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	<title>Weichselzopf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T00:05:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Weichselzopf&amp;diff=883232&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Martin Scheutz; Kleinkram</title>
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		<updated>2025-06-26T19:27:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Martin Scheutz; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Varied Polish Plaits.jpg|thumb|Weichselzöpfe in verschiedenen Formen (Darstellung von 1854)]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weichselzopf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Wichtel-&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Wüchsel-&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schrötleins-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Judenzopf&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Haarschrötel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Trichoma&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Cirragra&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Plica polonica&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist die historische Bezeichnung für eine massive Zusammenballung [[Filz|verfilzter]] [[Kopfhaar]]e zu einem unentwirrbaren Geflecht, die im Extremfall auch das Haupthaar als Ganzes betreffen kann. Bei dem Weichselzopf handelt es sich maßgeblich um ein Krankheitsbild und ist somit nicht mit [[Dreadlocks]] zu vergleichen. Der Begriff wurde auch im übertragenen Sinne für Gedankengänge und literarische Werke angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Namensursprung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Plica polonica CM UJ.jpg|thumb|1,5 m langer Weichselzopf im Medizinhistorischen Museum in [[Krakau]]]]&lt;br /&gt;
Der Weichselzopf als Krankheitssymptom war im [[Mittelalter]] und noch bis zum 16. Jahrhundert auch in Deutschland nicht selten und soll sich in der [[Schweiz]], in [[Belgien]], im [[Elsass]] und am [[Rhein]] gefunden haben. Im 19. Jahrhundert kam er noch in den [[Donau|Donauländern]] und in [[Polen]] vor, woher die lateinische Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;plica polonica&amp;#039;&amp;#039; und die englische &amp;#039;&amp;#039;polish plait&amp;#039;&amp;#039; rühren. Auch der deutsche Begriff nimmt Bezug auf die Region Polen &amp;#039;&amp;#039;um die [[Weichsel]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medizin ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans mit Scheuklappe und Weichselzopf.jpg|mini|hochkant|Weichselzopf im Mähnenhaar des [[Kluger Hans|Klugen Hans]]]]&lt;br /&gt;
Der Weichselzopf wurde auch Gegenstand medizinischer Betrachtungen, da er häufig von [[Hauterkrankung]]en begleitet war und mit in den ärmeren Bevölkerungsschichten verbreiteter mangelnder Hygiene einherging. Es entstand in diesen krankheitswertigen Fällen zunächst an einzelnen Punkten und später über die ganze Fläche der [[Kopfhaut]] ein nässender Ausschlag, der größtenteils zu [[Exsudat (Medizin)|Schorf]] eintrocknete und die Haare zu einem dichten, filzartigen Gebilde verklebte. Da ein Auskämmen des Haars zum Teil aufgrund der Schmerzhaftigkeit, zum Teil aus Aberglauben vermieden wurde, lagerte sich in dem Haarfilz, abgesehen von dem Schorf, Schmutz aller möglichen Art ab, der die Haarmasse noch dichter machte und auch [[Kopflaus|Läuse]] beherbergen konnte, deren Nissen ebenfalls zur Verklebung beitrugen. Von medizinischer Seite wurde daher Sorge für Reinlichkeit der Haare und Haut gefordert, um diese Erscheinungen zu verhüten. So heißt es etwa in [[Meyers Konversations-Lexikon]] (4. Auflage von 1888 bis 1890): „Nur schert man am besten frühzeitig das Haar ab und kämmt und bürstet sehr sorgfältig. Bei einem veralteten Weichselzopf wird am besten die Kur mit dieser Prozedur begonnen, um den weiterhin anzuwendenden örtlichen Mitteln die Möglichkeit gründlicher Einwirkung auf die erkrankte Kopfhaut zu geben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In humanmedizinischen und hygienischen Werken taucht der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Weichselzopf&amp;#039;&amp;#039; vor allem bis etwa 1910 und in abnehmendem Maße und in zunehmend historischer Betrachtung bis kurz nach 1920 auf, danach fast nur noch in Wörterbüchern, um eine Verfilzung der Haare durch die Nissen hochgradiger Kopfverlausung und Ekzemkrusten zu beschreiben, oder als Anmerkung. In tiermedizinischen Werken wurde er vor allem im Zusammenhang mit Pferden verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Axel W. Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der „Weichselzopf“ in medizinhistorischer Perspektive. Eigenständige Hautkrankheit oder mythologisches Konstrukt?&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;The „Elflock“ in Medical History – Disease of its own or Mythological Fiction?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aktuelle Dermatologie.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 30, Nr. 6, 2004, {{ISSN|0340-2541}}, S. 218–222, {{DOI|10.1055/s-2004-814589}}.&lt;br /&gt;
* Friedrich Beschorner: &amp;#039;&amp;#039;Der Weichselzopf. Nach statistischen und physiologischen Beziehungen dargestellt.&amp;#039;&amp;#039; Hirt, Breslau 1843 ([http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10470780_00005.html digitale-sammlungen.de]).&lt;br /&gt;
* Stanislaus Ostyk von Narbutt: &amp;#039;&amp;#039;Über den Weichselzopf Plica polonica.&amp;#039;&amp;#039; München 1879 (Diss., Univ., München, 1879).&lt;br /&gt;
* E.L. Butzke: &amp;#039;&amp;#039;Denkschrift über den Weichselzopf.&amp;#039;&amp;#039; Thorn 1854 ([http://books.google.de/books?id=EGg_AAAAcAAJ&amp;amp;dq=inauthor%3A%22E.%20L.%20Butzke%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP1#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Google Buch]).&lt;br /&gt;
* Anton Tantner: &amp;#039;&amp;#039;[http://tantner.net/publikationen/Tantner_Wichtelzopf_FestschriftKarlVocelka_2008.pdf Wahrheitsproduktion durch „Auskampelung“. Zum Kampf gegen den Wichtelzopf] (PDF; 162&amp;amp;nbsp;kB).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Martin Scheutz]], Vlasta Valeš (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wien und seine WienerInnen. Ein historischer Streifzug durch Wien über die Jahrhunderte. Festschrift für [[Karl Vocelka]] zum 60. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien / Köln / Weimar 2008, ISBN 978-3-205-77707-6, S. 221–233.&lt;br /&gt;
* Thomas Emanuel Chromy, Edlem von Ruhmfeld (Arztneikunde Doctor und Salinen-Arzte in Wieliezka): &amp;#039;&amp;#039;[http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/9805650 Neueste Ansicht des Weichsel-Zopfes in seiner Grundursache - ein Beytrag zur Geschichte, Natur, Eigenschaft und Heilart desselben in der Gegend von Krakau]&amp;#039;&amp;#039;, Freyberg, Craz &amp;amp; Gerlach, 1813 ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-532434}})&lt;br /&gt;
* Marian Florian Ritter von Ogonczyk-Zakrzewski: &amp;#039;&amp;#039;Medizinisch-literärische Geschichte des Weichselzopfes.&amp;#039;&amp;#039; Mechitaristen, Wien 1830, 150 S.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Plica polonica|Weichselzopf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hautkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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