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	<title>Weihnachtsgans - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T22:24:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Weihnachtsgans&amp;diff=245084&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gelbes Tempo: /* Literatur */ Formalia</title>
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		<updated>2025-12-29T12:55:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Formalia&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Christmas-goose-(Weihnachtsgans) 1.jpg|mini|alt=Ein Gänsebraten auf einer Servierplatte, umgeben von Gläsern und Besteck|Weihnachtsgans]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weihnachtsgans&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Festtag]]sessen, das im deutschsprachigen Raum traditionell zu [[Weihnachten]] serviert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung dieses Gänsebratens geht auf die [[Martinstag#Martinsgans|Martinsgans]] zurück, die oft am Gedenktag des hl. [[Martin von Tours|Martin]], noch vor Beginn des [[Advent]]s gegessen wurde. Der Advent hatte früher den Charakter einer [[Fastenzeit]]. Mit der [[Christmette]] endete diese, und so wurde eine [[Hausgans|Gans]] als Festtagsbraten zubereitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurde der Gänsebraten im Mittelalter neben dem [[Martinstag]] auch zu [[Erzengel Michael#Festtag|Michaelis]] am 29. September gegessen. Das traditionelle Weihnachtsessen war seit dem Mittelalter das „Mettenmahl“ oder die „[[Mettensau]]“. Dieses Festtagsessen war ein [[Schweinebraten]], der am 25. Dezember verspeist wurde. Die einfachen Leute und Bauern konnten sich als Festspeise nur [[Blutwurst|Blut-]] und [[Leberwurst|Leberwürste]] leisten, die „Mettenwürste“, „Weihnachtssau“ oder „Weihnachter“ genannt wurden. Ein Teil dieses Essens wurde zusammen mit [[Gebildbrot|Gebild-]] und [[Kletzenbrot]]en für die im Vorjahr Verstorbenen aufgehoben und den Armen geschenkt. Mit wachsendem Wohlstand während der [[Industrialisierung]] wurde schließlich das „Mettenmahl“ von dem weitaus festlicheren Gänsebraten abgelöst, dennoch werden bis in die Gegenwart traditionell in vielen Familien Würste oder Schweinebraten als Weihnachtsessen verspeist.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bleibrunner: &amp;#039;&amp;#039;Niederbayerische Heimat&amp;#039;&amp;#039;, Isar-Post Verlag, Landshut 1987, S. 256–257&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gehört die Weihnachtsgans neben [[Kartoffelsalat#Verwendung|Würstchen mit Kartoffelsalat]] und Entenbraten zu den beliebtesten Weihnachtsgerichten im deutschsprachigen Raum. Bei einer [[Statista]]-Onlineumfrage aus dem Jahr 2025 gaben 19 Prozent der Befragten aus Deutschland an, dass es bei ihnen über die Weihnachtsfeiertage Gans zu essen gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jennifer Gerhus |url=https://de.statista.com/statistik/daten/studie/778023/umfrage/umfrage-in-deutschland-zum-essen-an-den-weihnachtsfeiertagen/ |titel=Beliebteste Weihnachtsgerichte und -süßigkeiten in Deutschland im Jahr 2025 |werk=Statista |datum=2025-11-26 |abruf=2025-12-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Legenden ==&lt;br /&gt;
Zum Ursprung der Weihnachtsgans existieren mehrere [[Legende]]n:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beim Angriff der [[Senonen]] auf die Stadt Rom im Jahr 390 v. Chr. sollen die Gänse der Stadt Alarm geschlagen haben, sodass [[Marcus Manlius Capitolinus]] die nötigen Verteidigungsmaßnahmen einleiten konnte. Seither genossen die Gänse bei den Römern besondere Verehrung (Heilige Gänse der [[Juno (Mythologie)|Juno]]). So fiel, als die frühen Christen eine symbolische Verehrung in Form einer Speise für das Gotteskind gesucht haben, die Wahl sofort auf die Gans.&amp;lt;ref&amp;gt;Elisabeth Bangert, Ente, Gans und Pute, Edition Xxl, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* [[Weiß]] ist die Farbe der [[Unschuld]] und der [[Rituelle Reinheit|Reinheit]]. Da das [[Christuskind]] das Symbol für diese Tugenden ist, wurde das Gänseessen von den ersten Christen ca. 400 n. Chr. in Rom  eingeführt. Später durften auch andere Tiere mit weißem Federkleid oder weißem Fleisch verzehrt werden.&lt;br /&gt;
* Einflussreichen Feinschmeckern soll der triste [[Weihnachtskarpfen]] zu wenig festlich erschienen sein. Deshalb wurde darauf hingewirkt, dass Gänse wegen ihrer Affinität zu Wasser im Sinne der Gebote als Fische zu gelten hätten. Da Fische in der Fastenzeit zu den erlaubten Speisen gehörten, wurde im Mittelalter der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Fisch&amp;#039;&amp;#039; sehr großzügig ausgelegt. So wurden nicht nur [[Muscheln]], [[Krebse]] und [[Wale]] als Fische bezeichnet, sondern auch andere Tierarten, die ihren Lebensraum an Gewässer angepasst haben. Darunter fielen beispielsweise [[Entenvögel|Enten]], [[Papageientaucher]], [[Biber]] und eben Gänse. Diese umstrittenen Auslegungen wurden aber schon zu jener Zeit bezweifelt. Beispielsweise stellte Kaiser [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich II.]] in Frage, ob man [[Weißwangengans|Weißwangengänse]] als Fische bezeichnen könne. Nach damaliger Vorstellung wuchsen Fische in Muscheln heran, und Friedrich II. bezweifelte, dass diese Gänseart, die sich erst im Herbst an der Küste Nordeuropas einfindet und deren Brutverhalten deshalb nicht beobachtet werden konnte, wie Fische aufwuchsen und man sie deshalb auch so nennen könne.&amp;lt;ref&amp;gt;Bridget Ann Henisch: Fast and Feast. Food in Medieval Society. The Pennsylvania State University Press, University Park PA 1976, ISBN 0-271-01230-7, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Brian Fagan]]: &amp;#039;&amp;#039;Fish on Friday. Feasting, Fasting and the Discovery of the New World.&amp;#039;&amp;#039; Basic Books, New York NY 2007, ISBN 978-0-465-02285-4, S. 153&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1588 soll die englische Königin [[Elisabeth I.]] zur Weihnachtszeit gerade eine Gans verspeist haben, als die Nachricht eintraf, dass die [[spanische Armada]] bezwungen worden sei. Aus Freude über diesen Sieg und als Zeichen eines guten [[Omen]]s soll sie daraufhin die Gans zum Weihnachtsbraten erklärt haben. Der Brauch soll sich dann auch auf dem europäischen Kontinent ausgebreitet haben. Heutzutage ist der traditionelle Weihnachtsbraten in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] nicht mehr die Gans, sondern der [[Pute|Truthahn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zubereitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Goose roasted.JPG|mini|alt=Auf einem gedeckten Tisch stehen jeweils eine Schale mit Rotkohl, Klößen und Teilen eines Gänsebratens|Gans mit [[Kloß|Klößen]], [[Rotkohl]] und Sauce]]&lt;br /&gt;
Meist wird die [[Hausgans|Gans]] mit Äpfeln, [[Edelkastanie|Kastanien]], Zwiebeln oder [[Trockenpflaume]]n gefüllt. Typische [[Gewürz]]e für den Gänsebraten sind neben Salz und Pfeffer vor allem [[Beifuß]] und [[Majoran]]. Traditionelle Beilagen sind [[Rotkohl]] oder [[Grünkohl]], [[Kloß|Klöße]] und eine gebundene [[Sauce]] aus dem Bratensaft. Gänsebraten auf [[Garnitur (Küche)#E|Elsässer Art]] wird mit [[Bratwurst]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;füllung und [[Sauerkraut]] serviert. Die Beilagen der [[Schwedische Küche#Martinsgans|schwedischen Martinsgans]] sind [[Rosenkohl]] und [[Apfelmus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der ältesten Rezepte für einen festlichen Gänsebraten stammt aus dem [[Kochbuch]] &amp;#039;&amp;#039;[[Das Buoch von guoter Spise|daz buch von guter spîse]]&amp;#039;&amp;#039; (um 1350):&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;450px&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Diz ist ein guot fuelle.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Stoz ein gans an einen spiz vnd suet daz gekroese, nim vier eyer&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;gesoten herte vnd nim dor zvo eine brosmen schoenes brotes vnd&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;kuemel dar zvo vnd ein wenic pfeffers vnd saffrans, vnd nim dri&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;gesoten huones lebern. Mals zvo sammene mit&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;ezzige vnd mit huener sode, zvo mazzen sur, vnd schele zwiboln vnd&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;snide sie duenne vnd tuo sie denne in einen hafen, tuo dor zvo smaltz&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;oder wazzer vnd laz sie sieden, daz sie weich werden. vnd nim&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;denne sur epfele, snit die kern her vz. als die zwiboln gar sin&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;gesoten, wirf die epfele dar zvo, daz ez weich belibe, vnd tuo denne&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;daz gemalne vnd die epfele vnd die zwiboln alle in ein phannen,&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;vnd als die gans gebraten ist, so zvo lide sie, lege sie in ein schoen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;vaz vnd guez daz condimente dar veber vnd gib sie hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;450px&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Dies ist eine gute Füllung &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Steck eine Gans an einen Spieß und koch das Gekröse. Nimm vier Eier,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;hartgekocht und gib Krumen von hellem Brot und&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Kümmel dazu und ein wenig Pfeffer und [[Safran]], und nimm drei&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;gekochte Hühnerlebern. Verrühre sie mit&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Essig und Hühnerbrühe, aber nicht zu sauer, und schäle Zwiebeln und&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;schneide sie dünn und tu sie dann in einen Topf, tu dazu Schmalz&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;oder Wasser und lass sie sieden, damit sie weich werden. Und nimm&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;saure Äpfel, schneide die Kerne heraus. Wenn die Zwiebeln gar sind&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;gib die Äpfel dazu, dass sie weich werden, und gib&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;das Gemisch und die Äpfel und die Zwiebeln in eine Pfanne&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;und wenn die Gans gebraten ist, so zerlege sie, lege sie in ein schönes&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Gefäß und gieße die Sauce darüber und servier es.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* Hausgans [[Doretta (Hausgans)|Doretta]]&lt;br /&gt;
* [[Die Weihnachtsgans Auguste (Märchen)|Die Weihnachtsgans Auguste]] (Märchen)&lt;br /&gt;
* Im Roman &amp;#039;&amp;#039;[[In Zeiten des abnehmenden Lichts]]&amp;#039;&amp;#039; (2011) von [[Eugen Ruge]] wird die Zubereitung einer &amp;#039;&amp;#039;burgundischen Klostergans&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1976 in der DDR und 1991 im vereinten Deutschland geschildert ([https://vds-ev.de/SN/sn2012-03.pdf Sprachnachrichten 55, S.&amp;amp;nbsp;16]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Renate Jostmann: &amp;#039;&amp;#039;Geschichten über Weihnachtsbräuche aus aller Welt.&amp;#039;&amp;#039; Hohenheim, Stuttgart 2001, ISBN 978-3-89850-053-1.&lt;br /&gt;
* [[Michael Kotsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Weihnachtsbräuche und was sie bedeuten.&amp;#039;&amp;#039; Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, Dillenburg 2007, ISBN 3-89436-536-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Christmas food|Weihnachtsessen}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.weihnachtsstadt.de/Gedichte/lustig/Die_Weihnachtsgans.htm Die Weihnachtsgans]&amp;#039;&amp;#039; – Gedicht von [[Heinz Erhardt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geflügelspeise]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essen und Trinken (Weihnachten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gans in der Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gelbes Tempo</name></author>
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