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	<title>Weichsel-Kaltzeit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T07:34:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Weichsel-Kaltzeit&amp;diff=1144835&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2025-06-28T12:25:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Linkbox Weichsel-Kaltzeit}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weichsel-Kaltzeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weichsel-Glazial&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weichsel-Komplex&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird die [[letzte Kaltzeit]] des [[Känozoisches Eiszeitalter|Känozoischen Eiszeitalters]] und die damit verbundene Vergletscherung für Nordeuropa und das nördliche Mitteleuropa bezeichnet. Umgangssprachlich wird sie auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weichsel-Eiszeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weichsel-Zeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; benannt, im Alpenraum dagegen [[Würm-Kaltzeit]]. Kennzeichnend war ein großer Eisschild, der vom [[Skandinavien|skandinavischen]] Hochgebirge ausging und sich bis an die schleswig-holsteinische Ostküste, in die Mark Brandenburg und nach Nordrussland erstreckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie war im nördlichen Europa die jüngste der [[Gletscher|Vergletscherungsphasen]]  ([[Kaltzeit|Glaziale]]) im [[Pleistozän]]. Die vorangegangene Warmzeit wird im selben Bereich als [[Eem-Warmzeit]] bezeichnet. Die Weichsel-Kaltzeit begann vor ca. 115.000 Jahren und endete vor 11.600 Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Litt&amp;quot; /&amp;gt; Nach der internationalen Gliederung, die auf den [[Sauerstoff-Isotopenstufe]]n beruht, beginnt die &amp;#039;&amp;#039;Letzte Große Vereisung&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|Last glacial period}}) in der Stufe MIS 5d und endet mit der Isotopenstufe MIS 2. Mit ihrem Ende ([[Jungpleistozän]]) endet das Pleistozän und beginnt das [[Holozän]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benennung für andere Regionen ==&lt;br /&gt;
In anderen Gebieten werden die Vergletscherungen der letzten Kaltzeit mit anderen Namen bezeichnet: So spricht man für den [[Alpen]]raum von der [[Würm-Kaltzeit]], auf den Britischen Inseln von der &amp;#039;&amp;#039;Devensian glaciation&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Devenses-Eiszeit&amp;#039;&amp;#039;, von lat. &amp;#039;&amp;#039;Dēvenses&amp;#039;&amp;#039;, „Leute, die am [[Dee (Wales)|Fluss Dee]] leben“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.lexico.com/definition/devensian |wayback=20201202033512 |text=&amp;#039;&amp;#039;Devensian – lexico.com.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2023-02-10 10:31:10 InternetArchiveBot }} Abgerufen am 23. April 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;) und in Nordamerika von der [[Wisconsin glaciation]]&amp;lt;ref&amp;gt;F.J. Monkhouse &amp;#039;&amp;#039;Principles of Physical Geography&amp;#039;&amp;#039;, London: University of London Press, 1970 (7th edn.), p. 254. SBN 340 09022 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Whittow, John (1984). &amp;#039;&amp;#039;Dictionary of Physical Geography&amp;#039;&amp;#039;. London: Penguin, 1984, p. 265. ISBN 0-14-051094-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; (engl.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung und Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Namensgeber ist der Fluss [[Weichsel]] im heutigen [[Polen]]. Der Name „Weichsel-Eiszeit“ geht wahrscheinlich auf einen Vorschlag von [[Konrad Keilhack]] zurück. Ab 1909 wurde die Bezeichnung bei der [[Preußische Geologische Landesanstalt|Preußischen Geologischen Landesanstalt]] verwendet. Die Typusregion ist das untere Weichseltal, eine Typuslokalität wurde nicht festgelegt. Heute hat sich der Begriff Weichsel-Kaltzeit oder Weichsel-Glazial etabliert. Da die eigentliche „Eiszeit“ (d.&amp;amp;nbsp;h. Gletschervorstöße bis nach Norddeutschland) nur einen kleinen Teil dieses Zeitabschnitts einnimmt, bevorzugen manche Forscher den Begriff Weichsel-Komplex. In der Stratigraphischen Tabelle von Deutschland 2002 ist die Weichsel-Kaltzeit zu Weichselium abgewandelt, um sie an die Bezeichnungen der [[Chronostratigraphie|chronostratigraphischen]] Einheiten anzugleichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;STD2002&amp;quot;&amp;gt;[http://www.stratigraphie.de/std2002/download/STD2002_large.pdf &amp;#039;&amp;#039;Stratigraphische Tabelle von Deutschland 2002.&amp;#039;&amp;#039;] Deutsche Stratigraphische Kommission (DSK), 2002, ISBN 3-00-010197-7. (PDF-Datei; 7 MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf und Gliederung der Weichsel-Kaltzeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:IceAgeEarth.jpg|mini|300px|Die Erde zum letzten glazialen Maximum. Illustration basierend auf: Thomas J. Crowley: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.agu.org/pubs/crossref/1995/95GB01107.shtml Ice age terrestrial carbon changes revisited].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Global Biogeochemical Cycles.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 9, 1995, S. 377–389.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Weichsel-Würm-Glaciation.png|mini|350px|Europa in der Weichsel- bzw. Würm-Kaltzeit]]&lt;br /&gt;
Vor etwa 115.000 Jahren&amp;lt;ref name=&amp;quot;Litt&amp;quot; /&amp;gt; sanken die Durchschnittstemperaturen deutlich und die wärmeliebenden Waldgesellschaften wurden verdrängt. Mit diesem deutlichen Einschnitt in den Durchschnittstemperaturen endete die [[Eem-Warmzeit]] und begann die Weichsel-Kaltzeit. Sie wird nach dem Temperaturverlauf in drei Abschnitte gegliedert: das Weichsel-Frühglazial, das Weichsel-Hochglazial (auch Weichsel-Pleniglazial) und das Weichsel-Spätglazial. Während der Weichsel-Kaltzeit fanden auf der Nordhalbkugel immer wieder heftige Klimaschwankungen statt, die sogenannten [[Dansgaard-Oeschger-Ereignis]]se.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Weichsel-Frühglazial}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Weichsel-Frühglazial&amp;#039;&amp;#039; (115.000 - 60.000 v. Chr.) wird wiederum in vier Stadiale gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Odderade]]-Interstadial (WF IV). Die Pollenspektren lassen auf einen borealen Wald schließen. Er beginnt mit einer Baumbirkenphase, die rasch zu einem Kiefernwald übergeht. Nachgewiesen sind auch [[Lärche]]n und [[Fichten]] sowie in sehr geringem Umfang auch [[Erlen (Botanik)|Erlen]].&lt;br /&gt;
* Rederstall-Stadial (auch WF III). In Norddeutschland weisen die Pollenspektren auf eine Grastundra mit später folgender Strauchtundra hin.&lt;br /&gt;
* das Brörup-Interstadial (auch WF II). In einigen Profilen findet kurz nach dem Beginn des Brörup-Interstadials eine kurze Abkühlungsphase, die aber nicht in allen Profilen nachweisbar ist. Dies veranlasste einige Autoren, die erste Wärmephase als Amersfoort-Interstadial abzutrennen. Inzwischen wird aber diese erste Wärme- und Abkühlungsphase in das Brörup-Interstadial mit einbezogen. Das nördliche Mitteleuropa war mit Birken- und Kiefernwäldern bewachsen. Das Brörup-Interstadial wird mit der marinen Sauerstoffisotopenstufe 5c identifiziert.&lt;br /&gt;
* das Herning-Stadial (auch WF I genannt) war eine erste Kaltphase, in der Nordwesteuropa weitgehend unbewaldet war. Es entspricht der marinen Sauerstoffisotopenstufe 5d.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Weichsel-Hochglazial}}&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Weichsel-Hochglazial&amp;#039;&amp;#039; (57.000 – ca. 15.000 v. Chr.) kam es zum Vorstoß der Gletscher bis nach Norddeutschland. An der Basis sind jedoch einige Interstadiale dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vergletscherung und Eisvorstöße bis Norddeutschland ([[Brandenburg-Phase]], [[Frankfurt-Phase]], [[Pommern-Phase]], [[Mecklenburg-Phase]]).&lt;br /&gt;
* Denekamp-Interstadial. Die Pollenspektren zeigen eine Strauchtundra an.&lt;br /&gt;
* Hengelo-Interstadial. Die Pollen zeigen [[Sauergrasgewächse]] (Cyperaceae) und vorübergehend hohe Werte von [[Zwerg-Birke]] (&amp;#039;&amp;#039;Betula nana&amp;#039;&amp;#039;) an.&lt;br /&gt;
* Moershoofd-Interstadial. Die Pollenspektren zeigen eine baumlose Tundravegetation mit hohen Anteilen an [[Sauergrasgewächse]]n (Cyperaceae) an.&lt;br /&gt;
* Glinde-Interstadial (WP IV). Das Pollendiagramm lässt auf eine baumlose Strauchtundra schließen.&lt;br /&gt;
* Ebersdorf-Stadial (WP III). In Norddeutschland ist dieser Zeitabschnitt durch einen pollenfreien Sand charakterisiert.&lt;br /&gt;
* Oerel-Interstadial (WP II). Die Pollendiagramme deuten auf eine baumfreie Strauchtundra in Norddeutschland hin.&lt;br /&gt;
* Schalkholz-Stadial (WP I). Ein erster Eisvorstoß könnte bereits die südliche Ostseeküste erreicht haben. An der Typlokalität [[Schalkholz]] (Lkr. [[Dithmarschen]]) dokumentiert ein pollenfreier Sand eine weitgehend vegetationslose Landschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Weichsel-Spätglazial}}&lt;br /&gt;
Das kurze &amp;#039;&amp;#039;Weichsel-Spätglazial&amp;#039;&amp;#039; (12.500 – ca. 10.000 v. Chr.)  ist die Phase langsamer Erwärmung nach dem Weichsel-Hochglazial. Es ist aber wiederum von einigen recht kühlen Phasen unterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jüngere Dryaszeit]]. In dieser Zeit stieg der Anteil der Nicht-Baumpollen wieder etwas an, besonders der [[Sonnenpflanze]]n.&lt;br /&gt;
* [[Alleröd-Interstadial]]. Dieser Abschnitt wird wiederum durch Baumpollen der Birke dominiert.&lt;br /&gt;
* [[Ältere Dryaszeit]]. Diese kühle Zeit ist durch einen Rückgang der Baumpollen gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Bölling-Interstadial]]. Dieser Abschnitt wird durch einen rasanten Anstieg von Baumbirkenpollen eingeleitet.&lt;br /&gt;
* [[Älteste Dryaszeit]]. Dieser kühle Abschnitt ist durch ein Maximum an Nicht-Baumpollen gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Meiendorf-Interstadial]]. Dieses Interstadial ist gekennzeichnet durch einen Anstieg an Pollen von [[Zwerg-Birke]] (&amp;#039;&amp;#039;Betula nana&amp;#039;&amp;#039;), [[Weiden (Botanik)|Weiden]] (&amp;#039;&amp;#039;Salix&amp;#039;&amp;#039; sp.), [[Sanddorne]] (&amp;#039;&amp;#039;Hippophae&amp;#039;&amp;#039;), [[Wacholder]] (&amp;#039;&amp;#039;Juniperus&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;[[Artemisia (Pflanze)|Artemisia]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem letzten dieser Temperaturrückgänge, der „Jüngeren Dryaszeit“, endete das Weichsel-Glazial mit einem abrupten Temperaturanstieg ca. 9.660 ± 40 v.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kromer&amp;quot; /&amp;gt; Damit begann gleichzeitig unser heutiges [[Interglazial]], das [[Holozän]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der angeführten Gliederung werden die Ablagerungen des Weichsel-Spätglazials nach dem Stand des Eisrückzugs in vier Stadien untergliedert: &amp;#039;&amp;#039;Germaniglazial&amp;#039;&amp;#039; (Deutschland wird eisfrei), &amp;#039;&amp;#039;Daniglazial&amp;#039;&amp;#039; (Dänemark wird eisfrei), &amp;#039;&amp;#039;Gotiglazial&amp;#039;&amp;#039; (Gotland wird eisfrei) und &amp;#039;&amp;#039;Finiglazial&amp;#039;&amp;#039; (Finnland und Norwegen werden eisfrei).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl N. Thome |Titel=Einführung in das Quartär. Das Zeitalter der Gletscher |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin |Datum=1998 |Seiten=72 |Online={{Google Buch |BuchID=izM1tK-VtEYC |Seite=72 |Linktext=S. 72}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:EisrandlagenNorddeutschland.jpg|mini|350px|{{Farblegende|#b6210d|Maximale Eisrandlage (Brandenburger Stadium) der Weichsel-Kaltzeit in Norddeutschland (rote Linie)}}{{Farblegende|#e3b600|größte Ausdehnung der Vergletscherung der älteren [[Saalekaltzeit]] (gelbe Linie)}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausdehnung des Inlandeises ==&lt;br /&gt;
Die Ausdehnung des [[Fennoskandischer Eisschild|Fennoskandischen Eisschildes]] war in der Weichsel-Kaltzeit, verglichen mit den älteren Kaltzeiten ([[Elsterkaltzeit|Elster-]] und [[Saalekaltzeit]]), deutlich geringer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohl&amp;quot; /&amp;gt; In Deutschland endete der maximale Eisvorstoß des Weichselglazials etwa an der Linie der heutigen Städte [[Flensburg]], [[Rendsburg]], [[Hamburg]], [[Ahrensburg]], südlich [[Schwerin]], [[Havelberg]], [[Brandenburg an der Havel]], [[Luckenwalde]], [[Lübben (Spreewald)|Lübben]] und [[Guben]], also innerhalb des nordostdeutschen Tieflandes. Die [[Elbe]] sowie der warthestadiale ([[saalekaltzeit]]liche) &amp;#039;&amp;#039;[[Südlicher Landrücken|Südliche Landrücken]]&amp;#039;&amp;#039; wurden von dem weichselzeitlichen Inlandeis nicht überschritten, sie unterlagen durch Bildung von Niederterrassen und Aufwehungen von [[Binnendüne]]n und [[Löss]] in dieser Zeit [[periglazial]]em Einfluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gliederung der Eisvorstöße ==&lt;br /&gt;
Während des Hochglazials der Weichsel-Kaltzeit gab es in Norddeutschland drei oder vier große Vorstoßphasen des Eises.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohl&amp;quot; /&amp;gt; Jede Vorstoßphase hinterließ eine Gruppe von [[Endmoräne]]n, eine so genannte &amp;#039;&amp;#039;Staffel&amp;#039;&amp;#039;. Jedes der Stadien hat einen eigenen [[Geschiebemergel]] abgelagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Brandenburg-Phase]] erreichte das Eis seine maximale Ausdehnung (nördlich des [[Glogau-Baruther Urstromtal]]s und südlich der [[Potsdamer Urstromtalung]]). Diese Linie wird auch als Brandenburger [[Eisrandlage]] bezeichnet. Zum Brandenburger Stadium gehört auch die &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Staffel&amp;#039;&amp;#039;, die nordöstlich von [[Berlin]] verläuft und keinen eigenen Geschiebemergel aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite große Vorstoßphase ist die [[Frankfurt-Phase]]. Sie wird in der älteren Literatur häufig nicht von der Brandenburg-Phase abgetrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;[[Pommern-Phase]]&amp;#039;&amp;#039; ist mit der sehr gut ausgebildeten Pommerschen Eisrandlage nördlich von [[Eberswalde]] entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vierte große Vorstoß, die [[Mecklenburg-Phase]] mit der &amp;#039;&amp;#039;Rosentaler Staffel&amp;#039;&amp;#039; erreichte nur noch [[Mecklenburg-Vorpommern]]. Umstritten ist nach wie vor, wie weit das Inlandeis zwischen den einzelnen Stadien nach Norden zurückschmolz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaftsbild im Vereisungsgebiet ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Doggerland.svg|mini|Paläogeografische Darstellung der heutigen Nordsee (mit [[Doggerland]]) vor etwa 9000 Jahren, kurz nach dem Ende der Weichseleiszeit und dem damit verbundenen raschen Wiederanstieg des Meeresspiegels.]]&lt;br /&gt;
Diese letzte Kaltzeit hat durch ihr Vordringen und Zurückweichen des Eises eine vielfältige [[Jungmoräne]]nlandschaft hinterlassen. Typisch dafür sind frische, gut ausgebildete Formen der [[Glaziale Serie|Glazialen Serie]]. Dazu gehören die [[Urstromtal|Urstromtäler]] mit Talsandflächen, in denen sich Abschnitte der heutigen Flussläufe von [[Elbe]], [[Oder]], [[Havel]] und [[Spree]] befinden. Zu nennen ist das [[Glogau-Baruther Urstromtal]], das die Brandenburger Eisrandlage entwässerte, das Warschau-[[Berliner Urstromtal]] mit der zugehörigen Frankfurter Staffel und das Thorn-[[Eberswalder Urstromtal]], welches die Pommersche Eisrandlage entwässerte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmitt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Relikt aus der Zeit ist die Seenlandschaft der [[Mecklenburgische Seenplatte|Mecklenburgischen Seenplatte]]. Auch [[Brandenburg]] und das [[Schleswig-Holsteinisches Hügelland|Schleswig-Holsteinische Hügelland]] (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Ostholstein]]) sind reich an weichselglazialen Seen, so etwa der [[Plöner See]] in der [[Holsteinische Schweiz|Holsteinischen Schweiz]]. Einige Seen wie der [[Schweriner See|Schweriner]] und der [[Ratzeburger See]] sind in Gletscher[[zungenbecken]] entstanden, desgleichen einige [[Förde]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Beispiel für den von der Weichselkaltzeit hinterlassenen Formenschatz bietet der Baltische oder &amp;#039;&amp;#039;Nördliche Landrücken&amp;#039;&amp;#039;. Er besteht aus lebhaft gegliederten und vielfach hintereinander gestaffelten Endmoränenwällen und begleitet die heutige Ostseeküste bis nach Nordpolen. In [[Pommern]] und [[Masuren]] werden dabei stellenweise Höhen bis über 300&amp;amp;nbsp;m NN erreicht, so bei [[Wieżyca]], südwestlich von [[Danzig]] 329&amp;amp;nbsp;m und 312&amp;amp;nbsp;m südlich von [[Ostróda]]. Die höchsten Erhebungen aus dem Pommerschen Stadium sind im deutschen Teil des Nördlichen Landrückens die [[Helpter Berge]]. Sie erreichen eine Höhe von 179&amp;amp;nbsp;m südöstlich von [[Neubrandenburg]] in Mecklenburg-Vorpommern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmitt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:SaaleWeichsel x.png|mini|500px|Weichsel-/Würm-Kaltzeit im Vergleich zur Saale/Riß-Kaltzeit. Die Gletschervorstöße waren unterbrochen von wärmeren Perioden, in denen sich die archaischen Menschen Europas (der [[Neandertaler]] als Nachfolger des &amp;#039;&amp;#039;[[Homo heidelbergensis]]&amp;#039;&amp;#039;) über die Permafrostgrenze hinaus nach Norden und Nordosten ausbreiteten. Ab etwa 40.000 v. Chr. besiedelte der moderne [[Cro-Magnon-Mensch]] diese Gebiete.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausklang der Weichselkaltzeit ==&lt;br /&gt;
Der Ausklang der bisher jüngsten Kaltzeit in Mitteleuropa ist gekennzeichnet durch den etappenweisen Rückzug des Eisrandes nach Norden. Durch das Abschmelzen des Eises stieg der vorher stark gesunkene Meeresspiegel wieder an, um insgesamt etwa 120 Meter von einem absoluten Tiefstand vor etwa 22.000 Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fleming&amp;quot; /&amp;gt; In einem komplizierten Wechselspiel von Eisstauseen und Meeresvorstößen bildete sich über mehrere Stadien wie den [[Ancylussee]] mit dem &amp;#039;&amp;#039;Baltischen Eisstausee&amp;#039;&amp;#039;, dem &amp;#039;&amp;#039;Yoldiameer&amp;#039;&amp;#039; und dem &amp;#039;&amp;#039;Littorinameer&amp;#039;&amp;#039; die heutige [[Ostsee]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohl&amp;quot; /&amp;gt; Dem Rückzug des Eises folgte eine Wiederbesiedlung durch Pflanzen und Tiere. Mit ihrer Nordwanderung gingen verschiedene Siedlungswellen von Jäger- und Sammlerkulturen einher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Glaziologie]], [[Glazialmorphologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Thomas Litt, Karl-Ernst Behre, [[Klaus-Dieter Meyer (Geologe)|Klaus-Dieter Meyer]], Hans-Jürgen Stephan, Stefan Wansa|Hrsg=T. Litt im Auftrag der Deutschen Stratigraphischen Kommission|Titel=Stratigraphische Begriffe für das Quartär des norddeutschen Vereisungsgebietes|Sammelwerk=Stratigraphie von Deutschland - Quartär. Special issue. Eiszeitalter und Gegenwart/Quaternary Science Journal|Band=56, No. 1/2|Verlag=E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung (Nägele und Obermiller)|Ort=Stuttgart|Datum=2007 |ISSN=0424-7116 |Seiten=7–65|DOI=10.3285/eg.56.1-2.02}}&lt;br /&gt;
* Herbert Liedtke, [[Joachim Marcinek]]: &amp;#039;&amp;#039;Physische Geographie Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; Justus Perthes Verlag, Gotha 1995, ISBN 3-623-00840-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmitt&amp;quot;&amp;gt;Eckart Schmitt u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Harms Handbuch der Geographie - Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; 26. Auflage. Paul List Verlag, München, ISBN 3-471-18803-7, 1975, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Litt&amp;quot;&amp;gt;T. Litt u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Stratigraphische Begriffe für das Quartär des norddeutschen Vereisungsgebietes.&amp;#039;&amp;#039; 2007, S. 45 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kromer&amp;quot;&amp;gt;M. Friedrich, B. Kromer, M. Spurk, J. Hofmann, K. F. Kaiser: &amp;#039;&amp;#039;Paleo-environment and radiocarbon calibration as derived from Late Glacial/Early Holocene tree-ring chronologies.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Quaternary International]].&amp;#039;&amp;#039; 61, 1999, S. 27–39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohl&amp;quot;&amp;gt;Rudolf Hohl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklungsgeschichte der Erde.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Werner Dausien Verlag, Hanau 1985, ISBN 3-7684-6526-8, S. 410 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fleming&amp;quot;&amp;gt;Kevin Fleming, Paul Johnston, Dan Zwartz, Yusuke Yokoyama, [[Kurt Lambeck]], John Chappell: &amp;#039;&amp;#039;Refining the eustatic sea-level curve since the Last Glacial Maximum using far- and intermediate-field sites.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Earth and Planetary Science Letters.&amp;#039;&amp;#039; 163(1-4), 1998, S. 327–342. [[doi:10.1016/S0012-821X(98)00198-8]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kaltzeiten des mitteleuropäischen Quartärs}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kalt- und Warmzeiten in Norddeutschland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quartär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kälteanomalie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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