen. Die Gläubigen tauchen beim Betreten und Verlassen der Kirche kurz die Hand in das Becken und bezeichnen sich mit dem [[Kreuzzeichen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim sonntäglichen Taufgedächtnis in der [[Heilige Messe|Heiligen Messe]], bei der [[Weihe (Religion)|Segnung]] von religiösen Zeichen und Devotionalien, Gegenständen, Gebäuden und Orten (siehe [[Benediktionale]]) und der [[Kirchliche Begräbnisfeier|kirchlichen Begräbnisfeier]] wird Weihwasser verwendet und vom [[Priester (Christentum)|Priester]] oder [[Diakon]] mit einem [[Aspergill]] versprengt. Dabei geht ein [[Ministrant]] als [[Weihwasserträger]] mit, der Weihwasserkessel und Aspergill bereithält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weihwasser kann von den Gläubigen mit nach Hause genommen und dort das Jahr über in Weihwasserbecken in den einzelnen Räumen bereitgehalten werden; in Süddeutschland finden sich solche Weihwasserbehältnisse auch auf Gräbern. Das Sich-Bekreuzigen mit Osterwasser und das Besprengen der Gräber ist eine Segnungsgeste. In einigen [[monastisch]]en [[Ordensgemeinschaft|Orden]] ist es Brauch, dass der oder die Obere die Gemeinschaft nach der [[Komplet]] mit Weihwasser besprengt. Das in der Feier der [[Osternacht]] in einem eigenen [[Ritus]] geweihte [[Taufwasser]] nennt man auch „Osterwasser“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den liturgischen Zusammenhang hinaus gab es auch Wasserbrauchtum zu Ostern: man schöpfte Quellwasser und wusch oder bespritzte sich damit. Auch dieses Wasser wurde „[[Osterwasser (Brauchtum)|Osterwasser]]“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Becker-Huberti]]: &amp;#039;&amp;#039;Feiern, Feste, Jahreszeiten. Lebendige Bräuche im ganzen Jahr.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg-Basel-Wien 2001, ISBN 3-451-27702-6, S. 312–313.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rahmen der [[Volksfrömmigkeit]] spielte Weihwasser auch eine Rolle in der [[Volksmedizin]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Botensegen. Eine Anweisung zur Wasserweihe bei der Wundbehandlung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Monatsschrift&amp;#039;&amp;#039; 11, 1957, S. 541–543.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:The Basilewsky Situla (5482817102).jpg|mini|hochkant|Die Basilewski Situla, eine ottonische Elfenbeinarbeit, um 920. [[Victoria and Albert Museum]], London]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weihwassergefäße ==&lt;br /&gt;
Zu den standortgebundenen Behältern an Kirchenportalen und in Privaträumen siehe den Hauptartikel [[Weihwasserbecken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als transportables Gefäß für das bei Segnungen mitgeführte Weihwasser wird der Weihwasserkessel, ein besonderes Henkelgefäß mit dem lateinischen Namen &amp;#039;&amp;#039;aspersorium&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Es ist meist aus Bronze oder anderem Buntmetall, in älterer Zeit war es sicher oft aus Holz [[Küfer|geböttchert]]. Kostbar gestaltete Beispiele sind selten, einige Exemplare aus Elfenbein stammen aus dem frühen Mittelalter,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-muenster.de/Kultbild/missa/bilder/realien/albe/situla1.html Frühe Weihwassersitulae]. - [[Adolf Reinle]]: Die Ausstattung deutscher Kirchen im Mittelalter, Darmstadt 1988, S. 86–88.&amp;lt;/ref&amp;gt; man nennt sie gern &amp;#039;&amp;#039;situla&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weihwasser und Hygiene ==&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Stephan, Brühl - Weihwasser-Becken wegen Covid-19-Pandemie ohne Weihwasser-7675.jpg|mini|Leeres Weihwasserbecken in St. Stephan, Brühl, Januar 2021]]&lt;br /&gt;
Das „[[Caeremoniale Episcoporum]]“ (dt. „Zeremonienbuch der Bischöfe“) – erstmals im Jahr 1600 erschienen – erwartete eine wöchentliche Erneuerung des Weihwassers in Kirchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CoV&amp;quot;&amp;gt;[https://religion.orf.at/stories/3005303/ Theologe: CoV lehrt Hygiene bei Weihwasserbecken] orf.at, 22. Juli 2020, abgerufen am 22. Juli 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Architekt [[Otto Wagner]] ließ in der [[Kirche am Steinhof]] (1907) einen vergoldeten Spender anbringen, der das Weihwasser tropfenweise abgab, „um die Übertragung von [[Infektion]]en ([[Tuberkulose]]) zu verhindern“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CoV&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forscher fanden in Weihwasserproben aus 30 katholischen Kirchen in Deutschland, Österreich und Spanien im Zeitraum von 2002 bis 2017 zwischen 1500 bis 22.000 Keime pro Milliliter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CoV&amp;quot; /&amp;gt; Im Vergleich zu öffentlichen Gewässern ist dies der durchschnittlichen Keimbildung entsprechend.&amp;lt;ref&amp;gt;Timmis, K. N. et al., 2019 : &amp;#039;&amp;#039;The microbiome of freshwater systems.&amp;#039;&amp;#039; FEMS Microbiology Reviews: Berichtete Bakterienzahlen in Oberflächengewässern variieren typischerweise von 10^3–10^6 Zellen/mL, in dichtem Biofilm oder Sediment deutlich höher (10^7–10^9 Zellen/g). (FEMS Microbiol Rev. 2019; verfügbar als Review — typische Werte aus mehreren Studien.); Farnleitner, A. H., Blaschke, A. P.: &amp;#039;&amp;#039;Microbial indicators and risk assessment in freshwater bathing waters. Water Science and Technology.&amp;#039;&amp;#039; 2002: Messungen in Badeseen zeigen Enterokokken/Escherichia coli oft in Bereichen &amp;lt;1–10^3 KBE/100 mL je nach Verschmutzungsgrad; Gesamtbakterien mittels Zählern liegen häufig bei 10^3–10^6 Zellen/mL.  (Water Sci Technol. 2002; empirical monitoring data); Henne, K. et al.: &amp;#039;&amp;#039;Microbial load in rainwater collected from roofs.&amp;#039;&amp;#039; Water Research, 2012: Regenwasser-Mikrobendichten lagen meist bei 10^2–10^5 KBE/mL unmittelbar nach Sammlung; Gesamtzellzahlen (DAPI) oft 10^3–10^6 Zellen/mL (Water Res. 2012; roof-harvested rainwater study); Leclerc, H., Mossel, D. A. A.: &amp;#039;&amp;#039;Microbial contamination of rainwater. A review.&amp;#039;&amp;#039; Journal of Applied Microbiology, 2012: Zusammenfassung von Studien: Regenwasser kann stark variieren — 10^2–10^6 Zellen/mL oder 10^1–10^4 KBE/mL je nach Ort und Sammlungsmethode  (J Appl Microbiol. 2002; review); Whitman, R. L. et al.: &amp;#039;&amp;#039;Microbial indicators in recreational waters.&amp;#039;&amp;#039; Environmental Science &amp;amp; Technology, 2014: Typische Gesamtbakterienkonzentrationen in Seen: 10^3–10^6 Zellen/mL; Kulturbasierte Indikatoren (KBE) wie E. coli/Enterokokken variieren stark (0–&amp;gt;10^3 KBE/100 mL).  (Environ Sci Technol. 2004; monitoring review);&lt;br /&gt;
Nielsen, P. H.: &amp;#039;&amp;#039;Microbial communities in biofilms and sediments of freshwater lakes.&amp;#039;&amp;#039; Aquatic Microbial Ecology, 2009: Biofilm-Bakteriendichten auf Oberflächen (z. B. mm²) liegen oft bei 10^6–10^9 Zellen/cm² = 10^2–10^5 Zellen/mm², abhängig von Alter und Nährstoffangebot  (Aquat Microb Ecol. 2009; biofilm measurements); Crump, B. C., Hobbie, J. E.: &amp;#039;&amp;#039;Bacterioplankton community structure in lakes and estuaries.&amp;#039;&amp;#039; Limnology and Oceanography, 2005: Freischwimmende Bakterien in Seen typischerweise 10^4–10^6 Zellen/mL (direkte DAPI/Epifluoreszenzzählung).  (Limnol Oceanogr. 2005.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[COVID-19-Pandemie]] wurden 2020 viele [[Weihwasserbecken]] gesperrt und geleert, um den Transfer von Keimen zwischen Personen zu vermeiden. Die [[Österreichische Bischofskonferenz]] der römisch-katholischen Kirche verbot Weihwasser Anfang Mai 2020 für ab 15. Mai 2020 wieder erlaubte Gottesdienste.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://religion.orf.at/stories/3002172/ Regeln für Messen: Handkommunion, kein Weihwasser] orf.at, 3. Mai 2020, abgerufen am 22. Juli 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor dem Hintergrund, dass Weihwasserbecken leer bleiben, verschickte die (Junge) Katholische Kirche Vorarlberg in einer Aktion Anfang Mai 2020 Weihwasser in [[Sprühflasche]]n an Besteller.&amp;lt;!-- Preis, (Versand-)Ksten? --&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://vorarlberg.orf.at/radio/stories/3046671/ Coronavirus : Katholische Kirche verschickt Weihwasser] orf.at, 1. Mai 2020, abgerufen am 22. Juli 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die österreichische Bischofskonferenz verfügte in ihrer Rahmenordnung vom 20. Juni 2020, dass das Weihwasser in den Becken „häufig (zumindest 2x pro Woche) gewechselt und das Becken jedes Mal gründlich gereinigt werden“ muss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CoV&amp;quot; /&amp;gt; Aktuell (Mai 2021) sind im Kirchenbedarfshandel mehr oder weniger aufwändig zu Weihwasserspendern „veredelte“ Desinfektionsmittelspender erhältlich, die berührungslos (Näherungssensor) Weihwasser abgeben. Einzelne Kirchen setzen auch Spezialanfertigungen ein, bei denen eine geringe Menge Weihwasser nach Aktivierung eines Sensors berührungslos abgegeben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://religion.orf.at/stories/3207275/ |titel=Kontaktlos: Bronzeskulptur spendet Weihwasser im Stephansdom – religion.ORF.at |datum=2021-07-10 |abruf=2021-07-10 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210710061141/https://religion.orf.at/stories/3207275/ |archiv-datum=2021-07-10 |offline= |archiv-bot=2023-02-10 12:36:36 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Feulner]]: &amp;#039;&amp;#039;Krank durch Weihwasser? Leere Weihwasserbecken und allerlei Skurriles während der Corona-Pandemie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gottesdienst (Zeitschrift)|Gottesdienst]]&amp;#039;&amp;#039; 54 (2020), S. 174f. ([https://www.herder.de/gd/hefte/archiv/2020/14-15-2020/krank-durch-weihwasser-leere-weihwasserbecken-und-allerlei-skurriles-waehrend-der-corona-pandemie/ Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Große Wasserweihe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Holy water|Weihwasser}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4189443-1|LCCN=sh/85/061638}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Taufe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakramentale]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser in der Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser (Brauchtum)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der wahre Jakob</name></author>
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